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Hier entsteht die Seite verschneit.html

 

 Verschneit…

 

Tief verschneit schaut mich die Landschaft vor dem Fenster an. Leise rieselt der Schnee.

Er bedeckt dicht Wiesen und Felder, setzt sich auf Baum und Strauch, ein Bild für einen Landschaftsmaler. Die Stille rings um mich herum verspricht mir Stille und Frieden.

Ein leises Plopp purzelt auf die Scheibe, meine Dachfenster sind dick verschneit, so sehr, dass Dunkel in die gute Stube fällt.

Gute Stube nenne ich sie deshalb weil es so schön warm gemütlich und kuschelig ist.

„Welch ein Glück“, denke ich, „ ich hab’s warm“.

Wenn man hinausgeht, helfen nur Schneeschuhe wie Boots,  gefütterte Jacken, Stulpen für oben und unten, dicke Mützen und Schals, doppelbödige Handschuhe oder Fäustlinge, ein eingecremtes Gesicht. Selbst das hilft manchmal nicht.

Doch, von innen nach außen zu sehen, ist irgendwie herrlich, geschützt im Warmen tut der Schnee mir nichts an.

Heute ist Sonntag, der 2.Advent, zünde ein Licht an, damit es fröhlich brennt.

Weihnachten steht unmittelbar vor der Tür und ich denke: „wird es wohl auch weiße Weihnachten geben“? Und: wie geht es den anderen da draußen.

Unten im Hof höre ich die Schneeschieber meines Vermieters über die Straße knarren, er versucht wohl der weißen Herrlichkeit ein wenig Herr zu werden, es wird ihm nicht gelingen!

Will er etwa fahren?

Junge, bleib zuhause, da ist es wärmer! Schippen, heute ein hoffnungsloses Unterfangen.

Einen winzig schmalen Gang bis zum Tor schafft er, doch der ist in wenigen Sekunden wieder eingeschneit, da gibt er es auf.

Mitten aus dem Schneesturm heraus klopfen die Meisen an meine Balkontür und die Fenster. Mir scheint, auch sie wollen einen Unterschlupf finden, denn die Bäume ragen kahl und unwirtlich, ganz und gar nicht als schützende Höhle für sie aus dem Garten.

Die armen Piepmätze, auf ihren zarten Rücken tragen sie schon Schneehäubchen.

Das Vogelhaus, das ich gestern noch für sie neu baute, ist mittlerweile wieder zum x - ten Male, dicht verweht mit pulvrigen Flocken, kaum sieht man noch Fressbares zum knacken.

Alle paar Stunden schippe ich den Schnee weg und packe neues Futter hinein.

Nüsse, Fett, Meisenfutter und natürlich Sonnenblumenkerne.

An den Fettringen dicht an den Regenschutz angepinnt, hängen die bunten Meisen, picken und picken und schauen mich mit hungrigen Augen an. Froh über das bisschen Wärme, das ihnen das Fett schenkt.

Da kann man gar nicht nein sagen.

Es ist ein buntes Durcheinander.

Sogar die Krähen und Tauben streiten sich wer auf den ersten Platz will, vertreiben die Meisen und das kleinere Gefieder.

Und es schneit, und schneit weiter. Alles um mich herum, ist mittlerweile ein einziges Weiß.

Was machen meine Rehe frage ich mich besorgt, zwar haben sie Heu ausgeteilt bekommen, aber schneit das nicht in wenigen Minuten zu?

Merlin mein grau - gestromter Kater kommt mit schneebepuderter Nase herein und  gurrt,

„Schnee schön“, der spinnt wohl, mag den Schnee.

Er spielt zu gerne Schneewalze und pflügt mit dem Näschen den Schnee nach vorn.

Er zieht eine richtig tiefe Spur durch den Schnee der sich überall zusammenbraut, er könnte mit dem Schnäuzchen ohne meine Hilfe einen Schneemann bauen. Ich werd's tun, auf dem Balkon,

dann kann ich mir doch glatt die Schippe sparen und die Anstrengung für die Armmuskulatur.

Aber Schippe nutzt heute auch nicht viel.

So wie wir verschneit sind, braucht es mehr.

Eher eine Dampfwalze mit Motorkraft oder einen Schneeschieber!

Doch der ist im Dorf, das ebenso tief verschneit.

Mimi, die weißbunte Katze streikt.

Sie hat beschlossen sich am Katzenkratzbaum am Fenster anzutackern und riskiert allenfalls mal zwischendurch ein träges Auge in den Schnee, der mit heftigen Böen an das Fenster vor ihr tanzt. Sie wird sich wahrscheinlich erst erheben wenn ihr die Blase platzt.

Ein lieber Freund ruft an, will wissen wie es mir in meiner Einöde geht, ob ich nicht längst eingeschneit bin. Ich sage; ja, natürlich, was glaubst du denn.

Wir, hier oben in unserer Abgeschiedenheit fühlen uns wie im tiefsten Bayern inmitten von Schneebergen.

Ohne Schneeboots geht hier gar nichts mehr. Keinen Schritt mehr vor die Tür.

Manchmal denke ich, sind wir in Schweden wo Schneeberge bis fast in den Himmel wachsen?

Ich kann mich noch gut an meine Kinderzeit erinnern, als wir im Frankenland durch Schneeverwehungen mitten auf der Landstraße waten mussten um in die Schule zu gehen und dort, bedeckt mit Raureif und Eis an Mündern, Lippen bis zu den Schuhen wie die Schneemänner auftauchten, obwohl es damals weder Schneehosen noch Goretexanziehsachen gab.

Irgendwie machte es Spaß und uns nicht viel aus.

Sehe ich heute aus meinem Fenster und blicke hinaus auf den Berg, sehe ich aus dem Dorf die Kinder, die mit Schlitten und  Reifen wie vor 20 Jahren genauso vergnügt wie wir durch den Schnee stampfen und waten.

Auch die Baumriesen, an deren kahlen Ästen dicke Schneefetzen hängen, stehen und blicken unbeirrt ruhig übers Land.

Es hat sich in dieser Hinsicht also nicht so viel verändert.

Irgendwie beruhigt mich das.

Ihr Lieben, ich wünsche Euch einen schönen 2. Advent.

 

 

© Angelface


 

 

 

 




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