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daraus könnte man auch einen Zweiakter drehen!

Es "passiert" nicht viel, spielt sich alles im Inneren und in Gedanken ab, eine fiktive Geschichte!

 


 

Fremde Welten

Seit urewiger Zeit habe ich kein Buch mehr für Bx geschrieben, ich hatte einfach keine Lust dazu, heute Morgen wie auf dem Funkenflug meiner Gedanken, fiel mir eine „Geschichte“ ein, die ich schon vor Jahren zum Thema schrieb, da zur Zt. dort erneut ein Wettbewerb läuft., stellte ich sie auf meine Seite etwas verändert und überarbeitet ein. Man sieht, ich hatte auch schon vor Jahren etwas "ketzerische" Gedanken. 

Ich fand sie passend zum Gedanken - Thema „fremde Welten“.

 

Blind und nun auch noch taub und stumm.

 

Beate, sonst kein Kind von Traurigkeit,  nun war sie wie erstarrt. Sie fühlte sich verraten.

Dort, keine zwei Meter von ihr entfernt, stand der Mensch mit dem sie 16 Jahre verheiratet war und er war ihr so fremd wie ein eben neu gekauftes Badehandtuch.

Sie betrachtete ihn wie ein ekliges Reptil, etwas furchtvoll, leicht verächtlich.

Wütend? Nein wütend war sie nicht. Kenne ich ihn, fragte sie sich, wie konnte ich nur so blind sein?

In einer ihr endlos scheinenden Sekunde war ihre ganze kleine Welt wie in Scherben zusammen gefallen. Wo war ihr Glück?

Im Moment zuvor war alles noch in Ordnung gewesen, und nun, alles vorbei?

Beate runzelte ihre Stirn, wie war das möglich? Warum hatte sie nichts gemerkt?

Er war so wie immer. Er sah aus wie gestern, vor einer Woche, einem Monat.

 Gut aussehend, souverän, nett, ein Mann, der sie immer gleich und auch gut behandelt hatte.

 Er wurde nie ärgerlich, nie zornig, tat was die Welt von ihm erwartete  und hinter dieser netten Kulisse hatte er sie kalt lächelnd betrogen und seine eigenen Pläne gehabt.

Wie heißt sie, fragte sie ihn leise. Ein etwas verlegendes Zucken seiner Mundwinkel verriet ihr, dass  er mit der Situation etwas überfordert war, nicht wusste was er sagen sollte.

Dann riss er sich zusammen und es kam kühl aus seinem Mund:“ Warum willst du das wissen, es ist doch völlig egal wie sie heißt!“

        „Ich weiß gerne welche Person mit dir zusammen dafür verantwortlich ist, dass ich jetzt wie eine Idiotin vor dir stehe. Ich möchte nur wissen, ob ich sie kenne“.

Ihr Inneres war völlig durcheinander, aufgewühlt, sie versuchte einen klaren Gedanken zu fassen, es gelang ihr nicht.

Irgendwie schossen Gedanken durch ihr Hirn. Es ist eine Situation wie sie tagtäglich passiert, nun eben auch ihr.
     Sie hatte sich sicher und aufgehoben gefühlt, beschützt und geborgen und nun stand da der Mann, den sie seit über 18 Jahren kannte.

 Er hatte ihr zwei Kinder geschenkt, ein normales Leben geführt, mit ihr eine Zukunft aufgebaut, die rosig und gesund aussah und nun war er im Begriff alles hinter sich zu lassen was sie bisher gemeinsam gelebt hatten und ging.

ER ging einfach. Dieser Typ ging einfach. Was dachte er sich dabei?

Wo waren seine Skrupel? Sein Gerechtigkeitssinn mit dem er immer geprahlt hatte und der, wie sie bisher dachte, zu ihm gehörte wie sein bester Anzug.

Er hat dich belogen, kalt lächelnd belogen und im Hintergrund seines undurchdringlich glatten Äußeren hat er sich mit irgendeiner Person vergnügt und zudem wahrscheinlich über sie scheckisch gelacht, dass sie, nichts bemerkt hatte.

Welch eine Farce, dachte sie. Jetzt stehe ich da und soll etwas dazu sagen, was erwartet er?

Sollte sie diese für sie fremde Person dafür verantwortlich machen, auf sie wütend sein, sie hassen?

Nein, ER war es mit dem sie es zu tun hatte, diese andere Person ging sie nichts an.

In ihr tief innen,  war eine kalte Leere, Hoffnungslosigkeit.

Reiß dich zusammen, befahl sie sich, lass ihn nicht merken, wie sehr er dich verletzt hat.

Vor wenigen Minuten hatte er ihr kühl, ja fast geschäftsmäßig verkündet, dass er sie zum Ende des Monats verlassen und in eine Eigentumswohnung umziehen würde.

Irgendwie schien ihr, als lächelte er auch noch dabei. War dies Vorfreude?

Ihre Gedanken fingen an zu rasen während sie  - anscheinend äußerlich gefasst  - vor ihm stand.

Bring ich ihn um, steche ich ihm ein Messer in den Bauch, vergifte ich ihn? War ihr erster Gedanke  oder lasse ich ihn einfach gehen, soll er ungeschoren davon kommen?

Das kann nicht sein, ohne Strafe soll er nicht bleiben.

Bin ich überhaupt fähig einem anderen Menschen etwas anzutun?

Und dann auch noch ihm, den sie glaubte zu lieben.

Kann man einen Menschen überhaupt lieben der einem so etwas antut?

Der geht, der geht einfach, als ob sein bisheriges Leben überhaupt nie existiert hatte.

Wie er da stand und etwas ungeduldig mit dem Fuß vor und zurück wippte, als wolle er ihr sagen, beeil dich, ich habe dich informiert, ich will weg.

Ja, sie fühlte, er war eigentlich gar nicht mehr da, nur sein graublauer Anzug stand da am Fenster, als Hülle, als Leere.

Der Mensch selbst war mit seinen Gedanken längst woanders.

Geh, flüsterte sie mit gebrochener Stimme, sie musste sich räuspern um überhaupt ein Wort herauszubekommen.

Er ging und als die Tür hinter ihm fast geräuschlos zuklappte, fiel sie einfach um.

So konnte sie auch nicht mehr hören, wie vor dem Haus etwas klirrte und krachte und aus Passantenmund ein  entsetzter Schrei tief in die Stille des Morgens fiel.

 

 

© Angelface

Nachsatz: Um die Phantasie meiner Leser etwas anzuheizen habe ich das Ende

( im Buch und ohne Nachsatz hier) offen gelassen,
schließlich soll man ja die Möglichkeit haben mitzudenken und sich eigene "ENDEN" auszudenken

 

zum Buch....bei Bx, das Cover sieht dann so aus,

 

 

Absatz,

Pause

Überlegung

Ich fand die überraschende  „End - Auflösung“ ganz passend zum Buch, und gegebenen Thema, - auch wenn sie im ersten Moment unlogisch und  nicht zusammen hängend erscheint.

Fremde Welten kann man überall kennenlernen und ihnen begegnen

Das Ende:

Der Typ Fremdgänger im Buch saust nun ab ins Fegefeuer seiner eigenen Eitelkeiten und gerät unter ein herannahendes Auto …KRACH - BUMM _ BATSCH - Ende offen ob er es überlebt..

Und sie taucht ein in eine ihr ungewisse, neue ferne Zukunft von der sie nicht weiß, wie die aussieht.

 

nix Liebesgeschichte, eher Ehe und Partnerschaftengeschichten wie sie jeder erleben kann.
MIt leisem kriminalistischem Ende.

 


 

 

 



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