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G e s c h ic h t e n steuern uns rund und fröhlich durch das Leben.
Wie ein Schiff auf See schweben wir auf den Wellen mit.

zeitlose Eleganz...
ist das heutzutage überhaupt noch aktuell?

Man fasst ja viele, auch einige Entschlüsse besonderer Art. 

Heute hat Do…Geburtstag, ich muss oft an sie denken weil wir fast zusammen aufgewachsen sind, aber leider heute längst keine Verbindung mehr haben…

Keine Adresse, keine Telefonnummer, man hat sich aus den Augen verloren. Ich sage dazu nur; schade, aber wahrscheinlich ganz normal wenn man weit auseinander wohnt.

Warum ich gerade ausgerechnet Heute an sie denke? Nun ja, sie war immer so schick und kleidete sich hochmodern.

Aber trägt man denn heutzutage überhaupt noch schick?

 Die zeitlose Eleganz tragbarer Kleider  ist irgendwo ins Nirwana entschwunden, heute denkt man nur noch praktisch, das Schicke gehört anscheinend nur noch in gewisse Kreise oder auf den Laufsteg.

Ich sehe ihr hübsches Gesicht und munteres Lächeln vor mir und denke, was ist nur aus dieser Schönheit geworden, wahrscheinlich, nein sicher verwelkt….

So, wie es uns allen geht wenn wir älter werden und damit komme ich, wenn ich so mit einem Blick in mein umfunktioniertes Esszimmer blicke, zum eigentlichen Thema…

Ist’s eine Boutique oder ein Wohnraum?


Lange Kleider, Abend und Cocktailkleider, Sommerkleider in lang und gefällig in vielen Formen und Farben hängen da nicht nur an der Stange, sondern auch an Schränken und Regalen. Am Fenster wedelt fast fröhlich ein bunt bedrucktes Neglige, durch das ein frisches Lüftchen hereinweht. Am Bügel sehen sie anders aus als am Körper, erst da kommen die Kleider gut zur Geltung, zeitlos schön. Sehr tragbar. Viel zu schade um sie zu verschenken, dazu kommt die Größe, sie sind alle schmal gehalten, schmal aber sind viele Menschen nicht mehr, nur noch die ganz Jungen und die tragen weder Abend noch Cocktailkleider, sie denken praktisch.

Was liegt und hängt da noch?

Wollpullover und Jacken, ein Blazer,  der eine oder andere Hosenanzug und viele Seidenoberteile..

Ganz spontan hatte ich mich – aus einer Eingebung heraus - entschlossen, zu verkaufen.

Am Tag vorher bin ich durch Zufall als ich sie durchblätterte, in der Sonntagszeitung auf ein Inserat gestoßen. Es mag aber vielleicht auch kein Zufall gewesen sein, denn genau in dieser Zeitung hatte ich ja vor vielen Jahren diese Wohnung entdeckt und ganz spontan zugegriffen.

Nach 13 Jahren wohnen ziehe ich ja jetzt überraschend aus, was auch gut ist, wenn auch ursprünglich nicht beabsichtigt und dachte mir:

„Nein, das alles was du angesammelt hast willst du doch nicht wirklich mitnehmen“!

Die Zeit der Bälle und damit die der Abendkleider sind vorbei, längst vorbei und außerdem passt dir einiges nicht mehr, was ich zwar nicht zwingend weggeben wollte, ich bin eher der Typ Frau, der sich seine Seidenroben an die Wand pinnt - um sich daran auf andere Weise zu erfreuen –

Und außerdem, bitte ich nicht aus den Augen zu lassen, ist der Tatsachenbestand, dass vieles auch nicht mehr zu der heutigen Fresse passt um es mal ganz salopp zu formulieren.

Ein Spitzenjabot - ja, was ist das denn?

(http://de.wikipedia.org/wiki/Spitzenjabot) da gibt’s zum nachschlagen was das bedeutet.  So etwas Feines am weißen Revers einer Bluse macht sich nicht allzu gut, eher lächerlich zu einem älter werdenden Gesicht, so weh es tut, das muss man einsehen.

Doch mit dem Einsehen, hat`s Frau/Mann manchmal schwer.

Man sieht sich ja selbst zwar im Spiegel, wenn man sich dreht, auch die Hüften, den Po beschaut, aber…ja, ja, ja, dieses lange aaaber, man will nicht wahrhaben, dass es einfach auch im Spiegel - nicht mehr so recht zum Gesamteindruck passt.

An den Kleidern hängen viele Erinnerungen, zum Beispiel

an den Ball vom vorvorletzten Frühjahr als ich mich vor Komplimenten kaum retten konnte…

an die Schifffahrt von vor 3 Jahren als ich schrecklich mit Liebe und Zärtlichkeit verwöhnt wurde….

An die Geburtstagsfeier bei Freunden, in der ich als Einzigste im langen Kleid auftauchte, wo mir aber jeder verzieh weil man meine Vorlieben im Sommer kannte.

Langes Kleid, blanke braungebrannte Schultern hohe Schuhe, v o r b e i.

Vorbei auch die Seidenroben, irgendwie hängen sie heute an meinen Schultern und ich überlege warum das so geworden ist.

Bin ich buckelig geworden, hab ich etwa durchs viele Schwimmen breitere Schultern  bekommen, sehe ich mittlerweile nicht viel zu muskulös aus?

Auch die Füße scheinen etwas breiter geworden zu sein, in die 37ßiger Größe komme ich unmöglich noch einmal rein! Also, warum noch die silbrigen Tanzschuhe, heute fast 20 Jahre alt.

Ich sehe mit feuchten Blicken etwas entsagungsvoll dem schwingenden schwarzen Seidentaftrock hinterher, er wedelt mir freundlich ein hallo zu, scheint mir zu sagen; zieh mich doch noch mal an, ich bin für alle Größen gedacht und passe dir.

Ja, ja, das kann ja sein, aber passe ich auch noch zu dir, antworte ich ihm.

Strickmäntel, ich habe zuviel davon,  hänge ich noch seufzend dazu und dann trenne ich mich schweren Herzens von Neglige I. II. und III. Von seidenen Höschen in lang und kurz.

Sie sind nur schön, in erster Linie friert man schnell drin.

Nein, ich habe nicht die Absicht damit im neuen Zuhause jemand zu bezirzen.

Weg damit, ein anderer soll sich in Zukunft daran begeistern.

Doch wenn ich so nachlese, was ich bisher darüber geschrieben habe, fällt mir auf, ich schweife vor lauter Emotion und Gedanken schon wieder ab und verlasse das eigentliche Thema, und bin schon wieder beim Blümchendrumherum schreiben.

 

Langer Rede, kurzer Sinn, ich las die Anzeige und rief spontan die angegebene Handynummer an.

Ein netter Herr der Stimme nach, zeigte sich hocherfreut.

„Sie haben?“ meinte er, „ ich habe viel“ meinte ich zurück.

 Man sieht, ich habe in der Tat, so einiges anzubieten...

Nun ist es ja so eine Sache fremde Menschen zu sich in die Wohnung einzuladen oder zu bitten, genauso gut konnte es ja ein Triebverbrecher oder ein Händler sein, der nix anderes, als dich übers Ohr hauen will.

Es könnte ein Heiratschwindler sein, der neue Kontakte sucht, man darf ominösen Zeitungsanzeigen normalerweise ja nicht trauen.

Doch wenn ich etwas loswerden will, dann muss ich wohl oder übel das Wagnis eingehen.

An einem bunten Seidenteilchen hängt noch das Preisschild von der Second – Hand - Boutique vom vorletzten Jahr, das muss nicht dableiben denn mit Preisschild hab ich es sicher lange nicht getragen. Der Schein der Lampe leuchtet durch den Ausschnitt des roten Cocktailkleides, das mit den Strasssteinchen am Bein, dessen langer Schlitz sich bis in Kniehöhe zieht.

Ich gehe als sicher davon aus, dass ich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keinen Ballsaal zum Tanzen in der nächsten Wildnis am Berg vorfinde.

Nein, das ziehe ich 100% nicht mehr an, selbst meine Tochter wollte es nicht, dabei war/ist es sooo schick, doch es zeigt gnadenlos jede Beule die da nicht hineingehört!

Wir machen einen Termin am Telefon für den nächsten Tag aus.

Ausgerechnet an meinem Geburtstag, soll dass ein Omen sein?

Wenn, dann hoffentlich ein Gutes,…

Freundinnen haben sich angesagt, aber erst am Nachmittag.

Er wollte nach Rückruf schon am Vormittag kommen. Mein lieber Vermieter meinte schmunzelnd,

"Na, da gibt’s ja wieder eine Modenschau, darf ich dabei sein“?

Ich erinnere mich dunkel, vor Jahren hab ich schon mal so etwas gemacht und veräußerte einiges an eine junge Dame die privat durch ihre Eltern etwas Hübsches suchte.

Wir wurden schnell handelseinig und sie zog beglückt mit ihren neuen Klamotten von dannen.
Ich hoffe ja, sie ist heute noch glücklich damit.

„Nee, du, ich hab nicht die Absicht mich in meine alten wenn auch schönen Abendkleider zu zwängen, sie hängen brav auf einem Bügel“!

Aber ich pass auf, meinte er.
Der Herr kam, nachdem ich ihn den Berg hinauf dirigiert hatte , betrat die Wohnung, stand einen Moment etwas unschlüssig vor dem Vorhang der das Esszimmer von den übrigen Räumen trennte und ich schubste ihn fast hinein.

Dann stand er erst etwas sprachlos still.

„ Wow, das ist ja wie in einer Boutique“ kam es erfreut von seinen Lippen….

Hier findet sie ( und damit meinte er die Tochter, der er unter die Arme greifen wollte in dem er ihr die Eröffnung eines Second Hand Ladens in Ffm. für Abend und schicke Tagesmode finanzierte) „ da braucht sie ja nirgendwo anders mehr einkaufen“.

Doch so richtig entscheiden, konnte er sich nicht. Er wollte lieber am nächsten Tag die Tochter mitbringen, mit dieser sollte ich dann " das Geschäft " machen.

Fortsetzung folgt…

und zwar jetzt, um es nicht allzu  spannend zu machen:

der nächste Tag. 

Ich stand früh auf,

machte mir einen leckren Kaffe, einen Buttertoast, dazu noch ein Brötchen, legte noch ein paar Stricksachen zu den bereitgelegten Teilen hinzu, weil er ja meinte, auch die könne er gut für seine Tochter brauchen, denn, wie schon der alte Witz bei Loriot" ich mach mir eine Boutique in Wuppertal auf und verkaufe...als 66jähriger...sagt, hatte ich mich darauf verlassen, dass der edle Herr mit seiner Tochter wie angekündigt eintrudelt.

Wer nicht kam, war er.

Hat er sich etwa auf den Witz von Loriot eingestellt?

Der war ja auch etwas konfus und nicht ausgereift, musste etliche Male wiederholt werden ehe er im Kasten saß um ausgestrahlt zu werden.

Ich wartete noch ein Weilchen...

wollte ihm noch eine Chance geben.

Es war halb Elf, da rief ich an...

Mister E. war am Telefon, etwas hektisch erschien er mir.

"Ist denn heute noch mit Ihnen zu rechnen, oder hat Sie das schlechte Wetter abgehalten pünktlich zu erscheinen?" fragte ich ihn immer noch freundlich, obwohl mir mittlerweile die Galle am Halse hing...

Auch von der Tochter war weit und breit nichts zu sehen, logisch.

Er stotterte etwas von; " hatte soviel zu tun, noch Termine, kann ich Sie denn während der nächsten Stunde auf dieser Telefonnummer noch erreichen"?

Mir schwante Böses, war ich nun doch einem Betrüger aufgesessen, oder hatte er sich nur nicht getraut mir ins Gesicht zu sagen, er wäre nun doch nicht mehr interessiert?

Leute gibt's...echte Feiglinge!

Vielleicht war ich ihm auch zu teuer gewesen? Kann doch sein, aber wenn, warum sagt er es nicht?

Tja, ...da war ich wohl wieder mal zu naiv gewesen und hatte fälschlich meinem Instinkt vertraut.

Vertrauen aber darf man nur sich selbst, doch keinem Fremden.

Er rief natürlich nicht mehr an!

Sollte ich mich so getäuscht haben? Klar hab ich.

Und er hat so einen netten Eindruck gemacht!

Na ja, wenn ich so über diese eine Episode in meinem Leben nachdenke, wundert es mich eigentlich nicht, und außerdem -

wollte ich die Stricksachen, Tücher und wunderschönen schicken Gürtel sowieso behalten.

Die Abendkleider kann ich ja dann meiner zukünftigen Putzfrau der neuen Wohnung überlassen, ....

Ende Gelände und lacht...

und wer räumt mir jetzt die Sachen wieder ein..?

Geschichten gibt es, die schreibt das Leben, nicht wir.

Und ich sehe mir jetzt als kleines Bonbon zum Trost Glenn Close in gefährliche Liebschaften auf ARTE an.

 

 

© Angelface


selbstverständlich gibts die Geschichte wie das Leben sie schreibt, auch im Buch.

viel Freude beim lesen meiner geschichten....



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