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Auch  meine V60 von Märklin (54322) wurde umgebaut. Sie zählt zwar zu der einfach gehaltenen MAXI-Reihe, weist aber schon sehr ansprechende Detaillierung des Druckgußgehäuses auf - auf einem ähnlichen Niveau wie beispielsweise die E91 oder die V100 aus demselben Haus.
Zu den schon bei anderen Modellen beschriebenen Maßnahmen gehörten:

1. Ersatz der Maxi-Puffer gegen Federpuffer.

2. Tausch der Radreifen mit Haftreifen gegen solche ohne; Nachrüstung von Pilzkontakten an dieser Achse. Die Haftreifen führen bei dieser schweren Lok in Kurven zu deutlich hörbarem Radieren.

2. Ersatz des originalen Decoders gegen einen ESU Loksound XL V3.5
ESU hat eine ansprechende Sounddatei für die V60 und dieser Decoder bringt auch sehr gute Fahreigenschaften mit. Der Originaldecoder erlaubt nur mäßig ansprechende Langsamfahrt. Außerdem hat er mehr Funktionen und Sounds.

3. Umbau LEDs auf goldwarmweiß/rote Duo-LEDs (rot über F5 zuschaltbar)

4. Ersatz des Lautsprechers gegen einen Visaton BF45. Der ist ein wenig kleiner als der originale 5cm-Lautsprecher und benötigt daher eine dünne Zwischenplatte aus Kunststoff, bringt aber deutlich mehr Klangvolumen bei tiefen Tönen.
Der rechnerische Vergleich beider Lautsprecher in einem identischen, idealisierten geschlossenen 1-Liter-Volumen ist nachfolgend gezeigt. Der BF45 (rot) zeigt einen um fast 1 Oktave tiefer heruntergehenden Frequenzgang, während der in Spur-1-Loks gängig eingesetzte FRWS5 desselben Herstellers (blau) ab 4 kHz stärker überhöht:


Diese idealisierten Frequenzgänge werden allerdings im Modellbau bedingt durch die Einbausituation nur selten annähernd erreicht. Das untere Diagramm zeigt beispielhaft die Frequenzgangeinbrüche, die sich bei Anordnung an der Lokunterseite ergeben.


Bei der V60 ist der Lautsprecher - original - stehend im Motorraum angeordnet und kann seine Geräusche nur durch die Vibration des Gehäuses (insbesondere im Bereich der Fahrerkabine) nach außen geben - daher klingt das Modell dumpf und etwas hohl. Wie bei anderen Spur-1-ern im Netz beschrieben, kann man aber die angedeuteten Lüftungsgitter auf dem vorderen Teil der Motorhaube auffräsen und durch richtige Gitter ersetzen. Auch dann bleibt aber die akustische Wirkung der Kammer vor dem Lautsprecher als zweiter Resonanzkörper, der die Höhenwiedergabe etwas beeinträchtigt.

Man kann für den Umbau passende Gitter kaufen, aber es reizte mich, diese selber anzufertigen  das geht auch bedeutend billiger.
Alles was man braucht ist passende Farbe (RAL 3004, zB von Oesling) und ein handelsübliches Spritzschutzgitter für Bratpfannen (wenige Euro). Dieses besteht aus Edelstahlgewebe passender Lochweite und ausreichender Steifigkeit.

Das Auffräsen ist etwas heikel, weil man nur schwierig das Haubenteil aufspannen kann und weil das Material schmiert und daher nur sehr langsam gefräst werden kann, ohne Aufbauschneiden zu produzieren. Ich habe mit einem zweischneidigen 4mm-Fräser vorgefräst und mit einem feinen 2mm-Schruppfräser nachgearbeitet - Bohröl nicht vergessen!!!!

Die Gitter habe ich hergestellt, indem ich in gleicher Größe wie die aufgefrästen Locher (11.5 x 24.5 mm) eine Form in Holz gefräst habe und einen passenden, in jeder Richtung 1mm kleineren Stempel dazu fertigte. Die Formtiefe beträgt 3.5 mm. Nun kann man ein passend vorgeschnittenes Stück des Gewebes auflegen, den Stempel von Hand eindrücken und im Schraubstock fertigdrücken:



Die Gitter wurden nun mehrfach dünn rot lackiert, die Fräsausschnitte wurden außen rot und innen schwarz lackiert und die Gitter wurden mit 2K-Epoxykleber von hinten eingeklebt:


Und so sieht dann die fertige Haube aus. Der Klang der Lok ist um Längen besser und auch optisch kann die Motorhaube überzeugen.


























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