Home

Vita

Porträts

Termine

Fernsehen

rus. Produktionen

Elspe Archiv

Presse / Internet

Theater allgemein

Felsenbühne

eigene Stücke

Projekte

CDs

Seine Fans

Foto Arts

Links

Kontakt

Gästebuch

Impressum

Shop





Jean-Marc Birkholz und Elspe

Bericht eines begeisterten Fans über die Jahre 2008 bis 2012

 

"Lieber Leser, weißt du, was das Wort Greenhorn bedeutet? – Eine höchst ärgerliche und geringschätzige Bezeichnung für jeden, auf den sie angewendet wird!" sagt Karl May. – Nichts mit einem Greenhorn gemein hat allerdings der blonde Schauspieler, der im Jahre 2008 erstmalig am Rübenkamp auftaucht und die Aufmerksamkeit der Zuschauer auf sich zieht. Sein Name ist Jean-Marc Birkholz.

Mit ausdrucksstarken Gesten und – was mich sofort und nachhaltig in einen unglaublichen Bann zog – mit einer einzigartigen Stimme. In der Aufführung "Unter Geiern" gab es immer schon die Rolle des "Bloddy Fox". Aber 2008 wird sie größer angelegt, oder – vielleicht erscheint sie auch nur größer durch die nachhaltige Präsenz des Schauspielers, der sie nun verkörpert. Im Stück immer wieder als "mein Junge" und "Boy" bezeichnet, stellt sich aber bald heraus, wer den Durchblick, die Menschenkenntnis und das Durchhaltevermögen besitzt, um auch nach Jahrzehnten noch die Mörder seiner Eltern zu finden und ihren Tod zu rächen. Selbst Winnetou kann dem nur Anerkennung zollen.

 

   

Fotos: Jörg Schmenger

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

Im darauffolgenden Jahr 2009 ist die Spannung groß. Werden wir Jean-Marc Birkholz wiedersehen und wenn ja, in welcher Rolle? In "Der Schatz im Silbersee"  gibt es keine Rolle für einen jugendlichen Rebellen, oder? Und siehe da, der "Kleiner Bär" taucht auf. Der junge Indianer mit weltoffenen Ansichten findet eine gleichgesinnte Freundin in der Ingenieurstochter Ellen. Und es weht eine leicht romantische Brise über den Rübenkamp. Als am Ende des Stücks Ellen von Kleiner Bär gerettet wird, bleibt es dem Zuschauer überlassen, das Happy End zu vervollständigen. Kleiner Bärs imposantes Schluss-Plädoyer jedenfalls gibt dem Zuschauer genügend Stoff dafür mit auf den Heimweg. Und genau diese Szene war es, die mir damals Grund zum Hoffen gab, in Jean-Marc Birkholz endlich einen Schauspieler gefunden zu haben, der ins Publikum blicken kann. Der die Menschen dort in seinen Bann ziehen kann, der ein gutes Stück seiner Energie und seiner Präsens durch Stimme und Gestik an die Menschen in den Rängen weitergibt und diese seine Aura spüren lässt. Und der auch mit dem fertig wird, was die Menschen ihm spontan zurückgeben. Bei einer ausverkauften Vorstellung ist das schon eine ganze Menge. Das ist der Unterschied zwischen Kino und Theater.

 

   

Fotos: Jörg Schmenger

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

2010 wird das "Tal des Todes" aufgeführt. Und wieder stellt sich die Frage "In welcher Rolle werden wir Jean-Marc Birkholz sehen?" Dass wir ihn wiedersehen werden, ist keine Frage.

In diesem Jahr werde ich voll auf meine Kosten kommen. Ich, die Stimmen-Fetischistin. Jean-Marc Birkholz verkörpert den Old Firehand. Etwas zu jung für diese Rolle möchte man meinen. Aber Karl May wäre einverstanden gewesen, hätte er diesen Old Firehand in Elspe 2010 gesehen. Zu Beginn und durch das ganze Stück führt er als Sprecher und festigt das Band zwischen Zuschauer und Bühne. Die Menschen schauen nicht nur zu; sie werden angesprochen, sie sitzen nah dran, sie sind mit dabei. Und dieser Stimme – tiefer und volltönender als noch im Jahr zuvor – kann sich niemand entziehen, da muss man schon hinhören, selbst die kleinen Kinder bemerken das. Und Winnetou erhält einen Gefährten an seine Seite, der ihm ebenbürtig ist.

 

   

Fotos: Jörg Schmenger

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

Wie eine natürliche Weiterführung dessen gestaltet sich im Jahr 2011 die Aufgabe, die nun auf Jean-Marc Birkholz zukommt. Die Figur des Old Shatterhand, der Blutsbruder Winnetous in "Winnetou und das Halbblut". Diesmal ohne Hut oder Perücke oder rote Hautfarbe, aber beeindruckend in jeder Hinsicht. Für mich ist diese Rolle die natürlichste bisher. Ein wenig nur erschien mir die Darstellung ausgebremst. Manchmal hatte ich das Gefühl, in einer Szene leuchtet kurz ein helles Licht auf, gleich einer guten Idee, die dann aber wieder verfliegen muss. Aber das tat dem Gesamtbild keinen Abbruch. Und darauf kommt es schließlich an: eine Erinnerung, ein Gefühl, eine Hochstimmung mit nach Hause zu nehmen und möglichst lange davon zu zehren: idealerweise bis zum nächsten Mal.

 

   

Fotos: Nadine Schmenger

-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

 

2012 wird das Jahr der Veränderungen. Das Elspe-Festival bekommt einen neuen Geschäftsführer und einen neuen Winnetou. Beide in Kombination geben ein tolles Blutsbrüderpaar ab. Jean-Marc Birkholz übernimmt die Rolle des Winnetou, wie schon Jahre zuvor in Rathen, aber noch besser, ausgereifter, authentischer. Die Jahre der harten Arbeit und die gesammelten Erfahrungen zahlen sich aus. Auch bietet die Elsper Bühne mehr Möglichkeiten der Entfaltung, welche Winnetou bis ins Kleinste ausnutzt. Ich erlebe einen fürsorglichen Winnetou, der sich um sein Volk und seine Schwester kümmert, einen Winnetou, der dem weißen Vermessungstechniker vertrauen möchte, durch Tatsachen aber davon abgehalten wird. Einen verzweifelten Winnetou, der den Tod Nscho-tschis und seines Vaters beklagt und einen kämpferischen Winnetou, der auf Rache aus ist. Doch nachdem alle Missverständnisse aus dem Weg geräumt sind, kann sich der edle Charakter des Apachenhäuptlings voll entfalten. Dies alles wird von Jean-Marc Birkholz wunderbar dargestellt, nun kann der große Facettenreichtum des Schauspielers voll zur Geltung kommen.

 

    

Fotos: Sandra Schnüttgen

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

 

2013 wird "Der Ölprinz" in Elspe sein Unwesen treiben. Dieses Stück wird getragen von der unerschütterlichen Freundschaft zwischen Winnetou und Old Shatterhand. Karl May nennt es so:

"Wir verstanden uns, ohne uns unsere Gefühle, Gedanken oder Entschlüsse mitteilen zu müssen."

Keine leichte Aufgabe für einen Schauspieler, dies auf der großen Bühne darzustellen. Aber es wird Jean-Marc Birkholz gelingen. Da bin ich mir ganz sicher.

 



Verantwortlich für den Inhalt ist der Autor der Homepage. Kontakt

Kostenlose Homepage von rePage.de


Anzeige:    Freunde finden leicht gemacht