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angelface




Das glückliche Ende -

Angeblich  - und für viele so „Unwichtiges…“oder, man braucht so wenig um glücklich zu sein…

Es sind diese Kleinigkeiten die so erfreuen…
Die Tatsache, dass sich zwei, die sich jahrelang spinnefeind waren und oftmals miteinander prügelten. Oder einer rannte weg und schrie – heute ein ganz anderes Bild ergeben, weiß der Geier -  warum – -        heute sitzen sie vereint nebeneinander am selben Fenster und schauen gemeinsam hinaus, ja sie spielen sogar miteinander was es vordem nie gab. Damit meine ich die Katzen die so harmonisch miteinander umgehen.

      Der Anblick eines kleinen grauen Katers, der in Schiffchenstellung vor dem flackernden Kamin auf dem Teppichboden liegt und versonnen stundenlang  in die Flammen schaut…
-     Die Tatsache, dass ich es warm habe, wenn es außen noch so kalt ist, -
-     Wen schert es schon, dass der Mai fast vorbei ist, die Heizung muss an sein um nicht zu frieren, -

      Ich niemanden fragen muss“ kannst du bitte mal über deinen Schatten springen und dich den Tatsachen anpassen, merken, dass es im Moment schon saukalt ist -   und die verdammte Heizung wieder anstellen, schließlich zahl ich dafür“, -  anstelle auf den Gesetzes - Buchstaben zu achten – ab Mai macht man die Heizung bis zum Oktober aus – weil es zur Jahreszeit passt, die Natur geht ihre eigenen Wege und wenn sie nichtwärmen will, bleibt’s eben kalt.

-     Ich schreiben kann was und wann es mir passt –
In den Spiegel schauen und mich nicht mehr vor mir selber fürchten, ach Gott, was ist nur aus dir geworden, diese Sorgen, diese Sorgen, sie machen dich alt und krank.

-      In die Natur schauen und sich nicht stören lassen –
 Ich arbeite wie ein Handwerker, grabe, pflanze, schaue und geniesse.
 Ich koche – esse – backe – schlafe herrlich durch. Und das jede Nacht und kein Stein der Weisen kann mich erwecken, ich kann mich hier aber neu entdecken. -   

-        Ich einfach tun kann was ich will – das macht glücklich und zufrieden.

-        Vor allem mich – c / Angelface - 14. Mai 2013 -

Geschichten – Gedankensplitter – Verse aus …

http://www.angelface.homepage.eu

http://www.angelface.repage.de

Im Jetzt und Hier - Tage im Mai -  Tage der Veränderungen -  Dienstag 30. April - 2013

2. Kapitel von

alles neu, alles anders...

Natürlich kam es ganz anders als ich es mir in Gedanken vorher ausgedacht und geplant hatte.

Erst wenn man so einigermaßen eingerichtet ist, stellt sich heraus ob die Anordnung der Zimmer und das Füllen derselben nach der ersten gedanklichen  Vorstellung sinnvoll ist. Mittlerweile habe ich das Gästezimmer/das gleichzeitig ein Katzenrückzugszimmer darstellt, auch als Schlafzimmer benutzt um auszuprobieren wie es sich hoch oben in der Höhe unter einem Dach mit starker Schräge schläft.

die Frage : Ist es zu warm, ist es zu kühl? Ist’s mir zu eng?
Ist nunmehr beantwortet. Die Aussicht aus den Fenstern ist natürlich herrlich, aber die habe ich von gegenüber dem Arbeitszimmer wenn ich am Pc sitze, auch. Der Blick über den Vogelsberg ist einmalig schön so mitten im Grün, das war es ja auch was mich beim ersten Sehen so bezaubert hat.

Dann habe ich mir das Zimmer im mittleren Stockwerk als 2. Schlafhöhle eingerichtet und meine  Katzenbilder an die Wand gepinnt, mir den Wandsockel hübsch eingerichtet und die Glotze vorübergehend dort hineingestellt bis der Elektriker mir die Steckdosen so verlegt, dass ich ihn in das Wohnzimmer verbannen kann, denn wer will schon jeden Tag fernsehen. Ich lese an und für sich im Bett lieber, doch ohne tägliche Nachrichten kann und möchte auch ich nicht sein.

Dass ich Abstriche machen muss, es in der ersten Zeit nach dem Umzug etwas schwer sein wird, weil ich nicht gleich alles finde, das war mir klar. Aber mit jedem Tag den ich länger hier lebe, wird es deutlicher und klarer was ich beabsichtigte. Ein gemütliches Wohnen in der reinen Natur mit der näheren Anbindung an Kultur/Kontakt und Vergnügen, etwas was mir fehlte.

Kontakte, die sich willkürlich und nicht gesucht ergeben, nette Menschen im näheren Umfeld mit gleichen Interessen die  sich gegenseitig gerne austauschen.

Noch bin ich beschäftigt, noch habe ich dazu etwas wenig Zeit, aber ich spüre schon in den Knochen was mich alles erwartet und erfreuen wird. Doch die Hauptsache ist erst einmal mein neues kuscheliges Zuhause, meine Höhle. Ich habe schon immer, seitdem ich denken kann, großen Wert auf ein funktionierendes problemloses und schönes Wohnen gelegt, das ergab sich leider – trotz herrlichem Wohnen im Sommer – niemals so ganz in den letzten 13 Jahren.

Es gab die totale Abgeschiedenheit zwischen Wäldern und Wiesen, beschwerliche Wege ins Dorf, noch längere nur mit dem Auto in die nächste Stadt. Es gab aber auch keine eigene Klingel, keinen Versicherungsschutz weil die Haustür oft offen stand, kein BKS-Schloss an der Wohnungstür, kein Licht im Hof bis zum Gatter, der Name nur verdeckt an der Tür, viele meiner Besucher fanden mich selbst mit dem Navi nicht. Es gab viel Grün, viel Licht und das mochte ich. Doch auch keinerlei Kulturangebot, wenig Nachbarn und wenn, dann nur das ältere Semester das kein Interesse an einem Austausch oder Plausch hatte. Die neuen Mieter anderer Häuser ( die im Übrigen nicht lange hier blieben ) -  waren entweder viel jünger als ich oder arbeiteten  - so wie ich in den ersten Jahren hier - sodass sich kein Kontakt ergab, denn man lief sich ja nicht einfach so über den Weg.

Nicht die extreme Kälte oder die langen harten Winter haben mich im alten Zuhause gestört, sondern eher die Einmischung die ein anderer glaubte, auf mich ausüben zu dürfen. Nicht umsonst hatte ich mich bewußt und letztendlich leichten Herzens von Menschen getrennt, die mir Vorschriften machen wollten, wie ich mein Leben zu gestalten habe. Dies zulassen zu müssen, und nichts dagegen unternehmen zu können, weil ich abhängig bin von Vermietern, ( die sonst noch so nett sein können und die ich auf eine gewisse Art auch schätze) hat mich und mein Leben mehr und sehr beeinträchtigt, was ich erst spät bemerkt habe. Abgehärtet von äußerer und innerer Kälte und Gleichgültigkeit im Beisammensein mit anderen, schlage ich nun einen anderen Weg ein, indem ich mir ein ähnliches Außen gesucht habe, das ich mir zumindest ohne wirtschaftlichen Ruin auch leisten kann.

Eine Sommerwohnung, die sicherlich auch im Winter nicht leicht zu (er)leben ist.
Autark sein, ist ein unschätzbares Gut.
… ich kann nun selbst wieder entscheiden, wann ich es – und wie warm ich es habe – ob ich heize oder nicht, ob ich das Licht brennen lasse oder die Fenster öffne, wann ich dusche und wie warm ich mich anziehen muss um nicht zu frieren. Ich brauche mir hier keine Kommentare über all das anzuhören und mich gegebenenfalls darüber ärgern. Wenn mich hier jemand besucht, dann wird er mich finden, weil mein Namensschild samt eigener Klingel an der Tür hängt und weil ich mein Grundstück so ausgeleuchtet habe, dass sich keiner in die Gefahr begibt die Füße zu brechen. Mein Versicherungsschutz funktioniert wieder weil es eine abschließbare Eingangstür gibt.

Das alles sind für mich wichtige Dinge, über die ein anderer, weil sie für ihn selbstverständlich sind, niemals nachdenken muss, weil er es so, wie ich es in den letzten 13 Jahren erlebte, nicht kennt.

       Ich habe gelernt, wie man immer – jeden Tag erneut  lernt sich mit den Begebenheiten nicht mehr abzufinden, sondern auch darum zu kämpfen, was man braucht und will, und dies durch die Tatsache andern für eine Weile meines Lebens – etwas theatralisch ausgedrückt,  „ausgeliefert“ gewesen zu sein.

Ein neuer Anfang wird zeigen ob ich den Unbilden des Lebens  im Hier gewappnet bin.

 Eines ist sicher und ich sehe es erfreut. Mimi spielt entspannt und fröhlich wieder, das hat sie bisher nie getan.

 © Angelface ( private Bilder )

nächtes Kapitel
Monate ....
Tage...der Zerissenheit
Stunden qualvollen Wartens...
Momente...der Hoffnung
Augenblicke ...des Glücks


















noch dauert es
noch arbeitet man am gemütlichen Wohnen
aber man ist schon zu Haus....

Fortsetzung folgt... 

 3. Kapitel: Beengt…

Man hört ja immer: Auch Rom ist nicht an einem einzigen Tag erbaut worden...

Rückschau:

Armes Deutschland deine Mieter. Ab gestern gibt es ein neues Gesetz das verabschiedet wurde. Es lässt die Mieter mit Grausen zurück. Ab sofort können keine Mietminderungen mehr gemacht werden, selbst wenn Baulärm das Wohnen über 3 Monate schwer beeinträchtigt. Es ist erlaubt von Seiten der Vermieter sofort eine Räumungsklage zu erwirken wenn man sich nicht daran hält und dennoch mindert, die Mietnomaden der letzten Jahre haben dafür gesorgt, dass der Vermieter nun größeren Schutz als der Mieter erhält.

Wenn man Pech hat sitzt man in wenigen Tagen auf der Straße. Das Leben auf dem Dorf, das ich in den letzten Jahren erwählt hatte, hat sowohl Vor – als auch Nachteile. Eigentlich  hätte man es mit den Kriegswintern in Deutschland aus den 50ziger Jahren direkt nach dem Krieg vergleichen können.
Fast wie in einem Skigebiet hatte ich in den letzten Jahren genug gefroren. In manchen Jahren hatten wir so einen sibirischen Winter dass einem die Hände am Hofgitter anfroren.

Der Schneepflug sparte uns an vielen Tagen gänzlich aus weil er schon mit dem Räumen im Dorf nicht nachkam.

Da saß ich dann oft genug bei knappen 12° bis 17° und musste die Wolldecken zu Hilfe holen damit ich keine Lungenentzündung nach dem Duschen bekam.Dann wieder konnte ich tagelang nicht die Balkontür öffnen, hätte ich es getan, wären mir die Schneeverwehungen bis ins Wohnzimmer auf den Teppich gefallen.

Kurzum es war ein beschwerliches Wohnen. Gar manche meiner Besucher stellten immer wieder fest; „Gott, wie ist das kalt bei dir“ und fuhren schon nach wenigen Stunden um in ihre eigene zentral geheizte Wohnung zu entkommen. Als ich nicht mehr täglich zur Arbeit in die Stadt musste, verbarrikadierte ich mich aus Vernunftgründen in meinen 3 Zimmern und verlebte nur noch den Frühling, Sommer und Herbst außen. Der allerdings war herrlich und ich genoss ihn über die Jahre sehr.

    angekommen….

Viele Menschen waren schon einmal in Urlaub und haben diesen in einem Ferienhaus irgendwo am Meer oder an einem See verbracht, wissen also um die begrenzten Möglichkeiten, die einem so ein Wohnen beim Urlaub anbietet.

Die Tatsache, dass ich zum längeren Dasein nun ein solches  - wenn auch nicht an der See - ausgewählt habe, entbindet mich nicht davon dies festzustellen.

Es ist wunderschön im Sommer, kühl im Herbst und wahrscheinlich mehr als nur ein wenig frostig im Winter. Hoch oben, im höchsten Städtchen Hessens liegt Ulrichstein. Ein Skigebiet zum wandern. Hier kann man reiten, Burgschauspiele besuchen, sowohl den Tourismus erleben als auch das Leben.

Der Kaminofen, der in den meisten Ferienhäusern eingebaut ist, dient eigentlich nur der großen Show, dem Ambiente. Flackerndes Lagerfeuer im Kamin gibt es als säße man Außen,  - nach dem Motto: vorne grillt man, hinten friert man -   das wird zwar angeboten, ist aber nur ein kärglicher Ersatz für wohnliche Wärme.

Die muss man sich anders beschaffen. Große Fenster lassen im Sommer die Wärme hinein, das hochgezogene Spitzdach zum Teil in der Mitte bis in fast 4 Metern Höhe -  lässt kleine Zimmer größer erscheinen, doch die Wärme verfliegt nach oben, sodass es sich anbietet die Türen der Zimmer zu entfernen.

Ich habe das Problem gelöst, indem ich – wie in der alten Wohnung – Vorhänge vor den einzelnen Zimmern anbrachte, in der alten Wohnung -  um die Wärme drinnen zu halten – hier, um die Wärme vom Pelletsofen der im Wohnzimmer steht, nach oben zu leiten.

Beengt ist es insofern, dass man zum Urlauben meist nur eine begrenzte Anzahl an Kleidern und Mobiliar mitbringt, zum länger Wohnen eine 3 Zimmereinrichtung zu transferieren beengt es natürlich sehr.

Ausmisten, verkleinern ohne Wichtiges zu entsorgen war nun meine Aufgabe die sich als nicht ganz leicht herausstellte. Man hängt ja an seinen Sachen, in denen man jahrelang wohnt. Der eine wohnt gerne kühl und sachlich in Chrom und  wenigem Mobiliar, der andere hat es gerne gemütlich und staffiert sich mit Nippes (Staubfängern) und Beistelltischchen aus, hat dazu Pflanzen in der Wohnung stehen die den Räum verschönern und umgibt sich mit Erbstückchen aus Urgrossmutter’s Stube.

Ich gehöre mit zu der letzteren Spezies. Ich hätte Innenarchitektin werden sollen hörte ich oft genug von meinen Freundinnen, die meinen Geschmack teilten. Anscheinend habe ich genug Geschick, behagliches Wohnen mit nutzbringendem zu vereinen.

Doch bis alles da stand wo ich es hinhaben wollte, und wo es mir auch gefiel, das dauerte und wird noch andauern. Noch rückt man, verstellt man, stellt um.

Tagelang hatte ich meinen geliebten Ledersessel vor den großen Fenstern außen unter dem Vordach stehen, wusste nicht wohin damit, bis ich endlich beschloss; nun muss er rein – egal wohin oder er wird mir durch den Regen und die nasse Witterung kaputt gehen. Mich gänzlich von ihm zu trennen, hatte ich zwar kurzfristig erwogen – aber nicht wirklich dazu durchgerungen. Zu viele Nächte habe ich schlafend und schreibend in ihm verbracht und in beengten Zeiten hatte er mir und anderen sogar als Gästebett gedient.

Ledersessel -
siehe Bild

Nachdem meine bisherigen Helfer anscheinend auf diesem Ohr taub waren und geflissentlich meine Bitte ihn zu transportieren überhörten, bat ich einen netten Nachbarn mir zu helfen ihn durch die großen Fenster zu wuchten.

Eins, zwei, drei - schon war er drin.
Nun steht er da und wartet auf meine nächsten Erzählungen die ich von dort aus schreibe.

Noch sind die zusätzlichen Steckdosen nicht vom Elektriker verlegt, sodass der Fernseher noch nicht an dem Platz steht wo er letztendlich hin soll, aber das ist ein Problem dass ich dann löse, wenn aus allen Wänden und nicht nur aus einer Seite davon der Strom fließt. 

Beengt 4.Teil...

Beengt sind auch die bisherigen Unterstellmöglichkeiten.

 Ein Ferienhaus hat nie genug davon. Es ist zwar ein Haus, aber auch gleichzeitig nur ein Ferienhaus.

Es gibt eben Grenzen. Das bedeutet, es hat weder Keller noch Dachboden. Einen begehbaren  zum abstellen gibt es nicht, dafür einen Kriechkeller, ( nur von Außen begehbar ) der allerdings durch die nicht sachgemäße Wartung der letzten Winter erhebliche Feuchtigkeit aufweist, sodass man dort, zumindest nicht jetzt, nichts unterstellen kann.

Mein Vermieter, dem daran gelegen ist, dass ich auch die unterschriebenen 10 Jahre auslebe hat mir angeboten sich nun um ein zusätzliches Gartenhaus zu kümmern.

Dort können dann Reifen, Gartenmöbel, Sonnenschirme, Auflagen, Wintersachen, Weihnacht -  und Osterzeugs hin.

Es gibt also wie man sieht, keine Probleme die sich nicht nach reiflicher Überlegung und völligem Umdenken doch lösen lassen.

Ist man nur  für wenige Wochen in den Ferien, gibt es so einiges worauf man verzichten kann, beim und im Alltagsleben auf Dauer, muss man völlig umdenken um seine Bedürfnisse den Möglichkeiten anzupassen.

Abstellplätze: - arbeiten am Haus -

Schon der Gedanke an das Werkzeug, ( beispielsweise den Bohrer, Akkuschrauber, Hammer, Nägel, Bretter zum anschrauben, Lampen, Glühbirnen)  - sonst völlig unwichtiges weil man es nur ein – zweimal im Jahr braucht - die Putzmittel, den Staubsauger, dessen Beutel zum auswechseln, die Putzeimer, sie  werfen Probleme auf, die sich nicht ohne Weiteres lösen lassen. Das heißt schon mal - was nicht -  in die Schränke passt, muss obenauf.

Doch das was beispielsweise auf Garderobenschränken obenauf steht, kann man nur mit der Leiter erreichen. Ein kleiner Tritt genügt da nicht.

Wer als vernünftiger Mensch steigt aber gerne täglich auf langen Aluleitern herum?

Erst Mal muss man dazu auch körperlich in der Lage sein, dann einen Platz haben um täglich an sie heranzukommen, und letztendlich steht sie einem nur im Weg herum, Wege, die schmal und eng sind, weil sie ursprünglich nicht dazu gedacht waren um täglich in ihnen herum zu wandern.

Als mich endlich nach 10 Tagen des Wartens tägliche Telefonanrufe wieder erreichten, ( die Telekom hatte beim Umzugsservice längst nicht ihr Angebot technisch erledigen können) hörte ich von allen Seiten; lass dir Zeit, Rom ist auch nicht an einem Tag erbaut worden, du hast doch nun ein Leben lang Zeit dazu – konnte ich nur darauf sagen“, ja, klar, sicher, das weiß ich, a a a b e r…

Das nicht überflüssige Zeugs, das früher oder später auch im Haus untergebracht werden muss, muss aber rein, und kann nicht warten, sonst macht es der Regen und die Feuchtigkeit bei schlechter Witterung kaputt“.

Erst beim Leben stellt sich heraus was man richtig oder falsch bei einem Umzug gemacht hat.

Gestern hatte ich den Versuch gemacht mir ein Brett an die Wand in der Küche fest zu dübeln.

Es fehlte einfach noch eines auf die ich Gewürze und Lampe abstellen wollte.

Die Wände der Ferienhäuser bestehen aus Fertigteilen die beim Schiffsbau verwendet werden.

Weiß, glatt, undurchdringlich. Holzbohlen befinden sich als Wand an anderen Stellen des Hauses, die abgerundet einen gemütlichen Anstrich geben.

Ist eine dieser Wände kaputt oder beschädigt, tauscht man sie einfach schnell aus. In diese aber lässt sich schlecht bohren. Man rutscht schnell  mit dem Bohrer aus und verursacht Splitterschäden die hässlich aussehen. Ansonsten gibt es den Kamin der aus knallhartem Mauerwerk besteht, wenigen Wänden die normal sind wie man sie sonst kennt, Nagel in die Wand, Bild daran fertig. 

Schon mal als Einzelperson versucht alleine ein Brett an undurchdringliche Wände zu nageln?

Man braucht einen zweiten Mann dazu, es kann natürlich auch eine Frau sein.

Einer hält am anderen Ende, zeichnet mit einem Bleistift das Loch an, der andere stellt die Wasserwaage darauf um zu sehen ob das Brett auch richtig gerade sitzt, und bohrt dann ein kleines Loch vor und richtig durch, - ich gab es nach mehreren Versuchen auf!

Auch das ist eine Art der Beengung auf die man sich einlassen sollte. Doch ich tu es gerne...

 Liebe Leser meiner Seiten  

Lang nix mehr voneinander gehört, naja, einige Tage. und so gibt’s ein -  nur mal so von mir, - langsam aber sicher leben wir uns ein…

Trotz aller noch weiteren Veränderungen die anstehen, Anpassungen und dem vielen ausprobieren “wo soll was hin, wo steht’s am besten damit ich auch herankomme und will ich das überhaupt, ich kann mich nicht entscheiden“ Mentalität die mich beschäftigt, kehrt auch langsam ein gewisser Alltag und Rhythmus ein.

Die Katzen spielen, schlafen, zanken sich -  also könnte man sagen – es ist wie immer – nur in einer anderen Umgebung. Ich selbst schwimme nicht mehr und wenn dann höchstens auf Wolke sieben weil ich es geschafft habe dieses Projekt so gut zu meistern.

Ich schlafe hier gut, was man von den Wochen zuvor nicht so ohne Weiteres sagen konnte – packe mit sichtlichem Wohlgefallen noch das aus was ausgepackt werden sollte und stelle fest, es treibt mich keiner – auch ich nicht mich – an.

Es geschehen noch so einige unbeabsichtigte Unfälle, dass ich vergesse Nachts ein Licht anzuknipsen, falle die ungewohnten Stufen entweder hinauf oder hinunter, stoße mich an kleineren Türeinfassungen und Ecken des Hauses weil ich andere Dimensionen gewöhnt war, sollte mich also daran gewöhnen allmählich langsamer und weniger eilig zu sein.

Immer schön träumte ich davon mein Bett nur durch ein Podest zu erreichen, nun ist’s nicht mein Bett das ich erklimme, aber Stockwerke die ich erkunden kann.

Faul und dick wird man hier nicht, man bekommt gestählte Muskeln an Schenkeln und Waden, das kann also nur gut für Herz – Kreislauf und für die sportliche Betätigung sein.

Am Tag genieße ich schon die Sonne und puddle im Garten herum, etwas was ich schon immer mochte, auch wenn das Bearbeiten und Hacken an festen Grasnarben nicht gerade meine Lieblingsbeschäftigung ist.

Die Wiese vor dem Haus erblüht voller Gänseblümchen und wilden Gräsern, etliche Blumentöpfe sind schon bestückt und in wenigen Tagen werde ich das Tomatenhaus eröffnen.

Es blüht ringsum um mich und wer unter Pollenallergie leidet hat es nicht gut in diesen Vorfrühlingstagen die eigentlich an vielen Stunden schon fast hochsommerlich sind.

In wenigen Wochen macht das Freibad unterhalb meines Grundstücks auf, ein Sommerbiotop das nur in den heißen Tagen des Sommers geöffnet hat.

Nachts knarren die Stufen wenn ich mein Haus durchstreife…

Die Vögel scheinen hier nie zu schlafen, selbst in der Dunkelheit höre ich ihr Gezwitscher.

Sollten die nicht längst die Nachtruhe aufsuchen, nein, einer scheint sich besonders zu freuen.

Die Nachbarn, nett und freundlich grüßen mich schon.

Merlin hat herausgefunden dass man doch recht schnell durch einen Sprung durch's Dachfenster in den Garten entkommen kann wenn einen die kleine Schwester zu sehr ägert.

So genieße ich mein neues Zuhause und freue mich angekommen zu sein.

Trekking, Wandern & Outdoor

Ist ja nicht so mein Ding.

Eher schmeiß ich mich enthusiastisch in kühle Wellen und tauche ein in die Gischt, schreibe anschließend darüber und freue mich wenn ich es nach Jahren wieder finde und lese.

Überhaupt lesen und schreiben, das ist mein Ding. Nach dem Umzug fand ich ja erst einmal gar nichts wieder. Nun endlich, nach wiederholtem umräumen und einräumen, sortieren und archivieren finde ich immer mehr was ich alles gemacht habe, finde Aktenordner, Berge von geschriebenen Texten, wer soll das um Himmels willen denn das alles lesen?

Ich? Ja, ich!!! - Gerne und immer wieder, denn was ich früher erlebt und geliebt, gehasst und weniger gemocht habe, habe ich alles aufgeschrieben, erinnere mich gerne daran und blicke dann auch mal zeitweise zurück, wundere mich…

Was? Das alles habe ich verfasst? Manches erkenne ich nicht mal wieder.
Erst wenn gewisse Redewendungen auftauchen, denke ich „Ja, das bist du, so hast du gefühlt, gelitten und gelebt, manches mit Freuden, anderes unter ein klein wenig leiden. So findet man was man nicht sucht, was vergraben und abgelegt war, gerne wieder und erinnert sich an einen Teil seines Lebens der wichtig war, ist und immer sein wird.

In Ewigkeit Amen

c/ Angelface

 

Remidemi nennt sich das Volksfest hier…

http://www.ulrichstein.de/index.php?id=157

und einmal im Jahr ist Jakobimarkt, immer um diesselbe Zeit. Es ist der erste Sommer für mich hier.

Ich war da, klar, das kann ich mir doch nicht entgehen lassen. Zumindest muss ich gucken um zu sehen ob es sich lohnt hinzugehen. Ich war gespannt was die Händler und das Straßenfest zu bieten hatten, aber im Vergleich zum Märktchen das schon vor 14 Tagen am 16.Feldataler Mühlenfest in Stumpertenrod, zwei Örtchen weiter -  an Köstlichkeiten und handwerklichen Arbeiten aus und in eigener Herstellung zu bieten hatten, das übertraf es bei weitem nicht. Hier waren nur die üblichen Händler zu sehen die in Bussen alles ankarrten und feil boten was das Lager bereit hielt. Kulinarische Köstlichkeiten - wie ich es von anderen Festen kenne, fehlten.

Einen dampfenden Grill gab es auch nicht, man musste schon beim örtlichen Pizzabäcker Halt machen wenn man etwas zwischen die Zähne wollte und so begab ich mich schnurstracks zur Mittagszeit dorthin und verspeiste eine Portion Geselchtes mit Sauerkraut und Brot. Da es so heiß war und man unter seinen Klamotten vor sich hindampfte, erstand ich ein löchriges Kleinteilchen von einem Türken und kleidete mich mitten zwischen den Bäumen standesüblich um.

Da konnte dann der Wind schön durchpfeifen.

Und die Musi spielt dazu, konnte man nach dem Anstich sagen den der frühere Bürgermeister abhielt.

Alles in Allem, ein schönes lautes Fest das man sich sicher an mehren Tagen antun kann, andere folgen lieber dem Gezwitscher der Vögel und begeben sich bei der lähmenden Hitze ins Freibad um in kühlen Wellen zu baden, aber die Dorfbevölkerung lässt es sich nicht nehmen, mitten in der Hitze bei 45° im Schatten unterm Dorfzelt zu schunkeln und zu singen.

Es ist ja nur einmal im Jahr.

 

@ Angelface


 

 

Fortsetzung folgt…

auf einer anderen Seite, denn Geschichten gibts genug.

 

 

 

 
Teilabschnitte - Fortsetzung

 











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