Trofeo Valtenesi del Garda


Sensationeller 4. Platz bei 5 Nationen Turnier.



Am Freitag, den 25.05.2012  ging es endlich los.

Nach Monaten der Vorbereitung starteten wir in Eltmann am Marktplatz nach Italien.

Die 2 Busse, die Wolfgang organisiert hatte, wurden voll mit Spielern und Gepäck,

Verpflegung und einer CD gepackt.

Über Ebelsbach ging es „ab in den Süden, der Sonne hinterher“.

Die leise Hoffnung der Fahrer, die Kids würden schlafen, erfüllte sich nicht, es war Stimmung im Bus.

Ohne Stau ging es zügig Richtung Brenner.

Erste Rast in der Holledau, zweite Rast in Italien kurz hinter der Grenze.

Der erste Italienische Espresso!?

Von Julius Meindl-Wien?!

Ist ja noch Südtirol! Aber es gab Weißbier!




Aufgrund der schnellen Fahrt konnten wir die weltberühmte „Gardesana Occidentale“ fahren.

Diese zählt zu den 10 schönsten Straßen der Welt.

Die ständigen Fragen seit Ebelsbach, wann wir endlich ankommen,

registrierten wir bereits seit Bamberg nicht mehr.

Norbert konnte bereits sämtliche Lieder auf der einen CD mitsingen,

die Beschallung ging über die 4 Tage gnadenlos weiter.


Wir Erwachsenen begeisterten uns an der Straßenbaukunst, Vegetation, dem See,

Sonnenschein und der herrlichen Landschaft.

Von hinten kam der Kommentar:“ boah scheiße Alter, 15000 Punkte - high score“.


In Polpenazze wurden wir von der Turnierleitung herzlich begrüßt und bekamen unsere Voucher

– Hotel Betty in Salo.

Im Kreisverkehr, einem von gefühlten 1000 auf 10 Kilometren, der begeisterte Ausruf:

„ Da vorne ist ein MC Donald´s, gehen wir da essen?“

Ja warum denn nicht?!?


„Salò ist mit 10.740 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2010) die größte Stadt am Westufer des Gardasees.

Sie liegt in der Provinz Brescia und gehört zur italienischen Region Lombardei.

Salò ist nicht nur ein Badeort, sondern auch eine vielbesuchte Einkaufsstadt.

In der Römerzeit als Pagus Salodium gegründet, residierten im Mittelalter in Salò die Visconti.

1337 wird Salò zur Hauptstadt der Magnifica Patria, einem Zusammenschluss der westlichen Gemeinden

des Gardasees und einem Teil des Sabbiatals.

Ab 1440 kontrollierte die Republik Venedig die Stadt.“ (Auszug aus Wikipedia)


In der Hoteleinfahrt begeisterte ich mit meinen Fahrkünsten sowie einem Einparkstunt.

Unfallaufnahme auf Italienisch:

Hotelier: Fahr mal deinen Wagen weg, der ist in ihn rein gefahren.

Geschädigter: Ist jemandem was passiert? Nein, keine Verletzten! Super!

Polizei, Schadensaufnahme, Versicherungsnummer und Personalien?



Nein, wieso, ist doch nichts passiert!




Ab ins Hotel, Zimmer verteilen und vorbereiten auf die Eröffnungsfeier.

Als Reiseleiter bekam ich das beste Zimmer: Penthouse mit Panoramadach und Wellnessbereich.

Bryan fand sofort eine Gelateria und ist seit neuestem als das „Eismonster von Salo“ bekannt.


Andere standen ihm nicht viel nach.

Unbestätigten Berichten des RAI 1 zu Folge ist es wegen unerklärlich hohen Stromverbrauchs in Eisdielen

zu einer Netzüberlastung mit Stromausfall in der Region Salo gekommen.


Unsere Kids stellten fest, dass Schnitzel in Italien anders schmecken als bei uns.

Zur Eröffnungsfeier ging es zurück nach Polpenazze.

Dort wurden die teilnehmenden 40 Mannschaften vom Oberbürgermeister,

einem Vertreter des italienischen Fußballverbandes, vom Organisator Euro-Sportring

und mehreren weiteren Ehrengästen begrüßt.

Der Pfarrer begeisterte sich an Allem,

vor allem das Spiel der Blaskapelle Polpenazze brachte ihn in Ekstase.

Und er begeisterte uns.


Die Mannschaften liefen hinter den Landesfahnen ein.

Wir wurden vorgestellt und bekamen ein Geschenk der Gemeinde Valtenesi überreicht.

Ralph übergab unser Gastgeschenk, wobei vor allem die 2 Liter Bierflasche

beim Bürgermeister Begeisterung auslöste

und er diese sofort in die Kamera des Regionalfernsehns reckte.



Für die Teams wurden die Nationalhymnen gespielt, das erste Mal, dass uns diese Ehre zu Teil wurde.

Zurück im Hotel wurden die Jungs und Mädchen richtig wach.

Um 01.00 Uhr ging es ins Bett.



Der erste Turniertag begann mit einem italienischen Frühstück.

Das war für dortige Verhältnisse erstklassig.

Anschließend Kultur, sprich Spaziergang bis zur ersten Eisdiele.

Danach ging die Jugend zurück ins Hotel, wir Trainer besichtigten den Dom,

spazierten durch die Gassen.

Um 12:00 Uhr fuhren wir nach Moniga, unserem Turnierort.

Die ersten Eindrücke der dort gerade spielenden Mannschaften waren niederschmetternd.

Toller Fußball, Jahrgangsmannschaften und zum Teil Spieler, die Ralph klein erschienen ließen.

Bange machen gilt nicht, also bereiteten wir uns auf unser Auftaktmatch vor.


Unsere Fans, Familien Holch, Knoblach und Zapf, waren nicht die zahlreichsten,

aber die mit Abstand besten des Turniers.

Unterstützung bekamen sie ab dem zweiten Spiel von unseren Überraschungsgästen,

Stefan Persch mit Freundin Andrea und Julian hatte den Turnierort erreicht.

Lukas Kommentar- „wie oft haben sie dich geblitzt?“




Es ging gegen FC Vaulx en Velin aus Frankreich.

Dahinter verbirgt sich ein Fußballinternat von Olympique de Lyon.

Drei Auswahlspieler hatte dieses Team in seinen Reihen.

Technisch perfekte Spieler, die taktisch bestens geschult waren und einen unglaublichen Fußball spielten.

Ab der 25. Minute. Bis dahin boten wir nicht nur Paroli, sonder waren zumindest gleichwertig.

Allerdings nutzten wir unsere Chancen nicht.

Nach dem 0:1 machten wir auf und kassierten den zweiten Gegentreffer.

Wir waren im Verlauf des Turnieres neben dem späteren Turniersieger die einzige Mannschaft,

die mit diesem Team auf Augenhöhe gespielt hat.

Der französische Trainer war begeistert von unserer Mannschaft, als er dann noch hörte,

dass die Hälfte der Spieler Jahrgang 2000 und ein Spieler 2001 ist, war er hin und weg.




Unser zweiter Gegner war der TSV Allach.

Gegen die überforderten Oberbayern zeigten wir einen guten Fußball und errangen einen „strahlenden Sieg“.

Der Gegner ließ sich, nachdem Eltern unsere Spieler beleidigt hatten,

zwei Mal unsere Passmappe zeigen und behauptete auch am Folgetag noch, dass das keine U13 sein kann.

Mindestens zwei Spieler, Ralph und Bryan würden ja minimal U15 Spieler sein.

Ich persönlich habe mich selten über eine Mannschaftleitung mehr amüsiert, als über „die Allacher“.




Zurück im Hotel bereiteten wir uns auf das Abendessen vor.

Risotto (Was ist das, kann man das essen?) und Schweinebraten Italienisch.

Nach dem Essen ging es auf die Uferpromenade und in die Stadt.

Die Pizza zum Nachtisch war wohl nicht schlecht.

Wir Trainer gönnten uns einen Abstecher in den Biergarten des „Hotel Abendfrieden“.

Ferdl bekam sein geliebtes Weißbier,

die Kitzbühlpreise und unerträglicher Lärm aus Musikboxen trieb uns schnell wieder ins Hotel.



Um 23:30 „Nachtruhe“.

Nach einem guten Frühstück ging es zum Sportplatz in Moniga.

Im ersten Spiel gegen ASV Wien 13/2 gab es eine böse Klatsche.

Wir beherrschten den Gegner 20 Minuten lang, brachten aber das Leder nicht im Tor unter.

Einige Spieler lagen gedanklich noch in ihren Betten.

Und so gab es Gegentore.

Der in der Zwischenzeit erhoffte zweite Platz in unserer Gruppe war in weite Ferne gerückt.



Im nächsten Spiel ging es gegen den MTV Dießen.

Eine körperlich starke Mannschaft mit guten Spielern und einer Brand gefährlichen Nummer 11.

Wir spielten wie aus einem Guss und ließen dem Gegner keine Chance.

Dießen kam nicht vor unser Tor und wir kreierten Chance auf Chance.



Im Endspiel um den Einzug ins kleine Finale ging es gegen den FK Horovicko aus Tschechien.

Der Keeper war über 1.90 Meter lang.

In den vorherigen Spielen war dieses Team durch eine knüppel harte Gangart aufgefallen.

Sie sahen von unseren Jungs und Mädels aber meistens nur die Hacken.

Lediglich nach dem 2:0 für uns gab es rüde Fouls.

Ferdl trug in ruhiger und gelassener Art zur Deutsch-Tschechisch-Italienischen Freundschaft bei.

und wurde mal wieder vom Felde verwiesen.

Und ich? Durch meinen Jubelsprung löste ich ein Erdbeben mittlerer Stärke aus.

Das kleine Finale war geschafft.

Eine tolle Leistung und ein riesen Erfolg. Unsere Jungs und Mädels zeigten bis dahin 4 super Spiele.




Wolfgang hatte uns Geld aus der Mannschaftskasse mit gegeben,

so konnten wir den Spielerinnen und Spielern ein Pizzaessen ausgeben.

Die Pizza war erstklassig.

Ein italienischer Gentleman, one of the old school, ehemaliger Manager der Firma Höchst,

sprach uns an und lobte uns wegen des vorbildlichen Verhaltens unserer Spieler.

Es begeisterte ihn zu sehen, dass Jugendliche sehr gut erzogen sind

und sich in der Gruppe zu benehmen wissen.

Hallo liebe Eltern, habt Ihr das gelesen!?!







Um 17:05 begann das kleine Finale.

Nach dem Einlaufen erklang das zweite Mal „das Lied der Deutschen“,

 diesmal allein zu Ehren unserer Mannschaft.

Ein stolzer und erhaben Moment und so ziemlich das Größte, was einem Sportler passieren kann.




Unser Gegner der ASV Wien 13/1, diesmal der ältere Jahrgang. ASV Wien

spielt in der vierten österreichischen Liga.

Obgleich der Gegner körperlich überlegen schien, beherrschten wir das Spiel.

5 Mal trafen wir alleine das Aluminium und brachten selbst beste Chancen nicht im Tor unter.

So kam es zum Elfmeterkrimi von Moniga, den wir unglücklich mit 5:3 verloren.

Eine Entscheidung des Schiedsrichters zu unseren Ungunsten

brachte das Blut der Spieler und einiger Eltern in Wallung,

aber erkläre einem italienischen Schiedsrichter, was Du willst.


So blieb es beim vierten Platz, einer gefühlten Bronzemedaille.

Eine einmalige Leistung aller Spielerinnen und Spieler und ein grandioser Erfolg.



Nach einem schnellen Abendessen ging es nach Polpenazze,

wo die Abschlussfeier mit Siegerehrung stattfand.

Ralph nahm den Pokal entgegen, der sicherlich einen Platz im Trophäenschrank erhalten wird.

Die Spieler machten Salo unsicher, wir Trainer genossen den Abend vor dem Hotel.




Am folgenden Morgen setzten wir uns um 10:30 Uhr in Richtung Deutschland in Bewegung.

Das Hotel steht noch und alles ist Ganz geblieben.



Wir fuhren zum unteren Ende des Gardasees, steuerten Bardolino an.

Eine Rast am Seeufer im Schatten eines Olivenbaumes tat gut, genauso wie der Sprung in den kühlen See.

Diesen wagten zumindest die Spieler.

Unsere Fangruppe wollte sich eine Motoryacht mieten.

Wir haben sie gesehen! Beweisfoto folgt.


Über die Uferpromenade ging es in die Innenstadt, wo wir uns an gigantischen Eiskugeln erfreuten.

Beim Rundgang durch die historische Altstadt erfuhren wir nebenbei,

dass unser Tizian eine Boutique dort betreibt







Um 15:30 Uhr verließen wir den Lago del Garda und es lag so etwas wie Wehmut in der heißen italienischen Luft.

Am Brenner eine kurze Rast.

Norberts Gruppe hörte immer noch die eine CD.

In Innsbruck tanken, Diesel 25 Zent billiger als bei uns!!!


In der Nähe ein amerikanisches Spezialitätenrestaurant. Schnell hin und endlich wieder etwas Vernünftiges essen.

Wer will schon Pizza und Pasta vom Feinsten, wenn er einen Hamburger kriegen kann.

Um 22:00 Uhr Ankunft in Ebelsbach. Wir haben viel erlebt, viel Spaß gehabt und für die Kids war es eine tolle Erfahrung.

Mein herzlicher Dank an meine 4 Mitstreiter: Norbert, Holger, Gerald und Ferdl für die tolle Unterstützung

und die unermüdliche Hilfe.

Eine wahrlich nicht selbstverständliche Hilfe.

Danke auch an das Verpflegungsteam Kamm; Trützel, Schnitzer.


Danke nochmals an Wolfgang und Stefan für die organisatorische Hilfe im Vorfeld.

Ein besonderer Dank gilt Frau Heugl von Euro-Sportring, die uns fantastisch unterstützt und so manches Problem gelöst hat.

Oder wie „wir Italiener“ sagen: Mille Grazie per tutto!!!!!!! 1000 Dank für Alles!!!!!!!



Die 22 Italiener:


Squadra fantastica, grandiosa e bellissima:

Eric, Niklas – Lorenz, Christian, Melissa, Sonia, Daniel, David,

Bryan, Lukas, Max, Ralph, Mike, Tizian, Kevin


Cheerleader: Melissa Dormann, Katharina Raulff


Trainer: Holger Kamm, Norbert Trützel, Gerald Plannerer, Ferdl, Bernd


Und wie geht es weiter?

Nach einem alten Schlager (2 kleine Italiener) lautet das Motto:

15 super Spieler, die träumen vom Gardasee

15 super Spieler die wollen zu der Trofe!!!

Benvenuto a Polpenazze 2013!!!!

Auf Wiedersehen in Polpenazze 2013!!!!


















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