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... ich habe beschlossen vor dem großen Run meines Umzuges noch etwas zu schreiben:

Herzlich willkommen bei mir im neuen Zuhause.
willkommen - alles neu macht der Mai 

Noch 2 Tage…dann

überfallen mich wie ein Sturm meine Gedanken

lassen mich kaum schlafen, noch weniger ruh’n

ach, seufze ich

wär es doch nur

bald vorbei

ich könnte betten mein Haupt

auf fremde Laken

streckte die Arme weit aus

um all das neue Rund um mich

zu erfassen

doch dazu müsst ich erst die alten Gedanken

davon gehen lassen

 

c/Angelface

 

 noch liegt Schnee und Alles ist anders…als bisher.

Ich ziehe in nunmehr weniger als vierzehn Tagen in ein kleines Ferienhaus  um und kann sagen, endlich allein.
Heim  - nicht Haus und Garten. Klein, behaglich, knuffelig soll es werden. Ich kann darin schalten und walten. Gemietet habe ich es für die nächsten zehn Jahre. Noch sieht es innendrin ziemlich schrottig aus, es war ein Ferienhaus mit Nachtstromöfen die behagliche Wärme ausströmen aber ziemlich teuer im Verbrauch sind. Ich bat den neuen Vermieter mir einen Pelletsofen einbauen zu lassen. Das wandle ich nun in ein Wohnhaus auf Dauer um.
78 qm - Dachschrägen mitgerechnet und mein. Auch ein eigener Garten beschloß ich, sollte es drum herum sein. Noch ist es Wiese, das soll sich ändern.

Doch langsam kriege ich Muffesausen, die Zeit wird eng und streicht in Windeseile vorbei. Es kommt noch einiges an Arbeit auf mich zu, doch jetzt heißt es, ich mach es mir schön. So will ich es ja nicht lassen!

Wenn ich mir die Bilder der bisherigen Einrichtung ansehe, ... so ein Esszimmer für gefühlt +/- 10 Leute, dieser riesige Esstisch, den lasse ich sicher nicht stehen.  Aber klar, bei einem Ferienhaus muss das wohl so sein, die Urlaubsgäste die nur Ferien machen möchten, wollen ja nur für 3 Wochen darin wohnen, Feten feiern...schöner wohnen soll dies wohl kaum sein. Ih, denke ich mir leise; wie konnte einer nur in solch Betten schlafen...Betten die wie Kinderbetten aussehen und diese Couch, na -  ....

Komisches Gefühl dann darin alleine zu sein. Ich wohnte zwar schon immer allein, zumindest in den letzten dreizehn Jahren, aber allein und allein mit dem Vermieter unter einem Dach zu zwei Parteien, da gibt es gewaltige Unterschiede.

Vor allem kann ich endlich Krach machen. Nein, nicht schreien, rennen und toben. Aus dem Alter bin ich längst heraus, in dem ich heftige Partys mache und die Musik aufdrehe bis die Scheiben klirren. So ein Typ Mensch war ich ja noch nie. Bei uns im Haus merke ich sofort wenn einer meiner Hausvermieter, deren habe ich ja zwei, alleine in der Wohnung sind. Er setzt sich an manch  Tagen auf sein Trimmrad um zwei Stunden beim Trampeln zu schwitzen, schraubt damit seinen Blutdruck herunter und dreht die Lautstärke seines Gettoblasters dabei auf Lautstärke sieben. Wenn sie alleine unten ist, ändert sich die Art der Musik, doch wesentlich leiser ist das auch nicht. Sie hört Disco und auch mal Klassik - ganz laut.

Im ersten Moment erschreckt mich das immer ein wenig wenn ich das höre, denn es ist zu den sonstigen Geräuschen im Haus ungewohnt, sonst höre ich nämlich von unten meist nur die Klospülung und ab und zu das Klappen einer Tür. Seitdem der Hund Aikiko  tot ist, den ich sehr vermisse, und er nicht mehr melodisch bellt, ist es oft gespenstisch still.

Wenn ich nachts die Toilette benutze, spüle ich leise um die Beiden da unten nicht aufzuwecken, ansonsten bewege ich mich auf dicken Strümpfen in meiner Wohnung, bin also leise.

Nach dem Umzug ins neue Zuhause werde ich nachts  -  , die Waschmaschine laufen lassen können ohne Bedenken zu haben jemand anderen zu stören,  das Fernsehen, Musik und Radio aufdrehen können wie ein Weltmeister, keiner kann es hören. 

... Oh, oh, hoffentlich kommst du damit klar, auch du wirst älter, da wird das Leben sicher beschwerlich“, hörte ich schon von meinen Freunden, als sie erfuhren, dass ich alleine in ein einzelnes Haus einziehe, in dem sonst kein anderer mehr wohnt. „Wieso?“, frage ich zurück, “andere kommen doch auch damit klar und fühlen sich wohl“!

Mein Blick fällt auf all diese Kisten in denen nun mein Eigentum verpackt ist. Sie stapeln sich an der Wand des jetzigen Schlafzimmers, das immerhin um die 25qm groß ist und denke, das -  kriegst du niemals in diese kleinen Zimmer, die Möbel werden dich erschlagen. Mein netter Umzugshelfer fragte als erstes als ich ihn vor zwei Tagen an der Strippe hatte, „ hast du dich denn nun von einigem getrennt?“.

Auch er schien sich Sorgen darüber zu machen ob ich alles unterbringe. Als er die jetzige Wohnung besichtigte, war er leicht entsetzt wie viel ich mit mir herumschleppe. Es sind immerhin 3 Zimmer, Bad, Küche und Gang, da sammelt sich in 13 Jahren etliches an. Da müssen wir wohl mehrere Male fahren. Es wird vieles anders werden, aber ich denke, schöner noch in der Umgebung als hier und das nicht nur weil ich endlich allein bin.

Allein wohnen heißt ja auch ungestört sein, allein wohnen und leben heißt, nicht Rücksicht nehmen müssen auf andere, aber auch, alleine sein, wenn man mal jemand braucht. Auch das, ein ungewohntes Gefühl.

In Gedanken richte ich schon die drei kleinen und das große Zimmer ein. Zwei oben, eins befindet sich in der Mitte,  ein Großes ist unten das ich in Eß  - und Wohnzimmer aufteile ...

Als erstes kommen die überflüssigen Türen raus, das wird ein offenes Haus, offen ist’s ja sowieso weil sich eine lange geschwungene Treppe ins obere Stockwerk zieht auf der sich die Wärme mit nach oben verteilen soll, aber an den beiden oberen kleinen Zimmern sind zwei dunkle Türen, die für mich aussehen wie Schächte, die werde ich sofort aushängen und auf den Einbauschränken deponieren, dort können sie als Ablage dienen.

Im mittleren Stock das Zimmer, das heute noch ein Ferienschlafzimmer ist, das gibt einen Leseschreibundfernsehraum da kommt ein kuscheliger schöner Vorhang an die Stelle der Tür die in den Mittelgang ragt, die nimmt nur Platz weg und ist hässlich.

Mein schmaler Glasschrank mit ganz viel Licht, der Katzensammlung und den schönen Gläsern darin, kommt mit in dieses Zimmer. Wo der weiße Hirtenteppich ein Zimmer ausfüllt, das weiß ich noch nicht, er ist riesengroß, ja geradezu wuchtig, aber sollte ich mich deshalb von ihm trennen?

Neeiiin, er ist das Staatsstück meiner Wohnung die mich bisher beherbergte, wunderschön, kuschelig weich und eine Wohltat für jeden nackten Fuß. Auch ihn werde ich unterbringen. Vielleicht mit in dieses Zimmer, das würde mir gut gefallen. Eventuell setze ich den Ledersessel noch mit hinein, kommt ganz darauf an wo das Videoabspielgerät hinkommt. Oder er kommt nach oben wie unten beschrieben, ich kann es ja jederzeit ändern.

Dann kommt der Katzenkratzbaum mit hinein, damit meine  beiden Katzen von dort aus der Dachluke hereinkrabbeln können, fertig. Ich kann mir das alles schon gut vorstellen, wie alles  dann da steht und ich es  anschauen kann.

Es gibt gemauerte Steinvorsprünge an der Wand, die jede Menge Platz für die Bücher hergeben, meine Katzensammlung steht dann nicht mehr nur im Glasschrank sondern auch als Deko obenauf und bereichern das Auge, ein kleines Plätzchen zum wandern werde ich für Merlin bereit halten, der sicherlich gerne darauf herumspazieren wird. Die Dachfenster, die ähnliche Luken sind wie mein Küchen und Badfenster hier, sind um etliches höher, da werde ich ihm wohl eine extra Leiter dazu bauen. Eine außen, eine innen, dann kann er jederzeit hinein und hinausschlüpfen. Das wird ein Spaß für den Buben sein.

Die beiden Ikeabücherschränke die in den oberen Stock mit dem Balkon kommen, muss ich hinten herum an der Rückwand mit hellen Stoffbahnen verkleiden oder schicke Papyrusvorhänge daran befestigen damit mir das Ganze nicht zu dunkel wird.

Dahinter richte ich mir eine kuschelige Ecke zum Sitzen und lesen ein, all meine Bücher in der Vorderfront vor der Nase. Das wird hübsch aussehen, davor der Computertisch, bereit die neuen Geschichten aufzunehmen, daneben der Schreibtisch mit den Bankgeschäften und dann werde ich wie hingegossen in meinem geliebten Ledersessel liegen, umgeben von leiser Musik und zartem Licht. Aus der geöffneten Balkontür, durch die der leise Wind weht, werde ich in die Nacht meines eigenen Gartens schauen und den Vögeln bei ihrer Morgenandacht lauschen, das aber nur, sollte ich auch dort meine Nächte zum Tage machen.

 Das Schlafzimmer mit den Einbauschränken für meine vielfältige Gardarobe kommt nach nebenan. Das richte ich mir ganz besonders mit einem Betthimmel unter der Dachschräge ein.

Auch da gibt es wunderbarer Weise eine eigene Balkontür die ich öffnen kann.

Hinter mir trommelt zart einer mit sanften Pfoten an das Dachgeschossfenster.

Nein, Merlin, auch für dich wird sich einiges ändern, hier geht’s nun nicht mehr rein, das Fenster ist mit Kartons zugestellt.

Ich sause ins Esszimmer, knipse das Licht neben der Tür an, auch der Schalter ist zugestellt, aber da komme ich wenigstens noch heran und lasse ihn durch dieses Fenster durch dass er flink hereinschlüpft. Ganz kalt ist sein Fell und dick aufgeplustert durch die Kälte.

Erst einmal musst du drin bleiben, flüstere ich ihm zu, denn du musst dich, - wie ich – erst einmal eingewöhnen. Er versteht mich nicht, wie soll er auch, er weiß ja noch nichts von seinem Glück. Da mache ich mir heute noch keine Sorgen. Gedanklich wandere ich weiter und begebe mich in die Küche.

Ein Glück gibt es eine Einbauküche, da bringe ich alles unter was mein Haushalt enthält.

Hm...so ähnlich mach ich es mir auch, nur schöner...(Originalbilder wie das Haus vorher eingerichtet war...sind im Buch)

Da ich seit über dreißig Jahren und mehr täglich koche, bin ich gut mit Töpfen und Pfannen ausstaffiert obwohl ich schon versehentlich im Eifer des Gefechts einiges zu entsorgen und zu verschenken meine besten zwei Pötte in den Karton zum weggeben gepackt hatte und sie nun schon vermisse.

Okay, kein Problem, kauf ich eben neu wenn ich welche brauchen sollte.
Ich sehe schon neben dem Gewürzregal meine schönen Delfter Gefäße für Kaffe, Zucker und Mehl - sich Händchen reichend auf dem Wandbord stehen, die kommen endlich zur Geltung auch wenn es dann kleine Staubfänger sind.

Die Kaffeebecher zum täglichen Gebrauch hänge ich außen an einem Regal auf dem die Kaffeemaschine und der Wasserkocher sich die Hand reichen, an Haken, da können sie dann schaukeln und ich kann sie gut greifen.

All mein schönes Geschirr, das alte hab ich weggeschmissen, kommt auf das Ikeabord das ich mir neu zugelegt habe. Vielleicht davor ein Spitzenvorhang? Das muss ich mir noch durchdenken.

Das Wohnzimmer das ich zweigeteilt mit dem Esszimmer kombiniere, klein aber fein, mit dem Bollerofen für die Pellets aus dem hinter Glas die Flammen sprühen, das stelle ich mir urgemütlich vor.

Omas Glasvitrine mit den edlen Gläsern und dem vielen alten Silber, schick wird der alte Schrank aussehen, sie wäre stolz darauf dass ich ihm einen so schönen neuen Platz schenke, der steht dann an der freien weißen Wand der ich vorher noch einen leisen Tatsch ins cremeweiß gebe. Hell und freundlich soll es werden.

Davor steht mein Sofa mit den Lammfellen und den warmen kuscheligen Decken, gegenüber kommt ein kleiner Korbsessel, da sitzt es sich sicher herrlich bequem wenn ich in das lodernde Feuer oder in die dunkle Nacht hinter den großen Fenstern die ins Grün schauen sehe.

Meine schönen großen Pflanzen bekommen einen würdigen Platz zum wachsen direkt links und rechts von den großen Fenstern und vor das eine große Fenster, da stelle ich den schönen alten Rattankorb hin und richte darauf Mimis Schlaf und Guckecke auf einem Fell ein damit sie aus dem Fenster wie bisher den Vögeln und Blättern zusehen kann.

Die komischen Allerweltsvorhänge, die alle Ferienhäuser hatten, die mit ihrem dunklen Lachsrot den Raum so verdunkelten als ich ihn beim ersten Mal besichtigte, tausche ich gegen meine wunderschönen hellen Leinenvorhänge in cremeweiß aus. Zarte grüne Zweige ranken sich darin vereinzelt empor.
Zwischen die beiden großen Fenster stelle ich Omas kleinen hohen Glasschrank, der im Licht so schön leuchtet und obenauf kommt die schöne Lampe mit ihrem hellen Schein, dahinter mein Bootsbild das jeden andächtig erstaunen lässt, der es sieht.

Es ist eine uralte Postkarte die ich in Frankfurt auf einem Markt sah und kaufte, mir dann vergrößert habe auf dem oben als Inschrift steht.

„******* „ nein, das verrate ich nicht, das soll sich jeder Besucher meines neuen Domizils der zum Kaffee oder zum Übernachten kommt, selber anschauen. Und hier, das weiß ich schon, gibt es nette Nachbarn. Aber keinen der mir auf den Teller schauen kann. Meine Bratkartoffel gehören mir!!!

Herzlich willkommen bei mir im neuen Zuhause.

 Unten rappelt es.   Mein Vermieter ist wohl gleichzeitig mit der Dämmerung erwacht, die Rollläden werden hochgezogen, die wird es im neuen Zuhause nicht geben. Der Tag erwacht und die Wärme mit ihm, noch wird geheizt.

Ich sehe in Gedanken schon auf das viele neue Grün vor meinen Fenstern.

Freue mich unbändig auf Grillabende im Garten und ganz viel Besuch.

Kapitel II.

Dauerregen im Mai

Was ist dies nur für ein Sommer!

Es regnet, ist kühl, ja fast noch kalt zu nennen und erst nachmittags hellt sich der Himmel auf.

Nasses Gras quietscht zwischen deinen Zehen sobald du dir die Füße frei machst, was zwar ein herrlich belebendes Gefühl ist, aber auch ungesund sein kann weil man sich schnell mal was ans Bläschen holt.

Es gibt nur eine Entscheidung zwischen zwei Alternativen.

Entweder ich versinke im wilden fruchtbaren Gras und werde ein Maulwurf der sich unterirdisch fortbewegt oder ich passe mich den eingezäumten Grundstücken hier an, wohnlich, praktisch, quadratisch, gut.

Ich mähe zum ersten Mal in meinem Leben und stelle fest, es ist gar nicht so anstrengend wenn man weiß wie dieses schrecklich laute Monster angeht.

Mit Kabel ist angeraten, sich dieses über die Schulter zu werfen, ohne -  saust es ab wie Nachbars Lumpi der in Panik geraten ist.

In Sekundenschnelle verschwinden Löwenzahn und Gänseblümchen unter dem ratternden Motor.

Zurück bleibt eine beschnittene hässliche Wiese, sauber wie mit dem Lineal gezogen, lang und blühend war sie bedeutend schöner, aber hier rief die Vernunft: “Schneid mich kurz oder du wirst mich nie mehr bezwingen“. Ich gehorche der Vernunft denn ich will ja im Sommer die Wiese mit Liege benutzen.

Zurück bleibe ich, nass geschwitzt und mit dem Gefühl, leicht ist mähen nicht, im Gegenteil, es strengt an.

Der sportlich gestählte Körper ruft nach einer Dusche, doch die wird nicht warm.

Sabberlottchen, was ist denn dass nun wieder.

Ein Glück, dass ich wenigstens den Pelletofen so einprogrammiert habe, dass er regelmäßig alle zwei Stunden anspringt und herrliche Wärme verbreitet, da kann mir das Wetter egal sein.

Ich klappere mir einen beim Duschen ab und friere, an Haare waschen ist bei den Außen und Innentemperaturen nicht zu denken.

Ein Lob der Zentralheizung wenn sie denn läuft egal welcher Monat gerade ist.

Auch von anderen höre ich, sie haben die Heizung noch an.

Als Alternative habe ich noch das Waschbecken in der Küche, dort wird das Wasser so warm wie es sein soll, so hatte ich mir bisher noch nie die Haare gewaschen, auch eine neue Erfahrung sich solcher Möglichkeiten zu bedienen. 

Dann sitze ich außen, mitten in der Sonne die sich mittlerweile gnädig herabgelassen hat zu scheinen.

Um mich herum rotierendes Gebläse, alles mäht, ich bin fertig, lausche dem Vogelgezwitscher und schlafe, krumm und bucklig werd ich werden -  in unbequemer Haltung fast im Sitzen ein.

Mein Buch ruft…

und der Magen knurrt, ….

 neues Kapitel:

III. S o m m e r g e s c h i c h t en

 Irgendwie anders…sehr viel anders.

Früher war eben alles anders.

Mal sehen, ob ich der Mama die Geschichte vorlese, sie mag das.

Außerdem kann sie sich dann besser ein Bild davon machen, wie ich lebe und wie die Katzen untergebracht sind.

 Juli 2013 

Knapp 15° hat es morgens um 10°° im Schatten vorne am Hauseingang.
 Hinten, wo die Sonne schon längst auf den Rasen brennt, hat es um dieselbe Zeit fast 25°, sodass ich eigentlich, wenn ich mich den Temperaturen anpassen würde, ständig zwischen vorne und hinten umziehen könnte.

So etwas hatte ich auch noch nie bisher in meinen Mietverhältnissen und Wohneinheiten.

Die letzten Sommer, wenn es durchgehend in den Monaten April bis Oktober warm und sonnig war, lag ich oft schon am frühen Morgen auf der alten Terrasse im Rattansessel, genoss den ersten Cappuccino im Freien und ließ mir die Sonne auf das Nachthemd brennen.

Später puddelte ich in meinem Grün herum, zupfte wildes Gras und Unkraut, goss und säte bis es zu heiß wurde und ich unter den Sonnenschirm kroch. Natürlich dann ohne Hemd, versteht sich.

Seit Gestern hängt das Katzennetz ganz professionell im 1. Stock am Balkon, sodass die Katzen und ich auch nachts draußen schlafen können. Fest verdrahtet und angeschraubt kann es nun Sturm und jedem Wind trotzen.

Linde Luft durchflutet die Räume, die am Tag kühl bleiben wenn der Schatten über dem Haus hängt, warme staut sich wenn die Sonne den ganzen Tag darauf knallt.

Vorne am Haus werden die Bohnen gelb von der heißen Sonne, hinten ist das Gras pitschenass wenn ich es mit nackten Füßen durchstreife.

Hohe Bäume gibt es erst am Ende des Grundstückes, sodass ich mir einen Sonnenschutz baute.

Abgesehen davon, dass ich ungern mitten auf dem Präsentierteller liege, fühle ich mich besser geschützt wenn ein Tuch über mir weht. Inmitten von bunten Farben die mir Meeresbrise vorgaukeln, die Geräusche aus dem Biotobschwimmbad leise an mein Ohr wehen,  lese ich und sinniere vor mich hin wenn ich nicht schlafe. Braun bin ich schon, braun wird man auch im Schatten. Wird man aber sicher nicht nur vom lesen. Sind die Tücher etwa nicht UV –Strahlen sicher? Hm…ich frag mal nach, ob ich vorsichtshalber auch diese eincreme.

 Die Häuser links und rechts von mir sind nur teilbewohnt, einst Ferienhaus sind sie nun zum festen Wohngebiet umbenannt worden, Freunde von mir wollen eventuell einziehen.

Gestern waren schon Massen da und wollten sich die Umgebung davon näher begucken.

Das, das oder das, es kämen wohl einige in Frage. Wird es dann ein Frührentnerparadies?

Für andere arbeiten wollen wir ja alle nicht mehr, wozu auch, leben ist schöner!

 Wie kriege ich mein Frühbeet geschützt frage ich mich und stülpe dem Glasdach, das es schützt ein Hütchen zusätzlich aus Plexiglas über, so werden mir die Kräuter nicht gelb und blass vor lauter Kummer mitten in der Sonne liegen zu müssen. Daneben steht zwar ein Sonnenschirm, aber den müsste ich ja ständig verstellen. Schiebe ich ihn beiseite, kriechen freundlich hungrige Schnecken darunter hervor, igitt, kann ich gar nicht brauchen, ihr da, abends seid ihr dran! Dann gehe ich Euch an den Schleim.

 Vorne liegen kurze weiße Hosen, damit die Beine auch braun werden beim Garten basteln, hinten liegt Pulli und Jogginghose/Jacke damit sie nicht Frostbeulen kriegen.

Irgendwie anders eben, anders als früher.

Nicht besser, nicht schlechter, nur anders, aber das anders sein bin ich ja gewohnt und füge mich nahtlos in das veränderte Landschaftsbild ein.

 Mein Häuschen nimmt langsam aber sicher bewohnbare Züge an. Die Zimmer sind eingerichtet, die Koffer und Kisten ausgepackt, die Kosmetik im Bad, die Wintersachen teils noch im Karton, die Sommersachen im Schrank verstaut.

Sommersachen und Wintersachen getrennt, kann ich mir hier abschminken, man braucht das ganze Jahr über anscheinend beides. Na, Bravo, damit sind die Gardarobeneinbauschränke hübsch voll geknallt, das wollte ich auch nie – eben anders.

Wegschmeißen? Nee, das dachte ich zwar, aber mittlerweile merkte ich an vielen Tagen dass ich Falsches weggeschmissen hatte, wie beispielsweise meine Sonnensegel vom Balkon, von denen ich annahm im Garten würde ich sie nicht mehr brauchen.

Auch die Dachfensterschutzleinenvorhänge habe ich weggegeben.

So macht man Fehler, die man nur einmal macht. Aber ich weine ihnen nicht nach.

Ich sage dem Abendwind einfach, er soll schneller darüber wehen ehe er sich schlafen legt wie ich.

Auch anders, denn bisher hatte ich mich noch nicht mit ihm unterhalten.

 

Fortsetzung folgt..und damit sicher viele Geschichten.

 

© Angelface

 

 weiter geht es mit der Geschichte hier:

im Hier


 

auch im Buch....alle Teile - nächstes Kapitel
Teilabschnitte - Fortsetzung


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