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Maine Coon – die sanften Riesen aus Nordamerika

Maine Coons sind die einzigen „eingeborenen" Rassekatzen aus Amerika.

Legenden über die Entstehung gibt es genug, die Geschichte mit den Mischlingen aus Waschbär (engl. Racoon) und Katze sind definitiv eine Legende, weil so eine Kreuzung biologisch nicht möglich ist.

Dass das ursprünglich hauskatzenlose Nordamerika von Mitbringseln der ersten Siedler oder von Wikingern aus Nordeuropa von diesem Notstand befreit wurde, sind weitaus wahrscheinlicher. Auch nicht ganz unmöglich ist die Einwanderung von Katzen während der letzten Eiszeit, als eine Verbindung zwischen Sibirien und dem Amerikanischen Kontinent bestand. Sicher und belegt ist aber die Version der ersten Siedler und Pilgerväter, deren Schiffskatzen sich mit den Menschen an der Ostküste niedergelassen und von dort aus den Kontinent besiedelt haben. Ebenso sicher ist, dass die Katzen von Marie Antionette in die Sicherheit der „Neuen Welt" verbracht wurden. Ihre Besitzerin konnte sich dieser Sicherheit leider nicht mehr erfreuen.

Aber niemand brachte „Maine Coons" nach Maine oder sonst wohin an Amerikas Ostküste, da war noch Mutter Natur am Werk, die aus der Vielfalt der Katzen nur die widerstandsfähigsten überleben liess. In diesem Erfolgsmodell sind die Gene aller importierten Katzen vereinigt, mit allen erdenklichen Farben und Haarlängen. Das raue Klima der sogenannten „Neuenglandstaaten" begünstigte das längere Fell der lange Zeit als Maine Shags bezeichneten Katzen.

Als der Mensch in die Zucht eingegriffen hat, hat er allerdings bestimmt, dass die sogenannten Pointfarben unerwünscht sind, und diese Farben wurden konsequent eliminiert. Es liegt aber in der Natur der rezessiven Gene immer noch im Erbgut der Katzen zu schlummern. Wenn also zwei Trägertiere zusammentreffen, kann es durchaus sein, dass solche Überraschungskinder im Wurf sind.

Heute sind Maine Coons in allen natürlichen Farben zugelassen, das heisst einfarbige in schwarz, blau, rot, creme, deren Varianten in mackerel und classic Tabby, alle diese Varianten mit silber, sowie diese alle mit mehr oder weniger weiß gescheckt, sowie reinweiße Katzen. Von den weißen Katzen ist überliefert, dass diese besonders bei Seeleuten begehrt waren.

Maine Coons sind große Katzen, mit einem halblanghaarigen Fell, das als pflegeleicht bezeichnet werden kann. Sommer und Winterfell unterscheiden sich deutlich in der Dichte, am Winterfell ist der dichte Kragen auffällig. Der lange Schwanz, der den Katzen als Zudecke dienen kann, sollte immer gleich buschig und gleichzeitig wehend sein.

Das Zusammenleben mit diesen ursprünglichen Katzen ist sehr harmonisch, die Stimmen der großen Katzen sind erstaunlich leise, ihre Sprungkraft ist erstaunlich, genau wie die Zielgenauigkeit beim Landen. Das einzige, was sie tatsächlich mit Waschbären gemeinsam haben, ist ihre Vorliebe für Wasser. Ihr Wassernapf kann nie zu groß sein, am besten in der Dimension einer mittleren Pfütze.

Obwohl diese Katzen von der Natur als perfekte Jäger ausgestattet wurden, leben sie gern mit ihren Menschen zusammen, und haben schon seit Generationen den Komfort der Gemeinschaft erkannt.

Erstellt von Sabine Fröhlich