Die Eisenbahn auf der Halbinsel Eiderstedt


Startseite
Geschichtliches
Husum
Beschreibung 1
Beschreibung 2
Kilometrierung
Bahnwärter
Verzeichnisse
Kursbuch
Buchfahrplan
Bundesbahn
DB Regio
NOB 2001/2002
NOB 2009/2011
RBSH
Güterverkehr
Sonderverkehr
Medienberichte
Materialsuche!
Dankeschön!
Linksammlung
Impressum



Güterverkehr

Leider finden sich nur spärliche Informationen über den Güterverkehr auf der Eiderstedter Strecke in meinem Besitz. Sollten Sie Licht in das Dunkel dieses Themas bringen können, dann setzen Sie sich bitte mit mir in Verbindung. Besonders interessant wäre natürlich Bildmaterial von Güterzügen auf der Strecke.

Den Güterverkehr hat die Eiderstedter Strecke seit geraumer Zeit eingebüßt. Als letzte Gütertarifpunkte wurden am 28. Mai 1989 der Bahnhof Tönning und am 27. September 1992 der Bahnhof Garding geschlossen. In der Folgezeit wurden alle Gleisanlagen für den Güterverkehr zurückgebaut.


Die Gardinger Übergabe im Jahr 1987 im Bahnhof Tönning (Foto: Bernd Felix Recklies)

----------


Tierfrachtbrief aus dem Jahre 1925 von Harblek nach Schleswig Altstadt

Im Fahrplanjahr 1958 verkehrte Werktags das Nahgüterzugpaar 9570 / 9571 auf der Strecke. Die Abfahrtzeit des Güterzuges Ng 9570 ab dem Bahnhof Husum Nord war um 05.51 Uhr und die Ankunftzeit in Bad. St. Peter-Ording war um 08.51 Uhr. Der Aufenthalt dieses Zuges betrug in Tönning etwa 45 Minuten und in Garding etwa 30 Minuten. Die Rückleistung bildete der Güterzug Ng 9571, welcher Bad St. Peter-Ording um 09.20 Uhr verließ und um 13.21 Uhr am Bahnhof Husum Nord eintraf. Dieser Zug hatte in Garding einen Aufenthalt von etwa 75 Minuten und in Tönning waren es etwa 20 Minuten. Die langen Fahrzeiten sind Ausdruck dafür, dass auch auf den anderen Bahnstationen genug Zeit für Rangiergeschäfte vorgesehen war.

Es folgt ein Auszug aus der Güterzugbildungsvorschrift des Jahres 1962. Auch hier verkehrt noch das Nahgüterzugpaar 9570 / 9571, welches Werktags eingelegt war. Es wurden die Bahnhöfe Harblek, Tönning, Katharinenheerd (bei Bedarf), Garding, Tating, St. Peter Süd und Bad St. Peter-Ording im Güterverkehr bedient.


Ein Blick in die GZV vom Sommer 1962

Für das Jahr 1968 liegt folgender Laufplan für den Güterverkehr vor. Die Züge wurden von der Baureihe 332 des Bw Neumünster, Einsatzstelle Tönning, bespannt. Die Züge verkehrten von Dienstag bis Freitag und der Laufplan ist ab 26. Mai 1968 gültig:
Ng 9570 Tönning (ab 6.40 Uhr) - Bad St. Peter Süd (an 8.40 Uhr)
Ng 9573 Bad St. Peter Süd (ab 9.48 Uhr) - Husum Pbf (an 13.04 Uhr)
Ng 9574 Husum Pbf (ab 14.47 Uhr) - Tönning (an 15.55 Uhr)
Rangierdienst in Tönning von 16.00 Uhr bis 18.30 Uhr

Laut Güterzugbildungsvorschrift verkehrte im Winterfahrplan 1974 der Schwerpunkt-Übergabezug Üs 69952 an Werktagen außer Samstag von Husum Nord nach St. Peter Süd. Er wurde mit Kleinlok (Köf Husum) bespannt. Die einzelnen Wagengruppen waren: 1. Tönning, 2. Garding bis St. Peter Süd und 3. Harblek. Die Rückleistung von St. Peter Süd nach Husum Nord wurde als Üs 69953 gefahren. An Samstagen verkehrte bei Bedarf der Üs 69955 in der Relation von Tönning nach Husum Nord. Im Sommerfahrplan 1975 gab es hierzu keine Änderungen, außer dass Üs 69955 an Samstagen nicht mehr verkehrte.


Ein Blick in die GZV vom Sommer 1975

Im Winterfahrplan 1976/77 verkehrte weiterhin das genannte Güterzugpaar an Werktagen außer Samstag, jedoch hatte sich die Zuggattung in Übergabegüterzug geändert. Es verkehrten somit Üg 69952 (Husum Nord - St. Peter Süd) und Üg 69953 (St. Peter Süd - Husum Nord).

Der Sommerfahrplan 1977 brachte einige Veränderungen. Zum ersten Mal taucht Harblek nicht mehr in der GZV auf, was auf eine Schließung dieses Wagenladungstarifpunktes während des zurückliegenden Winterfahrplanes schließen lässt. In nachfolgender Übersicht können Sie sich einen Überblick verschaffen.


Ein Blick in die GZV vom Sommer 1977

Meßzug auf der Eiderstedter Strecke

Am 21. Juli 1982 war Dienstzugpaar 88610 / 88609 als Meßzug auf der Strecke unterwegs dessen Fahrplanunterlagen zwischen Husum und Tönning erhalten sind: