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Eindrücke - Informanten und Erzähler


 

 

 

Meine Augen fliegen in affenartiger Geschwindigkeit über die Zeilen

eines Fremden die ich lese und ich

 versinke in  die Sprachakrobatik die

 schon einer Kunstform ähnelnd

 mir eine unbekannte Geschichte erzählt.

 

Phantasievolles schreiben.

Wortakrobaten die mit Worten und

 Sätzen spielen, neue erfinden und

dich in eine Welt entführen in der es

 nur aufregendes gibt.

Eine Geschichte beginnt zu leben und

es entwickeln sich  Bilder die du sehen

 kannst, so, als wärest du direkt dabei.

 

Wie man isst, so schreibt und liest man auch.

Manche essen, indem sie die Nahrung auf dem Teller in sich hineinschlingen und  hinterher wissen sie nicht mehr was sie aufgenommen haben.

Wie schade, wie schrecklich, wie ungenutzt genießt man nicht was man auf dem Teller hat.

Andere essen mit Genuss und Freude,

spüren, wie sich die Geschmacksknospen langsam  auf der Zunge entfalten,  es ist wie eine

 kleine Explosion und man  schmeckt minutenlang lang nach, der Geschmack

 eines Gewürzes, die Komposition des Zusammenspiels zwischen Süßem und Saurem. Man sagt laut ahhh..und genießt.

Genauso ist's im Grunde mit dem lesen.

 

 

 

 

 

Wortakrobaten nenne ich jene, die mich mit ihrem Stil faszinieren, sie fesseln mich.

Menschen gehen mit Worten sehr unterschiedlich um.

Es gibt jene, die mit wenigen ausgefeilten Worten viel auszusagen haben und andere die mit Blümchensprache sprechen.

Was ist Blümchensprache?

Vielleicht ist es einer der nicht auf den Punkt kommt, etwas langatmig umschreibt bis er deutlich machen kann was er meint.

Das ist wahrscheinlich auch eine besondere " Gabe" die nicht jeder hat oder kennt. Nun ja, was heißt Gabe, eher wohl eine Eigenheit.

Dann gibt es jene, die in kargen Worten grobporig beschreiben was sie sehen, worüber sie nachdenken, was sie erleben.

Diese Sprache überlese ich flüchtig und vergesse sie sofort wieder.

 

Wenn ich lese, bin ich am liebsten allein. Alles was um einen herum geschieht, verschwimmt, jedes Geräusch stört und lenkt ab,  man konzentriert sich und taucht ab in eine Welt der Wörter und Sätze.

Man kann lesen und lesen und zwischen beidem ist ein großer Unterschied.

 

So kenne ich Menschen, die überfliegen in Windeseile flüchtig ein Buch und danach bleibt nichts haften. Fragst du sie eine Stunde später was sie gelesen haben, wissen sie es nicht mehr.

Wie sie schreiben, so sprechen sie auch.

Fast wie abgehackt  informieren sie dich in wenigen Worten über Aktuelles, dann schweigen sie und haben nichts mehr zu sagen.

Ich nenne sie Informanten.

Ist es eine besondere Gabe so zu lesen, dass man nichts vergisst?

 

Genussvolles lesen:

 

Mir ist es schon passiert und tut es immer wieder, dass ich ein Buch aufschlage, mitten aus dem Zusammenhang gerissen eine bestimmte Seite aufblättre, meinetwegen mitten in einem Buch und ich kann dir erzählen was im ganzen Buch geschieht.

Am Ende des Buches tauche ich wieder auf und merke nicht was in der Zwischenzeit um mich herum vorgegangen ist.

 

lesen ist wie eine Blüte betrachten die sich im Wind bewegt.
es tut und verändert sich etwas bei jedem Hingucken...

 

Eindruck und ……Ausdruck…

 

Informanten und Erzähler für beides gibt es Leser.

 

 


16.12.2017

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