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Ich will hier bisschen ueber Musiker und Gruppen was Schreiben. Eine paar kleine Kurzbiografien . ..............................................................






Frank Zappa :

Er gilt bis heute als einer der umstrittensten Musiker .
Zappa wurde am 21.12.1940 in Baltimore / Maryland geboren.
Er sagt von sich selbst, seine Vorfahren sind sizilianisch , griechisch , arabisch und franzoesisch. Aufgewachsen ist er in Lancester / Karlifornien. 1951 hat er mit einer Schulband seinen ersten Auftritt , als Schlagzeuger.
Die Gittarre lernt er erst 1965 .
Er ist beeinflust von den Franzoesischen Komponisten Edgar Varese aber auch von John Cage und Henry Partch.
Spaeter lernt er noch das Vibraphon , Orgel , und Klavier spielen.
Seine erste band heißt "The Blackouts".
Er spielt und Verdient sein Lebensunterhalt als Barpianist.
1963 Eroeffnet er sein Studio Z in Cucamonga , das er sich Film Musik einnahmen Finanziert hat.
Er spielte weiter in Bands und machte sich in der folgezeit ein Nahmen als Producer.
Da er der Bevoelkerung ein Dorn im Auge ist, wird das Studio von der Polizei wegen Beischlafgeräusche und angeblicher Sexueller Perversionen geschlossen.
Zappa wird zu 10 Tagen Haft Verurteilt und bekommt eine Bewaehrungsauflage : Er darf in den naechsten Jahren kein Kontakt zu Frauen unter 21 Jahren haben.
Durch die Querelen Verkauft er das Studio und zieht nach L.A. 1964 steigt er bei " Soul Giants " ein und aus den werden schnell " The Mothers".
Zappa wird der Gitarrist und Chef der Band.
Die Musik zeichnet sich durch Rhytmus und taktwechsel und verwirrende Beats aus.
Die provozierende Art und Ihr Erscheinungsbild , machen sie zum Subkultur Mythos im Underground. Der Durchbruch kommt 1966 mit " Freak Out" .
Es ist auch das Debuet Album und es ist auch das erste Doppel Album der Rock Geschichte.
Die Plattenfirma besteht auf die Nahmensänderung in "The Mothers Of Invention" .
Die Musik mit den Sozialkritischen Aspekten und vielen Parodien des Sogenannten sanften Rock'N'Roll aus den 50'er jahren sowie Gelaechter und Schreien , machen aus Ihnen , von der Underground Band eine Kultband.
Zappa wird immer mehr zur Kultfigur.
Vor allen durch seine Vermischung mit Techniken von Free-Jazz und Kompositionsprinzipien Zeitgenoessischer Kompositionen.
Es erscheinen noch fuenf Alben in den naechsten Jahren , bis sich die Band Ende der 60'er Jahren aus finanziellen Gruenden Aufloest.
Zappa Heiratet 1969 Gail Sloatman und die beiden bekommen zwei Soehne und zwei Toechter.
1971 bringt Zappa seinen ersten Film "200 Motels" zu dem er auch den Soundtrack schreibt.
Zappa wird bei einem Auftritt von einem Zuschauer in den Buehnengraben gestoßen und Verletzt sich so stark , das er erstmal im Rollstuhl sitzt und eine Kehlkopf Verletzung die seine Stimmlage für immer vertieft. Seit 1976 holt er sich für seine Alben Solo Künstler wie Mike Keneally , Steve Vai , Rai White.
Er selbst spielt als Gitarrist und Pruducer eine Rolle unter anderem bei den Monkees und John Lennon.
Seit mitte der 80'er jahre nimmt seine Vulgaere und Sex bezogene Sprache immer mehr zu .
Sie nimmt eine Verschärfte Form an.
Als Grund kann man den Versuch des PMRC ( Parents Music Resource Center) sehen , die sich für eine Zensur in der Musik einsetzten.
Dagegen protestierte zappa unter anderen bei Ronald Reagan und bei Congreß Hearings, aber auch in seinen Texten.
In seinen texten widmet er der sexualität den groeßten Raum .
Pornographisches tritt in den Vordergrund. Seine Texte gehen gegen den sittlichen Sauberkeitswahn , wobei auch Gewalt eine Rolle spielt.
Da Zappa schlechte Erfahrungen mit der Musik Industrie gemacht hat , gründet er die Barking Pumpkin Gesselschaft und ein eigenen Versandhandel.
Somit hat er die Kontrolle über seine Produktionen und er ist jetzt Unabhängig.
Er wird von seiner Frau Untertuetzt.
Da das Bootleg geschäft zu viel wird , überspielt er kurzerhand die beliebtesten Pressungen und bringt sie selbst heraus.
Musikalisch tritt die Gitarre immer mehr in den Hintergund und das Synklavier immer mehr in den Vordergrund.
Er Produziert mit dem Synklavier die Alben " Francesco Zappa " und " Jazz from Hell" .
Für diese erhaelt er 1987 den Grammy für das beste Rock - Instrumental - Album. Zuspät erkennt man bei Zappa 1991 Prostata Krebs.
Das Intresse an seinen Rock und Klassik Werken steigt.
Bis zu diesen Zeitpunkt hat er über 60 Alben gemacht sowie einzelne Filme.
Am 19.02.1992 wird Zappa mit dem Lifetime Achievement Award des L.A Musik Award geehrt.
Vom Krebs geschwächt muß er bei der Live Aufführung seiner Komposition "Yellow Shark" mit dem Frankfurter Esemble das dirigenten Pult verlassen.
Er stirbt am 4.12.1993 in Laurel Canyon / Kalifornien.
1994 wird er Posthum in die Down Beat Critis Hall of Fame aufgenohmen.
Er hinterlaeßt der Familie ein riesiges Privatarchiv mit vielen unveröffentlichen Material .
Vertraglich liegen die Exklusivrechte bei Rykodisc.

Gruß und Respekt vor einem der größten Künstlern unsere Zeit






Led Zeppelin

Led Zeppelin, wurde ende 1968 in London gegruendet, stiegen ohne wesentliche Unterstuetzung durch die Massenmedien und mit nur zwei gegen den Willen der Musiker aus LPs ausgekoppelten Single-Platten ( Whole Lotta Love, Immigrant Song) in die Gruppe der Rock-Spitzenverdiener auf.
Nach ihrer ersten USA-Tournee im Fruehjahr 1969, auf der sie sich noch mit 750 Dollar Abendgage begnuegen mussten, konnten die Heavy Rocker bis zu 75000 Dollar für ein Konzert kassieren.
Ihre ersten vier Alben, jedes über zweimillionenmal verkauft, trugen ihnen Platin ein; allein die Autoren-Tantiemen waren mittlerweile in Dollar siebenstellig.
Die Absicht der Gruppe ist es, schrieb "Time" 1970, "alle Stile und Techniken des heutigen Rock-Spektrums auszubeuten.
Tatsaechlich verstand es Jimmy Page vortrefflich, seinen mit Hilfe eines Ringmodulators, einer mit dem Geigenbogen bearbeiteten Gitarre und mehrfachen Echohalls erzeugten Sound mit dem Show-Exhibitionismus des Saengers Robert Plant in Einklang zu bringen.
"Quetsch mich, Baby", kreischte Plant beispielsweise im Lemon Song, "bis mir der Saft die Beine runterläuft" (Squeeze me, baby, till the juice runs down my leg).
Der orgiastische Blues Rock, "in dem alle Frustrationen der Teens und angehenden Twens gespeichert sind", war eine super-verstärkte Fortentwicklung des alten Yardbirds-Stils.
Page, am 9. Januar 1944 in Heston geboren, hatte (als Nachfolger von Eric Clapton, Jeff Beck) zuletzt diesem berühmten Ensemble angehört.
Er galt daneben als einer der besten Session-Musiker Londons, der auch auf Platten von Donovan, Joe Cocker, Rolling Stones zu hoeren war.
Den Baßgitarristen John Paul Jones, bürgerlich: John Baldwin 1946 geborener Sohn eines Big Band-Pianisten aus Sidcup, hatte Page bei der Produktion von Donovans Hurdy Gurdy Man kennengelernt. Sänger Robert Plant, am 20. August 1948 geborener aus West Bromwich, und Schlagzeuger John Bonham aus Redditch, geboren am 31. Mai 1948, kamen von der Birminghamer Band Of Joy; Plant hatte auch schon bei Alexis Korner gesungen.
Ihre musikalischen Leistungen fanden trotz aller Virtuosität nicht den Beifall versierter Rock-Kritiker.
Don Heckman in der "New York Times": "Plants nasaler Blues-Stil übertreibt die schwarze Passion bis zur Belanglosigkeit von Plastik-Sex.
Page ersetzt Einfälle durch mechanische Geläufigkeit und musikalische Klarheit durch plumpe Strukturen. Jones' Beiträge, die wohl bemerkenswertesten in der Gruppe, werden im Ensemblestil unangemessen überbetont."
Zur Zeit ihres fünften Albums (1973), mit dem sie aus ihren bisherigen Erfolgsmustern auszubrechen versuchten, wurde ihre beschränkte Kreativität auch wohlmeinenden Kritikern klar.
Wie viele erfolgreiche Bands hatten auch Led Zeppelin 1974 ein eigenes Plattenlabel mit dem Namen Swan Song gegründet.
In der kommerziell unergiebigen Konzertsaison 1974/75, in der die US-Tourneeumsätze um mehr als ein Drittel zurückgingen, konnten die vier Musiker mit ausverkauften Hallen ihren Ruf als Rock-Moneymaker festigen.
In London verkauften sie das Stadion Earl's Court mit 20000 Plätzen fünfmal hintereinander aus. 1975 legten sich aber auch düstere Schatten über die Band.
Auf der griechischen Insel Rhodos erlitt Plant mit seiner Familie am 4. August einen schweren Autounfall und wurde lebensgefährlich verletzt.
Zugleich machte das Gerücht von Schwarzer Magie und satanischen Praktiken der Led Zeppelin-Musiker in Fan-Kreisen die Runde.
In der Juniausgabe 1975 der US-Zeitschrift "Crawdaddy" hatte Page im Gespräch mit dem Schriftsteller William Burroughs geäußert: "Im Led Zeppelin-Konzert ist das Ziel Energie bei den Spielern und beim Publikum.
Um das zu erreichen, muss man die Quellen magischer Kraft anzapfen, so gefährlich das auch sein mag." Page, der nebenbei in London eine okkultistische Buchhandlung betrieb, hatte das Haus Boleskin des einflussreichen, 1947 gestorbenen Magiers und Satanisten Aleister Crowley bezogen und komponierte 1975 Musik für Kenneth Angers unvollendeten Film "Lucifer Rising".
Am 25. September 1980 starb Schlagzeuger Bonham in Pages Haus nach einer mystisch gemeinten Alkohol- und Drogen-Orgie an seinem Erbrochenen.
Nur zwei Led Zeppelin-LPs erschienen in der zweiten Hälfte der Siebziger: Presence (1976) und In Through The Out Door (1979).
Nach Bonhams Tod veröffentlichte die Band eine kryptische Presseerklärung mit dem Tenor: "So können wir nicht weitermachen."
1982 erschienen vier LPs der aufgesplitteten Band: Der Soundtrack zum beziehungsreich betitelten Film "Death Wish II" von Jimmy Page sowie dessen erste Solo-LP, Robert Plants Solo-Platte Pictures At Eleven sowie Coda, eine Sammlung alter Titel und Demos der Band.
Pages Album Outrider (1988) exponierte als Gäste drei Vokalisten: John Miles, Chris Farlowe und den alten Kompagnon Robert Plant. Ein Plagiatsprozeß - Bluessänger Willie Dixon hatte allzu große Ähnlichkeiten von Whole Lotta Love mit seinem You Need Love eingeklagt - war inzwischen außergerichtlich beigelegt worden.
Nachdem sich Led Zeppelin 1985 für das Live Aid-Konzert mit Phil Collins und Tony Thompson wiedervereinigt hatten, stieg für ein Reunion-Konzert zum 40. Jubiläum der Plattenfirma Atlantic am 14. Mai 1988 im New Yorker Madison Square Garden Johns Sohn Jason Bonham am Schlagzeug ein.
Bonham jr., der mit seiner Heavy Metall-Band 1989 das Album The Disregard Of Timepicking herausbrachte, war im Mai 1990 Anlass einer weiteren Zeppelin-Reunion: Ein drittes Zusammentreffen der alten Band ergab sich im Januar 1995 in New York bei der Aufnahme von Led Zeppelin in die Rock and Roll Hall of Fame.
Als sie im gleichen Monat bei der Verleihung der American Music Awards im Shrine Auditorium von Los Angeles für ihr Lebenswerk geehrt wurden, ließen sich Page und Plant mit dem Song Black Dog von London aus via Satellit zuschalten.
Page hatte 1990 die nach seiner Meinung 26 besten Aufnahmen von Led Zeppelin überarbeitet im Album Remasters ediert und eine CD-Box mit 54 Titeln aus den Jahren 1968 bis 1978 vorgelegt.
Seine Anfrage nach einem offiziellen Zeppelin-Comeback beantwortete Plant 1993: "Das ist nicht meine Idee von Ruhm: Männer gereiften Alters, die auf der Bühne herumhampeln und Black Dog spielen!" Als sich die beiden 1994 bei einem Memorial-Konzert für Alexis Korner im Buxton Opera House in Derby wiedertrafen, einigten sie sich auf eine Fortsetzung ihrer Kooperation mit anderen Mitteln.
Für die "Unplugged"-Serie von MTV, ausgestrahlt am 12. Oktober 1994, wurde das 90-Minuten-Programm "Unledded" mit Charlie Jones , Michael Lee aufgenommen, dessen Konzentrat auf der CD No Quarter in den Handel kam.
Das teure Programm, in London, Rabat, Marrakesch und in einem alten Schieferbruch in Wales aufgenommen, bescherte MTV mit "klassischem Zeppelin-Bombast" so die New York Times die höchste "Unplugged"-Einschaltquote dieser Serie.
Im Stück Kashmir spielten ein englisches und ein ägyptisches Streichorchester mit Gnawa-Trancemusikern, in The Battle Of Evermore zupfte Page zum indischen Gesang seiner Freundin Najma Akhtar eine überdimensionale Gitarre mit drei Hälsen, die er kaum umfassen konnte.
Das Duo nahm seine alten Songs und machte sie größer, so die New York Times, fügte aber auch acht neue Stücke hinzu.
Als Page und Plant Anfang 1998 mit Charlie Jones, Michael Lee das Album Walking Into Clarksdale vorlegten, reagierte die Kritik geteilt wie eh und je.
Während die "Times" die "Eleganz und schiere Vitalität" der Produktion pries und "Musikexpress" die "beste Led Zeppelin-Platte seit dem Titellosen vierten Album von 1971" hörte, schmetterte "Der Spiegel" die "zahmen Rocksongs" ab.
Nicht ganz. Jimmy Page ging 1999 mit den Black Crowes auf eine sensationell erfolgreiche USA-Tournee. Das im Oktober jenes Jahres im Greek Theatre von Los Angeles mitgeschnittene Doppelalbum Live At The Greek (2000) nahm nach Veröffentlichung im Internet auf Grund gewaltiger Fan-Nachfrage die Marke Steamhammer in den Katalog.
Robert Plant, von den gigantischen Rock-Arenen ermüdet, stellte sich in England die halbprofessionelle Band Priory Of Brion zusammen und sang in kleinen Pubs Folk-Standards und Blues. Als Songschreiber von Led Zeppelin hatte er ausgesorgt.
1999 erlöste der Back-Katalog der Band 14,5 Millionen Pfund Tantiemen, etwa 25 Millionen Euro.
Mit der Doppel-CD How The West Was Won (2003), die zwei Konzerte von 1972 dokumentierte und als überzeugendstes Live-Dokument der Band überhaupt gilt, behaupteten Led Zeppelin fast ein viertel Jahrhundert nach ihrer Auflösung erneut ihre monolithische Stellung in der Rock-Geschichte.

LPs auf Atlantic: I (1969) II (1969) III (1970) IV (1972)
Houses Of The Holy (1973)
BBC Sessions (1997)
auf Swan Song: Physical Graffiti (1975)
Presence (1976)
The Song Remains The Same (Soundtrack, 1976)
In Through The Out Door (1979)
Coda (1982)
Zusammenstellungen auf Atlantic:
Remasters (2-CD, 1990)
Boxed Set (1990 vier CDs)
Complete Studio Recordings (1993 zehn CDs)
Boxed Set 2 (1994 zwei CDs)
Early Years - Best Of Remasters, Vol. 1 (1999)
Latter Days - Best Of Vol. 2 (2000)







Jethro Tull

so nennt sich die Gruppe, nach einen 1674 geborener englischer Landwirt und Schriftsteller.
Tull wurde zu Weihnachten 1967 in London gegründet von Ian Anderson am 10 April 1947 in Edinburgh, Schottland, geboren und im britischen Blackpool aufgewachsen. Die Gruppe wirkte genauso altertümlich und britisch wie ihr Pate.
"Leben in der Vergangenheit" nannte die Band ein Plattenalbum.
Im modischen Kleider-Zuschnitt der Charles Dickens-Ära erschienen die Musiker auf der Bühne, als alte Männer ließen sie sich für ein Cover-Foto schminken.
Zunächst klang ihre Musik "wie eine elektrisch verstärkte Heilsarmee-Kapelle" ("Rolling Stone").
Anderson reiste im Spätherbst 1967 mit der siebenköpfigen John Evans Blues Band von Blackpool nach London.
Dort formierte er, nachdem sich das Ensemble mangels Engagements aufgelöst hatte, mit Glenn Cornick, Mick Abrahams, Clive Bunker Jethro Tull. Beim National Jazz and Blues Festival 1969 im Kempton Park außerhalb Londons erntete das Quartett stürmische Ovationen.
Obgleich in der Band Einhelligkeit darüber herrschte, "dass alles, was wir tun, nur Show Business ist" (Anderson), gab es Streit um die musikalische Richtung.
Abrahams wollte mehr Blues spielen, verließ die Gruppe und gründete Blodwyn Pig.
Bei Jethro Tull bestimmte Anderson als Komponist, Texter, Arrangeur, Produzent, Bandleader und Star-Solist allein den "logisch entwickelten, bemerkenswert dichten, textlich relevanten" Stil ("Rolling Stone".
Martin Lancelot Barre, John Evans, Jeffrey hammond-hammond, Barriemore Barlow konnten ihn unterstützen, aber nicht verändern.
Dennoch war Jethro Tulls erstes total durchgearbeitetes Album Aqualung wegen der religiös-moralisierenden Konzeption und einer allzu flachen und leichtgewichtigen Programm-Musik ungeachtet des Millionen-Erfolgs eine Enttäuschung. Mit Thick As A Brick holte Anderson wieder auf.
Er gab vor, das Gedicht "Dumm wie Bohnenstroh" eines achtjährigen Wunderkindes namens Gerald Bostock vertont zu haben, das im Fernsehen einen Preis gewonnen und wütende Zuschauerproteste ausgelöst habe. Andersons Begleitstory zufolge hatten Lehrer dem Knaben verboten, den Preis anzunehmen, weil das Gedicht eine Verneinung von Leben, Gott und Vaterland sei; auf der Plattenhülle wurde die Kontroverse durch Zeitungsausschnitte dokumentiert.
Tatsächlich hatte der Flötenmeister die ganze Affäre erfunden und seine Zuhörer hinters Licht geführt. Als genialer Phantast und cleverer Geschäftsmann münzte er auch noch den in der internationalen Rock-Publizistik einhelligen Verriss der nächsten LP A Passion Play als "langweilig, ermüdend und leblos" zu einem Publicity-Gag um, indem er gekränkt erklärte, der Öffentlichkeit seine Huld zu entziehen und "für unbestimmte Zeit" nicht mehr aufzutreten.
Obgleich Passion Play und War Child, mit Sound-Effekten überladen, die sich zwischen imitierten Granatexplosionen mitunter jenseits der Grenze guten Geschmacks abspielten, wurde Jethro Tulls Konzert-Comeback in der Saison 1974/75 zu einem überwältigenden Triumph.
Anderson zog wieder alle Show-Register, ließ vier Damen unter Lockenperücken geigen, einen weiblichen Dirigenten unter Frackschößen verführerische Dessous offenbaren und verlieh der Komödie mit virtuosem Flötenfeuer den gewohnten Glanz Doch die Grenze zwischen Realitätsflucht und Komödie hatte sich für Anderson längst lukrativ verwischt.
War es Wahrheit oder Spott, dass er einem Greatest Hits-Album den Titel gab: Living In The Past?
War es Eskapismus oder Ironie, dass er im Album Minstrel In The Gallery in die musikalischen Kostüme des Elisabethanischen England kroch?
Und machte er sich nicht über den Harlekin Anderson gefährlich lustig, wenn er ein weiteres Album betitelte: Too Old To Rock'n'Roll, Too Young To Die?
Jede dieser LPs brachte der Truppe Platin oder Gold. Drummer Bunker hatte Jethro Tull bereits nach der LP Aqualung verlassen.
Bassist Hammond-Hammond ging nach M.U., einer Satire auf die Musikergewerkschaft (Musicians' Union), und wurde durch John Glascock ersetzt. Der trat aber auf Grund eines Herzfehlers zu Konzerten gar nicht an und starb am 17. November 1979.
Für ihn kam 1978 Tony Williams. 1979 baute Anderson die Band gänzlich um: Eddie Jobson, Dave Pegg, Mark Craney. Doch nun hatte der Rock-Rattenfänger sein Erfolgskonzept überspannt.
Was die "Neue Zürcher Zeitung" noch freundlich formulierte, galt dem großen Publikum als überholt: "Spielerische Balladen mit höfischen Klängen und schottischen Volksweisen wechselten mit harten und aggressiven Rockrhythmen und klassischen Einlagen ab." Vom Umsatz-Tief der beiden LPs "A" 1980 und "The Broadsword And The Beast" 1982 versuchte sich Anderson 1983 mit dem synthesizerbetonten Soloprojekt Walk Into Light zu erholen.
Die nächste Gruppenarbeit Under Wraps 1984 mit dem neuen Drummer Duane Perry wurde nicht besser aufgenommen. Hoggarty im Buch "The Royal Guide": "Es befriedigt nur die allerloyalsten Fans."
Das schlug dem Flötisten aufs Gemüt und auf den Hals.
Eine Amerika-Tournee musste 1985 wegen einer Stimmbandinfektion abgebrochen werden.
Während einer anstrengenden Tournee mit dem London Symphony Orchestra ein Jahr später versagten die Stimmbänder abermals.
Anderson verordnete sich eine dreijährige Erholungspause und ging erst im Winter 1987/88 mit Martin Barre, Dave Pegg, Duane Perry und Martin Allcock wieder auf Tournee.
Die LP "Crest Of A Knave" 1988 brachte ihm einen Grammy für das beste Hard Rock-Album des Jahres ein ( seit wann macht Tull Hard Rock? Frage ich mich! ).
Die 20 Years Of Jethro Tull (Titel einer 5-LP-oder 3-CD-Box, 1988 ) wurden mit einem Jubiläumskonzert in der englischen Wembley Arena begangen.
Am Ende der Achtziger, Anfang der Neunziger waren die Auftritte der Band auch in den größten Arenen und Hallen wieder sämtlich ausverkauft: Civic Center, San Francisco, 1989, abermals Wembley 1990, Civic Center, Providence/Rhode Island, 1991 und so fort.
Eine "Never-Ending Tour For The Ever-Faithful" registrierte im Mai 1995 die "New York Times".
Zu kaum einer anderen Band hatten so viele älter gewordene Fans soviel Vertrauen, spielten jede Wendung der nostalgischen Songs auf imaginären Gitarren mit.
"Hand Me My Air Guitar, I'm Still A Jethro Tull Freak", schwärmte im Juni 1995 der Schriftsteller Jeffrey Eugenides, ebenfalls in der "New York Times".
Auch zum 25. Bandjubiläum erschien ein Box-Set mit vier CDs, gefolgt von The Other Box Set (beide 1993) mit weiteren Raritäten aus der Karriere wie dem vordem unveröffentlichten Album Shadow Disaster aus den Seventies - Leckerbissen für Oldtimer.
Die neuen Produktionen blieben dagegen hinter den Konzertkarten-Umsätzen zurück.
Catfish Rising (1991) schaffte es in Großbritannien nur auf Platz 27, in den USA 88.
Ebenso das akustisch eingespielte Live-Album A Little Night Music 1992 (UK 34, USA 150) sowie Roots To Branches 1995 (UK 20, USA 114) obwohl ich finde es richtig gut.
Bei einem Pressegespräch im Juli 1997 in Berlin warfen Kritiker Anderson vor, Living In The Past sei ihm zum ewigen Programm geworden, vom Leben in der Vergangenheit profitiere Tull schon seit Jahren. Ist Jethro Tull out?
Andersons Antwort: "Wenn bei uns zwei Jahre nichts passiert, redet man gleich vom Ende.
Zwei Jahre sind eine lange Zeit im Leben eines Spice Girl, aber nichts für eine Institution wie Tull." Zukunftsbewusst machte er die Internet-Adresse der Band zum Titel der nächsten CD: J-Tull.Dot.Com (1999) - addiere "http://www." -, die Homepage gab u.a. Anleitungen für indische Curries.
Die CD, so Kritiker Matthias Inhoffen, sei "kein Meilenstein, aber eine respektable Leistung von einer Band, deren kreatives Potential beileibe noch nicht erschöpft ist".
Nur wenige Monate danach wartete Anderson mit seiner dritten Solo-CD auf.
Während die beiden Vorgänger Walk Into The Light (1983) und Divinities - Twelve Dances With God (1994) weder bei Kritikern noch bei den Käufern Beifall gefunden hatten.
Das Album " The Secret Language Of Birds (2000) als wurde als echte Sensation empfunden und das ist es. Hier entfalten sich vergnügte Harmonien, komplex arrangiert und mit Mut zum Arabesken Schnörkel, so die Kritiker.
2003 bewiesen Jethro Tull mit einem kuscheligen Weihnachtsalbum jedoch endgültig, dass die einstigen Folkrock-Rebellen zu zahnlosen Schönklang-Pensionären mutiert waren.

Die Alben nach Jahrgang :
This Was 1968
Stand Up 1969
Benefit 1970
Aqualung 1971
Thick As A Brick 1972
A Passion Play 1973
War Child 1974
Minstrel In The Gallery 1975
Too Old To Rock_'n'_Roll, Too Young To Die 1976
Songs From The Wood 1977
Live - Bursting Out 1978 Heavy Horses 1978
Stormwatch 1979
A 1980
The Broadsword And The Beast 1982
Under Wraps 1984
Crest Of A Knave 1987
Rock Island 1989
Live At Hammersmith 1991
Catfish Rising 1991
A Little Light Music 1992
Roots To Branches 1995
J-Tull.Dot.Com 1999
Best Of : Living In The Past 1972
M.U. - The Best Of 1976
Repeat - The Best Vol. 2 1977
Original Masters 1985
20 Years Of Jethro Tull 1988
Nightcap - The Unreleased Masters 1991
25 Anniversary Box Set m 4-CD-Box, 1993
The Other Box Set 1993






Genesis:

Der Stil, im Melody Maker, ist Eexzentrisch und überaus englisch; Blues schleicht sich schwerlich einmal ein; selbst der Begriff Rock ist zumeist irrelevant".
Die Band verbuchte ab 1972 außerordentliche Erfolge in England und Nordamerika; in Italien stand ihr Album Foxtrot monatelang auf Platz eins der LP-Listen.
Attraktiv wirkte ihre Horror-Theatralik mit einer "fast kontinuierlichen Abfolge von Ereignissen" Licht-Schocks, besessene Aktion unter Ultraviolett-Effekten, die ihre Gesichter im schwarzen Nichts schweben ließen, dauernde Wechsel von Posen und Kostümen - Fuchsmaske, Mumie, Schamane, Gnom. Gefallen fand auch ihre Nursery Cryme-Grusellyrik vom Mädchen, das dem achtjährigen Henry mit dem Krocketschläger den Kopf in eine Spieldose katapultiert (The Musical Box), und vom Unkraut, das unablässig wächst und das ganze Land verschlingt (The Return Of The Giant Hogweed.
Das Ensemble bestand zu dieser Zeit aus Peter Gabriel, Anthony Banks; Steve Hackett, Mike Rutherford, und Phil Collins.
Gabriel, Banks und Rutherford hatten 1966 mit ihrem damaligen, 1970 ausgeschiedenen Gitarristen Anthony Phillips die ehrwürdige englische Charterhouse School besucht und Songs komponiert.
Sie taten sich zur Band zusammen, um ihre Kreationen hörbar zu machen.
Als sie von der Existenz einer US-Combo namens Genesis hörten, tauften sie sich Revelation, kehrten aber nach Auflösung des Konkurrenzunternehmens zum alten Namen zurück.
Bis 1970 litt die Gruppe, der nacheinander die Schlagzeuger Chris Stewart ( 1966/67 ), John Silver ( 1967 bis 1969 ), John Mayhew ( 1969 bis 1970 ) angehörten, an einem stilistisch uneinheitlichen Repertoire.
Die Musiker spielten jedoch so lange konsequent ihre eigenen Stücke, bis sie eine unverwechselbare Form gefunden hatten, ohne Improvisationsrisiken, in die dynamisch abgestufte Rezitativgesänge zwischen Wispern und Schrei eingepresst waren.
Das Werk Supper's Rear nahm die ganze zweite Seite ihrer LP Foxtrot ein: eine Suite über die schizophrene Spaltung einer Persönlichkeit, die in der Realität und in einer Phantasiewelt lebt.
Nach dem grandios arrangierten und interpretierten Album Selling England By The Pond, das die personell unveränderte Band im musikalischen Reifezustand zeigte, wurde das Psycho-Thema im folgenden Doppelalbum erneut aufgegriffen.
The Laub Lies Down On Broadway, war "eine Hippie-Fabel über die Reise eines amerikanischen Subkultur-Helden in sein eigenes Gehirn".
Mit diesem musikalisch nicht zusammenhängenden Song-Zyklus nach Motiven von Franz Kafka und James Joyce, 1974/75 auf USA- und Europa-Tournee dargeboten, wollten Genesis mit ausgeklügelten Dia-Projektionen auf einer gigantischen dreigeteilten Leinwand den Zuhörer wie immer aus der Konzerthalle in eine total integrierte Phantasiewelt entführen.
Die Tournee endete mit einem Defizit von 200000 englischen Pfund.
In St. Etienne, Frankreich, ging Gabriel im Mai 1975 zum letzten Mal als Leadsänger auf die Bühne.
Danach stieg er aus, um sich als Solist zu entfalten. Das stürzte die Band in eine Krise.
400 Sänger wurden ausprobiert, ehe die Musiker entschieden, Phil Collins müsse Gabriels Platz einnehmen, ihre Stimmen sind ähnlich.
Zu seiner Entlastung am Instrument wurde Bill Bruford verpflichtet.
Collins veränderte das Konzept der Gruppe, indem er Gabriels Theatralik zurückdrängte und die Kompositionstechnik straffte: "Einige unserer Songs bestanden aus Stückchen und Teilchen und waren nicht so gut konstruiert, wie es hätte sein können.
Ich will unser altes Material nicht abwerten, aber die neuen Sachen sind kräftiger, konzentrierter, weniger Stückwerk. Diese Veränderungen haben nichts mit Peters Ausscheiden zu tun.
Sie sind einfach ein Teil der Entwicklung unserer Musik" (Collins 1976 gegenüber der "Los Angeles Times").
Resultat der Neuorientierung waren die LPs A Trick Of The Tail, Wind And Wuthering, Seconds Out.
Auf der dritten war Bruford durch Chester Thompson ersetzt worden. Kurze Zeit später verabschiedete sich Hackett für Soloproduktionen mit "einer Mischung aus modernem Minnesang und Weltall-Trip".
Die Rest-Truppe reagierte mit dem Album And Then There Were Three .
 Je kleiner die Band, desto größer ihr Plattenerfolg: Die Three-LP von Collins, Rutherford und Banks bescherte ihnen den ersten Gold-Preis und erreichte in England die dritte, in den USA die 14. Chart-Position. Als Banks und Rutherford 1979 Solo-Los produzierten und sich Collins nach Ehekonflikten in Kanada niederließ, befürchteten Genesis-Fans endgültig die Auflösung der Truppe.
Die Musiker widerlegten während ihrer USA-Tournee 1980 demonstrativ solche Gerüchte, indem sie an der Kasse des Clubs Roxy in Los Angeles zu dritt höchstpersönlich die Karten zu ihrem Gig verkauften.
Ihr Album Duke trug ihnen eine zweite Gold-Trophäe ein.
Nachdem auch Collins 1981 mit dem erfolgreichen Debütalbum Face Value eine Solokarriere begonnen hatte, dosierten die Musiker sorgfältig ihre Genesis-Aktivitäten, Plattenproduktionen wie Tourneen, ohne den Gruppen-Zusammenhalt in Frage zu stellen.
Beim Album Abacab ließen sie sich vom Bläsersatz von Earth, Wind & Fire begleiten und gewannen damit erstmals einen Platinpreis. Die Millionenauflage von Genesis hielt diesen Standard.
Anstelle der ausgeflippten Pop-Märchen der Peter Gabriel-Zeit war unter dem Regime des illusionslosen Hitmachers Collins solides Klangwerk getreten, das keine Umsatzchance ungenutzt ließ.
Mit Invisible Touch steigerte die Interessengemeinschaft notorischer Individualisten abermals ihre Kommerz-Attraktivität.
Das Album hielt sich bis weit ins Jahr 1987 hinein unter "Billboards" Top Ten und spielte eine Reihe von Top-Singles aus.
Das Video zur Single Land Of Confusion, erhielt als bestes Konzept-Musikvideo 1987 einen Grammy. Die Tournee, die im September des Vorjahres in Detroit begonnen hatte, schloss im Juni 1987 nach 111 Konzerten in 59 Städten in 16 Ländern. Rund drei Millionen Menschen sahen die Show, allein in den USA blieben mehr als 15 Millionen Dollar übrig.
Die Gigantomanie schritt voran.
Nach Soloprojekten - Rutherford mit der Band Mike & The Mechanics - funktionierte das Marketing der nächsten Genesis-Scheibe We Can't Dance nach der Melodie ihres Titelstücks: "Ich kann nicht tanzen, ich kann nicht singen, ich steh bloß hier und verkaufe alles."
Die Tournee zur Platte, von der in den ersten zwei Wochen 750000 Exemplare abgesetzt wurden, wurde von der Firma Volkswagen mit 20 Millionen DM gesponsert. Allein 30000 Mitarbeiter von VW kauften sich eine Karte. 106000 Menschen hörten die Band auf dem Berliner Maifeld. Im Niedersachsenstadion von Hannover bezahlten 174984 Besucher in drei Konzerten umgerechnet exakt 6515992 Dollar, mehr als 10 Millionen DM - Weltrekord.
Anscheinend besteht ein soziales Defizit an gemeinsamen Erlebnissen in der Masse, an kurzzeitiger Intimität in der Öffentlichkeit, das von Konzerten wie dem Genesis-Spektakel befriedigt wird."
Mit der Tournee und der LP We Can't Dance, die sich in Deutschland 24 Wochen an der Spitze der Bestsellerliste hielt, war zumindest für Phil Collins eine Schallgrenze erreicht.
Im März 1996 erklärte er, sich künftig nur noch Jazz-Projekten, Filmmusik und seiner Solokarriere widmen will und verabschiedete sich von den Kollegen.
Banks und Rutherford engagierten Ray Wilson und fingen sofort am Album ohne Collins an.
Dem deutschen "Rolling Stone" war die LP im September 1997 einen lakonischen Nachruf wert: "Calling All Stations heißt das Opus - doch ob noch jemand antwortet? Genesis in den 60er Jahren?
Eine Schülerband. Genesis in den 70er Jahren? Rockmusik in progressiver Vollendung, erst mit Peter Gabriel, dann mit Phil Collins. The Lamb Lies Down On Broadway und Trick Of The Tail waren in ihrem Segment wegweisend für die Epoche. Genesis in den 80er Jahren? Einige furiose Videos.
Genesis in den 90er Jahren? Von allem ein bisschen und doch nichts so richtig." Der "Musikexpress" leistete sich den Verriss seiner Geschichte: "Aaarrgh! Nein!! Erbarmen!!! Vergessen Sie alles, was Sie über schlechte Musik zu wissen glaubten ... die Musik schwillt und wabert, schleimt und winselt, dass es nur so eine Art ist. Eine Art? Eine Art Rock? Artrock? ... Nichts von alledem. Sondern schauderhafte Klangmonster, jedes für sich eine Körperverletzung und zusammen ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die den Wunsch nach sofortigem Verlust des Hörsinns, nach panzerbrechenden Waffen oder wenigstens einem kleinen Stromausf ... Ah, endlich Ruhe. Schluss, aus, Ende, Genesis."
Eine für Anfang 1998 geplante USA-Tournee wurde auf Grund zu geringen Kartenvorverkaufs abgesagt - Zeit für die Ausschlachter und Archivare. Gebraucht hat man das eigentlich nicht. The Return Of The Giant Hogweed aber "rocken Spirits Burning gewaltig hoch".
Zwei eindrucksvolle Querschnitte durch ihr Gesamtwerk stellte die Band selber in den zwei Boxen Archives zusammen: Box 1 (1967-75) mit vier CDs, Box 2 (1976-1992) mit drei CDs. Für den kleinen Geldbeutel erschien 1999 der Sampler Turn It On Again - The Hits.
Und damit nicht der fatale Eindruck entstehe, die Musiker hätten endgültig die Instrumente aus der Hand gelegt, gingen Collins, Gabriel, Banks, Hackett und Rutherford auch noch einmal gemeinsam ins Studio - für ein einziges Stück. Der Song Carpet Crawlers, 1974 Teil von The Lamb Lies Down On Broadway, wurde in der Neuaufnahme mit dezenten Drum & Bass-Grooves dem Greatest Hits-Sampler beigegeben und erschien auch als Single.
Die Plattenfirma Virgin Tönend: "Eine Version fürs nächste Jahrtausend."

Alben nach Jahrgang :
From Genesis To Revelation 1969
Roots 1975
The Silent Sun Trespass 1970
Nursery Cryme 1972
Foxtrot 1972
Selling England By The Pound 1973
Genesis Live (1973)
The Lamb Lies Down On Broadway 1974
A Trick Of The Tail 1975
Wind And Wuthering 1977
Seconds Out 1977
And Then There Were Three 1978
Duke 1980 Abacab 1981
Three Sides Live 1982
Genesis 1983
Invisible Touch 1986
We Can't Dance 1991
The Longs - The Way We Walk 1992
The Shorts - The Way We Walk 1992
Calling All Stations 1997
Archives Vol. 1 1967-1975
4-CD-Box, 1998
Turn It Again - The Hits 1999
Archives Vol. 2 1976-1992
3-CD-Box, 2000







Uriah Heep :

Die Gruppe fand sich unter dem Namen einer Romanfigur aus Charles Dickens' "David Copperfield" 1970 in London zusammen.
Mick Box, Gary Thain, Ken Hensley, David Byron und Lee Kerslake, waren die Urbesetzung und spielten einen lauten, geradlinigen Party-Rock, der sich von einer naiven Imitation des Cream - Depp Purple - Sound befreit hatte und nun vital und einfallsreich unterhielt.
Ken Hensley, schrieb die meisten Heep-Songs und spielte die Orgel. Für das zweite Heep-Album arrangierte er den 16-Minuten-Titel Salisbury, dessen großorchestrales Konzept allerdings von interpretatorischem Ungeschick verdorben wurde.
Als Störfaktoren wurden später der damalige Baßgitarrist Paul Newton und der erste Drummer Keith Baker ausgemacht und Gefeuert.
Nach der Umbesetzung schliff die Band ihren holprigen Sound zurecht und erregte mit volltönendem Schlagzeug und kraftvollen Baßlinien das Interesse der " Black Sabbath - Generation".
Der harte Rock von Uriah Heep, der sich auch nicht vor gelegentlichen Beach Boys-Wohllauten oder Procul Harum-Schwermut scheute, gehörte zu den originellsten Klangeinfällen auf dem Sektor der Schwermetall-Tonerzeugung.
Die Gruppenmitglieder hatten eine ähnlich gespaltene Meinung voneinander, denn ständig wurden Musiker gefeuert und geheuert.
1977 löste sich Uriah Heep auf, fand aber 1982 einen Neubeginn.
1984 gab ihnen der CBS-Konzern eine LP-Chance, die sie mit Box, Peter Goalby, John Sinclair , Trevor Bolder und Kerslake nutzten.
Inzwischen hatten Uriah Heep ihre Aktivitäten fast vollständig in die USA verlagert, wo ihnen der Erfolg leidlich treu geblieben war.
1987 war Heep die erste westliche Heavy Metal - Band, die in der Sowjetunion auftreten durfte. Ihre zehn ausverkauften Konzerte in der Moskauer Olympiahalle, 1989 auf Live In Moscow dokumentiert, besuchten 180000 Menschen.
Jahr um Jahr wurde eine Platte veröffentlichend, immer wieder mal Musiker austauschend, erreichte die Metal - Band auch die neunziger Jahre.
Die Kritik hatte sich ihr Vorurteil längst gebildet: "Rock wird diese Noten Quetscher auch noch überleben, denen wohl die Phantasie ausgegangen ist, nachdem sie einen Namen für sich gefunden hatten". "Falsett-Schnulzen und Heavy Metal - Schmierenkomödie", so "Musikexpress" über das Album Sea Of Light (1995) der Band, die immerhin fast ein Vierteljahrhundert bestand.

Die Alben :

Very 'eavy, Very 'umble (1970)
Look At Yourself (1971)
Demons And Wizards (1972)
The Magician's Birthday (1972)
Sweet Freedom (1973)
Wonderworld (1974)
Return To Fantasy (1975)
Firefly (1977)
Innocent Victim (1977)
Fallen Angel (1978 )
Conquest (1979)
Abominog (1982)
Head First (1983)
Best Of (1983)
Equator (1985)
Raging Silence (1989)
Still 'eavy, Still Proud (1990)
Different World (1991)
Spellbinder (1994)
Sea Of Light (1995)






Deep Purple

wurden im Februar 1968 von Jon Lord und Ritchie Blackmore in London gegründet.
Das Quintett wurde zu einer der erfolgreichsten britischen Rockbands.
Aber es gab einem ununterbrochenen Konflikt zwischen diesen beiden Musikern.
Nicht selten trugen sie ihren Kampf auf offener Bühne, vom Publikum als Teil der Show missverstanden, derart handgreiflich aus, dass Gitarren und Verstärker zu Bruch gingen und Teile des Schlagzeugs flogen. Lord, studierte Musik, sein Ziel war es jedoch das Komponieren größerer Konzertwerke.
Nachdem er von Beginn an Deep Purple durch klassische Musikstrukturen geprägt hat, schien er sich mit seinem Concerto For Group And Orchestra und der Gemini Suite 1970 endgültig als Ensemble-Chef durchgesetzt zu haben.
Das Concerto wurde am 24. September 1969 von Deep Purple und dem Royal Philharmonic Orchestra unter Malcolm Arnold in der Londoner Royal Festival Hall uraufgeführt.
Die Gemini Suite, ein Auftragswerk der BBC, wurde 1970 von der Gruppe, dem London Symphony Orchestra und den Sängern Tony Ashton und Yvonne Elliman aufgenommen.
Ashton wirkte - neben den Rock-Solisten Ray Fenwick, Glenn Hughes, Pete York, David Coverdale - 1974 in München auch an der Gemeinschaftskomposition Windows von Jon Lord und Eberhard Schoener mit, die mit dem Orchester der Münchner Kammeroper als Bindeglied zwischen Rock und E-Musik anlässlich eines Kongresses der Jeunesses Musicales aufgeführt und vom Fernsehen in viele Länder übertragen wurde. Lords Gegenspieler Ritchie Blackmore, am 14. April 1945 in Weston-Super-Mare geboren, hatte seit seinem elften Lebensjahr Gitarrenunterricht.
Egozentrisch, ehrgeizig und aggressiv, erklärte er oft: "Ich bin so lange im Geschäft, dass ich den meisten Gitarristen heutzutage den Arsch abspielen kann." Vom Album Deep Purple In Rock an entsprach der Ensemblestil Blackmores hartem, unverbindlichem, kompromisslosem und gewalttätigem Naturell.
In einem Bauernhaus hatten sich Lord, Blackmore, Rod Evans, Nick Simper und Ian Paice 1968 zwei Monate lang zusammengerauft.
Ihre erste Single Hush wurde in den USA ein Hit, in England aber kaum beachtet.
Erfolgreiche Amerika-Tourneen verstärkten die Kluft zwischen US-Popularität und heimischer Bedeutungslosigkeit; ihr zweites und drittes Album kamen in England mit monatelanger Verzögerung heraus.
Erst das Konzert mit dem Royal Philharmonic Orchestra brachte die Band auch in Großbritannien ins Gerede und in die Hitlisten.
Evans und Simper hatten nicht das nötige Durchstehvermögen gehabt und nach ihrem Ausscheiden die Bands Captain Beyond und Warhorse gegründet. An ihrer Stelle traten fortan Ian Gillan und Roger Glover auf. 1971 gründeten die Musiker ihr eigenes Platten-Label Purple Records, obgleich der Konflikt in der Band sich eher verschärft hatte.
Bei allem Erfolg war offensichtlich geworden, dass Blackmores Dampframmen-Stil in Leerlauf geraten war. Anfang 1973 erklärten die Band-Mitglieder übereinstimmend, Deep Purple löse sich auf.
Tatsächlich schieden Ende Juni lediglich Gillan und Glover wieder aus, die durch David Coverdale und Glenn Hughes ersetzt wurden.
Erst im Frühjahr 1975 verließ Ritchie Blackmore die Band, um Rainbow zu gründen. Für ihn trat Tommy Bolin bei, der noch auf der LP Come Taste The Band ( 1976 ) zu hören war, bevor die Band endgültig auseinander ging.
Bolin, starb am 4. Dezember 1976 an einer Überdosis Heroin.
1984 rief Jon Lord, der zwischendurch unter anderem bei David Coverdales Whitesnake beteiligt war, Blackmore, Gillan, Glover und Paice zur Band-Reunion Deep Purple (Mark II) wieder zusammen.
Sie produzierten das Album Perfect Strangers (1984), das in England die Chart-Position fünf erreichte, in den USA Platz 17, und begaben sich für die nächsten Jahre unverzüglich wieder auf Tour.
Die Konzerte ihrer diversen Welttourneen waren in der Regel ausverkauft, doch die neuen Songs, ohne jede Chance, sich zu entwickeln.
Die alten Spannungen und Streitigkeiten zwischen den Veteranen dauerten an. Blackmore weigerte sich wiederholt, " Smoke On The Watet aus dem Album Machine Head im Konzert mitzuspielen. Gillan gefiel das neue Album The House Of Blue Light nicht.
Er ging 1989 und wurde durch Joe Lynn Turner ersetzt.
Im Dezember 1992 ging er mit den alten Kumpels für die CD The Battle Rages On in Peter Maffays Studio bei München wieder ans Mikrofon. Verblüfft wartete.
Für die erste Single Anya flirtete die Altherrenriege auch mit andalusischer Flamencomusik.
Eine weitere Welttournee begann im Juli 1993 in Clarkston, Missouri, und endete nach 69 Konzerten im Dezember in Osaka, aber da war Blackmore bereits wieder abgesprungen. An seine Stelle trat kurzfristig Joe Satriani auf.
Vollgültiges Mitglied wurde für das Album Purpendicular Steve Morse gehollt.
Er war vorher zum weltbesten Allroundgitarristen gekürt. Das neue, aufgenommene Werk Abandon geht als direkter Nachfolger von Fireball oder Machine Head durch: ein kraftstrotzendes Hardrock-Werk, versetzt mit Jazz, Blues und Funk."
Doch auch dem Flirt mit der Klassik wurde noch einmal Genüge getan. Dreißig Jahre nach dem Concerto For Group And Orchestra trafen sich Deep Purple erneut mit dem London Symphony Orchestra in der Royal Albert Hall.
Das Konzert, später auf Tournee mit dem Romanian Philharmonic Orchestra wiederholt, enthielt neben dem Concerto und Band-Hits auch Songs aus den Solo-Karrieren der Musiker.
Nach unendlichen Irrwegen, peinlichen Ausrutschern und menschlichen Tragödien waren Deep Purple am Ende doch noch in Ehren ergraut.
Jon Lord konnte beruhigt seinen Hut nehmen und sich 2002 in den Ruhestand verabschieden.
An seine Stelle trat Don Airey, der aus seiner Mitgliedschaft bei Rainbow und Whitesnake bereits bestens mit der Purple-Ästhetik vertraut war und Ansprüche anmeldete.
Im Sommer 2003 trat die Band wieder an.
Abgesehen von Aireys Schwierigkeiten, aus den übergroßen Fußstapfen Jon Lords zu treten, wirkte die Band so lust- und kraftvoll wie schon lange nicht mehr.


Jon Lord, 9. Juni 1941 – 16. Juli 2012.

Am Montag, den 16. Juli, ist Jon Lord nach einem langen Kampf gegen den Bauchspeicheldrüsenkrebs an einer tödlichen Lungenembolie in London verstorben. Jon war im Kreise seiner ihn liebenden Familie.


Die Alben nach Jahrgang :

Shades Of Deep Purple 1968
The Book Of Taliesyn 1969
Deep Purple 1969
Live In Concert At The Royal Albert Hall With The Royal Philharmonic Orchestra 1970
Deep Purple In Rock 1970
Fireball 1971
Machine Head 1972
Made In Japan 1972
Who Do We Think We Are 1973
Burn 1974
Stormbringer 1974
Mark I & II 1974
Come Taste The Band 1975
Made In Europe 1975
Last Concert In Japan 1975
24 Carat Purple 1975
Powerhouse 1977
When We Rock, We Rock And When We Roll, We Roll 1978
The Singles A's & B's 1978
The Mark Two Purple 1979
Deepest Purple 1980
Live In London 1982
Perfect Strangers 1984
The House Of Blue Light 1987
Nobody's Perfect 1988
The Battle Rages On 1993
Come Hell Or High Water - Live 1993
Purpendicular 1996 Live At The Olympia 1997
Abandon 1998
Days May Come And Days May Go 2000
In Concert With The London Symphony Orchestra 2000
Shades 1968-1998
4-CD Box 1999
Bananas 2003













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