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Mai 2006
Freitag, 26.05.2006
Nachdem ich mich wieder zu Hause eingelebt habe und wieder in
Ratingen arbeite, kündigt sich schon mein nächster Einsatz an - diesmal
in der Türkei...!
Endgültig entschieden ist noch nichts, aber Mitte Juni geht es wohl wieder nach Elbistan. Mehr später.
Mittwoch, 17.05.2006
Bin wieder zurück aus der Türkei!!!
Zusammen mit 2 Kollegen war ich für gut 2 Wochen im Kraftwerk Elbistan, etwa 500 km hinter Ankara.
Im Hotel gab es WLAN und so konnte ich den Kontakt zur Außenwelt ein wenig aufrecht halten.
Zunächst einmal grüße ich alle, die mich kennen, besonders aber meine
daheimgebliebene Familie mit Beate, Stefan & Bernd. Außerdem Sophie
& Klaus, Petra & Alfred.
Ganz besonders erwähnen möchte ich noch Bettina, Kristian, Angelika & Willi.
Sonntag, 14.05.2006
Hat die Türkei etwa das WM-Endspiel gewonnen?
Könnte man jedenfalls meinen. Seit 9 Uhr Ortszeit tanzt der Bär auf den
Straßen von Elbistan. Ein ständiges Hupkonzert, Fahrradklingeln (!) und
vereinzelt Feuerwerk erwecken diesen Eindruck.
In der Hotelbar läuft ein Großbildschirm und immer wieder erzittert das
Hotel vom Jubel der Gäste. Ich als Anti-Fußballer stehe da irgendwie
außen vor.
Heute Nachmittag war frei, alle Gerätschaften im Kraftwerk sind verpackt. Haben dann noch einmal die Quelle des Ceyhan besucht.

Vom Grund des kristallklaren Quellsees steigen ständig Gasblasen auf, möglicherweise Kohlendioxid.
Fische gibt es hier keine, nur hin und wieder ein paar Enten und Gänse.
Jetzt weiß ich übrigens auch, was Mundgeruch auf Türkisch heißt...

Samstag, 13.05.2006
Zu früh gefreut mit der Sonne. Heute abend - pünktlich zum Feierabend
hat es gegossen wie aus Eimern. Also morgen wieder Schlammschlacht.
Zum Glück ist schon der Großteil unserer Messgeräte abgebaut, noch ein
paar Stunden und wir können den Sonntag Nachmittag geniessen.
Am Montag geht es dann wieder nach Adana und am Dienstag zurück nach Deutschland.
Da diese Seite allmählich zu lang wird, habe ich Elbistan eine eigene Seite gewidmet. Sie ist allerdings noch im Aufbau.
Freitag, 12.05.2006
Seit Montag schien nur noch die Sonne. Waren wohl die letzten
Zuckungen des Winters. Möglicherweise regnet es erst wieder im Herbst.
Der Schlamm ist getrocknet, man kann wieder mit Straßenschuhen im
Kraftwerk laufen. Auf den bis über 3000m hohen Bergen am Horizont
liegt nach wie vor Schnee, der am Montag wieder mehr geworden ist.
Die Temperaturen liegen bei 20 - 25 Grad und die Luft ist tagsüber sehr
trocken. Das begünstigt allerdings auch die Staubbildung.
Da wir unsere Messungen heute beendet haben, können wir uns nun auf den
Rückflug vorbereiten. Am Dienstag geht es wieder zurück nach
Deutschland.

2 Messknechte in Pose vorm Messcontainer. Rechts mein Kollege Klaus.
Montag, 8.05.2006
Heute nacht gab es ein kräftiges Gewitter.
Es hat gehagelt und gegossen wie aus Eimern. Die Hagelkörner lagen noch
morgens am Straßenrand. Die Stadt wurde gewaschen aber im Kraftwerk ist
heute eine Schlammwüste.
Schon nach wenigen Metern werden die Schuhe immer schwerer, den ganzen
Tag lang ist der Boden nicht getrocknet. Unseren Messcontainer konnte
man nur auf selbstgebauten Stegen aus Blechen erreichen.
Für unseren Projektleiter konnte ich zwar keinen roten Teppich ausrollen, aber etwas grünes hat sich noch gefunden.


Sonntag, 7.05.2006
Heute hatten wir Gelegenheit 2 Quellen zu besuchen.
Die erste heißt Icmerler und
liegt etwa 25 km südwestlich von Elbistan. Man sagt ihr besondere
Heilkräfte nach, weshalb viele Menschen aus ihr trinken und mitgebrachte Flaschen auffüllen.
In der Tat hat das Wasser einen erfrischenden Eigengeschmack und das in Marmor eingefaßte Quellbecken ist braun angelaufen.
Im Sommer ist das Dorf bei Ekinözü voller Leben, jetzt wirkt der Ort richtig ausgestorben.

Wenige Meter weiter aufwärts haben wir dann möglicherweise den Grund für die Braunfärbung der Quelle gefunden.

Weiter ging die Fahrt dann zur Quelle des Ceyhan, der am Stadtrand von Elbistan entspringt und bei Adana ins Mittelmeer fließt.

Hier wurde ein künstlicher Wasserfall aufgebaut und ein Park angelegt, ein ideales Naherholungsgebiet für Elbistan.
Jezt ist auch in Anatolien Frühling.
Während es in Deutschland schon sommerlich warm ist, halten sich die
Temperaturen hier noch in Grenzen so um die 20 Grad. Dazu weht ein
angenehm frischer Wind, der den Duft der Blumen mit sich trägt.

In einem Dorf bei Elbistan konnten wir die Herstellung von Pellets aus Kuhdung sehen.
Diese werden nach Formgebung gestapelt und sehen aus wie Iglus, nur braun...

Am Stadtrand von Elbistan campieren Zigeuner, die es in Anatolien noch recht häufig gibt.
Die Hügel auf der Wiese sind natürlicher Brennstoff für den nächsten Winter.

Archiv 2006: April Juni-Juli August-September Oktober-Dezember
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