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angelface




auch im Buch ...siehe Link unten

 


Leise steht er neben uns…

Wartet bis man bereit ist

 

Man macht die Augen davor zu und möchte es nicht sehen, warum eigentlich, was ist so erschreckendes daran?

Ins Leben willkürlich hineingeworfen, lebt man es und wartet im Grunde ab einem gewissen Alter nur auf den Tod.

Die Zwischenzeit verbringt man mit

Sich und der Arbeitswelt

Ausschweifungen

Aufregungen

Anregungen

Erlebnissen

Hoch und Tiefs

Auf und ab

Niemals mehr als jetzt, habe ich mich so viel mit ihm auseinandergesetzt.

Nie habe ich ihn so nah gefühlt ohne von ihm betroffen zu sein.

Viele haben ihm schon ins Auge gesehen

Sind ihm ausgewichen weil ihre Zeit noch nicht um war

Haben ihn gesucht und versucht ihn zu steuern

Haben mit ihm gehadert

Ihn begrüßt

Oder verflucht wenn sie ihn nahen fühlten

Was ist er?

Der Tod?

Doch nur der Weg in ein anderes Leben?

 

c/ Angelface

 

Allein ist nicht einsam sein. 

Sie betrachtet die schwarzen Geschöpfe vor ihrem Fenster. Sanft nicken die kleinen runden Vogelköpfe auf und nieder wenn sie aus dem gefrorenen Boden die Regenwürmer heraus picken. Sind es überhaupt welche?

Oder hat die Kälte diese langst erfrieren lassen?

Krähen sind es, die sich zuhauf auf dem tief gefrorenen Wiesenboden vor ihrem Fenster niedergelassen haben. Sie mag eigentlich keine Krähen, sie sind so schwarz und unheilvoll, so als brächten sie den Tod.

Ja, der Tod.

In letzter Zeit denkt sie oft daran;
 was ist, wenn ich nicht mehr bin, wohin werde ich gehen, was wird aus dem an den ich eben denke,
und denen, die ich zurücklasse. Denkt überhaupt jemand noch an mich, wenn ich gegangen bin?

Sie weiß nicht, warum sie in letzter Zeit so oft daran denkt, meist geschieht es auch nur in einer Art Tagtraum.

Eine Vorahnung dass nicht alles endlich ist? Und alles auf Erden ein Ende hat?

Oder sind es Ängste, die durch ihre Verhältnisse geschürt werden?

Viele Fragezeichen gibt es in meinem Leben, denkt sie und lächelt still.

Es ist nicht schlimm, nicht alles zu wissen was die Zukunft bringt, ganz im Gegenteil.

Betäubend duftet der blühende Jasmin auf ihrem Fensterbrett und steigt ihr in die Nase, während sie weit das Fensterglas öffnet um den kleinen geflügelten Geschöpfen zuzusehen.

Sie tummeln sich auf dem Eis als befänden sie sich auf einer Schlittschuhbahn. Aufgeregt marschieren sie hin und her,lärmen laut, als wären es kleine Kinder.

Eifrig und fleißig nach Futter suchend bewegen sich die schwarzen Gestalten und plötzlich sieht sie nicht mehr die Bedrohung Tod in ihnen, sondern das blühende Leben. Das Frühlingserwachen.

Es war nur einen Moment lang ein falsches Hinsehen, weil sie allein war und Ängste verspürte.

Sie blickt auf. Ein blauer kleiner Lastwagen rappelt laut  auf der Straße vorbei. Der Schwarm schwarzer Krähen fliegt auf und formiert sich wie ein langer Strom der sich in den blauen Morgenhimmel schiebt, sie lächelt ihm nach.

Wie ich mir etwas ansehe, so ist es auch, denkt sie. Betrachte ich etwas mit Angst, Kummer und Sorgen dann ist es auch beängstigend und sorgenvoll für mich, wenn ich hingegen hoffnungsvoll in die Zukunft blicke, dann hat die Zukunft auch Hoffnung für mich.

Nun nimmt sie wieder die Umgebung richtig wahr, das Zwitschern der Vögel, die ersten Knospen am Baum, zwischen den Eisschollen die ersten grünen Halme, vorbei ist der Winter bald, denkt sie. Vorbei, und damit kommt wieder Sonne und Leben um mich herum und ich werde schwimmen gehen, in der Sonne sitzen, im Freien lesen und am Abend meine Bratwürstel auf dem Grill riechen können. Es wird sich die Tür öffnen, Freunde werden kommen, wir werden in der Stadt zusammen einkaufen, durch die Straßen flanieren und in die Gesichter der vielen Menschen sehen, die sicher ebenso Ängste und Sorgen haben wie ich..

Ich bin nicht allein, denkt sie, es ist nur der lange Winter, der war nun mal fürchterlich lang und hat mich eingesperrt in meine eigenen Gedanken.

Es  ist nur der etwas andere Blick aus dem Inneren der mich lähmt.

Und so lächelt sie den schwarzen Vögeln hinterher, denn urplötzlich sind sie für sie bunt wie Paradiesvögel, die fröhlich an den Sonnenstrahlen schnuppern...
auch im Buch…

 

 

 

http://www.bookrix.de/showbooks.html?showbookonly=angelface_1235035802.8680200577

 

 

 

 

 



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