
*Schattenreich*
Und wieder
ist es soweit
es war nur
ein nichtiger Anlass
nichts von Bedeutung
nur eine winzige Szene
in einem albernen Film
doch hat sie gereicht
das meine Gedanken
auf einmal
wieder
im Schattenreich sind
habe versucht
mich dagegen zu wehren
es hat nicht geholfen
SIE
sind stärker
als ich
rauben mir meine Luft
kann wieder nicht atmen
nehmen mir meine
neu gewonnene Kraft
SIE
sitzen in allen Zimmern
machen sich überall breit
und zeigen mir
auch dieses Mal
mit all ihrer Macht
das ich
noch gar nicht
soweit bin
wie ich immer gedacht!
© by Su 24.10.2004
*Du*
Derb männlich
von der Sonne gebräunt
sein Körper
ein Dreitage Bart
ziert sein Gesicht
leuchtend blau
strahlen
seine Augen
welche
viel Liebe
mich sehen lassen
sanfte Lippen
dessen Zärtlichkeit
schon
erahnt werden kann
trotz
seiner rauhen Erscheinung
starke Arme
welche sicheren Halt
mir versprechen
und
in denen
ich mich wohl fühle
© by Su

*Herbstwald*
Im Sonnenschein
durch einen Herbstwald
spazieren
mit all seinen
beruhigend bunten Farben
um tief durchzuatmen
zuschauen
wie Eichhörnchen
flink
Nüsse, Eicheln
und Bucheckern sammeln
um den bevorstehenden Winter
zu überleben
wie Hasen
vorüber flitzen
Vögel im Holunderstrauch
genüsslich futtern
Rehe beobachten
die auf einer kleinen Lichtung
friedlich äsen
aufmerksam geworden
durch das Rascheln der Schritte
heben sie den Kopf
lauschen angespannt
werden ängstlich
verschwinden
im dichten Unterholz
hier
herrscht noch
friedliche Stille
lässt Zeit und Raum
einen Spaziergang lang
stillstehen.
© by Su

*Gefühle*
Meine Gefühle oft
vergleichbar mit
dem Meer
mal sanft und seicht
dann wieder aufbrausend
und peitschend
mal tief und unergründlich
dann wieder flach und klar
bis auf den Grund sehend
meine Gefühle
können tosend
auf dich einstürzen
dich in einem Strudel
aus Zärtlichkeiten
auffressen
dich aber auch
sanft an einem
windstillen Tag tragen
sie können übersprühen
wie die Gischt
dich überschütten
mit meiner Liebe
aber
sie können Dich
auch zurückstoßen
wenn du mich verletzt!
© by Su

*Herbstzeit*
Morgens geht die
Sonne nun wieder später auf
noch zwitschern
die Vögel und geben ihr
all morgendliches Konzert
doch die meisten
sind schon
in den Süden gestartet
Wildgänse ziehen am Himmel
Bäume verlieren ihr Kleid
und in den Gärten
blühen nur noch
vereinzelt die Blumen
Immer früher wird es
auch abends jetzt dunkel
es kommt die Zeit
der Kerzen und Gemütlichkeit
eingekuschelt auf dem Sofa
oder sitzend vor dem Kamin
vertieft in ein Buch
bei einem
schönen Gläschen Rotwein
und leiser Musik
© by Su
*Lust*
Wohlige Wärme
durchflutet mich
bei dem Gedanken
an die letzte Nacht
spüre noch immer
deine Lippen
wie sie heiß
und voller Leidenschaft
meinen
Körper liebkosten
wie deine Hände
voller Begierde
meine Brüste streichelten
weiter forschend
suchend
auf Wanderschaft gingen
um meine Leidenschaft
zu entfachen
wohl wissend
wie du
es anstellen musstest
die Lust bei mir zu schüren
um mit mir
dann
den Gipfel
der Leidenschaft
zu erstürmen
© By Su

*Einsamer Strand*
Abends
am einsamen Strand
weit und breit
niemand zu sehen
ich gehe
in Gedanken versunken
schaue
den Wellen des Meeres zu
wie es in rhythmischen Bewegungen
mal nah bei mir
dann wieder weit
von mir entfernt ist
spüre den warmen Sand
unter meinen Füssen
und lausche der Melodie
es Windes und der See
über mir kreisen ein paar Möwen
spähen nach Beute
sausen
geschwind in die Tiefe
um sich einen kleinen Fisch
oder eine Muschel zu holen
schmecke die salzige Luft
auf meinen Lippen
und fühle mich Frei
frei von allen Sorgen
und Ängsten
hier erscheinen sie
nichtig und klein
am langen weißen
einsamen Strand
© by Su

*Noch einmal genießen*
Noch einmal
der Sonne
wärmende Strahlen
genießen
sich ihrer
doch noch
beträchtlichen Kraft
an einem
geschützten Ort
hingeben
ihre wohlige Wärme
auf meinem Gesicht
spüren
tief in mein Herz
und meine Seele
eindringen lassen
wie Balsam
schließt sie sich um mich
und ich
fühle mich wohl
© by Su 13.10.2004
Die Mauer
In fast 40 Jahren
habe ich eine Mauer
um mich gebaut
zuviel war geschehen
was mich zwang
mein Herz
und meine Seele
zu verschließen
mit jeder Tat
wurde die Mauer
ein klein wenig höher
bis sie mich
fast ganz
umgab
langsam
beginnt die Mauer zu bröckeln
ganz langsam
zuerst löste sich
ein wenig Mörtel
inzwischen
kann ich sagen
die Steine sind dran
und mit jedem Stein
der fällt
fange ich
wieder an zu Leben
finde immer öfter
Gefallen an den
schönen Dingen
die das Leben
zu bieten hat
© by Su

*Herbstsonnenmoment*
Grauer Himmel
heut in der Früh
schwere dunkle Wolken
ziehen schnell vorüber
starker Wind
zerrt an den
fast schon kahlen Bäumen
als wolle er mit aller Gewalt
den Rest
der Blätter abschütteln
nun öffnen sich
auch noch
die Himmelsschleusen
und ein trüber
verregneter Tag
scheint bevor zu stehen
zeigt uns
das es mit den
Sonnenmomenten
nun bald endgültig
vorbei ist
aus
mit der Stunde
Sonne
um in der Mittagzeit
noch etwas
auf dem Balkon
verweilen
so wie
*Karin*
und ich es so gerne tun
bald werden wir
die Wintersonne
nur noch durch das Fenster
genießen
© By Su 20.10.2004

*Einfach für dich*
Was würde ich
ohne dich tun
du bist immer zur Stelle
wenn ich dich
brauche
hilfst wo du kannst
man braucht dich
nicht mal zu fragen
will ein Gedankensplitter
mal wieder
nicht richtig passen
kein Problem
ein Pünktchen hier
ein Komma da
für Dich
ist das
sofort sonnenklar
so müsste es sein
dann liest es sich gut
machst mir dadurch
immer neuen Mut
sag einfach mal
*DANKE*
Du tust mir so gut!
(für Karin.)
©by Su

*Jahrmarkt*
Jedes Jahr
Ende Oktober
ist Kirmes bei uns im Dorf
nun ist es wieder soweit
egal ob Groß oder Klein
jeder freut sich darauf
die Kleinen
suchen für den Umzug
ihre Laterne jetzt aus
die Großen gehen
wie früher
noch zu den Bauern
auf die Felder
und klauben für ein bisschen
Kirmesgeld
Kartoffeln mit auf
ist das Wochenende
dann gekommen
fängt unsere Kirmes
mit einem Fackelzug an
die Kleinen tragen
dann stolz ihre Laternen
die Größeren warten
das es losgeht mit Musik
und Tanz
weiß man doch hier
trifft man
immer alte Bekannte
die man das Jahr über
nicht gesehen hat
denn
und das
ist über die Grenzen
bekannt
Schlänger Markt
knüpft so manches
Freundschaftsband
hier wird wie in alten Zeiten
noch so einiges
an Abmachungen
und Handel getroffen
aber vor allen Dingen
wird Glühwein
und Bier genossen.
;o)
©by Su 26.10.2004

Morgeneindruck*
Glutrot
geht heute Morgen
die Sonne auf
über den Wäldern
liegt leichter Dunst
durch unseren Garten
flitzt ein Eichhörnchen
macht sich auf
zum Walnussbaum
um Nüsse zu stibitzen
flink und geschickt
befördert es die Last
verschwindet wieder
unter der alten Tanne
eine Krähe
stolziert
durch taunasses Gras
sucht nach Schnecken
und Würmern
eine Katze
schleicht
durch das Gebüsch
ob sie wohl
ein Mäuslein
entdeckt hat?
©by Su

*Letzte Blume*
Stolz
reckst du deinen Kopf
Richtung Sonne
um noch ein wenig
von ihrer Wärme aufzunehmen
du wunderschöne Blume
bist eine
der wenigen
die jetzt noch blühen
es scheint
als wolltest gerade du
deswegen beweisen
wie schön du bist
kräftig rot
deine Blütenblätter
mit einem Tupfer Gelb
in der Mitte
lang aber dornig
dein Stiel
so stehst du
in unserem Garten
und genießt
die letzten Sonnenstrahlen
bevor auch dein Leben
bald ein Ende hat
und du dem ersten Frost
des Herbstes
zum Opfer fällst.
© by Su

*Gefühlschaos*
Wie oft
herrscht es in mir
dieses Gefühlschaos
wie oft
komme ich
einfach nicht
von diesen
schlimmen Gedanken los
wie oft
überraschen sie mich
fallen einfach
über mich her
wie oft
und ich weiß
nicht einmal warum
sind sie plötzlich
wieder da
wie oft
muss ich das noch ertragen
geht das etwa
mein ganzes Leben lang?
© by Su

*Gedanken an dich*
Bist gerade erst
ein paar Stunden fort
aber dein männlicher Duft
liegt noch immer in der Luft
lässt bei mir die Gedanken
an dich
und deinen muskulösen Körper
wach bleiben
die Erinnerung
an das wunderschöne Wochenende
das wir wieder
miteinander verbracht haben
ganz für uns
im Taumel
unserer Gefühle
zueinander
eingebettet in Zärtlichkeiten
verbracht nur im gegenseitigen Sein
im Geben und Nehmen
im erfüllen
unserer geheimsten Wünsche
jetzt heißt es wieder
eine Woche warten
nur in Gedanken bei dir sein
und an deine Liebe denken
©by Su
*Entscheidung ?*
Gedankensplitter
fliegen mir
durch den Sinn
stellen mich
vor eine harte Frage
Aufgeben oder Kämpfen
ich habe die Wahl
Aufgeben
würde bedeuten
zurück an meinen alten
Arbeitsplatz
und mich wieder
mobben lassen
ich hätte zwar wieder Arbeit
doch würde ich
daran zugrunde gehen
also werde ich kämpfen
auch wenn es mich
meine Existenz kostet
© by Su3.11.2004

*Die Möwe*
Majestätisch
erhaben
scheinbar ohne Ziel
bewegt sie sich
da oben
weit über mir
wünschte
ich könnt
einmal
tauschen mit Ihr
nur einmal
das Gefühl kosten
sich völlig frei zu bewegen.
Aber
es bleibt
leider nur ein Traum-
und
ich öffne wieder die Augen!
© by Su Okt.2004

*Novembertag*
Grau verhangen
heut der Tag
Nebelschwaden
ziehen übers Land
langsam
macht sich Kälte breit
traurig
hängen noch vereinzelt
rot, gelb, braun getupfte Blätter
an fast schon
leeren Zweigen
Spinnenweben
die in Büschen
und an Zäunen
bizzare Bilder formen
Schwärme von Krähen
auf kahlen Feldern
nach letzten
Körnern suchend
lange wird es
nicht mehr dauern
bald schon wird
statt Regen
Schnee
auf Bäume, Büsche, Felder fallen.
© by Su 4.11.2004

*Der alte Mann*
Ich sah den alten Mann jeden Abend
oben auf dem Deiche stehen
wenn ich an ihm vorüber ging
schaute er hinaus aufs Meer
seine Augen waren traurig
er sah niemanden
erwiderte keinen Gruß
hatte seinen Blick
nur stur auf das Wasser gerichtet
jeden Abend überlegte ich
was er wohl suchte
dort auf dem Meer
eines Tages
sprach ihn einfach an
er schaute mich
mit trüben traurig blickenden Augen an
aus denen eine Träne floss
während er sprach
vor vielen Jahren
lang ist es her
traf ich eine junge Frau
so wie Sie jetzt
hier am Meer
auch sie blickte mich damals an
mit ihren schönen blauen Augen
und unsere Blicke trafen sich
die Frau ging dann aber weiter
wir sahen uns nie mehr
doch den Blick in diese Augen
konnte ich nie mehr vergessen
nun warte ich
seit vierzig Jahren
jeden Abend hier
hoffend
dass sie zurück kehrt
und ich noch einmal
in ihre tiefblauen Augen schauen darf.
©by Su

*Die junge Frau*
Sie ging jeden Tag
leicht gebückt
in zerschlissener Kleidung
mit einer großen alten Tasche
an die Abfallcontainer
der Geschäfte
suchte darin
nach Essbarem für sich
ich sah sie so oft
schüttelte den Kopf
fragte mich
ob jemand
heute
so etwas nötig hat
irgendwann
sprach ich sie an
fragte
warum sie das tut
ihre Antwort war schmerzlich
machte mich wütend
ihr Mann hat sie verlassen
sie steht allein
mit drei Kindern
kann deswegen nicht arbeiten
er zahlt keinen Cent
um zu überleben
muss sie versuchen
hier ein bisschen Obst
oder Gemüse zu finden
was sie sich sonst
für die Kinder
nicht leisten kann …
© by Su

In der Stadt
Samstagmorgen
in einer Stadt
ein Gedränge
ein Geschiebe
als wenn es am Montag
nix mehr gäbe
das Wetter
spielt auch noch verrückt
schlechte Laune
gedrückte Stimmung
immer wieder Menschen
die meckern
und rücksichtslos sind
alles muss schnell gehen
niemand hat Zeit
dabei sind die
Geschäftszeiten
doch schon ziemlich breit
wer wollte
könnte am Samstag
von morgens
bis abends um Acht
sein Geld
viel entspannter
loswerden
aber nein
alles muss schnell gehen
alle in Eile
in unserer ohnehin schon
hektischen Welt.
©by Su

*Damals vor langer Zeit*
Das kleine Mädchen
spielt
draußen im Garten
ganz selbstvergessen
buddelt es im Sandkasten
backt schöne Kuchen
schmückt sie mit Blumen
dort ist sie
in ihrer eigenen
kleinen heilen Welt
sieht nicht
das der Onkel
sich anschleicht
sieht nicht
seinen gierigen Blick
ahnt nichts
von seinen Gedanken
kann ja nicht wissen
das er ihr wehtun will
dann hebt sie den Kopf
sieht ihren Onkel
und lächelt sogar
ganz ohne zögern
nimmt sie
nun sein Hand
und geht mit ihm
in das Haus hinein
was dort dann geschehen
weiß außer dem Mädchen
und ihrer Puppe
niemand genau
lange ist
das Geschehen nun her
der Onkel gestorben
das Mädchen ist groß
sie hat sich verschlossen
sagt nicht einen Ton
nur ihre Seele
schreit es
Nacht für Nacht
heraus was
geschehen ist
damals
vor langer Zeit
©by Su

*Ein Novembertag*
Wie gepudert
war die Landschaft
heute früh
der erste Frost hatte
über Nacht
alles fein säuberlich überzogen
den letzten Blumen und Blättern
seinen tödlichen Kuss
aufgehaucht
Autos mit Eisrosen bedeckt
am Mittag nun
fängt es an zu schneien
ganz sacht und leise
tanzen kleinste Flöckchen
durch die Luft quer durcheinander
wohl wissend
wenn sie zu Boden sinken
das ihr Dasein ein Ende hat
©by Su

*Worte*
Leiden
Wut
Vergangenheit
All das sind nur Worte
doch
wer einmal sie erlebt
der wird wissen
wie diese sie erdrückt
Hoffnung
Freude
und auch Liebe
auch das sind nichts
als ein paar Worte
doch
wer einmal hat
durch sie gelitten
der wird wissen
das es
Schmerzen
durch sie gibt!!
©by Su

*warum……*
warum -
nur kommen sie immer wieder?
Warum -
sehe ich sie jede Nacht?
Warum -
werden sie immer klarer?
Warum -
verfolgen sie mich?
Warum -
hört es nicht auf mich zu quälen?
Warum -
bekomm ich immer wieder Angst?
Angst
vor den Bildern der schrecklichen Zeit?
Muss ich das alles noch mal erleben?
war es nicht genug
das Kind zu quälen?
warum
jetzt auch noch einmal die Frau?
Hab ich
nicht schon genug gelitten
fast ein ganzes Leben lang!
Können die Bilder
nicht endlich verblassen
und mir meinen Frieden lassen?
©by Su

*Talfahrt*
Draußen
scheint die Sonne
alles um mich
ist fröhlich und lacht,
wollten alle
das ich hätte mitgemacht,
doch in meinem Inneren
herrscht im Moment
wieder Chaos
-Werde ich es jemals wieder los?
Kann ich auch
wieder so lachen
und mit euch
meine Späße machen?
Oder
wird die Talfahrt
meiner Gefühle
niemals enden?
Wird sich das Blatt
auch für mich
noch mal wenden?
©by Su

*Gedanken*
Tausend Gedanken
geistern durch meinen Kopf
sind nicht zu fassen ….
sie bahnen
sich ihren Weg
immer wieder
versuchen
mich zu beherrschen
und machen mich nieder
keine Sekunde
lassen sie mich aus den Augen
sind immer da
wollen sich im mir festsaugen
mir ist
das Lachen vergangen
fühle mich
wie gefangen
suche den Weg
aus der Hölle
doch finde ihn nicht
ein zynisches Lachen
ein trauriger Blick
den Weg aus der Hölle
ich
finde ihn nicht!
©by Su

*Diese Angst*
Auf meinen Lippen
formt sich
- lang geübt -
ein Lächeln
die Angst in mir
blüht still
für Fremde
gut verborgen
nur in der Nacht
wenn ich allein bin
tobt sie
laut
und frisst
mich von innen her auf
dann bin ich wieder
ganz das kleine Kind
das weint
und sich fürchtet
vor den Schatten
der Vergangenheit.
©by Su

*Schmetterling*
Schmetterling
mit samtig
glänzenden
Flügeln
flatterst
du
grazil
über mir
und
gibst mir
ein Gefühl
von Leben
und
Freiheit
© by Su

*Verbotene Gefühle*
Ich spiel im Moment
ein gefährliches Spiel
weil ich einem Mann
nicht sage
das ich ihn
nicht lieben kann
denn meine Liebe
gehört
einem anderen
dem ich sehr viel verdank
er war für mich da
als alles um mich herum
in Trümmern lag
er liebt mich von Herzen
das weiß ich sehr wohl
wieso sollt ich also
diese Liebe mit Füssen treten
der Mann erzählt mir
schöne Worte
und ich gestehe;
ich hab ihn sehr gern
wie soll ich ihm sagen
das meine Liebe
einem anderen gehört
bevor seine Liebe
noch stärker
und sein Herz anfängt
zu schmerzen
ich will nicht verletzten
aber muss ich es tun
und ihm doch sagen
das meine Gefühle
einem andern gehören
© by Su

*Hunger nach Dir*
Hunger nach Liebe
treibt mich in Deine Nähe
Hunger nach Zärtlichkeit
führt mich in Deine Arme
Hunger nach Dir
lässt mich jedes Mal erzittern
wenn ich
an Dich denke
Dann endlich
bist Du wieder da
und ich kann
all meinen Hunger
stillen an Dir
gefangen in Deiner Liebe
werde ich
endlich satt
©by Su

*Regenbogen*
Ich male Dir
einen Regenbogen
mit all seinen
leuchtenden Farben
Rot für die Liebe
Grün für die Treue
Blau für die Hoffung
Gelb für das Glück
und all seine anderen
glitzernden Farben
für die Zuversicht
© by Su

*Dunkelheit*
Dunkelheit baut sich
vor mir auf
wieder mit großen
schwarzen Wänden
will es nicht zulassen
das sie Herr
meiner Gefühle wird
versuche die Dunkelheit
zur Seite zu schieben
und denke an die vielen
hellen Stunden
die es inzwischen
bei mir gibt
merke
wie in mir
die Dunkelheit
langsam
Stück für Stück
weicht
und die Helligkeit
in meinem innersten
Platz nimmt!
© by Su

*Ich denke an dich*
Oft bin ich
in Gedanken bei Dir
frage mich dann
was du jetzt wohl tust
bist du auch genauso
einsam wie ich
sind deine Gedanken
jetzt auch wohl bei mir
ich sehe hinauf in den Himmel
Sterne und ein halber Mond
schauen mich an
leise spielt der Abendwind
mit meinem Haar
und ich fühle mich
dir plötzlich so nah
als würde eine Stimme vom Mond
zu mir flüstern:
Bin ich auch wieder einmal
weit von dir fort
so sehe ich doch
die gleichen Sterne
und den gleichen Mond
wie du
jeden Abend bin auch ich
in Gedanken bei Dir
um dann endlich
am Wochenende
wenn ich wieder daheim
glücklich mit dir zu sein
© by Su 21.10.2004
*Gefühlschaos*
Wie oft
herrscht es in mir
dieses Gefühlschaos
wie oft
komme ich
einfach nicht
von diesen
schlimmen Gedanken los
wie oft
überraschen sie mich
fallen einfach
über mich her
wie oft
und ich weiß
nicht einmal warum
sind sie plötzlich
wieder da
wie oft
muss ich das noch ertragen
geht das etwa
mein ganzes Leben lang?
© by Su

*Angst*
Angst nimmt
meine Seele
gefangen
wenn
die Gedanken
übermächtig sind
will entfliehen
aus diesem
Gefängnis
doch finde
den Schlüssel
ich nicht
© by Su

*Gedankensplitter*
Gedanken aus Leidenszeiten
schwirren
durch meinen Kopf
setzen sich wieder fest
bohren sich
tief in meine Seele
und tun mir weh
rauben mir meinen Schlaf
beschäftigen mich sehr
geben keine Ruhe
und lassen mich zweifeln
es ging mir doch
schon so gut
und ich konnte
auch wieder lachen
jetzt ritzen die Gedanken
mit ihren Splittern
wieder
tiefe Wunden
in mein Innerstes
lassen den blauen Himmel
grau werden
und meine Seele bluten.
© by Su

*Schwere Ketten*
Wie eine
schwere Kette
windet
sich die Angst
um meinen
Körper
versucht mich
zu erdrücken
nimmt mir
meine Luft
und lässt
mich wieder
zum
Opfer werden
noch kann ich
mich nicht befreien
noch fehlt mir
jegliche Kraft
doch dank
lieber Freunde
fasse ich
wieder Mut
und werde
dann eines Tages
vielleicht
die Kraft besitzen
um die
Ketten zu sprengen
© by Su

Liebe
Hoffnung
Zuversicht
Glück
Gesundheit
Energie
fließen
in dem großen Strom
des Lebens
vereinen sich dort
und geben uns
die Kraft
Hass
Schicksal
Intrige
Eitelkeit
Kummer
und
Sorgen
zu
ertragen
und zu
Überleben
alles im Kreislauf
unseres
Daseins
© by Su

*Sehnsucht*
Meine Sehnsucht
nach dem Meer
ist genauso stark
wie meine Sehnsucht
nach dir
vermisse den Wind
der mich
wie eine sanfte Umarmung
umfängt
genauso wie ich
deine Umarmung
vermisse
wenn du
nicht bei mir bist.
© by Su1.11.2004

*Wenn…*
Wenn aus Sandburgen
Schlösser werden
und aus Hexen
Feen werden,
wenn aus Elefanten
Mäuse werden
und aus Fröschen
Prinzen werden,
wenn aus Teufeln
Engel werden
und wenn Flüsse
aufwärts fließen
dann erst
wird sich die Hölle
öffnen
und ich
das Licht sehen.
[c]by Su 1.11.2004

*Ostseewind*
Sanftes Rauschen der Wellen
das Gefühl von weichem Sand
unter meinen Füßen
den salzigen Geschmack
des Meeres auf meinen Lippen spüren
genießen wie der Wind
mein Haar zerzaust
einfach nur ICH sein
abstreifen
aller schlimmen Gedanken
die mich quälen
diese dem Ostseewind mitgeben
merken wir die Last leichter wird
und ich besser durchatmen kann.
© by Su1.11.2004

Besuch bei meiner Freundin
Früh schon
bin ich aufgewacht
und habe doch so
bei mir gedacht:
Werd nun wach
und steh schnell mal auf,
denn jetzt sind wir
schon mal hier
wer weiß
wann das wieder sein wird.
Möchte doch jede Minute
die wir haben bei ihr genießen
denn wenn wir uns
wieder sehen
werden wohl schon
die Blumen sprießen
haben doch immer
so viel zu reden
und statt nur Telefon
können wir uns
dabei jetzt auch noch sehen
Das schönste aber finde ich:
Wenn uns auch oft hunderte
von Kilometern trennen
so dürfen wir uns
trotzdem
beste Freundinnen nennen.
© by Su

*Lebe!*
Lebe im Heute
genieße den Tag
was gestern gewesen
soll vergessen sein
was Morgen kommt
erwarte mit Spannung
denn was
nutzen dir Gedanken
an die Zukunft
und
an die Vergangenheit
wenn du nicht
im Heute
leben kannst
© by Su

*Schutzengel*
Am Fenster
in der Dunkelheit
ein Glitzern
wie Goldstaub
nur
einen Wimpernschlag lang
als wäre ein Engel dort
gesessen
mir wieder seine
Allgegenwärtigkeit
bewusst
werden zulassen
mir zu vermitteln
das er immer
da ist für mich
das ich
keine Angst haben muss
und er auf mich aufpasst
egal was da kommt.
© by Su

*Schlittenfahrt*
Kaum war der erste Schnee gefallen
zog es uns Kinder schon hinaus
gerade aus der Schule gekommen
Essen, Hausaufgaben jetzt egal
nur Schlittenfahren war jetzt wichtig
schnell den Schlitten aus dem Keller
draußen warteten schon die Freunde
auf den Hügel hinter der Schule
wollten wir ihn einweihen
Mutter rief noch: Gebt Acht
Ihr wisst, unten fließt ein kleiner Bach
uns Kindern war das egal
wir wollten nur Schlitten fahren, ist doch klar
kaum waren wir auf dem Hügel
ging es richtig los
schnell auf den Schlitten geschwungen
huiiii .. hinab ging es wie der Wind
kurz vor dem Bach wurde gebremst
wären wir im Wasser gelandet
hätte der ganze Spaß
ein vorzeitiges Ende gehabt
denn
wir wollten Schlitten fahren
und nicht baden gehen.
© by Su


