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Apachen 

Seit dem 13. Jahrhundert verließen viele Indianerstämme den hohen Norden Alaskas,
und wanderten durch Kanada und über die Prärien Nordamerikas nach Süden,
in die damaligen Gebiete der amerikanisch-mexikanischen Grenze.
Hier teilten sie sich in verschiedene Gruppen auf. In die westlichen Gruppen,
zu denen die Cibecue, Tonto, Mimbreno und die Coyotero gehörten,
und in die östlichen Gruppen wie die Jicarilla, Lipan, Kiowa-Apachen,
Chiricahua und Mescalero. Diese Stämme gehörten der Sprachfamilie der Athapasken an,
die auch heute noch in Alaska zu finden sind.
Der Süden war aber nicht das eigentliche Ziel der Athapasken. Sie wurden vielmehr von den Stämmen,
die sie beraubt und deren Land sie bei ihrer Durchwanderung verwüstet hatten, in dieses Gebiet gedrängt.
Sie lebten Anfangs aber auch hier nicht von der Jagd, dem Fischfang oder dem Ackerbau,
sondern ausschließlich von Überfällen auf die Pueblo-Indianer, von denen sie schließlich den Ackerbau erlernten.
Da die Athapasken aber bei der Landwirtschaft von den Jahreszeiten abhängig waren,
konnten sie bis zur Ernte nicht weiter ziehen. So gewöhnten sie sich daran, sesshaft zu werden.
Die Pueblo-Indianer waren es auch, die den Athapasken den wohl bekannteren Namen gaben.
Sie nannten sie "apachu" was " Feinde " bedeutet.
Die Spanier machten schließlich daraus das Wort " Apaches ".
Die Heimat der Apachen lag zwischen den Bergen und Wüsten im Westen des heutigen Texas,
teilweise in New Mexico und Arizona und auf einem Streifen von Nordmexiko entlang
der heutigen Grenze zu den Vereinigten Staaten.
Der Name "Apache" bedeuted "Feind"
Die Apachen überfielen die PuebloVölker und andere Nationen,
welche im Südwesten lebten und trieben Handel;
die meisten von ihnen lebten halbnomadisch, jagten Wild,
sammelten die Bohnen des Mesquitstrauchs,
Wacholderbeeren, Eicheln, Agavenblätter und Peyotl und hatten Siedlungen aus kreisförmigen,
gedeckten Wickiups aus Pappel,
Weiden oder Mesquitstangen, die mit Yuccafasern umwunden und mit Bürsten
oder Bärengras bedeckt wurden.
Bevor Amerika 1848 von Mexiko den Südwesten erwarb,
wurden die Apachen von spanischen und mexikanischen Sklavenfängern gejagt.
Zur Verteidigung führten sie einen unbarmherzigen Guerilla-Krieg gegen die Weißen.
Sie waren außerordentlich tapfer, widerstandsfähig und Feinden gegenüber extrem grausam;
oft legten sie weite Entfernungen zurück,
um Ranches und Siedlungen zu plündern oder Vieh zu stehlen.
Im Gegenzug bekämpften sie ihre
Feinde  gnadenlos wegen ihrer Skalps, die in Mexiko hohe Preise erzielten,
und um Gefangene zu machen,
die sie als Sklaven verkaufen konnten.
Als der Südwesten in die Hände der Amerikaner überging,
waren die Apachen anfangs freundlich zu ihnen,
aber die zunehmende Bedrohung ihrer Gebiete durch Goldgräber,
Viezüchter und amerikanische Soldaten machte sie zu Feinden.
Gegen Ende der 1850er Jahre hatten die Amerikaner die Mexikaner als die Hauptfeinde der Apachen ersetzt.
Bei Ausbruch des Bürgerkriegs wurden die im Osten benötigten Truppen aus dem Land der Apachen abgezogen.
Die amerikanischen Forts in der Region wurden evakuiert und niedergebrannt,
und die Postkutschenlinie nach Kalifornien,
die durch Texas das zu den Südstaaten gehörte und das Land der Apachen verlief,
wurde weiter nach
Norden durch sicheres Nordstaatengebiet verlegt.
Da die Apachen glaubten, ihr mutiger Einsatz für ihr Gebiet habe die Soldaten und Postkutschen vertrieben,
begingen einige Gruppen immer mehr Überfälle auf Siedler und Reisende in der Hoffnung,
 alle Fremden von ihrem Territorium zu verjagen.
Im Juni 1862 stießen sie mit Colonel James H. Carleton zusammen, einem Nordstaaten-Offizier;
er führte eine Kolonne von Freiwilligen von Südkalifornien zum Rio Grande,
die sich an einem Angriff auf die Konföderierten beteiligen sollten, und machte unterwegs in Tuscon halt,
von wo er drei Kuriere zu den NordstaatenTruppen in New Mexico vorausschickte,
um ihnen die Verstärkung anzukündigen.
Bei Apache Pass, einem felsigen Engpaß östlich von Tuscon,
griffen Indianer die drei Reiter an und töteten zwei von ihnen;
der dritte wurde sechzig Kilometer gejagt, bis er entkommen konnte.
Die Angreifer gehörten zu einer Gruppe von Chiricahua-Apachen, die sich
Chookanén nannten und dem charismatischen Häuptling Cochise folgten.
Anfangs war Cochise den Amerikanern gegenüber einer der am wenigsten feindseligen Apachen-Anführer gewesen.  

Er hatte gestattet, daß Kutschen durch das Land seines Volkes fuhren und die Reisenden,
die Mitarbeiter der Poststation und ihre Tiere die Quelle am Paß benutzten;
außerdem hatte er die Poststation am Apache Pass mit Brennholz beliefert.
Doch Anfang 1861, eineinhalb Jahre vor dem Angriff auf Carletons Kuriere, hatte eine
Armee-Einheit unter der Führung des unerfahrenen Lieutenant George N. Bascom Cochise
zu einem unerbittlichen Feind der Amerikaner gemacht;
der Offizier hatte fälschlicherweise geglaubt,
Cochise sei an einem Überfall auf eine Ranch beteiligt gewesen,
bei der ein Junge gekidnappt und Tiere gestohlen worden waren,
und hatte ihn bei einer Versammlung verhaften lassen.
Cochise, dessen Volk nichts mit der Sache zu tun hatte, zog das Messer, befreite sich aus dem Zelt und floh in einem Kugelhagel, wobei er eine Verletzung am Bein davontrug.
Daraufhin ergriffen die Truppen andere Indianer, die auf Cochise gewartet hatten,
und erhängten sechs von ihnen, darunter Cochises Bruder und zwei seiner Neffen.Cochise war voller Trauer und Zorn. " Am Ende ", sagte er später zu den Weißen," haben eure Soldaten mir ein großes Unrecht zugefügt, und ich und mein Volk zogen in den Krieg gegen sie..." Doch die Attacken der Chiricahua gegen Carleton fanden damit 1862 noch kein Ende. Eine Woche nach dem Mord an den beiden Kurieren töteten sie drei Reiter eines Spähtrupps, den Carleton ausgeschickt hatte. Und wiedereinige Wochen später führten sie Carletons großen Voraustrupp in Apache Pass in einen Hinterhalt und töteten in einer zwei Tage dauernden Schlacht mehrere Soldaten. Erst die Haubitzen der Soldaten, die viele Verwundete und Tote unter den Indianern forderte, zwangen die Apachen zum Rückzug. Unter den Verwundeten war auch Cochises Schwiegervater Mangas Coloradas, der Häuptling der Mimbreño-Apachen,einer Untergruppe der Chiricahua. Carleton errichtete Fort Bowie, um die Route durch Apache Pass und die dortige Quelle zu sichern, und setzte dann seinen Marsch zum Rio Grande fort. Dort mußte er feststellen, daß die konföderierten Soldaten sich nach Texas zurückgezogen hatten. Nun befehligte Carleton die Nordstaaten-Truppen in New Mexico, doch es gab keine gegnerische Armee mehr, die er bekämpfen konnte. Deshalb begann er einen unbarmherzigen Feldzug gegen die verschiedenen Apachenstämme,
für den er an seine Offiziere den Befehl augab:" Mit den Indianern dürfen keine Verhandlungen oder Gespräche stattfinden.
Die Männer sind an Ort und Stelle zu töten. Die Frauen und Kinder können gefangengenommen werden..." Im Januar 1863 hörte Carleton von Bodenschätzen im Land von Mangas Coloradas´ MimbreñoGruppe
und schickte eine Einheit seiner kalifornischen Freiwilligen als Kundschafter dorthin;
sie wurden angeführt von General
Joseph R. West, einem brutalen Indianerhasser, der in Friedenszeiten Zeitungsherausgeber war.
Unter dem Vorwand, unter einer weißen Flagge mit ihm sprechen zu wollen,
lockte er den über 60jährigen, imposanten, mehr als
1,80 Meter großen Häuptling aus seinem Lager und ließ ihn mit vorgehaltenem Gewehr festnehmen.
Ein Goldsucher im Lager beobachtete, wie die Wachen Mangas Coloradas in der Nacht ermordeten.
Zuerst folterten sie ihn,
indem sie seine Beine und Füße mit ihren im Lagerfeuer erhitzten Bajonetten verbrannten,
und erschossen ihn erst, als er vor Schmerzen zuckte.
Am Morgen behaupteten die Soldaten,
der Apachen-Häuptling habe einen Fluchtversuch unternommen und warfen seine Leiche in einen seichten Tümpel.
Später trennten sie den Kopf ab und kochten ihn in einem großen schwarzen Kessel,
um die Haut und das Fleisch abzulösen.
Dann wurde der Schädel in den Osten geschickt, wo Wissenschaftler feststellten,
daß seine Gehirnschale größer war als die von
Daniel Webster, und schließlich landete er in einem Schaukasten in der Smithsonian Institution in Washington.
Für die Apachen war das Enthaupten weitaus schlimmer als der Tod,
denn es bedeutete, daß der Körper verstümmelt
in die Ewigkeit eingehen mußte.
Nach Mangas´ Tod wollte West alle Mimbreño ausrotten und lud zu diesem Zweck
sogar eine Gruppe zu einem Friedensfest ein,
auf die er dann das Feuer eröffnete und sie abmetzelte. Dennoch erreichte er sein Ziel nicht.
Die Apachen setzten sich mit vermehrten Überfällen auf die Weißen zur Wehr. In den Kriegen,
die in den nächsten zwei Jahrzehnten folgten,
traten neue Indianerführer hervor und wurden zur Legende: Cochise, Eskiminzin, Juh,
Victorio, Nana, Chato, Nachez, Loco, Chihuahua, Geronimo.
Der Widerstand der Apachen steigerte den Haß der Weißen im Südwesten auf die Indianer.
1871 überfiel ein Mob von Totschlägern im Auftrag der Bürger von Tuscon eine unbewaffnete
Siedlung von Eskiminzins Apachen,
die unter den Augen des Militärkommandeurs friedlich in Camp Grant in Arizona lebten, und
ermordeten, vergewaltigten und verstümmelten 144 hilflose Menschen, darunter waren nur 3 Männer.
Ein Geschworenengericht befand später niemand für schuldig.
Cochise, der durch den Bau von Fort Bowie vom Apache Pass vertrieben worden war,
lebte inzwischen in den felsigen Dragoon Mountainsim Südwesten Arizonas in einem gut vergorgenen Schlupfwinkel,
von dem sich das Tal nach Osten zum Paß hin überblicken ließ.
Kavalleristen unter General George Crook durchkämmten die Dragoon Mountains,
doch Cochises Chiricahua konnten sie mit Guerillataktiken abwehren und ihnen in dem unwegsamen Gelände entkommen.
1872 brachte Tom Jeffords, ein früherer Postkutscher und Goldsucher,
der sich mit Cochise angefreundet hatte und bei den Indianern als Taglito ( Red Beard ) bekannt war,
General O. O. Howard der später Chief Joseph
bekämpfen würde mit Einwilligung der Indianer zu Friedensgesprächen in Cochises Versteck.
Der tödlich erkrankte Häuptling rang Howard das Versprechen ab,
daß seine Leute nach Apache Pass zurückkehren und in Frieden
in ihrer Heimat leben durften.
Doch bevor er die Waffen niederlegte, verlangte er von Howard eine Garantie,
daß dieser sein Versprechen halten würde.
Howard willigte in Cochises Bedingungen ein, doch wie der
Apachen-Häuptling geahnt hatte, war das Versprechen des Generals mit Cochises Tod 1874 vergessen,
und die Indianer konnten nie in das Land um den Apache Pass zurückkehren.
Sein Sohn Taza folgte Cochise als Häuptling
der Chiricahua, doch die treibende Kraft hinter dem fortdauernden Widerstand der Chiricahua war nun
eigentlich ein Medizinmann der Bedonkohe-Apachen.

Hier leben die Apachen heute.

Die Apache bilden mit den Navajo die südliche Gruppe der Na-Dene Sprachgruppe.  Im 17. Jahrhundert wurden sie von den Spaniern in folgende Gruppen eingeteilt: Faroans, Llaneros, Palomas und andere. Später unterschied man Kiowa-Apache, Lipan, Jicarilla, Pinal, Gila, Tonto, Mescalero, Arivaipa, Chiricahua, Coyotero, Mimbreno, San Carlos, Sierra Blanca, Mohave-Apache und Yavapai-Apache. Heute unterscheidet man zwischen den Östlichen und Westlichen Apache, wobei die westlichen die Stämme in Arizona sind und alle anderen zu den östlichen gehören. 
 
 

Untergruppe: Reservat/Bundesstaat:
Apache Tribe of Oklahoma (Naishan Apache) Anadarko Oklahoma
Ft. Sill Apache Tribe (Chiricahua) Apache, Oklahoma
Mescalero Apache Tribe (Mescalero, Chiricahua, Lipan) Mescalero, New Mexico
Jicarilla Apache Tribe Jicarilla, New Mexico
Camp Verde (Yavapai, Apache) Camp Verde, Arizona
Fort McDowell (Apache, Mojave, Yavapai) Ft. McDowell, Arizona
San Carlos Apache Tribe San Carlos, Arizona
White Mountain Apache Tribe Ft. Apache, Arizona
Tonto Apache Tribe Payson, Arizona

Camp Verde

Nördlich von Phoenix gelegen ist dieses Reservat die Heimat für über tausend Yavapai-Apache. Das Reservat wurde 1875 von Präsident Grant geschaffen und ist eine eine trockene Hochlandwüste, die aber durch den Verde River in der Nähe Baum- und Strauchbewuchs aufweist. Wie alle Stämme litten die Yavapai unter Massakern und einem 150 Meilen langen Fussmarsch in die San Carlos Reservation der Apachen, die sie bis 1901 wieder verlassen hatten und in ihre ursprünglichen Gebiete zurückkehrten.  Sie errinnern heute mit den "Exodus Days" an diese Vertreibung von 1875. In der Nähe des Reservats ist das Montezuma Castle National Monument, welches jedes Jahr von einer grossen Zahl von Touristen besucht wird. Die Yavapai leben heute in drei Reservaten. Neben dem Camp Verde Reservat  sind sie noch im Yavapai-Prescott und im Fort McDowell Reservat vertreten. Sie gehören mit den Havasupai und Hualapai zu den "Upland Yumans". Sie waren ursprünglich Sammler und Jäger. Sie lebten als Nachbarn der Apachen und waren für die Siedler teilweise nicht zu unterscheiden, darum nennt man sie auch oft Yavapai-Apache.   Nach anfänglichem Widerstand gegenüber den Weissen kam es 1872 zu einem Massaker an Yavapais in der Skeleton Cave, Arizona. Die überlebenden Yavapai wurden daraufhin gezwungen in Camp Verde zu leben, später aber in das San Carlos Apache Reservat umgesiedelt. Vor dort aus kehrten sie dann in ihre ursprünglichen Gebiete zurück und blieben dabei auch im Fort McDowell Reservat zurück und siedelten nahe der Stadt Prescott. 

Cocopah

Die Nachfahren eines Yuman Stammes der von Baja California einwanderte leben heute einige hundert des Cocopah Stammes entlang des Colorado Flusses nahe Yuma an der kalifornischen Grenze. Yuma ist eine der heissesten und staubigsten Gegenden der USA. Die Cocopah lebten in der unteren Colorado River Gegend seit ca. 2000 Jahren und mit dem Vertrag von Guadalupe Hidalgo von 1848 wurde ihr Stammesgebiet geteilt. Einige Familien lebten daraufhin in den USA, andere in Mexiko. 

Colorado River

Am Colorado Fluss im Westen von Arizona gelegen leben hier Mohave und Chemehuevi Stammesmitglieder. Seit dem zweiten Weltkrieg allerdings auch einige Hopi und Navajo. Da das Reservat am Fluss liegt wird es oft von weissen Freizeitsuchenden überrannt, die hier Jagen, Fischen und Motorbootfahren.

Fort Apache

Im Osten von Arizona gelegen ist dies eine der schönsten Gegenden im Südwesten. Viertausender, ausgedehnte Wälder und Seen bilden das Reservat. Ein Casino sorgt für Einnahmen neben der Forstwirtschaft und dem Tourismus. Der hier lebende White Mountain Apachen Stamm mit über 10.000 Mitgliedern betreibt Casinos, Hotels und eines der besten Skigebiete.  Für Fischen, Jagen, Wandern oder andere Tätigkeiten im Reservat braucht man eine Genehmigung vom Stamm. Das Kulturzentrum des Stammes liegt in mitten des historischen Fort Apache, welches von General Crook 1871 hier errichtet wurde. 

Fort McDowell

In diesem Reservat leben heute Yavapai, Mohave und Apachen. Die Einnahmen stammen aus einem Casino, das durch die räumliche Nähe zum Grossraum Phoenix regen Besuch hat.  Die hier lebenden Indianer mussten sich immer wieder gegen Versuche verteidigen sie ins nahe Salt River Reservat umzusiedeln. Vorallem die Yavapai im Reservat waren schon immer politisch aktiv. So verklagten sie den Staat 1948 um das Wahlrecht in Arizona und der U.S.A. zu erreichen.  Um 1950 sollte fast das gesamte Reservat durch den Bau des Orme Staudamms überflutet werden. Durch ihre politische Tätigkeit konnte schliesslich ein Alternativprojekt geschaffen werden und verhinderte so das Schlimmste für das Reservat. Schliesslich gab es auch 1984 Auseinandersetzungen als das FBI versuchte die Spielmaschinen aus dem Casino zu beschlagnahmen. 
 

Fort Yuma

Einige tausend Stammesmitglieder der Quechan, einem Yuman Stamm, leben entlang des Colorado Flusses südlich der Stadt Yuma. Dies ist ein Teil des angestammten Siedlungsgebietes des Stammes, wenn auch die fruchtbarsten Gebiete von weissen Farmern im Laufe der Zeit übernommen wurden. Die Quechan kontrollierten einen der wenigen Flussübergänge am Colorado und damit die Ost-West Routen der Spanier, Mexikaner und schliesslich der Amerikaner. Während der Stamm bis heute einen Teil seiner Einnahmen durch Farmen bestreitet, setzt er inzwischen auch auf Spielkasinos und Camper-Wohnparks.
 

Gila River

Heimat für über 10.000 Pima (Akimel O'odham) und Maricopa (Pee-Posh). Das Gebiet liegt direkt angrenzend an den Grossraum Phoenix und seinen Vororten Chandler und Ahwatukee. Dementsprechend günstig liegen dann auch die Casinos des Stammes, ein Industriegebiet und eine Rennstrecke. Entlang dem durchs Reservat führenden Highway I-10 liegt das Kulturzentrum des Stammes in dem man die Geschichte und die ursprünglichen Behausungen "Ki" und "Ramada" besichtigen kann. Auch hier handelt es sich um das ursprüngliche Siedlungsgebiet der Pima, die mit den Weissen für das Zurückdrängen der Apachen gekämpft hatten. Leider hat man ihnen über die Jahre das Wasser soweit abgegraben, dass der Stamm nicht mehr seiner urspünglichen Bebauung von Feldern nachkommen konnte und in die Armut abgetrieben wurde. Durch Eingreifen der Regierung konnte dieser Zustand teilweise wieder rückgängig gemacht werden. Von 1942 bis 1945 wurden im Reservat zusätzlich 13.000 japanische Amerikaner in Gefangenenlagern gehalten und sorgten so zusätzlich für eine Belastung der ohnehin spärlichen Wasservorkommen. Vereinzelt kann man heute noch sogenannte "Sandwich Houses" sehen, Häuser aus Lehm und Brettern, die ohne Wasser- und Elektrizitätsanschluss sind. Die grösste Ansiedlung, Sacaton, wird aber bestimmt durch die Reihen der von der Regierung gestellten Fertighäuser. 
Die Pima sind wahrscheinlich Nachkommen der prähistorischen Hohokam-Kultur, die dieses Gebiet bewässert haben und Ackerbau betrieben. Südlich des Reservats sieht man noch heute die Ruinen von Casa Grande (grosses Haus) zu denen die Pima heute freien Eintritt haben. Snaketown ist eine andere Siedlung aus der Hohokam-Kultur. Sie ist jedoch heute ein Friedhof und für nichteingeladene Weisse gesperrt.  Die Pima hatten schon früh Kontakt mit Weissen, als die spanischen Missionare im 16. Jahrhundert in ihr Gebiet kamen. Um 1840 zogen Soldaten und sogenannte "49ers" zu den Goldfeldern in California durch ihr Gebiet und brachten grundlegende Änderungen für den Lebensstil der Pima. Mit den Maricopa bildeten sie einen militärischen Verbund um Weisse vor Angriffen anderer Indianerstämme, wie den Apachen, zu schützen. 
Die Maricopa gehören zu den kleinsten Stämmen der U.S.A. mit ca. 800 Mitgliedern. Ein Teil von ihnen lebt im Nordwesten des Gila River Reservats ,ein anderer im nahen Salt River Reservat. Sie stammen von den Yuman Gruppen der Kavelchadom, Kahwan und Halyikwama ab. Die im Salt River Reservat lebenden Maricopa stammen von der Yuman Gruppe der Halchidhoma ab. Ursprünglich lebten sie am Colorado River. Sie wurden jedoch im Laufe der Zeit in Richtung des Gila Rivers abgedrängt.  Trotzdem sie heute friedlich mit den Pima in einem Reservat leben, bilden sie eigenständige Gemeinschaft. Pee-Posh Kultur und Bräuche werden heute in der Estrella Mountain Tanzgruppe am Leben gehalten. 
 

Havasupai

Das mit Sicherheit am spektakulärsten gelegene Reservat im Herzen des Grand Canyon. Es ist auch eines der am schwierigsten zu erreichenden Reservate, wenn man einmal vom Helikopterflug absieht. Stundenlanges Wandern ist erforderlich um in die Tiefen des Reservats abzusteigen. Einige hundert Stammesangehörige leben hier zurückgezogen vom Leben oberhalb des Canyonrandes. 
Die Havasupai sind Nachkommen der dreizehn Untergruppen der Pai. Ihr Reservat wurde 1880 gegründet und ihre ursprünglichen  Jagdgründe wurden immer wieder von Minengesellschaften, Viehzüchtern und anderen offiziellen Stellen der U.S. Regierung in Gefahr gebracht. 
 

Hopi

Zwar relativ gut erreichbar, aber als Weisser nicht unbedingt immer willkommen zeigt sich das Reservat der Hopi in mitten der Navajo Nation. 13 Hopi Dörfer liegen teilweise seit vielen hundert Jahren auf drei Mesas (flache und relativ steile Erhöhungen), welche Ausläufer der Black Mesa sind.  Wie schon die spektakuläre Lage ihrer Dörfer, so trotzen die Hopi seit Jahrhunderten dem Einfluss der Spanier, der Amerikaner und nun auch der Touristen. Hopi Kunst, wie Kachina-Schnitzereien, Silberschmuck und Töpferei gehören zu der angesehensten und teuersten Kunst im Land. Sehenswert sind auch die Kachina Tänze die während des ganzen Jahres stattfinden. Da es sich hier um religiöse Zeremonien handelt ist dementsprechendes Verhalten seitens der Zuschauer dringend erforderlich. 
Hopi Dörfer werden zum grossen Teil unabhängig von der Stammesregierung verwaltet. Schon in der Vergangenheit kam es zu Streitigkeiten zwischen den Dörfern bzw. sogar zur Teilung bzw. zur Neugründung von Dörfern. So gründeten sich 1906 nach einem Streit die Dörfer Hotelvilla, Bacabi und New Oraibi (Kyakotsmovi) aus dem ursprünglichen Dorf Oraibi, welches auf der dritten Mesa liegt. Heute gibt es zwei Lager unter den Stammesmitgliedern. Die Traditionalisten, die für die Beibehaltung überlieferter Werte und Gesetze stehen und die Progressiven, die sich für eine Öffnung der Kultur und Lebensweisen einsetzen. 
Streit gab es auch seit langem zwischen Hopis und Navajos bezüglich dem Grenzverlauf und Siedlungsverhalten im 1882 gegründeten Reservats. Dabei kam es zu einer der grössten Umsiedlungsaktion und jahrelangen gerichtlichen Auseinandersetzungen.  Um die Zwangsumsiedlung von Navajos durchzusetzen war es den auf der "falschen" Seite des Reservats lebenden Navajos zum Beispiel nicht erlaubt ihre Lehm- oder Holzhäuser (hogans) nach strengen Wintern oder Regenfällen auszubessern oder neue Häuser zu bauen. 
 

Hualapai

Ein paar tausend Hualapai leben hier am Rande des Grand Canyons neben ihren Nachbarn, den Havasupai's. Ebenso abgelegen, aber nicht so schwierig zu erreichen, ist das Reservat im Norden von Arizona ein Ort der Viehzucht, Forstwirtschaft und des Tourismus. Eine gute Addresse für Wildwasserfreunde. Durch die abgeschiedene Lage, entlang der bekannten U.S. Route 66, haben die Hualapai mit teilweise 80% Arbeitslosigkeit und bis zu 80 km langen Schulwegen zu kämpfen. 
Die Hualapai, oder Walapai, gehören zur Pai Gruppe der Yuman Sprachgruppe. Aus den einstigen Jägern und Sammlern wurden mitte des 19. Jahrhunderts billige Minenarbeiter. 1896 war die traditionelle Lebensform des Stammes zerstört.   Nach einigen Kriegen wurden die Hualapai für zwei Jahre im Colorado River Reservat untergebracht, jedoch wurde 1883 das gegenwärtige Reservat gegründet. 
 

Kaibab Paiute

Das nördlichste Reservat von Arizona, an der Grenze zu Utah und durch die Umgehung des Grand Canyons eines der am entferntest liegenden Gebiete. Ein paar Hundert Mitglieder der Kaibab Paiute, einer Untergruppe der Paiute leben hier. 

Navajo

Immer grösser wird die Navajo Nation platzmässig und mitgliedermässig. Auf die 300.000 zugehend ist dies einer der mitgliederstärksten Stämme der U.S.A. Das Reservat ist das grösste in der U.S.A. und erstreckt sich von Arizona über Utah und New Mexiko. Ebenso unterschiedlich sind die Landschaften im Reservat, welche Wüsten, Berge, Canyons, Wälder und Seen einbeziehen. Eine Reihe von Naturschönheiten und Veranstaltungen lohnen einen ausgedehnten Besuch im Land der Dine, wie sich die Navajo in ihrer weitverbreiteten Sprache selbst nennen. Navajo's sind mir persönlich als einer der gastfreundlichsten Stämme in Erinnerung und ein Auseinandersetzen mit ihrer interessanten Geschichte und Kultur ist empfehlenswert. Das Lesen der dine bahane, der Entstehungsgeschichte des Stammes, hilft einem zum Verständis dieser Kultur.
 

Pascua-Yaqui

Etliche tausend Pascua Yaqui leben südlich und westlich von Tucson eingebettet in eindrucksvolle Berg - und Kakteenlandschaften, besonders berühmt für die nur hier vorkommende Kakteenart der Saguaros. Auch hier gibt es viele Verhaltensvorschriften, speziell während kultureller und religiöser Veranstaltungen, so zum Beispiel an Ostern. Die Heimat der Yaqui war ursprünglich in Sonora, Mexico, wo sie im 17. Jahrhundert auf 25.000 geschätzt wurden. Nach 1938 flohen fielen von ihnen über die Grenze nach Arizona. Dabei galten sie offiziell als Ausländer. 1978 unterzeichnete Präsident Jimmy Carter ein Gesetz welches ein von der U.S. Regierung anerkanntes Reservat schuf und es den Yaqui in der U.S.A. erlaubte Mitglieder des Stammes zu werden. Eine grössere Ansiedlung der Yaqui gibt es in Guadalupe, einem Vorort von Phoenix, der sich erst nach näherem Hinsehen als indianische Siedlung herausstellt. In seiner Nachbarschaft gibt es eines der grössten Einkaufszentren im Grossraum von Phoenix. 
 

Salt River

Der volle Name des Reservates ist Salt River Pima-Maricopa Indian Community und es liegt fast eingeschlossen von Vororten östlich der Metropole Phoenix.  Einige tausend Stammesmitglieder der Pima und Maricopa (siehe Gila River Reservat) leben hier und arbeiten meist in den Vororten von Phoenix. Der Stamm hat ausserdem Einnahmen durch das Leasing und Verkaufen von Land für Autobahnen, Einkaufszentren sowie die Aufnahme von Abfall der weissen Bevölkerung zu verzeichnen. Die "Pavilions" bilden mit einem 140 Acre grossen Einkaufszentrum das grösste kommerzielle Unternehmen, das je auf Indianerland gebaut wurde.  Keine besonders attraktive Gegend, aber Gastgeber des Red Mountain Eagle Pow Wow's  im November welches durchaus sehenswert ist. Im Osten des Reservats bietet man Freizeitbetätigungen wie Fischen oder Wildwassertouren an. 
Das Stammessymbol ist das sogenannte "Man in the Maze" und beschreibt die Windungen des Lebens und die Wahlmöglichkeiten seine Träume und Ziele zu verwirklichen bis man an seinem engültigen Punkt angekommen ist. 

San Carlos Apache

Eine sehr umstrittene Gegend für ein Indianerreservat welche in der Vergangenheit zu vielen Auseinandersetzungen zwischen Apachen und Armee geführt hat. Hier war Geromino eine kurze Zeit zuhause bis er wieder dieser Wüste in seine eigentliche Heimat im Süden entfloh. Weit über 10.000 Apachen leben hier in einer Mischung aus Berg und Wüstenlandschaft. Das Aufstauen des Gila Rivers (welches das Wasser für die Pima abgegraben hatte) zum San Carlos See, sorgt für Einnahmen aus Fremdenverkehr, Fischen, Jagen und Wandern. 

San Juan Southern Paiute

Wenn man dieses Reservat nicht kennt, verpasst man es fast. Es liegt mitten im Navajo Reservat bei Tuba City im Westen der Navajo Nation. Die San Juan Southern Paiute lebten hier seit Jahrhunderten und wurden beim Aufteilen des Reservats für Navajos und Hopis fast vergessen.  Der Stamm wurde erst 1989 von der U.S. Regiergung anerkannt. Bekannt sind die San Juan Southern Paiute für ihre Korbflechtarbeiten.
 

Tohono O'Odham

Fast 20.000 Stammesmitglieder der Tohono O'Odham, früher auch als Papago bekannt, leben in einem riesigen Reservat an der mexikanischen Grenze im Süden von Arizona. Die Wüstenlandschaft mit hohen Temperaturen ist eingebettet in verschiedene bizarre Bergketten. Ausserhalb des Reservats, aber stammesmässig angeschlossen liegt die Mission San Xavier del Bac, die 1700 gegründet wurde und als weisse Taube der Wüste bekannt ist. Südwestlich von Tucson ist sie ein beliebtes Ausflugsziel. Ebenso zum Gebiet der Tohono O'Odham gehört das Gila Bend Reservat, welches 1882 gegründet wurde. Der Stamm ist ebenso wie der der Pima bekannt für seine künstlerischen Korbflechtarbeiten. 

Tonto Apache

Nur 85 Acres gross ist dieses Reservat erst 1972 ausserhalb von Payson, Arizona gegründet worden. Die Hauptattraktion ist das Stammescasino. Es gibt nur etwas über 100 Stammesmitglieder dieser Apachen Untergruppe. 

Yavapai-Prescott

1935 wurde dieses Gebiet zum Reservat erklärt nachdem sich die Yavapai im ursprünglichen Fort Whipple niederliessen. Der Stamm hatte bis 1988 eine interessante Regierung mit der Fortsetzung der traditionellen Führungsform. Die Witwe und schliesslich deren Töchter regierten den Stamm nach dem Tode von Häuptling Sam Jimulla weiter.
Etwas mehr als hundert Yavapai leben innerhalb der Stadtgrenzen von Prescott, Arizona in einer mit Niedrigwald bewachsenen und felsigen Berggegend im Herzen von Arizona. Hotel und Casino und Einkaufszentrum stellen die Haupteinnahmequellen dar.


 

 


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