Träume - Botschaften aus dem Unterbewußten
Neben der Analysetherapie habe ich mich mit der Traumdeutung beschäftigt. In der ersten Zeit der Therapie war dies wegen meiner starken Ängste noch nicht möglich, da meine Ängste sehr stark mit einem "Unwirklichkeitsgefühl" einhergingen. Dieser Zustand war für mich "Traumgleich" und daher sehr gruselig und noch mehr ängstigend.
Die ersten Erfahrungen der Traumdeutung machte ich jedoch bereits einige Jahre zuvor während eines Klinikaufenthaltes. Ich hatte viele Jahre einen immer widerkehrenden Traum: Ich hatte eine Leiche begraben, sie lag tief unter der Erde. Die Erdoberfläche war betoniert. In der Klinik holte mich dieser Traum also wieder ein. Während der Kunsttherapie malte ich meinen Traum auf. Es war sehr unheimlich für mich, da es sich anfühlte als wenn ich jemanden ermordet hätte aber keine Erinnerung mehr daran hatte. In den Wochen veränderte sich der Traum kam aber immer wieder. Eines Nachts träumte ich dann die "Leiche" war ein junges Mädchen, welches aber an der Erdoberfläche lag. Ich hatte also die Leiche ausgegraben.
So richtig konnte ich mit dem Traum aber nichts anfangen und unterhielt mich nach meinem Klinikaufenthalt mit einer Bakannten ( sie war Traumanalytikerin)über diesen Traum. Sie brachte mich auf die Idee dass es sich bei der "Leiche" des jungen Mädchens, um einen Teil meiner Persönlichkeit handelte. Diesen musste ich irgendwann "begraben" haben. Dieser Gedanke leuchtete mir aufgrund meiner Geschichte ein. Seitdem ist dieser Traum jahrelang nicht mehr aufgetreten.
Während der Therapiezeit hatte ich schreckliche Alpträume. Mal waren es irgendwelche Hunde oder Löwen die mich anfallen wollten. Oder ich träumte ich ginge durch einen Wald und in diesem befand sich ein "Teil des Weges" der unheimlich und gruselig war. Ich kaufte mir ein Traumdeutungsbuch u. begann darin zu lesen. Gleichzeitig war ich auch in der Lage meine Träume in der Therapie zu besprechen. Die Symbole welche in dem Buch geschildert sind stimmten mit denen in meinen Träumen nicht unbedingt überein. So war der Hund nicht gleich Hund, sondern konnte auch eine Person verkörpern, von der ich mich bedroht fühlte. Der Wald durch den ich so oft ging, der ein Stück des Weges hatte welches unheimlich und gruselig war, verkörperte meine Angst. Ein weiterer Traum war, daß ich an einem Ort war von dort aber nicht abreisen konnte, da dort alles verschmutzt und dreckig war, ich es aber nicht schaffte all dieses zu beseitigen. Lange Zeit glaubte ich der Inhalt dieses Traumes spiegelte meine Hausarbeiten wieder, die ich oft nicht bewältigen konnte. Durch die Analyse mit meinem Therapeuten kam ich aber dahinter, dass er mir vielmehr verdeutlichte, dass ich NOCH nicht bereit war abzureisen. Raus zu gehen in das Leben. Erst musste ich noch viele Dinge "erldedigen".
Mir fiel auf, dass ich "Waldträume" hatte, wenn ich Auseinandersetzungen hatte. Konflikte und Auseinandersetzungen waren Auslöser eines grossen Teils meiner Ängste. Meine Träume waren so vielfältig ich hätte ein Buch darüber schreiben können. Je mehr ich mich u.a. auch mit meinen Träumen auseinander setzte umso mehr kam ich hinter meine Probleme.
Seit es mir besser geht, haben meine Alpträume nachgelassen.