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"Träume sind Schäume", sagt der Volksmund - und irrt sich damit gewaltig. Spätestens seit 1900 als der geniale Wiener Psychoanalytiker Sigmund Freud seine Arbeit über die Traumanalyse vorlegte, wissen wir mit wissenschaftlicher Sicherheit, daß Träume in der Regel der Verarbeitung von Tageserlebnissen, der Scheinbefriediung von Bedürfnissen, die Moral und Anstand verbieten und der Erholung im Schlaf dienen.
Träume als Spiegel der Seele
Als Unterbewußtsein bezeichnet man jenen Bereich der Psyche, zudem wir im Wachzustand normalerweise keinen Zugang haben. Trotzdem stammen daraus wesentliche Impulse für unser Denken, Fühlen Handeln und Verhalten, ohne daß wir uns dessen bewußt werden.
Ins Unbewußte verdrängen wir Enttäuschungen und andere, meist mit negativen Gefühlen besetzte Erfahrungen unseres Lebens. Dadurch verschwinden sie aus unserem Bewußtsein, geraten scheinbar in Vergessenheit. An Einfluß verlieren sie aber nicht. Vielmehr treten sie "maskiert", daß heisst in anderer Form wieder auf.
So erzeugen Gefühle, Vorurteile und Ängste, bestimmen unser Denken und Wollen mit und lenken unser Verhalten in einer Weise, über die wir uns bewußt keine Rechenschaft ablegen können, die uns oft selbst vollkommen unverständlich bleibt.
Typisch sind z.b. unangemessen starke, manchmal explosive Reaktionen auf minimale negative Erlebnisse des Alltags, die normalerweise nicht der Rede wert sind. Wir können uns diese übersteigerten Reaktionen selbst nicht erklären, denn die Ursachen berühren einen wunden Punkt in unserem Unterbewußten, vielleicht eine frühere Enttäuschung oder angstbeladene Situatin (oft aus der Kindheit), die wir damals nicht verarbeitet, sondern ins Unbewußte verdrängt haben. Die unangemessenen Reaktionen auf aktuelle Erlebnisse, die in irgendeiner Weise auf diesen wunden Punkt in unserer Vergangenheit zielen, verdeutlichen uns, wie stark die scheinbar vergessenen negativen Erfahrungen der Vergangenheit noch in uns wirksam und unser gegenwärtiges Dasein mitbestimmen.
Das Unbewußte ist aber keineswegs nur der "Mülleimer" für negative Lebenserfahrungen. Aus ihm stammen aber auch positive Energien, z.b. die Antriebe, Ideale und Lebensziele, unsere Kreativität und die Kräfte die uns zu Höchstleistungen beflügeln und unser Leben positiv gestalten.
Fortsetzung folgt...............