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Juli´05
Chipsy war weg!
Heute morgen als ich die Frettchen aus Ihrem Käfig raus ließ, tobten sie wie wild. Ich machte dann wie jeden morgen die Balkontüre zum Lüften auf, und damit auch die Frettchen raus können. Meine Frettchen haben ja immer Freilauf, außer Nachts, in ihrem Zimmer, mit Balkon der aber immer geschlossen ist wenn ich nicht da bin. An diesen besagten Tag lies ich zum ersten mal die Balkontür offen, ich dachte wenn wir daheim sind ist sie ja auch den ganzen Tag offen und die Racker sind draußen und es ist noch nie was passiert.
Als ich dann Mittag um 12 Uhr heim kam, kamen mir nur zwei Pelznassen entgegen gelaufen, ich hatte schon ein komisches Gefühl, denn die erste wo immer gleich kommt war meine Fähe Chipsy. Ich rief sie, suchte alle Schlafecken ab, ich fand sie nicht und sie kam auch nicht. Ich holte dann ihre Leine und Geschirr, denn wenn ich Chipsy manchmal nicht gleich finde, brauche ich nur mit Ihrem Geschirr zu wackeln so das das Glöckchen bimmelt, und schon kommt sie, denn sie geht unwahrscheinlich gerne Gassi. Aber das bimmeln half auch nichts, sie kam nicht. Ich war mir dann sicher, dass Chipsy vom Balkon ca. 3 m runtergefallen ist. Ich war total fertig, fing auch gleich zu heulen an, denn an meiner Chipsy hänge ich total sie war ja mein erstes Frettchen das bei uns einzog. Ich rannte sofort mit unseren Hund runder ich dachte vielleicht findet sie Lisa, und sucht sie. Im Gedanken sah ich sie schon irgendwo hinter unserem Haus liegen mit gebrochenen Füßen.
Das Problem war, hinter unseren Haus ist ein kleiner Wald, wie sollte ich sie da finden. Meine größte sorge waren eigentlich auch noch unsere Nachbarn, denn wenn Chipsy auf einen zu läuft, meinen die Leute vielleicht das es ein Marder ist und sie erschlagen sie, denn wir haben bei uns durch den Wald viele Marder und die zerlegen dauernd die Autos, und die Leute hier sind schon ganz schön genervt. Ich stellte drei Transportboxen auf und lief rum und rief immer Chipsy.
Unsere ganzen Nachbarn bei uns in der Strasse machte ich verrückt. Eine sagte dann, dass sie vor einer halben Stunde in der Strasse ein kleines Tier gesehen hat, dass immer bei einen Haus zur Tür rein wollte und die Frau dachte noch, dass die Marder immer frecher werden jetzt kommen sie schon am Tag. Jetzt wusste ich wenigstens, dass meine Chipsy noch lebte. Ich ging immer wieder zurück zum Haus und schaute in die Boxen die ich aufstellte, aber sie waren immer leer. Ich ließ dann unsere Haustür offen, denn ich dachte vielleicht kommt sie ja, dann kann sie rein. Dann fing es auch noch total arg zum regnen an und ich dachte oh Gott jetzt finde ich sie nicht mehr, denn Wasser mag sie nicht und jetzt wird sie sich in irgendeinen Loch verkriechen und nicht mehr raus kommen. Es war dann schon kurz vor halb zwei, und um halb zwei musste ich wieder in die Arbeit, aber das war mir egal es ging mir nur um meine Chipsy.
Ich rief dann eine Bekannte an die sollte für mich ins Geschäft, sie verstand mich erst gar nicht, weil ich ja so aufgeregt war, sie war dann auch ganz fertig, denn sie kennt auch meine Racker. Ich holte dann meine Bekannte schnell mit dem Auto und fuhr sie ins Geschäft, ist ja nur fünf Minuten von mir entfernt. Als ich wieder Los fuhr kam auch noch ein gewaltiges Gewitter, ich war mir sicher jetzt finde ich sie nicht mehr. Ich stellte das Auto ab und suchte weiter. Es regnete in strömen, ich war schon total nass war mir aber egal. Ich rief schon nicht mehr, sondern ich schrie, immer wieder ihren Namen es war mir egal was die Leute sagten oder dachten die mich sahen. Ich ging wieder mal zurück zu unseren Haus, es war jetzt schon 15 Uhr ich schaute dann wieder in jede Box, die erste war leer, die zweite war leer, und die letzte Box stand vor unserer Haustür, und die war auch leer.
Als ich mich so runder Kniete, und in die Box rein schaute dachte ich, oben bei uns auf der Treppe einen Schatten gesehen zu haben, ich machte unser Flur Licht an, und was sah ich oben, sitzt doch mein Schätzchen Chipsy vor unserer Eingangs Tür. Sie Schaute mich an, machte Männchen gerade so, als würde sie sagen wollen, “jetzt wird’s aber Zeit das du kommst, und machst jetzt nicht endlich die Tür auf ich will rein“ . Ich ging sofort hoch nahm mein Schätzchen in den Arm und drückte und knutschte sie total ab. Ich freute mich ja so. Als sie dann so in meinen Arm lag heulte ich vor lauter freute sie wieder zu haben. Sie zitterte und war total durch nässt. Ich wickelte sie erst einmal in ein molliges Handtuch und trocknete sie vorsichtig ab. Sie wollte aber nicht innen liegen bleiben, das einzige was Chipsy interessierte war fressen fressen und noch mal fressen, sie hatte unheimlichen Hunger.
Später fuhr ich mit ihr gleich in die Tierklinik und lies sie untersuchen und Röntgen. Der TA meinte nach der Untersuchung, Chipsy muss einen Schutzengel gehabt haben, sie hatte keine einzige Schramme. War ich da froh. Wieder zuhause, machte ich die Balkontür auf und lies die Racker raus, ich wollte wissen, wie Chipsy runter fallen konnte, denn normaler weiße ist es unmöglich. Ich beobachtete Chipsy die ganze Zeit, aber sie zeigte es mir nicht.
Eins weiß ich jetzt sicher, ich lasse jetzt die Frettchen ohne Aufsicht nicht mehr raus auf den Balkon, denn nach drei Tagen, ging ich mal nur kurz rein ins Wohnzimmer und holte mir was, es war höchstens eine halbe Minute, und als ich wieder auf dem Balkon ging, ich hatte schon so eine Ahnung, läuft doch die Hexe Chipsy schon wieder in meinen Blumen Kästen am Geländer umher.
Das Miststück, hatte nur auf den Moment gewartet, dass ich mal weg bin. Ich dachte mein Herz bleibt stehen. Wie sie das anstellte konnte ich mir nicht erklären. Ich nahm sie und schimpfte sie.
Ich setzte sie wieder runder auf den Boden, und was macht sie, rennt in die eine Ecke vom Frettchen Gehege und Wand, unsere Wand ist mit Holz verkleidet, sie hüpft wie ein Ziegenbock, und drückt ihren Rücken an die Balkonmauer die ist ca. 70 cm hoch und dann kommt das Geländer, und zieht sich an der Holzwand hoch. So wie die Frettchen normaler weiße hinter einen Schrank rauf und runder kraxeln. Normalerweiße ist das unmöglich, denn das ist ein ganz normales Eck, wie wir sie in jedem Zimmern auch haben sie müsste weg rutschen, wahrscheinlich ist es die Holzverkleidung. Ab da, wusste ich wie sie es schafft auf die Mauer hoch zu kommen.
Am Wochenende kaufte ich dann Plexiglas und verkleidete das untere Stück vom Gehege der Frettchen und ein Stück von der Wand. Aber trotzdem haben meine Pelznasen Balkon verbot, sie dürfen nur noch raus wenn jemand von uns dabei ist. Meine Chipsy probiert es heute immer noch an dieser bestimmten Ecke hoch zu hüpfen, sie schafft es nicht mehr, jetzt rutscht sie immer ab.
Und das möchte ich nie mehr mit machen, dass ein Frettchen von mir weg ist, dass waren die schlimmsten Stunden in meinen Leben. Ich hätte auch nie gedacht, das Chipsy von selber wieder heim kommt.

hier schläft sie in meiner Frisch gewaschenen Wäsche.