Das Walberla
und die
schöne Fränkische Schweiz ...

 





 






Das Walberla ist einer der drei „Heiligen Berge“ der Franken. In den amtlichen Karten wird der ganze Berg als Ehrenbürg bezeichnet, der nördliche Gipfel als Walberla-Berg (523 m), der südliche als Rodenstein (532 m); die Einheimischen reden aber nur vom Walberla.



Vorgeschichtliche Wallanlage. Einzelne Funde der Alt- und Jungsteinzeit verweisen auf eine gelegentliche Begehung des Berges. In der Urnenfelder- und Hallstattzeit war die Ehrenbürg ein Wohnplatz. Die Feuer, die sonst zu Ehren der Göttin loderten, wurden nach der Christianisierung wohl beibehalten, jetzt aber zur Vertreibung der Hexen entzündet und Hexenfeuer genannt.

 

 

 Inschrift am Walberla ...

 

 

 

 


 

 

 

Namenspatronin Walburga, Heilige, um 710 in England geboren und wie ihre Brüder Willibald und Wunibald von Bonifatius zur Missionierung nach Deutschland gerufen, wird als Beschützerin vor Zauberkünsten verehrt. Ihr Fest ist der erste Mai, da ihr Festtag auf die mit Tänzen verbundene Frühlingsfeier fiel. So erlangte mit Überhandnehmen des Hexenglaubens die Walpurgisnacht (vom 30. April zum 1. Mai) eine berüchtigte Bedeutung, indem man in dieser Nacht die Hexen mit ihrem Meister, dem Teufel, auf dem Blocksberg zusammenkommen ließ.


 






Die heute auf dem Berg befindliche Walburgiskapelle ist 1360 erstmals nachzuweisen.

Auf einer Länge von fünf Metern entsteht an der Südwest-Seite der Ehrenbürg in direkter Nähe zum Haupttor des keltischen Befestigungswalls die Rekonstruktion. Nach einer archäologischen Grabung im letzten Jahr stehen jetzt die originalen Baumaterialien für die drei Meter hohe Trockensteinmauer zur Verfügung. Darüber wird noch eine 1,5 Meter hohe Holzbrüstung befestigt. Der Wall wird dann die Gestalt haben, wie er auch um 380 v.Chr. von den keltischen Siedlern benutzt wurde. Eine Zugangsrampe und Informationstafeln für Touristen ergänzen die Konstruktion.


 

Die geologischen Wurzeln der Ehrenbürg gehen zurück auf die Jurazeit im Erdmittelalter vor cirka 200 - 145 Millionen Jahren. Nach Westen vorgelagert liegt im Regnitztal die Große Kreisstadt Forchheim. Deutlich ist an den Mündungstrichtern von Wiesent und Aisch noch die ursprüngliche Fließrichtung des Mains beziehungsweise der Regnitz in die Donau zu erkennen, bis sich nach tektonischen Hebungen der Lauf der Regnitz umkehrte.

Die Region gehört zu den Altsiedellandschaften Oberfrankens, Spuren erster menschlicher Besiedlung reichen zurück bis ins Mittelpaläolithikum, also der Zeit des Neandertalers vor 80.000 Jahren. Zahlreiche Funde, unter anderem am Ortsrand des heutigen Eschlipp und auf der Ehrenbürg, belegen Niederlassungen bereits zur Jungsteinzeit vor 7.000 Jahren. Auch wenn davon auszugehen ist, dass die Plätze nicht kontinuierlich besiedelt waren, zeugen Funde aus dem Regnitztal, von der 512 m hohen Ehrenbürg und vom Albrand von Siedlungstätigkeit seit der Jungsteinzeit über die Bronzezeit bis zur Eisenzeit.



 

Eine erste Besiedlung des Sattelbereichs erfolgte ab 4000 v. Chr. in der Jungsteinzeit. Gefunden wurden Steingeräte und Keramik der Michelsberger Kultur und der Schnurkeramischen Kultur.

In der späten Bronzezeit zwischen 1400 und 800 v. Chr. entstand die erste befestigte Höhensiedlung. Herausragende Funde dieser Zeit sind eine Beinberge, Lappenbeile, verschiedene Zierscheiben (Phaleren) sowie eine Blattbügelfibel. Halbfabrikate und ein Gusstiegel weisen auf Werkstätten zur Herstellung von Bronzegegenständen hin. Am Ende der Urnenfelderzeit, im 8. Jahrhundert v. Chr., brach die Besiedlung plötzlich ab.

 



 
 

 

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