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Hier entsteht die Seite sonntagder3.html


draussen wird es hell,

ich denke nach, ich denke laut..

Sonntag- schon wieder einer.

alle haben mir ja gesagt, es ist langwierig, es wird dauern.

Die Freundin kommt heute, irgendwann im Laufe des Tages wird sie eintrudeln...oder doch nicht? Keiner kann's wissen..

wie wird es sein?

Ein wenig hab ich ja Bammel davor, bisher war es immer ich, die für die anderen sorgte, nun wird es anders herum sein.

Kein schöner Frühstückstisch mit frischen Brötchen, leckerer 3-fach Marmelade, auch mal ein Spiegelei auf Schinkentoast, wer’s will!

Keiner der wie sonst immer die Betten wegräumt, das Geschirr spült, die Küche aufräumt, der kocht, backt, brät und das alles mit ungetrübter Leidenschaft..

Ich kann es abwarten, was mir die Tage bringen. Bin sehr gespannt. Ob sie wohl sieht was gemacht werden muss, ohne dass ich ihr es sage?

Das wäre mir peinlich, ich käme mir vor wie eine die nur dirigiert.

Aber,  - es wird mir wohl nichts anderes übrig bleiben.

Der blöde Fuß, zwar sieht er nach außen mittlerweile etwas besser aus, so richtig als ob es wieder ein Fuß wär, aber innen drin, da ist alles noch wund und alles andere als Knochen an Knochen gewachsen. Das dauert.

Alle sagen es, ich fühle es. Tag für Tag.

Saublöd, den ganzen Tag mehr oder weniger zu liegen.

Zwar humple ich mit einer Krücke, vom Wohnzimmer ins Schlafzimmer, vom Bad in die Küche und zurück gleich mehrmals am Tag, aber laufen kann das wohl noch keiner nennen.

Heute war meine alte Dame da. Sie brachte mir die frisch gewaschene Wäsche, außen an der frischen Luft getrocknet … och, duftet die gut.

Ich möchte ja auch raus.

Aber wenn ich sehe, wie es außen aussieht, dann kommen mir fast die Tränchen.

Alles ist ersoffen, verfroren, erfroren, grau in grau und  kaputt.

Vor dem Wohnzimmerfenster wedeln die vertrockneten Gräser vor sich hin.

Meine Seele, mein Auge alles drängt nach Frische und Farben und ich,

- ich sitz im Staub.

Mehr oder weniger immer noch unbeweglich, denn das was ich mache, kann wohl kaum einer Beweglichkeit nennen.

Das kranke Füßchen alle paar Stunden mal bewegen, an der Strippe des Bademantels in die richtige Richtung, mal nach unten, mal nach oben ziehen, dazu noch die Bewegung des Streckmuskels am Oberschenkel trainieren, trainieren, trainieren.

Die Pysiotherapeutin guckt auch schon mitleidig, oder bilde ich mir das nur ein? Die Schwellung ist noch da...der Fuß noch rot, wenn er länger nach unten hängt, dann wird er gleich blau...

der Muskel dort hat sich enorm abgebaut. In dieser kurzen Zeit? Unglaublich.

Meine linke Wade hängt schlaff und unattraktiv herunter, die Haut grau, nix mehr mit appetitlich gebräunt, alles wech, was mal schön dran war.

So richtig Merde, nein nicht französisch umschreiben, sag's doch, wie es ist: Scheisse!

Gott gebe mir Geduld…ich sag es mir immer wieder.

Gerade mal 3 Wochen sind jetzt um und weitere 3 liegen vor mir, dann vielleicht, kann ich mehr belasten.

Wie wird es Dienstag sein, dann wenn ich zur ersten Röntgenkontrolle komme? Was werden die Bilder zeigen?

Kriege ich sie endlich als CD digitalisiert mit?

Zu gern würde ich sehen, was der Unfall innen mit Bein und Fuß angerichtet hat.

Man will ja schließlich wissen wie was – wo zusammenwächst und wie stark die Knochen verdrahtet sind.

Oder?

Na ja, ich schon, bin eben ein neugieriges Ding.

...ob sie wohl erschreckt guckt wenn sie mich mit dem Fußerl sieht?
übers Gesicht, nun so grau in grau, das kennt sie ja, wird sie wohl gnädig hinwegschaun.

zur Zeit bearbeite ich ein Thema
Schmerz, Emotionen und Gefühl

nachzulesen bei mir auf der eu

unter dem Link Schmerz - Emotionen - Gefühl

© Angelface

weiter geht es mit der zusammenhängenden Geschichte:

was bleibt...

 



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