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Jedes Jahr am 11.November wird das

Sankt Martins Fest gefeiert.

Die Kinder ziehen mit bunten Fackeln durch die Straßen.

In einigen Regionen ist es Brauch,

dass die Kinder am Martinstag mit ihren Laternen durch die Nachbarschaft ziehen

und bei den Nachbarn um Süßigkeiten bitten.

Dabei sagen sie Bettelsprüche auf oder singen Martinslieder.

Anstatt Süßigkeiten wird manchmal auch ein bisschen Kleingeld gegeben.

Auch selbst gemachte Süßigkeiten oder Kuchen werden vorbereitet. 

Martinsbrezel oder Weckmänner werden allerdings eher bei den Laternenumzügen verteilt,

bzw. von den Eltern gekauft. 

 

 

 

Legende um St. Martin

 

 

 

Martin war ein bescheidener und gütiger junger Mann er wurde zwar nicht getauft, lebte und handelte jedoch wie ein gläubiger Christ.

Im Alter von 15 Jahren, als der damalige römische Kaiser befohlen hatte, dass alle Söhne von Soldaten ebenfalls zur Armee müssen, wurde auch Martin im Jahre 331 n. Christus zum Soldaten.

Seine Kameraden schätzten ihn wegen seiner Geduld und Nächstenliebe. Er war ein guter Mann, behielt nur das Nötigste für sich, den Rest teilte er mit den Ärmsten der Armen und den kranken Menschen.

Bereits drei Jahre nach seinem Einstieg in die Armee war er Gardeoffizier und in Amiens stationiert, als eine Begebenheit, vor den Toren der Stadt, sein Leben für immer verändern sollte:
An einem schrecklich kaltem Wintertag ritt Martin auf seinem weißen Schimmel durch die klirrende Kälte.

Als er auf das Stadttor zuritt, kam ihm ein völlig unbekleideter armer Bettler entgegen. Er hat flehte verzweifelt die vorbeigehenden Menschen um Hilfe an, doch keiner half.

Alle schauten weg und gingen weiter Ihren Weg. Auf einmal empfang Martins schreckliches Mitgefühl für den alten Mann und dachte an die vielen Menschen die schon in dieser eisigen Kälte erfroren waren.

Er spürte, dass Gott ihn auf seinem Wege zu diesem armen Menschen gelenkt haben musste, um Barmherzigkeit zu üben.

Martin dachte sich, wie kann er bloß helfen, da er selbst nichts habe außer seiner Waffen und einen einfachen Soldatenumhang aus Wolle.
Der Umhang gehörte ihm noch nicht einmal, er war Eigentum des römischen Kaisers.

Doch Martin zögerte nicht lange. Er nahm sein Schwert und teilte den Umhang in zwei gleiche Hälften.

„Hier, armer Mann, nimm’ meine Mantelhälfte und hülle dich darin ein, mehr habe ich leider nicht, was ich dir geben könnte.“
Der arme Mann nahm dankbar das Mantelstück an und wickelte es sich um den mageren, ausgekühlten Körper.

Martin warf sich die andere Hälfte des Mantels um.

 Leute blieben auf der Straße stehen und guckten zu wie der römische Offizier mit einem der Ärmsten seinen Mantel teilte,

viele lachten, da Martin nun selbst aussah wie ein Bettler, doch anderen stand die Schamesröte ins Gesicht geschrieben.

Sie hatten viel mehr als Martin und haben nicht geholfen.
In dieser Nacht hatte Martin einen Traum: Jesus Christus begegnete erschien ihm, umgeben von einer himmlischen Schar Engeln. Jesus trug Martins halben Umhang und sprach:
„Martin, ich war der Bettler, dem du deine Barmherzigkeit geschenkt hast.

“Den Engeln rief Jesus zu: „Hört ihr Engel! Martin, der noch nicht getauft ist, hat mich mit diesem Mantel gerettet!“
Als Martin am nächsten Morgen erwachte, wusste er, dass er sein Leben völlig ändern wollte.

Er verließ die Armee und trat als Mönch in den Dienst Gottes. Aber erst einige Jahre später, ließ er sich taufen und wurde 371 sogar Bischof von Tours.

 

 

 

Sankt Martin

Sankt Martin, Sankt Martin, Sankt Martin
ritt durch Schnee und Wind,
sein Ross, das trug ihn fortgeschwind.
Sankt Martin ritt mit leichtem Mut,
sein Mantel deckt ihn warm und gut.

 


Schnee saß, im Schnee saß,
im Schnee da saß ein armer Mann.
Hat Kleider nicht, hat Lumpen an;
"Oh helft mir doch in meiner Not,
sonst ist der bittre Frost mein Tod."


 


Sankt Martin, Sankt Martin,
Sankt Martin zieht die Zügel an.
Sein Ross steht still beim armen Mann.
Sankt Martin mit dem Schwerte teilt,
den warmen Mantel unverweilt.


 


Sankt Martin, Sankt Martin,
Sankt Martin gibt den Halben still,
der Bettler rasch ihm danken will,
Sankt Martin aber ritt in Eil,
hinweg mit seinem Mantelteil.

( Volksgut)

 

         

 

 

Das traditionelle Essen am Martinstag ist die Martinsgans.

Der Gänsebraten wird mit der Familie zusammen gegessen,

gerne nach einem Martinsumzug,

sozusagen um den Martinstag ausklingen zu lassen.

Die Gans wird gewöhnlich mit Rotkohl und Klößen gegessen.

 

 

 

 

Klassische Martinsgans Rezept

 

Zutaten für 6 Personen

1 Gans küchenfertig zirka 5 kg

250 g Backpflaumen, vorher einweichen

500 g Äpfel

2 Eßl Zucker

5 Eßl Brot trockenes geriebenes Vollkornbrot

2 cl Weinbrand oder Cognac

Zimt

4 Eßl Sahne

1 Eßl Mehl

3 Eßl Apfelmus

Salz Pfeffer

 

Die Gans sorgfältig waschen und trockenen.

Nur von innen salzen. Die eingeweichten Trockenpflaumen entsteinen und mit den geschälten,

entkernten und zerkleinerten Äpfeln vermischen.

Mit Zucker, geriebenem Vollkornbrot, Zimt und Weinbrand abschmecken.

Die Gans damit füllen und an der offenen Seite zunähen.
Vor dem Braten in die Fettfangschale etwa 3 Tassen Wasser und einen geteilten Apfel geben.

Die gefüllte Gans auf einen Bratrost legen und alles in den vorgeheizten Ofen auf die unterste Schiene schieben.

Bei 200°C bis zu 3 Stunden langsam braten und gelegentlich mit dem Bratensaft begießen.

Nach der halben Bratzeit einige Male unterhalb der Keule in die Haut stechen,

damit das Fett ausbraten kann.

10 Minuten vor Ende der Garzeit die Gans mit kaltem Salzwasser bestreichen und bei 250°C knusprig braten.
Die in der Fettpfanne befindliche Tunke mit Wasser verlängern, mit Sahne und Mehl binden und mit Apfelmus,

Salz und Pfeffer abschmecken. 10 Minuten aufkochen lassen. Die Fäden entfernen und die Gans tranchieren.
Dazu Kartoffel- oder Semmelknödel und Blaukraut servieren.