Astas Adventskalender

 

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Adventskaffee

 

"Mutter kommt!" rief mein Mann. Es klang wie eine Drohung und das war es auch. Zur Ehrenrettung der Schwiegermütter möchte ich erwähnen, dass ich ausgesprochen liebe und nette Schwiegermütter kennen gelernt habe, meine gehört leider nicht dazu.

 

Wir hatten sie zum Adventskaffee eingeladen, ich hatte den Tisch schön gedeckt und Stollen und Weihnachtskekse selbst gebacken.

 

Schwiegermutter enterte laut stöhnend die Wohnung, ließ sich auf einen Stuhl plumpsen, reichte mir mit aufforderndem Blick ihren Mantel und verkündete: "Ich habe überhaupt keinen Appetit". Sie schaute sich um und erstarrte: "Was ist das? Was ist das?" rief sie und beugte sich nach vorne. Mein Mann hatte unseren fünf Monate alten Rauhaardackel aus der Küche gelassen,

der voller Begeisterung zur Schwiegermutter wetzte. "Darf ich vorstellen - das ist Motte, unsere neue Hausgenossin" sagte ich. Motte stieg vor der vornüber gebeugten Schwiegermutter stark in die Bremse und fing an zu bellen. "Kluger Hund" dachte ich. "Aber Motte, aus!" sagte ich. Schwiegermutter warf einen missbilligenden Blick auf den jungen Dackel: "Ach, Ihr habt euch doch wieder einen neuen Hund angeschafft? Warum das denn? Ist der reinrassig? Wie teuer war er?" sie beugte sich über Motte, die so etwas überhaupt nicht leiden konnte und Schwiegermutter anknurrte. "Warum knurrt der?" - "Weil sie Dich nicht leiden kann" dachte ich und sagte: "Weil sie das Über-sie-beugen als Bedrohung auffasst".

 

Bevor sich zwischen Mutter und Sohn eines der üblichen Streitgespräche entwickeln konnte, beorderte ich die beiden an den Adventstisch und schenkte Kaffee und Tee ein. "Ach, der Kaffee sieht wieder so stark aus, hast Du mal heißes Wasser?" Ich ging in die Küche, holte heißes Wasser, obwohl ich wusste, dass es unberührt stehen bleiben würde.

 

Ein spitzer Schrei aus dem Wohnzimmer: "Was macht der da - was macht der da?" Motte flitzte an mir vorbei, den Hals hoch gereckt, mit dem Schuh der Schwiegermutter im Mäulchen, gefunden unter dem Wohnzimmertisch. Ich tauschte den Schuh gegen ein Leckerli und sah mit Freuden, wie sich die appetitlose Schwiegermutter gerade die dritte Scheibe Stollen dick mit Butter bestrich. Dabei blieb sie allerdings mit ihrem Ärmel in der Kaffeekanne hängen und ich machte mich erneut auf den Weg, um die Überschwemmung zu beseitigen und um neuen Kaffee zu kochen.

 

Auf dem Weg in die Küche nahm ich Motte noch kurz die Handtasche der Schwiegermutter ab. Motte hatte sie irgendwo geklaut und führte gerade eine strenge Handgepäckkontrolle durch.

Nachdem noch diverse Kekse und doch noch ein letztes Stück Stollen von Schwiegermutter verzehrt worden waren und wir die Kerzen ausgepustet hatten ("Kinder, ich vertrage mit meinen Augen diesen Ruß nicht"), gab es noch einen Likör und dazu den Bericht der Schwiegermutter über einen Kaffeebesuch vom Tag zuvor mit dem leckersten Stollen und den besten Keksen, die sie jemals gegessen hatte,  von einem Tisch, der geradezu traumhaft gedeckt war. Damit schien sich der Nachmittag seinem Ende zuzuneigen.

Schwiegermutter verlangte nach einem Taxi und warf noch einen Blick auf die wedelnde Motte, die sich unhöflicherweise darüber freute, dass der Gast sich verabschiedete. Nach einem "Na, wenn bei der nicht doch noch irgend etwas anderes mitgemischt hat" ging Schwiegermutter.

 

Wir zündeten die Kerzen wieder an, knipsten die Lampe aus und ließen bei einem Gläschen Sekt den Nachmittag noch einmal Revue passieren. Motte vergnügte sich in ihrer Ecke mit etwas Kaubarem, das ich im Kerzenschein nicht identifizieren konnte. In die nunmehr friedliche Stille schrillte das Telefon. Fast ebenso schrill tönte die Stimme der Schwiegermutter aus dem Hörer: "Ich bin bestohlen worden! Meine Geldbörse ist weg. Der Taxifahrer kommt gleich wieder mit mir zu Euch zurück. Ihr müsst mich auslösen!" - "Nun bleib mal ganz ruhig, Deine Geldbörse wird sich schon wieder anfinden" versuchte ich Schwiegermutter zu beruhigen.

Mein Mann löschte seufzend die Kerzen und schaltete das Licht wieder ein. Im hellen Licht der Stehlampe sah ich, wie meine kleine Motte brav auf ihrer Decke lag und genüsslich das Portemonnaie der Schwiegermutter zerkaute ...

 

 

© 2006 Barbara Mürmann

 

 

 

Spruch des Tages

"Es gibt für alles zwei Zeitpunkte,

den richtigen und den verpassten." 

Stan Nadolny

 

Die Karten unserer kleine "Heldin" dürft Ihr mitnehmen und für Eueren persönlichen Gebrauch ausdrucken oder auf Euere HP stellen. Nun habt Ihr die Qual der Wahl, lieber glamourös oder eher rustikal........

 

 

Design by Silvia

 

 

Damit es Eueren Zweibeinern nicht langweilig wird, wieder einmal etwas zum Basteln für sie. Dabei können sie zwischen der Originalgröße, oder der hier abgebildeten Größe wählen. Zum Original kommt man durch anklicken des Ornaments. Dort gibt es auch eine Anleitung.Fertig ausgeschnitten und zusammengeklebt, kann das Ornament mit einem Bändchen versehen zum Aufhängen an den Adventskranz oder am Weihnachtbaum benutzt werden, sofern ihr Vierbeiner es natürlich nicht vorher zwischen die Zähne bekommt. Wir hoffen, Euere  Zweibeiner sind wie Lucky Luke einsam,  aber schneller.....

 

 

 

 
 

Hier noch ein Rezept, dass Euere Zweibeiner für Euch backen dürfen. Erst das Bild abspeichern , ausdrucken und dann auf die Plätzchen fertig los!!!!

 

 

 

 

Dieses Spiel hat Frauchen für Euere Zweibeiner ausgesucht, aber leider war sie  wieder furchtbar schlecht dabei. Sie war  nicht in der Lage, ihre Mäuse zu retten und kam deshalb nie über das zweite Level hinaus. Wir schämen uns für unser Frauchen....

 
 

 

 
 

 

 


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