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  Datum Mond Tier Pflanze Mineral Hüter des Geistes Farbe Elemente-Klan Ergänzungen
Nord 22. Dezember-
19.Januar
der Erderneuerung Schneegans Birke Quarz Waboose weiß Schildkröte Specht
Nord 20. Januar-
18. Februar
der Rast und der Reinigung Otter Zitterpappel Silber Waboose silber Schmetterling Stör
Nord 19. Februar-
20. März
der grossen Winde Puma Wegerich Türkis Waboose blaugrün Frosch Braunbär
Ost 21. März-
19. April
der Knospenden Bäume Roter Habicht Löwenzahn Feueropal Wabun gelb Donnervogel Rabe
Ost 20. April-
20. Mai
der Wiederkehrenden Frösche Biber Blaue Camasspflanze Chrysokoll Wabun blau Schildkröte Schlange
Ost 21. Mai-
20. Juni
der Maisaussaat Hirsch Schafgarbe Moosachat Wabun weiß+grün Schmetterling Wapiti
Süd 21. Juni-
22. Juli
der Kraftvollen Sonne Specht Heckenrose Karneol Shawnodese rosa Frosch Schneegans
Süd 23. Juli-
22. August
der Reifenden Beeren Stör Himbeere Granat & Eisen Shawnodese rot Donnervogel Otter
Süd 23. August-
22. September
der Ernte Braunbär Veilchen Amethyst Shawnodese purpur Schildkröte Puma
West 23. September-
23. Oktober
der Fliegenden Enten Rabe Königskerze Jaspis Mudjekeewis braun Schmetterling Roter Habicht
West 24. Oktober-
21. November
der Ersten Fröste Schlange Distel Kupfer & Malachite Mudjekeewis orange Frosch Biber
West 22. November-
21. Dezember
des Langen Schnees Wapiti Schwarzfichte Obsidian Mudjekeewis schwarz Donnervogel Hirsch

 

Falke/Roter Habicht

Würgfalke

Die Zeit des Erwachens

Mond der Knospenden Bäume

(Roter Habicht) 21. März —19. April

Jene, die während des Mondes der Knospenden Bäume, des ersten Mondes von Wabun des Ostens, geboren sind, haben den Feueropal als Totem im Reich der Mineralien, den Löwenzahn als Totem im Pflanzenreich und den Roten Habicht als Totem im Tierreich. Ihr Geburtsdatum fällt zwischen den 21. März und den 19. April, ihre Farbe ist gelb, und sie gehören dem Elementenklan der Donnervögel an.

Der Opal ist wie der Quarz eine Zusammensetzung aus Siliziumdioxyd unter einer Beimengung von Wasser. Man findet Opal in Sedimentgesteinen sowie in den Hohlräumen von vulkanischem Gestein eingeschlossen. Ebenso kommt er in der Umgebung von heißen Quellen vor und kann der mineralische Bestandteil in versteinertem Holz sein.
Der Opal kommt so gut wie in allen Farbschattierungen vor und hat einen glasigen bis wächsernen Glanz. Da der Opal porös ist, kann er sich leicht verfärben. Ebenso leicht kann er, oftmals ohne ersichtlichen Grund, zerspringen und hat die Tendenz, sein Wasser abzugeben. Feueropale, die mit kleinen, gleichmäßig verteilten Lichtstrahlen durchzogen sind, werden als Nadelfeueropale bezeichnet. Die Opale, die die normale quaderförmige Formation haben, heißen Harlekins und werden als die schönsten und seltensten Steine der Opalfamilie betrachtet.

Der Opal findet wie der Türkis seit frühesten Zeiten verschiedenartigste Verwendung. Er wurde früher als Symbol der Hoffnung betrachtet, und man sagte ihm nach, dass er seinen Träger unsichtbar machen könnte, wenn dieser nicht gesehen zu werden wünschte. Der Feueropal wurde aufgrund seines »Feuers«, das einem Sonnenauf- oder -untergang oder aber auch dem aufgehenden Mond ähneln kann, mit den Kräften von Sonne, Mond und Feuer in Verbindung gebracht.

Der Opal hat in Europa einen äußerst interessanten geschichtlichen Werdegang, innerhalb dessen ihm eben genannte Eigenschaften schon in frühester Zeit zugeschrieben wurden. In Rom wurde er als Edelstein des Adels bekannt, und es wird berichtet, dass er von einem römischen Senator so hoch geschätzt wurde, dass dieser es vorzog, eher ins Exil zu gehen, als dass er seinen Opal an Mark Antonius gegeben hätte, der ihn für Kleopatra begehrte. Opale befinden sich in den Kronjuwelen Frankreichs sowie im Besitz des Reichskabinetts von Wien.
Eine Geschichte, die in England verfasst wurde, stellte den Opal als einen Stein dar, dem unheilvolle Kräfte anhaften, was zum Anlass hatte, dass er von dieser Zeit an in englischsprachigen Ländern als Unglücksbote galt, bis er wieder in neuerer Zeit in Mode kam.

Opale kann man in fast allen Teilen der USA finden, obgleich jene, die als wirklich wertvoll gelten, ausschließlich im Nordwesten des Landes vorkommen. Ungarn, Mexiko und Australien sind die Länder der Welt, in denen es die meisten Opale gibt. Manche Gebiete haben Opale der verschiedensten Art anzubieten, aber in der Regel hat jedes Gebiet eine einzige Opalart mit einer besonderen Farbe, Feuer und Glanz. So stammen die meisten schwarzen Opale aus Australien, die milchigweißen bis durchsichtigen Steine hingegen vorwiegend aus Mexiko. Manche Opale verlieren ihr Feuer, wenn sie mit Wasser in Berührung kommen, während andere es verlieren, wenn sie aus dem Wasser entfernt werden. Lässt man einige durchsichtige Opalkiesel durch die Finger rieseln, muten sie wie ein wahrer Schauer von Sternschnuppen an.

Roter-Habicht-Menschen können häufig wie ihr Stein, sowohl im wörtlichen wie auch im übertragenen Sinne, in dem Umkreis von heißen Plätzen gefunden werden, an denen eine stete Spannung herrscht. Sie lieben die Sonne und die Wärme und begeben sich mit Vorliebe in Situationen, die von reger Aktivität geprägt sind und in denen ihre starken geistigen, physischen wie emotionalen Energien gefordert werden. Auch sind sie wie ihr Stein porös, und ihre Seelen können leicht getrübt werden, wenn sie sich mit den falschen Ideen oder Menschen zusammentun. Sie sind in der Regel aufgeschlossene Menschen, die sich für jede neue Idee oder Anschauung erwärmen können, und übernehmen manchmal Dinge, die sich im nachhinein als schädlich für sie erweisen. Wenn sie sich in den falschen Situationen befinden oder unter zu starker Anspannung stehen, können sie auch wie ihr Stein zerbrechen und die Lebenskraft verlieren, die ihnen für gewöhnlich ihr Feuer und Sprühen verleiht.

Roter-Habicht-Menschen können wie ihr Stein so beschaffen sein, dass in ihnen ohne Unterlass kleine Sprühfeuer von Energie glimmen, oder aber so, dass sie nur gelegentlich aufblitzen, wenn das Feuer der Lebenskraft in ihnen auflodert. Sie können jedoch auch jenen »Harlekinen« gleichen, in denen das stetig glühende Feuer einer regelmäßigen Feuerformation wohnt. Welche dieser drei Möglichkeiten auf sie zutrifft, hängt davon ab, wie gut sie es gelernt haben, das Feuer der Lebenskraft, die so schwerelos durch ihre Adern hindurchfließt, zu zügeln und zu nutzen. Es ist selten, auf einen Habicht-Menschen zu treffen, dem es gelungen ist, seine Energie so weit unter Kontrolle zu halten, dass sie ihm allzeit zur Verfügung steht. Dieser Typ des Habicht-Menschen ist für seine Umwelt von großem Wert, da er nicht nur in der Lage ist, neue Projekte ins Leben zu rufen, sondern diese auch mit Stärke seiner Energie am Leben erhalten kann.

Roter-Habicht-Menschen verkörpern oftmals wie ihr Stein ein Symbol der Hoffnung für jegliche neue Idee, die sich am Horizont zeigt. Sie sind Katalysatoren, die in der Lage sind, eine Idee in die Wirklichkeit umzusetzen. Sie haben wie ihr Stein eine direkte Verbindung zur Sonne und zum Feuer, was wiederum durch ihre Zugehörigkeit zum Klan der Donnervogel noch verstärkt wird. Ihre Verbindung zum Mond, der in diesem Fall ihre persönlichen Emotionen symbolisiert, bereitet ihnen weitaus mehr Schwierigkeiten, ist jedoch wesentlich für das erfolgreiche Erlernen, mit ihren eigenen Energien umzugehen. Das Feuer, das in Habicht-Menschen brennt, rührt von ihrer intensiven Gefühlswelt, die in der Regel stärker brennt als in anderen Menschen. Da sie jedoch Menschen sind, die eine Klarheit bevorzugen, fürchten sie häufig die Verworrenheit ihrer eigenen und fremder Gefühle.

Ihre Abstammung vom Mond der Knospenden Bäume, dem 1. Mond des Frühjahres, dem Mond des Äquinoktiums*, verhilft diesen Menschen zu einem weiteren Aufschwung auf der Energie-Ebene. Es ist der Mond, der eine der schnellsten Wachstums-Perioden für alle Kinder der Erde einleitet, und somit für die in diesem Zeichen Stehenden die Energie des schnellen Wachstums und der Veränderung mit sich bringt. Diese Tatsache trägt dazu bei, dass Roter-Habicht-Menschen eine augenscheinliche Anpassungsfähigkeit besitzen, die sich aber auch darin ausdrücken kann, dass sie mit rasender Geschwindigkeit von einer Anschauung oder einem Projekt zum anderen überwechseln.

Der Löwenzahn, das Pflanzen-Totem der Habicht-Menschen, wird den meisten Menschen wohlbekannt sein und in jenen Liebhabern von ebenmäßig sattgrünen Rasenflächen eine äußerst unangenehme Vorstellung wachrufen. Für jene, die ihn jedoch nicht kennen — der Löwenzahn ist eine glänzend-grüne Rosette von gezahnten Blättern, dessen Blüten-Stiel, der bis zu 15 oder mehr Zentimeter hoch wird, eine einzige gelbe Blüte trägt, die sich in eine weiße, flauschige Kugel verwandelt, wenn sich die Samen gebildet haben, eine Kugel, die mit einem einzigen Windstoß zerstäubt und sich davontragen lässt. Wurzel und Stiel der Pflanze scheiden eine milchige Flüssigkeit aus, wenn sie verletzt werden. Während offiziell nur die Wurzel als der heilwirksame Teil der Pflanze gilt, ist in Wirklichkeit doch die gesamte Pflanze von großem Nutzen.

Gärtner sollten, anstatt den Löwenzahn mit Giften zu vernichten, warten, bis er in Blüte steht, um ihn dann samt Wurzel und allem aus dem Erdreich zu entfernen. Die Wurzel kann getrocknet als Kaffee-Ersatz oder Kräutermedizin verwendet werden, während die Blätter gekocht ein ausgezeichnetes Wildgemüse ergeben. Die Blätter schmecken, besonders wenn sie älter sind, etwas bitter und haben eine leicht betäubende Wirkung. Man bereitet sie am besten so zu, indem man sie vor dem Kochen etwa eine halbe Stunde in Salzwasser einweicht oder sie in mehreren Wasserbädern weichkocht, wobei man das vorhergehende immer wegschüttet. Löwenzahnblätter besitzen etwa siebenmal soviel Vitamin A pro Gramm wie Karotten oder Salat, plus einer ausreichenden Menge von Vitamin B, C und G sowie Kalzium, Phosphor, Eisen und natürliches Natrium, das blutreinigend und alkalisierend wirkt.

Naturheilkundige in vielen Kulturen dieser Welt benutzten die Löwenzahnwurzel als Tonikum, mit dessen Hilfe die ausscheidenden Organe des Körpers gereinigt und geöffnet werden können. Sie hilft auch, diese Organe und den Körper als solchen zu beruhigen und zu entspannen. Der Löwenzahn wurde auch als harntreibendes Mittel benutzt und um den Blutzuckerspiegel des Körpers auszugleichen. Manche eingeborenen Völker benutzten die Wurzel als Beruhigungsmittel.

Habicht-Menschen haben wie der Löwenzahn die Angewohnheit, überall aus dem Nichts aufzutauchen, da sie gewöhnlich von einem Projekt zum nächsten schwirren. Diese Angewohnheit lässt sie für Menschen, die Schwierigkeiten haben, mit deren Energiepegel zurechtzukommen, und die Vorteile nicht sehen, die Habicht-Menschen bei Dingen, die sie interessieren, ohne Zweifel bringen können, nicht gerade liebenswert erscheinen. Der gesamte Energiefluss der Habicht-Menschen kann wie alle Teile des Löwenzahns für Menschen sehr nützlich sein, die in der Lage sind, diese Energien umzusetzen und weiterzuleiten. Habicht-Menschen sind wie ihre Pflanzen eine Fundgrube von nützlichen Dingen für jene Menschen, die sich die Zeit nehmen, sie zu verstehen.

Habicht-Menschen haben die Begabung, dabei behilflich zu sein, die Dinge, Ideen und Menschen, mit denen sie in Berührung kommen, zu öffnen und zu reinigen. Da sie selbst so offen und direkt sind, enttäuscht es sie, bei anderen auf Unaufrichtigkeit oder Manipulation zu stoßen, und sie werden sich offen dazu äußern, wenn sie den Eindruck haben, dass diese Eigenschaften vorhanden sind. Habicht-Menschen sind aufrichtig und besitzen häufig den richtigen Blick für die Dinge und Geschehnisse ihrer Umwelt. Menschen, die ihnen zuhören, werden entdecken, dass sie ihnen den nötigen Anstoß geben können, die eigenen Gefühle und Gedanken zu offenbaren — und eine solche Offenbarung ist der erste Schritt zur inneren Reinigung und Befreiung von allen negativen Wesenszügen.

Habicht-Menschen können von der beruhigenden, entspannenden Wirkung des Löwenzahns profitieren, da sie sich oft sehr schwer tun, ihren Energiefluss zu dämmen, wenn die Arbeit des Tages einmal getan ist. Eine Mischung aus Löwenzahn und anderen Kräutern kann nützlich sein, um Blutstauungen im Kopf aufzulösen, von denen sie oft geplagt werden. Roter-Habicht-Menschen haben aufgrund ihrer Kopflastigkeit häufig Probleme mit Erkrankungen des Kopfbereichs. Sie neigen dazu, weit häufiger als andere Menschen, ihren Kopf »versehentlich« anzuschlagen, vielleicht weil sie allzu oft in Dinge hineinstürzen, ohne sich vorher die Zeit zu nehmen, diese zu überblicken.

In dieser Beziehung gleichen sie ihrem Tier-Totem, dem rotschwänzigen Habicht. Der rotschwänzige Habicht gehört der Gattung buteo an, was bedeutet, dass es sich um einen Habicht mit einer breiten Flügelspanne und einem fächerförmigen Schwanz handelt. Das ausgewachsene Tier dieser Gattung ist der einzige Habicht mit einem roten Schwanz. Es ist ein großer Vogel, der oft 60 Zentimeter lang wird und eine Flügelspannweite von bis zu 1,50 Meter erreicht. Noch nicht ausgewachsene Vögel haben einen braunen Körper mit braungemaserten Bauchpartien. Die Oberseite ihres Schwanzes ist braun und wird erst rot, wenn sie ausgewachsen sind, während die Unterseite mit waagerecht verlaufenden, braunen Querstreifen gezeichnet ist. Ausgewachsene Habichte haben eine helle Phase, in der Brust, Hals und Bauch weiß mit braunen Streifen sind. Während ihrer dunklen Phase sind sie am ganzen Körper bräunlichschwarz. Der breite, abgerundete Schwanz ist während beider Phasen rötlichbraun und hebt sich beim Fliegen deutlich ab.

Der rotschwänzige Habicht hat sehr zu Unrecht auch den Beinamen »Hühnerhabicht« bekommen, was viele Farmer in dem Glauben, dass er über ihr Geflügel herfiele, dazu veranlasst hat, ihn gedankenlos abzuknallen. In einer wissenschaftlichen Studie, die innerhalb des letzten Jahrzehntes durchgeführt wurde, wurde aufgedeckt, dass Geflügel nur etwa 10% der Ernährung eines Habichts ausmacht, welche sich zum größten Teil aus Mäusen, Maulwürfen, Eichhörnchen, Kaninchen und Insekten zusammensetzt. In dem Moment, wo der Habicht jedoch nahezu ausgerottet war, fielen Heerscharen von Nagetieren über die Ernten her — nur ein Beispiel für die ausgleichende Gerechtigkeit der Natur.

Der rotschwänzige Habicht scheint eine besondere Vorliebe für Klapperschlangen-Fleisch zu haben. Glücklicherweise sind die Beine des Habichts mit Schuppen bedeckt, was ihnen wirksamen Schutz gegen Schlangenbisse verleiht. Sie sind jedoch keineswegs immun gegen Schlangengift, wodurch sie manchmal, wenn sie ihrem Lieblingsfleisch nachstellen, mit der Rolle des Opfers vorliebnehmen müssen. Wenn Habichte eine Schlange greifen, reißen sie als erstes den Kopf ab, um sich gegen den tödlichen Biss zu schützen.

Rotschwänzige Habichte werden häufig von Krähen, Dohlen, Eulen, anderen Habichten und Singvögeln im Zuge territorialer Auseinandersetzungen angegriffen, aber diese Angriffe enden nur selten mit einer Verletzung oder gar mit dem Tod eines der Beteiligten. Man kann oft beobachten, wie kleinere Vögel Habichte und andere Raubvögel im Flug angreifen. In solchen Fällen haben die kleineren Vögel den eindeutigen Vorteil, schneller zu sein, und sie wissen nur allzu gut, dass sie nicht gefasst werden können, solange sie sich im Flug über ihrem großen Bruder befinden. Rotschwänzige Habichte können bis zu 14 Jahre alt werden. Sie nisten gewöhnlich in einem hohen Baum, Kaktus oder Yucca*2 oder in einem Felsvorsprung. Im Frühjahr legen sie 2 bis 3 weiße, hellbraun gesprenkelte Eier Beide Elternteile kümmern sich um die Aufzucht der Jungen und kehren oftmals über Jahre hinweg immer wieder an den gleichen Nistplatz zurück. Es gab früher im gesamten Gebiet der USA zahlreiche Habichtarten, heute findet man ihn jedoch hauptsächlich nur noch in den West-Staaten, in Mexiko und Kanada.

Rotschwänzige Habichte sind jedoch so anpassungsfähig, dass man sie auch heute noch in fast allen Teilen der Vereinigten Staaten findet. Im Flug hört sich ihre Stimme wie ein pfeifender Wasserkessel an — ein kehliges »skeeck«, aus der Nähe klingt es jedoch mehr wie »guhrunk«.
Rotschwänzige Habichte sind hervorragende Fliegen Sie segeln und kreisen über erstaunlich lange Zeiträume und verstellen dabei ihren Schwanz in einem besonderen Winkel zum Körper Es ist eine wahre Freude, sie an einem windigen Tag zu beobachten, wenn sie mit offensichtlichem Vergnügen auf den Luftböen dahinreiten. Sie können besonders in der Paarungszeit wahre Kunststücke vollführen, indem sie beispielsweise ihren Partner im Flug berühren oder sich mehrere tausend Fuß im Sturzflug fallen lassen.

Die rotschwänzigen Habichte sind zusammen mit dem Adler, dem großen Vogel des Ostens, Vögel mit besonderer Bedeutung für die eingeborenen Völker des amerikanischen Kontinents. Die Angehörigen der Pueblo-Gesellschaften bezeichneten sie als Rote Adler und schrieben ihnen wie dem Adler besondere Verbindungen zum Himmel und zur Sonne zu. Da sie in ihren hohen Flügen in der Lage sind, die Erde klar zu erkennen, wurden ihre Federn oftmals zu zeremoniellen Zwecken benutzt, um der Sonne und dem Schöpfer Gebete zu überbringen. Habicht-Federn wurden ebenso wie Adler-Federn in Heilungsritualen und in den Regenzeremonien des Südwestens benutzt. Auch heute noch finden sie Verwendung in den Zeremonien sowie in der Herstellung von Fächern und Tanzturnüren mancher Stämme. Die Ojibwa und andere Völker glaubten, dass der Klan des Rotschwänzigen Habichts einer der führenden Klans sei, und schrieben dessen Mitgliedern die Gaben von Besonnenheit und Voraussicht zu.

Manche Menschen, die während des Mondes der Knospenden Bäume geboren sind, sind wie der Rotschwänzige Habicht hochgewachsene Menschen — wenn nicht von Körper, so doch von Geist — und haben die Fähigkeit, ihre Flügel zu einer großen Spannweite auszubreiten. Roter-Habicht-Menschen sind wie ihr Totem Jäger, obgleich das Ziel ihrer Jagd neue Taten und Projekte, die es anzugehen gilt, sind sowie die Erforschung neuer Philosophien. Diese Menschen tendieren dazu, helle und dunkle Phasen zu durchleben. Während der ersteren sind sie freudig und offen für alles, was ihnen begegnet, wohingegen sie, in der letzteren sich befindend, sich in einsame Gefilde zurückziehen wollen, um das ausfindig zu machen, was ihnen die Welt so verquer erscheinen lässt.

Roter-Habicht-Menschen sind gewöhnlich furchtlose Wesen, die häufig dem, was sie als Klapperschlangen der Welt betrachten, ohne die geringste Rücksicht auf ihre eigene Sicherheit nachstellen. Wie bereits erwähnt, haben diese Menschen wenig Geduld mit Menschen, die ihnen heuchlerisch oder ungerecht erscheinen. Diesen werden sie ohne Umschweife ihre Meinung sagen, ob diese nun bereit sind, sie zu hören oder nicht. Manchmal schlagen sie sich jedoch auch mit Schlangen herum, die eindeutig eine Nummer zu groß für sie sind, und in eben solchen Momenten laufen sie Gefahr, eher als Opfer denn als Sieger aus dem Kampf hervorzugehen. Die Schlange wird in vielen alten Mythen als Vertreterin der Unterwelt betrachtet, während der Adler oder Habicht den Zenit vertritt, was jedoch keine völlig richtige Deutung ihres Symbolcharakters ist. Nichtsdestotrotz haben Habicht- und Schlangenmenschen seit der Zeit, in der diese zwei Tiere als Antagonisten abgebildet wurden, manchmal große Schwierigkeiten miteinander, wenn sie nicht beide an den Punkt gelangt sind, an dem sie ihren Symbolismus richtig verstehen können und begreifen, dass sie sich nicht nur bekämpfen, sondern auch ergänzen können.

So wie der Habicht den Kopf der Schlange abreißt, um sich vor ihrem tödlichen Biss zu schützen, so werden auch Habicht-Menschen radikal gegen jene vorgehen, die sie als potentielle Feinde empfinden. In einem solchen Fall verhalten sie sich ganz so, als sei die beste Verteidigung ein guter Angriff. Wenn sie erzürnt sind, können ihre verletzenden Bemerkungen so schmerzlich sein wie der Griff ihrer Klauen. So wie der Habicht im Flug häufig von kleineren Vögeln angegriffen wird, so werden auch Habicht-Menschen von Leuten angegriffen, die sie oder die spontane Energie, die zutage tritt, wenn sie wieder einmal auf den Flügeln einer neuen Idee oder eines neuen Projekts dahinsegeln, nicht begreifen können. Diese Angriffe enden jedoch in der Regel nicht mit Verletzungen, sondern leiten manchmal sogar Gespräche ein, die Missverständnisse auf beiden Seiten klären können. Wenn man gelernt hat, seine Habicht-Freunde aufrichtig zu lieben und ihnen zu vertrauen, wird man ihren herrlichen Flügen die gleiche Bewunderung zollen können wie denen ihres Tier-Totems. In solchen Momenten fließt die Lebenskraft dieser Menschen in einer solchen Fülle durch sie und ihre Umgebung hindurch, dass man selbst oft in die Lüfte mitgerissen wird. In einem solchen Zustand können sie mit ihren Gedanken und ihrer Seele wahre akrobatische Kunststücke vollführen, in denen sie die Dinge des Lebens, die sich den menschlichen Blicken manchmal hinter aufziehenden Wolken entziehen, deutlich erkennen können.

Der Himmel ist der Lebensbereich der Habicht-Menschen. Von hier aus können sie deutlich erkennen, wie sich die Dinge auf Erden verhalten sollten. Ihre Stärke liegt darin, neue Ideen oder Projekte auf eine positive Weise anzugehen oder aber festgefahrene Dinge auf das richtige Gleis zurückzulenken. Sie hegen den aufrichtigen Wunsch, Gutes zu tun und dafür zu sorgen, dass sich alle Dinge auf die bestmögliche Weise entfalten können. Sie besitzen einen angeborenen Optimismus, einen starken Willen und eine große Entschlusskraft, die Dinge richtigzustellen. Sie sind selbständige Menschen und Denker und in ihren Gedanken und Gefühlen äußerst aufrichtig. Während ihre Handlungen manchmal etwas übereilt wirken, haben sie gewöhnlich alle Gesichtspunkte reiflich durchdacht, bevor sie sich zu einer Entscheidung durchgerungen haben.
Ihr Wesen ist in vielen Dingen so frisch und offen wie das eines Kindes, das kurz vor dem Sprechen steht. Mit dem Kind teilen sie jedoch auch die geringe Konzentrationsspanne und verlieren oft frühzeitig das Interesse an einer Sache, wenn diese noch in den Anfängen steht. Es scheint ihnen kein Bedürfnis zu sein, so lange dabei zu bleiben, bis sie die Sicherheit gewonnen haben, dass es wirklich funktioniert. Um ihre Energien im Gleichgewicht zu halten, ist es notwendig, dass sie lernen, mehr Geduld und Ausdauer zu üben.

Habicht-Menschen haben wie die Federn ihres Tier-Totems die Fähigkeit, hoch in den Wolken zu segeln und mit dem Schöpfer Kontakt aufzunehmen. Meistens verausgaben sie sich jedoch schon dabei, festzustellen, wie die Dinge auf Erden laufen müssten, und vergessen damit völlig, dass ihnen auch die Fähigkeit, mit den höheren Sphären in Verbindung zu treten, zu eigen ist. Sie müssen lernen, diese Gabe zu nähren und zu nützen, erst dann werden sie in der Lage sein, ihre Kräfte im Gleichgewicht zu halten.
Sie sind aufgrund ihrer Klarsichtigkeit, Voraussicht und Energie gute Führungspersönlichkeiten, vorausgesetzt, dass sie gelernt haben, ihre Energien zu lenken und so lange bei einer Sache zu verharren, wie ihre Anwesenheit erforderlich ist. Wenn sie einmal gelernt haben, die Energie zu lenken, die sie durchfließt, gelingt ihnen fast alles, was sie angehen, aber dieser Lernprozess ist oftmals lang und schmerzlich und führt sie durch viele dunkle Phasen ihrer Gefühlswelt hindurch.

Die Farbe des Roter-Habicht-Menschen ist gelb — das Gelb der Frühlingssonne und des Löwenzahns. Diese Farbe hilft ihm, seine große Intelligenz zu stimulieren und seine Gedanken in Erkenntnisse umzusetzen. Ebenso hilft sie ihnen, empfänglich zu sein für die Dinge und Menschen, die ihnen begegnen‘ sowie ihre wesenstypische Freundlichkeit, gute Gesundheit und seelisches Wohlbefinden beizubehalten. Roter-Habicht-Menschen sind, abgesehen davon, dass sie häufig mit dem Kopf gegen eine Wand rennen, in der Regel widerstandsfähig und robust, wenn sie stets daran denken, ihre Gesundheit auch zu pflegen.
Ihre Zugehörigkeit zum Klan der Donnervögel intensiviert einen Großteil der natürlichen Wesenszüge der Habicht-Menschen und verleiht ihnen noch mehr Energie und Durchsetzungsvermögen, als sie ohnehin schon besitzen. Sie müssen weit mehr als die anderen Vertreter dieses Klans darauf achten, dass sie nicht an einem Punkt so heftig aufflackern, dass sie völlig ausbrennen. Sie müssen lernen, die Energie, die ihnen ihre Klan-Zugehörigkeit verleiht, zu zügeln, damit das Feuer, das in ihnen brennt, stets den Dingen und Menschen, die sie berühren, Wärme und Licht zuführen kann.

Da sie unter dem 1. Mond der Wabun geboren sind, der Hüterin des Geistes aus dem Osten, wird die Energie der Habicht-Menschen mit der Einsicht, die ihnen Wabun bringt, gezügelt. Sie hilft ihnen auch, ihre Energie in Kanäle zu leiten, die ihnen den Weg eröffnen, in sich und anderen eine geistige Evolution einzuleiten.

Diese Menschen sind in ihrer Kindheit äußerst willensstark und manchmal schwer unter Kontrolle zu halten. Sie haben einen weitaus höheren Energiepegel als selbst Erwachsene dieses Zeichens, und es mag äußerst anstrengend sein, mit ihnen fertig zu werden. Sie sind freundlich, aufgeschlossen und intelligent und für gewöhnlich von guter Gesundheit, wenn man sie dazu bringen kann, sich gelegentlich zu entspannen. Ist dies nicht der Fall, werden sie anfällig für Koliken, Erkältungen und andere Beschwerden, die ihre Ursache in Nerven und Kopferkrankungen haben.

Roter-Habicht-Menschen begeben sich ebenso enthusiastisch wie in alle anderen neuen Bereiche in die Elternschaft hinein. Werden ihre Energien jedoch nicht in die richtigen Bahnen gelenkt, können sie ebenso schnell auch das Interesse daran verlieren, und die Kinder werden, zumindest was die emotionale Ebene anbelangt, sich plötzlich sich selbst überlassen finden, während Vater oder Mutter bereits wieder in neue Bereiche vorzudringen versuchen, die ihr kurzweiliges Interesse erweckt haben. Sie werden stets freundlich und aufrichtig mit ihren Kindern umgehen und sie schnell zur Ordnung rufen, wenn sich diese an einer falschen Weggabelung befinden. Sie neigen dazu, mit ihren Kindern nicht anders umzugehen als mit ihren Freunden, was manchmal dazu führen kann, dass ihren Kindern die besondere emotionale Stütze fehlt, die diese gewöhnlich in ihren Eltern suchen.

Da sie von Natur aus freundliche und umgängliche Menschen sind, können sie in der Regel mit jedermann zurechtkommen, ihre besondere Erfüllung finden sie jedoch in Freundschaften mit den anderen Vertretern des Donnervogelklans, den Stör- und Wapiti-Menschen, sowie mit den Angehörigen des Schmetterlingsklans — Hirsch-, Rabe- und Otter-Menschen. Ihre persönliche Ergänzung finden sie im Totem des Raben.
Während Menschen anderer Zeichen auf dem Medizinrad die Position der Habicht-Menschen durchwandern, entdecken sie in sich neue Tiefen der Kraft und die Fähigkeit, die Dinge der irdischen Ebene klar zu erkennen und mit ihnen zu arbeiten. Sie können in sich auch Ansätze zur Führungskraft entdecken, von deren Existenz sie bislang nichts ahnen konnten.

Äquinoktium Tagundnachtgleiche
2 Palmlilie

Biber

Biber

Zeit des Wachsens

Mond der Wiederkehrenden Frösche

(Biber) 20. April—20. Mai

Menschen, die im Mond der Wiederkehrenden Frösche, zwischen dem 20. April und dem 20. Mai geboren sind, haben den Biber als Totem im Tierreich, die Blaue Camasspflanze* als Totem im Reich der Pflanzen und den Chrysokoll im Reich der Mineralien. Ihre Farbe ist blau, und sie gehören dem Elementenklan der Schildkröten an. 

Der Stein dieser Menschen, Chrysokoll, ist dem Türkis in vielem sehr ähnlich. Wie der Türkis wird auch er häufig als Nebenprodukt des Kupferabbaus gewonnen. Der Chrysokoll ist ein wasserhaltiges Kupfer-Silikat. Seine Färbung reicht von Tiefgrün bis hin zu Blaugrün und einem tiefen Blau. Er hat einen Glasglanz und doch gleichzeitig ein geradezu irdenes Aussehen. Der Chrysokoll hat die Eigenschaft, an der Zunge kleben zu bleiben, wenn man ihn in den Mund nimmt, und kann durch diese Eigenheit häufig bestimmt werden.

Wie der Türkis wurde der Ghrysokoll von alters her als Schmuckstein verwendet, obgleich er nicht ganz so wertvoll eingeschätzt wird wie dieser Die leuchtendblaue Farbe, die dieser Stein häufig besitzt, hat ihm zusammen mit seinem irdenen Glanz den Ruf verliehen, ein Stein zu sein, der seinem Träger dazu verhelfen kann, die Elemente von Himmel und Erde in sich zu vereinigen. Er wird als Stein der guten Medizin betrachtet, der seinem Besitzer zu Glück und guter Gesundheit verhelfen kann. Ebenso wird ihm nachgesagt, dass er Körper, Herz und Seele des Menschen zu reinigen vermag. In früheren Zeiten, und auch heute noch, wurde er zu Fetisch-Gegenständen und Nuggets verarbeitet, die jene Farbe, welche häufig mit dem reinen Türkis assoziiert wird, besitzen und beibehalten. Der Chrysokoll behält in der Regel seine ursprüngliche Farbe besser, als es der Türkis vermag.

Biber-Menschen können von diesem Stein lernen, die Kräfte von Himmel und Erde in sich zu vereinigen. Die meisten Biber-Menschen sind von Natur aus und aufgrund ihrer Zugehörigkeit zum Schildkrötenklan sehr erdverbunden, manchmal sogar zu erdverbunden. Sie können sich darin verlieren, allein auf der irdischen Ebene Befriedigung zu suchen, ohne jemals im Himmel nach den Lehren Ausschau zu halten, die in diesem Bereich für sie verborgen liegen.

Wie ihr Stein scheinen auch die Biber-Menschen mit Glück gesegnet zu sein, obgleich dieses scheinbare Glück oftmals nur ein Ergebnis von harter Arbeit und einem guten Gespür dafür ist, wann sie sich zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort einfinden sollten. Sie besitzen, besonders wenn sie ihren Stein tragen, eine gute Gesundheit und eine ausgeprägte körperliche Widerstandskraft, sofern sie stets daran denken, ihre Tendenz, sich gehenzulassen, zu zügeln. Diese Menschen werden wie ihr Stein ihre ursprüngliche Farbe oder Wesen beibehalten, wenn nicht etwas wirklich Drastisches dazwischenkommt, was eine Veränderung herbeiführt. Sie sind äußerst stabile Menschen und fühlen sich in solchen Situationen am wohlsten, die ihnen erlauben, soviel von dieser ursprünglichen Stabilität wie nur möglich beizubehalten. Nur selten wird man auf einen Biber-Menschen stoßen, der sich freiwillig einer Belastung aussetzt, außer es handelt sich um jemand, der sich gerade in einer anderen Position auf seiner Reise um das Medizinrad befindet.

Wenn Biber-Menschen reisen oder ihre Umgebung einer Veränderung unterziehen, gehen sie so systematisch wie möglich vor Sie fühlen sich einfach wohler, wenn sie zumindest von ein paar wohlvertrauten Dingen umgeben sind. Die Stabilität ihres Wesens, die jeder Wechselhaftigkeit entgegenwirkt und eine Eigenheit ihres Totemsteins widerspiegelt, lässt gute und zuverlässige Freundschaften mit Menschen dieses Zeichens entstehen. Haben sich Biber-Menschen einmal für eine Freundschaft mit dir entschieden, werden sie diesen Entschluss auch nicht so schnell wieder rückgängig machen. Sie sind treue Gefährten und können Menschen oder Projekte, die von einem eher wechselhaften Wesen sind, stabilisieren.

Wie der Chrysokoll können Biber-Menschen den Dingen und Menschen, mit denen sie in Berührung kommen, einen Hauch von Reinheit verleihen. Dies rührt von ihrer wesenseigenen Treue, Stabilität und Bereitschaft, mit Freundschaften und anderen Beziehungen in einer Weise umzugehen, die nach heutigen Maßstäben so rein und strahlend erscheint, als sei es das Überbleibsel einer besseren Zeit und eines besseren Ortes.   

Die Pflanze, die mit den Menschen dieses Totems in Verbindung gebracht wird, ist die Blaue Camasspflanze, eine wildwachsende Angehörige der Lilienfamilie. In den USA kann man die verschiedensten Vertreter dieser Pflanzengattung finden, und es ist von großer Wichtigkeit, sie genau zu unterscheiden. Im Osten des Landes wächst die wilde Hyazinthe oder Meereszwiebel, die der im Westen vorkommenden Blauen Camass in vielen Dingen ähnelt, nur dass sie etwas kleinwüchsiger ist und ihre Blüten eine weniger intensive Blaufärbung haben. Die Blaue Camass besitzt grasähnliche Blätter, die 20 bis 35 Zentimeter groß werden und rosettenartig vom Stilansatz ausstrahlen. Diese Blüten der Pflanze, die sich Anfang Mai zeigen, sind leuchtend blau. Sie wachsen auf einem einzigen Stängel und setzen sich aus drei Kelchblättern und drei Blütenblättern zusammen. Die Pflanze an sich kann bis zu 2 Fuß, ja manchmal sogar 3 Fuß hoch werden.

Es gibt eine weitere Camass-Art, die in der Regel im näheren Umkreis der Blauen Camass gefunden werden kann. Blätter, Stiel und Knollen dieser Gattung sind denen der Blauen Camass zwar zum Verwechseln ähnlich, sie besitzt jedoch im Gegensatz zu den leuchtendblauen Blüten gelbe oder grünlichweiße Blüten. Diese Pflanze ist als Todes-Camass bekannt und darf unter keinen Umständen verzehrt werden, da sie, je nachdem wie viel man zu sich nimmt, Erkrankungen übelster Art, ja sogar den Tod herbeiführen kann. Es heißt, dass die Knollen oder Blätter der Todes-Camass ein Brennen auslösen, wenn man sie mit der Zunge berührt. Um sicherzugehen, ist es ratsam, die Knollen der Camass dann auszugraben, wenn die Pflanze in voller Blüte steht, obwohl die Knolle, die einer kleinen Zwiebel ähnelt, größer werden würde, wenn man sie bis Ende des Sommers im Erdreich belassen würde.

Die Blaue Camass stellte eines der Hauptnahrungsmittel vieler eingeborener Stämme in den USA dar. Diese markierten die essbaren Pflanzen mit Rindenstückchen, wenn sie in Blüte standen, um sie dann auszugraben, wenn sie im Spätsommer ihre optimale Größe erreicht hatten. Eingeborene Völker kochten die Knollen der Camass, indem sie ein Loch im Erdreich aushoben, den Boden und die Seitenwände mit flachen Steinen auslegten und ein Feuer in der so entstandenen Grube entfachten. Sobald die Steine rotglühend waren, wurde die Holzglut wieder herausgeholt und die Grube mit Farn, Zweigen und anderen Pflanzenteilen ausgelegt. In diesen Löchern wurden nun bis zu 100 Pfund Knollen eingefüllt, die wiederum mit Ästen, Erde und Matten zugedeckt wurden. Dann bohrte man mit einem Stock ein Loch, in das Wasser gefüllt wurde, und ließ die Knollen etwa einen Tag vor sich hin dämpfen. Wenn sie gar gekocht waren, wurde ihre Haut abgezogen und die geschälte Knolle zu flachen Pfannkuchen gepresst.

Camass-Knollen riechen und schmecken wie brauner Zucker oder Ahornzucker. Sie wurden auch, bevor man den Zucker kannte, zum Süßen von Speisen benutzt. Blaue-Camass-Knollen kann man zu Melasse verarbeiten, wenn man sie so lange kocht, bis alle Flüssigkeit fast verdampft ist. Viele weiße Siedler Amerikas lernten die Blaue Camass erst durch die eingeborenen Bewohner des Landes kennen und benutzten diese Knolle, um einen sonst eintönigen Speiseplan etwas aufzubessern.

Obgleich die Blaue Camass stärkehaltig zu sein scheint, enthält sie doch keinerlei Stärkemittel, sondern das Insulin, ein zusammengesetzter Zucker, der auch in der Löwenzahnwurzel und der Jerusalem-Artischocke zu finden ist. Aufgrund dieses Stoffes, der die Funktion der Bauchspeicheldrüse beeinflusst, wurde die Blaue Camass von den eingeborenen Menschen regelmäßig genossen, um den Blutzuckerspiegel zu regulieren und die Zuckerkrankheit abzuwehren. Wenn man große Mengen dieser Pflanze verzehrt, kann sie auch als Abführ- und Brechmittel wirken.

Wie gut doch diese Pflanze gerade zu den Biber-Menschen passt, die sich ebenso wie sie der Schönheit und Nützlichkeit einer Sache gleichzeitig bewusst werden können. In Blüte inspiriert die Camass all jene, die ein Auge für ihre Schönheit haben. Ein großes Feld blühender Carnasspflanzen wirkt wie ein tiefblauer See. Von der Nähe betrachtet, üben ihre zarten Blüten durch ihre Schönheit eine ungeheure Faszination aus. Selbst die weiße Todes-Camass bietet einen Anblick, der das Auge durchaus erfreut. Die Blaue Camass hat jedoch auch nebst der Freude, die ihre Schönheit verbreitet, einen hohen Nährwert anzubieten; von dieser Pflanze haben sich unzählige Völkergruppen über Jahrtausende hinweg ernährt. Die Blaue Camass stellt eine jener Gaben der Erdmutter dar, die den eingeborenen Völkern eine stabile und gesunde Ernährung sicherten. Wie ihre Pflanze haben Biber-Menschen die Fähigkeit, jene Menschen, mit denen sie in Beziehung stehen, zu stabilisieren. Da ihre eigenen Wurzeln tief im Boden verankert sind, können sie den Menschen oder Projekten, denen sie sich anschließen, einen festen Halt geben. Wie die Knolle der Blauen Camass vermögen sie die Dinge, mit denen sie zu tun haben, zu stärken und zu versüßen, da ihre eigene Stabilität gewöhnlich von der Zufriedenheit bereichert wird, die sie empfinden und weitergeben, wenn sie sich im Gleichgewicht mit den Energieströmen, die sie durchfließen, befinden.

So wie sich die guten Eigenschaften der Blauen Camass in der Todes-Camass umkehren, so kehren sich auch die positiven Eigenschaften der Biber-Menschen um, wenn ihre Energien nicht frei fließen können. In solchen Phasen verkrallen sich Biber-Menschen so endgültig in ihre Stabilität, dass sie das Leben an sich und alles, was sie berühren, förmlich ersticken. Wenn Biber-Menschen sich in einem Zustand der starken Unzufriedenheit befinden, können sie diese innere Disharmonie ebenso stark übertragen wie ihre seelische Ausgeglichenheit. In solchen Zeiten brauchen Biber-Menschen den geistigen Ausgleich einer übermäßigen Dosis der Blauen Camass, um wieder etwas in Bewegung zu kommen.

Die Farbe der Biber-Menschen ist blau — das schillernde Blau der Blauen Camass oder des tiefblauen Chrysokoll. Für Menschen dieses Zeichens symbolisiert dieses Blau eine Phase der physischen Ruhe und psychische Zufriedenheit, die von einem inneren Grundgefühl des Friedens und Glücks herrühren. Diese von der Farbe Blau ausgehenden Emotionen sind eine notwendige Voraussetzung dafür, dass Biber-Menschen mit den spirituellen Aspekten dieser Farbe arbeiten können. Biber-Menschen müssen glücklich mit der Erde verwurzelt sein, bevor sie die spirituellen Sehnsüchte, die ebenfalls in ihrem Herzen schlummern, entdecken können.

Da sie unter dem Mond der Wiederkehrenden Frösche geboren sind, dem 2. Mond von Wabun des Ostens, werden diese Menschen zu einem steten Inneren Wachstum angehalten, weil dies einer der Monde des Frühjahrs ist, einer Zeit also, in der alle Dinge auf Erden sich in neuem Wachstum regen. Dieser Anstoß ist notwendig, damit Biber-Menschen nicht in ihren Wünschen nach Zufriedenheit verhaftet bleiben. Da sie im Zeichen von Wabun geboren sind, werden diese Menschen auch ermutigt, die materielle Ebene des Seins zu überwinden und nach geistiger Erleuchtung zu streben. Wie bereits erwähnt, erhöht ihre Zugehörigkeit zum Schildkröten-Klan die Erdverbundenheit und Stabilität der Biber-Menschen und intensiviert eine Vielzahl ihrer weiteren Wesenszüge. Ihre Zugehörigkeit zu diesem Klan bedeutet ebenso, dass sie sich sehr davor in acht nehmen müssen, in ihren Gedanken, Gefühlen oder Handlungen zu stur oder unbeweglich zu bleiben, da sie damit nur den lebenswichtigen Energiefluss, der sie in Bewegung hält, blockieren würden.

Der Biber, das Tier-Totem jener, die unter dem Mond des Wiederkehrenden Frosches geboren sind, ist nebst dem Menschen das einzige Lebewesen, das in der Lage ist, seine Umwelt drastisch zu verändern, um für seinen eigenen Frieden, Sicherheit und Wohlbefinden zu sorgen. Der Biber ist das größte aller Nagetiere der USA und das zweitgrößte der Welt nach dem südamerikanischen Capybara. Ausgewachsene Biber können ein Gewicht von bis zu 70 Pfund erreichen und hören in keinem Stadium ihres Lebens zu wachsen auf. Ein Biber kann 3 bis 4 Fuß lang werden. Sein Körper ist auf erstaunliche Weise an seine Lebensweise und Umwelt angepasst. Während er ein Landsäugetier ist, bringt er doch viel Zeit im Wasser zu. Sein Lungen- und Herzgefäß-System ist so eingerichtet, dass er in der Lage ist, so viel Sauerstoff aufzunehmen, um für mehr als 15 Minuten unter Wasser zu bleiben.

Er hat einen langen, breiten, flachen Schwanz, der mit Schuppen bedeckt ist und ihm beim Schwimmen als Ruder und bei der Arbeit an Land als Stabilisator dient. Seine Vorderpfoten sind so wendig, dass er beim Fressen einen Ast halten und wenden — so wie wir einen Maiskolben halten-, aber auch mit diesen Händen Schlamm und Blätter für seine Bauten herbeischleppen kann. Seine Hinterpfoten haben Schwimmhäute, und wenn er sie spreizt, sind sie so groß wie ein Pingpongschläger, was dem Biber seine erstaunliche Geschicklichkeit und Geschwindigkeit beim Schwimmen ermöglicht. Sein braunes Fell ist dichtgewachsen und durch das Fett, das durch eine Moschusdrüse ausgeschieden wird, wasserabstoßend. Die Zähne des Bibers sind groß, hoch angesetzt und wachsen nach, wenn sie abbrechen oder gar ausfallen, was für ein Tier, das Bäume fällt, um sich zu ernähren und seine Unterkunft zu bauen, lebensnotwendig ist. Biber haben hinter ihren Schneidezähnen Hautfalten, die ihren Mund verschließen können und ihnen damit ermöglichen, unter Wasser zu arbeiten, ohne Wasser zu schlucken. Sie haben klappenartige Ohren und Nasenlöcher, die sich unter Wasser automatisch verschließen, sowie durchsichtige Membranhäute, die ihre Augen schützen.

Da der Biber seiner Umwelt so wunderbar angepasst ist, möchte man meinen, dass er überall anzutreffen sein müsste. Er hat wenige natürliche Feinde und besitzt erstaunliche Mechanismen, sich gegen diese zur Wehr zu setzen. Dies wäre auch tatsächlich der Fall, wenn es nicht zwei Dinge gäbe, die der Mensch mehr zu brauchen glaubt als den Biber selbst: sein Pelz, aus dem lange Zeit Herrenhüte angefertigt wurden, sowie seine Moschusdrüse, die castoreum ausscheidet, das mindestens seit den frühen Griechen bis hinein ins 18.Jahrhundert als Allheilmittel gehandelt wurde. Castoreum enthält Salizylsäure, einen der Hauptbestandteile des Aspirins, und wurde früher wie auch heute noch als Fixativ in teuren Parfums verwendet.
Der Biber war damit so begehrt, dass die Suche nach ihm wohl ebenso stark die Erforschung des Nordamerikanischen Kontinents durch die Weißen vorangetrieben hat wie alle anderen Faktoren. Vom 17. Jahrhundert an entsandte die Hudson Bay Company Fallensteller in großen Zahlen auf Biber-Jagd, und unzählige Vermögen, so auch das der Familie Astor, begründen sich auf den Handel mit Biberpelzen. Die Biber waren somit aufgrund ihres Wertes für die menschliche Gesellschaft bis Anfang des 19. Jahrhunderts nahezu ausgerottet. In den Jahren 1907 bis 1909 lagen die jährlichen Fangquoten für Biber in den USA bei 80000. Bis zum Jahre 1912 war diese horrende Zahl glücklicherweise auf 7000 zurückgegangen.

Die Menschen entdeckten schließlich, dass Biber ihren Teil dazu beitrugen, den Grundwasserspiegel zu regulieren, und somit von außerordentlichem Wert waren für die Erhaltung der Fisch- und Tierwelt, der Vegetation und der Schönheit der Landschaft. Dieser wertvolle Beitrag besteht in den Dämmen und Bauten, die sich die meisten Biber errichten, um sich zu schützen und wohl zu fühlen. Diese verblüffenden Holzkonstruktionen, die durch Schlamm und Blätter abgedichtet sind, helfen, alte Weiher zu erhalten und neue zu schaffen, in denen auch andere Pflanzen und Tiere Lebensraum finden. Die Dämme und Kanäle der Biber sind die Arbeit natürlicher Ingenieure. Kanäle, die sich 700 Fuß oder mehr erstrecken können, überbrücken in der Regel mehrere Höhenunterschiede mit Hilfe von Schleusen, die in regelmäßigen Abständen eingefügt sind, um den Wasserspiegel zu regulieren. Die Biber benutzen diese Kanäle, um eine Wassertiefe herzustellen, die es ihnen ermöglicht, einen Stamm in ihren Teich zu transportieren, damit sie genügend Nahrung und Rohstoffe vorrätig haben, um ihre Dämme zu reparieren. Die Dämme werden gebaut, damit der Biber das ganze Jahr über ein tiefes Gewässer mit einem relativ gleichbleibenden Wasserspiegel zur Verfügung hat. Ein Biber braucht seinen Teich, um sich vor Feinden zu schützen und so viel Nahrung aufzubewahren, um über den Winter zu kommen, wenn es schwierig wird, Bäume zu beschaffen, die die Grundlage seiner Ernährung darstellen. Sie verzehren die Blätter und das süße Innere der Rinde und benutzen die Stämme zum Bauen. Sie bevorzugen die Rinde der Zitterpappel, was Otter-Menschen an dieser Stelle zur Kenntnis nehmen sollten.

Biber sind sehr schweigsame Wesen. Man kann gelegentlich einen bellen, zischen oder quietschen hören, aber für gewöhnlich beschränken sie sich auf ein leises Miauen, das sie wiederum nur innerhalb ihres Baues verlauten lassen. Wenn Gefahr droht, schlagen sie mit ihren breiten Schwänzen auf das Wasser, um ihre Artgenossen zu warnen. Biber paaren sich für die Dauer eines Lebens und leben in der Regel in Kolonien von etwa 5 erwachsenen Tieren zusammen.

Sie sind liebevolle Eltern, die ihren Nachwuchs über einen Zeitraum von zwei Jahren oder bis zum nächsten Wurf bei sich behalten. Zu diesem Zeitpunkt trennen sich die Jungtiere von ihrem Elternhaus und suchen sich einen eigenen Partner oder eine eigene Unterkunft. Sobald sich der Nachwuchs einstellt, jagt die Mutter den männlichen Partner aus dem Bau, bis die Jungen in der Lage sind, sich selbständig zu bewegen.
Das Männchen verbringt seine Exilzeit mit anderen Vätern, die das gleiche Schicksal teilen. Ältere männliche Tiere, die ihren Partner verloren haben, werden manchmal recht mürrisch, und es heißt, dass die Biber einer Kolonie in solchen Fällen zusammenkommen, um darüber zu beraten, ob jener Verursacher von Disharmonie in der Gruppe davongejagt werden sollte. Solche alten Biber leben in der Regel alleine in einem Böschungsloch und bemühen sich nicht einmal mehr darum, einen Bau zu finden.

Menschen dieses Totems sind wie der Biber in der Lage, ihre Umwelt eingreifend zu verändern, um für ihren eigenen Frieden, Sicherheit und Wohlbefinden zu sorgen. Sie können und werden auch Veränderungen auf vielerlei Ebenen herbeiführen: ob nun im psychischen, geistigen oder emotionalen Bereich. Wie der Biber werden sie diese Veränderungen auf eine langsame, behutsame, aber konstante und findige Weise zuwege bringen. Haben sie einmal ihre Umwelt in Ordnung gebracht, werden sie wie ihr Totem anfallende Reparaturarbeiten mit Sorgfalt erledigen, um sie auch in diesem Zustand zu erhalten. Ein geordneter und sicherer Rahmen ist eine grundsätzliche Voraussetzung für eine fruchtbare Arbeit und das innere Wachstum dieser Menschen, und es muss auf allen bisher erwähnten Ebenen geordnet sein und bleiben. Nicht, dass Biber-Menschen grundsätzlich Veränderungen scheuen, sie können vielmehr einfach ungehemmter wachsen, wenn sie sich in einer Umgebung befinden, die ihnen ein Gefühl der Sicherheit und Zufriedenheit vermittelt.

Wie der Biber fühlen sich die meisten Menschen dieses Totems sehr zum Wasser hingezogen: sei es, um darin zu schwimmen oder zu segeln oder nur um einen Spaziergang am Ufer von Seen, Flüssen oder Weihern zu machen. Das Wasser scheint ihnen die Möglichkeit zu bieten, die Dinge klarer zu erkennen und ihrem Leben eine bessere Perspektive zu verleihen. Biber-Menschen sind klug und gewandt und tun sich leicht, alles das zu erlernen, was ihnen notwendig und nützlich für ihr persönliches Fortkommen erscheint.

Wie der Biber sind sie sowohl geistig wie körperlich in der Lage, sich schnell ihrer Umwelt anzupassen, wenn sie diese einmal in Ordnung gebracht haben. Aufgrund dieser Anpassungsfähigkeit können diese Menschen auf fast jedem Gebiet oder jeder Sache, der sie sich verschrieben haben, erfolgreich ans Ziel gelangen. Sie sind auch gerade auf der physischen Ebene sehr kreative Menschen, und man wird selten die Unterkunft eines Biber-Menschen zu Gesicht bekommen, die nicht in ihrer Ausstattung ein großes Maß an Originalität aufweist. Sie verwenden einen Großteil ihrer Zeit darauf, genau den richtigen Hintergrund für ihre eigene Persönlichkeit zu schaffen. Diese schöpferische Kraft kann auch auf anderen Ebenen mit erstaunlichen Ergebnissen angewandt werden.

Biber-Menschen sind wie ihr Totem zu wahren Wunderwerken im technischen Bereich befähigt, ob sie sich nun vorgenommen haben, ihr Heim, ihre Arbeit oder auch ihre Freunde zu gestalten. Wenn sie bestimmen, dass die Dinge sich verändern müssen, um besser zu funktionieren, werden sie sich auch verändern. Wenn man ihnen die notwendige Zeit lässt, können Biber-Menschen die meisten Arbeiten oder Projekte so umgestalten, dass sie für alle daran Beteiligten besser, reibungsloser und harmonischer ablaufen. Sie setzen diese schöpferische Kraft bisweilen dazu ein, um ihren Freunden und Vertrauten zu helfen, ihr Leben so umzugestalten, dass es auf eine zufriedenstellendere und freundlichere Art und Weise abläuft. Wenn sie all diese Aufgaben erfolgreich erledigt haben, werden sie ihre Energien auf die spirituellen Bereiche richten, in denen sie ebenso gut zu Hause sein können.

Diese Menschen neigen oft zu Schweigsamkeit, wenn sie sich in einer Umgebung unsicher fühlen. Haben sie sich jedoch einmal eingewöhnt, werden sie ihre Gedanken sehr bereitwillig zum Ausdruck bringen. Mit ihren Gefühlen verhält es sich jedoch anders, diese können sie so wirkungsvoll zurückhalten, wie der Damm des Bibers das Wasser eines Teiches zurückhält. Biber-Menschen müssen lernen, ihre Gefühle Stück für Stück freizugeben, oder sie laufen unweigerlich Gefahr, eines Tages in einer Flutwelle von Emotionen zu ertrinken. Es fällt ihnen äußerst schwer, dies zu erlernen, da sie selbständige Wesen sind, die in der Regel ihre Umwelt nicht mit ihren eigenen Problemen behelligen wollen.

Wenn Biber-Menschen nicht lernen, ihre Gefühle offener zum Ausdruck zu bringen und das Leben in seiner Veränderlichkeit zu akzeptieren, können sie äußerst sture und unglückliche Menschen werden und neigen in dieser Verfassung dazu, sich dem Essen, Trinken oder anderen Dingen übermäßig hinzugeben, nur um ihre innere Unzufriedenheit zu dämpfen. Wenn sie sich zu lange in einem solchen Zustand befinden und ihre Bedürfnisse abbremsen, können sich Blockierungen in Hals oder Kehle einstellen oder aber, als Ursache ihrer übermäßigen Eß- und Trinksucht, Erkrankungen der Leber oder Bauchspeicheldrüse.

Biber-Menschen nehmen wie ihr Totem ihre Beziehungen sehr ernst. Wenn sie einen Partner gefunden haben, hegen sie den aufrichtigen und tiefen Wunsch, ein ganzes Leben an seiner Seite zu verbringen. Die Stabilität einer guten Beziehung gibt ihnen oftmals die Zufriedenheit, die sie brauchen, um sich in neue Richtungen zu entwickeln, und sie werden jene, die sie lieben, mit ihrer Liebe geradezu überschütten. Weibliche Biber-Menschen neigen dazu, besonders wenn sie jung sind, sich ihren Kindern gegenüber äußerst hingebungsvoll, ja fast besitzergreifend zu verhalten. Sie können auch den Fehler begehen, es den Biber-Weibchen nachzutun und den Mann durch ihre einseitige Aufmerksamkeit für die Kinder aus dem Haus zu treiben. Sobald die Kinder älter werden, fangen Biber-Menschen jedoch an, die Bande zu lockern, und geben ihnen oftmals einen regelrechten Schubs, um sie aus dem behüteten Elternhaus zu befördern, wenn es an der Zeit für sie ist, ihr eigenes Leben aufzubauen. Biber-Menschen haben ein gutes Zeitgefühl, um den richtigen Moment dafür zu erkennen.

Als Kinder können Biber-Menschen sehr launisch sein, bis sie einen eingespielten Lebensrhythmus haben. Haben sie einmal die Sicherheit eines routinierten Tagesablaufs, sind sie äußerst zufriedene Kinder und ungewöhnlich umgänglich. Sie sind schöpferisch begabt und können sich über einen langen Zeitraum hinweg selbst beschäftigen. Es ist jedoch nicht ratsam, mit Biber-Kindern lange Reisen ohne ein genaues Ziel zu unternehmen. Die Unsicherheit, die ihnen eine solche Reise aufbürdet, kann die Freude aller daran Beteiligten gründlich trüben.

Biber-Menschen ergänzen sich mit Angehörigen des Schlangen-Totems. Sie kommen gut mit Schneegans- und Braunbär-Menschen aus, die mit ihnen dem Schildkrötenklan zugeordnet werden, sowie mit den Vertretern des Froschklans, den Puma- und Specht-Menschen.

Wenn Angehörige anderer Totems diese Position auf dem Rad einnehmen, können sie lernen, ihre eigenen Behausungen auf der irdischen Ebene in Ordnung zu halten, damit sie alles, wonach sie streben, von einer Warte der inneren Ruhe und Zufriedenheit aus suchen können. Ebenso können sie die Werte von Stabilität, Geduld und Ausdauer erlernen und die Fähigkeit, sich mit der Erdmutter, die uns alle erhält, besser zu verwurzeln.

*Blaue Camasspflanze, eine ausschließlich in Nordamerika vork

ommende Vertreterin der Lilienfamilie, auch Quanash genannt

Hirsch

Die Zeit des Blühens

Mond der Maisaussaat

(Hirsch) 21. Mai - 20. Juni

Menschen, die unter dem Mond der Maisaussaat, zwischen dem 21. Mai und dem 20. Juni, geboren sind, haben den Moosachat als Totem im Reich der Mineralien, die Schafgarbe als Totem im Reich der Pflanzen und den Hirsch als Totem im Reich der Tiere. Ihre Farben sind weiß und grün, und sie gehören dem Elementenklan der Schmetterlinge an.

Ihr Stein, der Moosachat, ist eine faserige Form des Chalzedons oder des kryptonkristallinen Quarzes. In allen Achatarten sind die Farbschattierungen entweder ganz zufällig oder in Schlangenlinien angeordnet. Im speziellen Fall des Moosachats sind die Farbbänder so angelegt, als enthielte er versteinertes Moos. Man glaubte auch noch bis zum Beginn dieses Jahrhunderts, dass die Zeichnung des Steins von Moos verursacht wurde. Eine wissenschaftliche Analyse klärte auf, dass das vermeintliche »Moos« Manganoxyd, Eisen oder andere Mineralien sind.

Die gängigste Form des Moosachats in unserer heutigen Zeit ist der durchsichtige, weiße Quarz mit grünem Moos oder der weißliche und bläuliche Quarz mit schwarzem Moos. Moosachat kann man in den meisten Regionen der USA und an vielen anderen Plätzen der Erde finden. Am häufigsten kommt er in Flussbetten vor.

Der Moosachat ist ein Stein mit heilenden Kräften. Es hieß früher, dass er wohltuend für die Augen sei, man benutzt ihn jedoch auch als Pendel, um andere Körperteile zu behandeln. Manche Menschen tragen einen Moosachat stets bei sich, um seine heilenden Eigenschaften zu erproben. Da der Stein einen zarten Pflanzenwuchs zu enthalten scheint, wurde er als Verbindungsglied zwischen der Stein- und Pflanzenwelt betrachtet, was seinem Besitzer wiederum ermöglichte, beide Welten besser zu begreifen. In alten Zeiten glaubte man, dass es durst-löschend sei, einige Kügelchen Moosachat im Mund zu behalten.
Ebenso wurde geglaubt, dass die Fähigkeit des Steines, die Mineralien- und Pflanzenwelt zu verbinden, ihm auch die besondere Kraft verleihe, Regen heraufzubeschwören, wenn die Pflanzenwelt diesen dringend benötigte. Aus ebendiesem Grund wurde der Stein in vielen Regen-Zeremonien benutzt.

Hirsch-Menschen haben wie ihr Stein besondere Heilkräfte, wenn sie lernen, diese zu entfalten. Menschen dieses Totems können außergewöhnliche Fähigkeiten in nahezu jedem Bereich entwickeln, wenn sie nur gewillt sind, intensiv daran zu arbeiten. Hirsch-Menschen haben wie der Moosachat eine wohltuende Wirkung auf die Augen ihrer Mitmenschen. Sie fühlen sich selbst zur Schönheit hingezogen und bemühen sich, diese auf ihre Umwelt zu übertragen. So sind sie oft in der Lage, aus dem gewöhnlichsten Material die schönsten Dinge zu gestalten, und dank dieser Fähigkeit wird das Zuhause, der Arbeitsplatz und andere Orte, an denen sich Hirsch-Menschen aufhalten, zu anziehenden Plätzen für alle Beteiligten.

Menschen dieses Totems besitzen wie ihr Stein besondere Fähigkeiten, sich geistig mit ihren Verwandten in der Mineralien- und Pflanzenwelt zu verbinden. Sie fühlen sich gewöhnlich sowohl zu Pflanzen wie auch zu Mineralien stark hingezogen und haben die Begabung, Vertreter dieser beiden Reiche in anziehender Weise zusammenzubringen, ob nun in einem Terrarium oder in einem Garten. Hirsch-Menschen fühlen sich am wohlsten, wenn sie zumindest einen Teil ihrer Zeit in Gebirgs- und Hügellandschaften verbringen können, wo die Erdmutter die anderen Elemente, zu denen sie eine besondere Nähe verspüren, vereint hat.

Die Schafgarbe, das Pflanzen-Totem der Hirsch-Menschen, ist eine schön anzusehende, nützliche und vielseitige Pflanze, die äußerst fruchtbar ist.
Die Schafgarbe kann man an fast allen offenen Plätzen finden, sei es nun in der Stadt oder auf dem Land. Sie hat einen intensiven Duft und einen starken adstringierenden Geschmack, der von der in ihr enthaltenen Gerbsäure und dem Bitterstoff Achillein herrührt. Sie ist eine ganzjährige Pflanze, deren Blätter so fein verästelt sind, dass sie wie ein flaumiger Farn wirkt. Ihre Blätter sind es, die sich als einer der ersten Boten des Frühjahrs zeigen, und bis zum Sommer kann die Pflanze eine Höhe von etwa 1 Meter erreichen. Die weißen Blüten der Schafgarbe blühen fast den ganzen Sommer über. Sie wachsen an der Spitze des Stängels in unzähligen kleinen Köpfchen, die zusammen eine flache Trugdolde ergeben. Der Blütenstand kann einen Durchmesser von bis zu 30 Zentimeter erreichen.

Die Schafgarbe wird in Europa Achillea Millefolium genannt, nach Achilles aus der griechischen Sage, dem man zuschreibt, dass er den medizinischen Wert der Pflanze entdeckt hat, obgleich auch anzunehmen ist, dass die Urbewohner Amerikas diesen schon lange kannten. Die Ojibwa nannten die Schafgarbe Wabeno-Wusk, Pflanze der Dämmerung oder Pflanze des Ostwinds.
Alle Teile der Schafgarbe können medizinisch verwertet werden.

Die Ureinwohner Amerikas benutzten sie als Tonikum für Erschöpfungszustände und Verdauungsstörungen. Die Schafgarbe wirkt gleichzeitig nervenstärkend, stoffwechselanregend und blutreinigend, indem sie die Poren öffnet, damit die Giftstoffe entweichen und die Schleimhäute sich beruhigen können. Aufgrund dieser Eigenschaften ist die Schafgarbe äußerst heilsam für Erkältungen, Grippeerkrankungen und verwandte Krankheiten. Nimmt man Schafgarbe gleich zu Beginn einer Erkältung ein, kann man sich ihrer manchmal innerhalb von 24 Stunden wieder entledigen.

Die Schafgarbe kann auch harntreibend wirken, wenn dies vonnöten ist, hat jedoch nicht diese Wirkung, wenn sie nicht erforderlich ist. Ebenso wirksam bekämpft sie Hämorrhoiden, die besonders unangenehm während Schwangerschaften und Entbindungen auftreten. Äußerlich angewandt wirkt die Schafgarbe als lokales Betäubungs- und Desinfektionsmittel. Wenn man ein Blatt der Schafgarbe kurz kaut und auf einen Mückenstich auflegt, wird man feststellen können, dass der unangenehme Juckreiz innerhalb kürzester Zeit nachlässt. Auf dieselbe Weise scheint sie auch Zahnschmerzen zu lindern. Achilles behauptete, dass es heilsam sei, den Saft der Pflanze in das Auge zu träufeln, um eine Rötung oder Entzündung zu lindern. Im Orient benutzte man die Stängel der Schafgarbe, um das I GING zu werfen.

Die Schafgarbe kann für Angehörige des Hirsch-Totem eine sehr nützliche Heilpflanze sein, da diese häufig anfällig für ernsthafte Erkrankungen der Lungen, Drüsen und Bronchialwege sind. Wenn sich Hirsch-Menschen in einem Zustand der inneren Ausgewogenheit befinden, können ihnen diese Erkrankungen jedoch nicht mehr anhaben als einfache Erkältungs- oder Grippeerkrankungen, die ihre Atemwege angreifen. Die Schafgarbe ist ein ausgezeichnetes Heilmittel gegen solcherlei Krankheiten. Äußerlich angewandt, ist die Schafgarbe nützlich, um die Prellungen und Schürfungen zu anästhesieren und desinfizieren, die sich Hirsch-Menschen bisweilen zuziehen, wenn sie die Kontrolle über ihre Energien verlieren und in allzu heftige Reaktionen verfallen.

Wie sehr ähnelt diese Pflanze doch den Vertretern des Hirsch-Totems! Auch sie sind nützliche, vielseitige Menschen, die aufrichtig darum bemüht sind, der Welt, in der sie leben, Freude und Schönheit zu bescheren. Man wird sie jedoch in jedem exponierten Bereich antreffen, in dem sie sich einer Vielfalt von Arbeiten oder spielerischen Aktivitäten widmen. Hirsch-Menschen können wie ihre Pflanze äußerst »adstringierend« auf ihre Umwelt wirken, da sie manchmal über einen geradezu beißenden Humor verfügen, der besonders dann zutage tritt, wenn sie sich auf irgendeine Weise in die Enge getrieben fühlen oder sich in einen Bereich hineingewagt haben, in dem sie sich nicht sonderlich wohl fühlen. Während ihr Äußeres aus Milch und Honig zu bestehen scheint, fließt doch oftmals ein Bächlein Essig durch ihre Adern.

Hirsch-Menschen wirken wie ihre Pflanze häufig stärkend auf ihre nähere Umgebung. Gewöhnlich ist ihre Energie so sprudelnd, dass sie mühelos eine Handvoll anderer Menschen in ihr Kielwasser mitreißen können. Hirsch-Menschen geben gute Freunde ab, die einem beistehen, alle Probleme, mit denen man konfrontiert wird, zu bewältigen. Sie werden dich ermutigen, dich ihnen und dem Leben zu öffnen und all das herauszulassen, was sich als Schwierigkeiten im Innersten anstaut. Solange man seine Probleme auf interessante Weise vorzutragen vermag, solange kann man sich ihrer aufmerksamen Zuhörerschaft sicher sein — hüte dich jedoch davor, dich allzu oft zu wiederholen, ihre Gedanken sind zu schnell, als dass sie die Geduld aufbringen könnten, sich immer wieder dieselben Probleme anzuhören. Sie werden versuchen, dich mit ihrer aufrichtigen Besorgnis und vielseitigem Charme zu beruhigen und deinen Kummer zu lindern. Angehörige des Hirsch-Totem sind wahre Menschenfreunde, die sich aufrichtig darum bemühen, ihren Freunden Trost zu spenden und sie aufzuheitern, egal um was für ein Problem es sich handelt.

Es beunruhigt jedoch auch sie, wenn man in Bereiche vorstößt, die ihnen allzu persönlich und tief erscheinen. Sie befürchten nämlich dann, dass man, wenn man sich ihnen völlig öffnet, das gleiche auch von ihnen erwarten könnte, und Hirsch-Menschen sind trotz ihrer Geselligkeit äußerst zurückhaltend, wenn es darum geht, anderen Einblick in die Tiefen ihres Seins zu gewähren.
Hirsch-Menschen haben die Begabung, viel und ausgiebig zu reden. Sie können sich mit jedermann über jedes Thema ergehen — bis zu einem Punkt, wo es zu persönlich wird und sie ungeniert und unter Aufwendung ihres ganzen Charmes das Thema der Unterhaltung so schnell wechseln, dass es nicht einmal auffallen wird, dass sie »vergessen« haben, jene Frage nach ihrem eigenen Wohlsein und Leben zu beantworten.

Hirsch-Menschen können sich wie die Schafgarbe und der Moosachat mit Leichtigkeit heilende Kräfte aneignen. Sie haben die gleiche Gabe wie diese Totems, die Augen der Menschen, mit denen sie arbeiten, zu öffnen, zu heilen und ihnen somit zu helfen, alle Dinge klarer zu erkennen. Und dennoch sind sie selten in der Lage, die Dinge selbst klar zu sehen, da ihr Auge so damit beschäftigt ist, von einer Idee zur anderen zu schweifen, dass sie sich nie wirklich die Zeit nehmen, die Wahrheit, die in den einzelnen Dingen verborgen liegt, zu ergründen.

Ihre Angehörigkeit zum Schmetterlingsklan verstärkt diese Tendenz, von einer Sache zur nächsten zu springen. Alle Schmetterlings-Menschen haben die Angewohnheit, einen Großteil ihrer Zeit damit zu verbringen, durch die Lüfte zu flattern, eine Sache nach der anderen zu prüfen und niemals wirklich dazu bereit zu sein, sich auf irgend etwas Konkretes einzulassen. Der Mond der Hirsch-Menschen — der Mond der Maisaussaat, der letzte Mond des Frühjahrs, wenn sich die Dinge in die Pfade des Wachstums hineinbegeben haben — verhilft ihnen jedoch zu einem gewissen Maß an Stabilität und eröffnet ihnen etwas von der Wesenheit von Wabun, der Hüterin des Geistes aus dem Osten. Zu diesem Zeitpunkt befinden sich die Samen bereits im Erdreich, haben gekeimt und ihre richtige Gestalt angenommen. Wabuns Geschenk der Erleuchtung fällt Hirsch-Menschen am leichtesten zu, wenn sie gelernt haben, ihre richtige Form und Gestalt zu erkennen.

Die Farben der Hirsch-Menschen sind weiß und grün. Ihr Weiß des gestaltlosen Seins, des Raumes, in dem alles möglich zu sein scheint. Es ist das Weiß eines neu in die Welt entlassenen Kindes in seiner ganzen Reinheit und Unschuld. So wie auch dieses Weiß alle Farben des Regenbogens in sich birgt, neigen Hirsch-Menschen dazu, zahllose Möglichkeiten in sich zu tragen. Ihr Grün ist das Grün der Natur, der Heilung und Erneuerung. Dieses Grün kann sich jedoch auch in eine Farbe der Selbstgerechtigkeit verwandeln — der Selbstgerechtigkeit eines Menschen, dessen Meinung stets vorherrschen sollte.

Das Tier-Totem jener Menschen, die während des Mondes der Maisaussaat geboren sind, ist natürlich der Hirsch, jenes feinfühlige, anmutige und wachsame Wesen, das allen durch seinen bloßen Anblick Schönheit und Freude beschert. In den Vereinigten Staaten gibt es drei Hirscharten: der Maultierhirsch, der Weißwedel-Hirsch und der Schwarzwedelhirsch. Ein jeder von ihnen lebt in der Regel in verschiedenen Regionen: Der Maultier-Hirsch bewohnt sämtliche Weststaaten der USA und Kanada; der Weißwedel-Hirsch kommt vorwiegend im Osten des Landes vor, obgleich auch manche Rudel in Kalifornien und den Nordwest-Staaten zu finden sind; und die Schwarzwedel-Hirsche leben in der Sierra Nevada und ihrem Ausläufer, dem Kaskadengebirge. All diese verschiedenen Hirscharten sind relativ anpassungsfähig, obgleich der Schwarzwedel-Hirsch eine entschiedene Vorliebe für Waldregionen zeigt.

Während es in Größe und Gewohnheit einige Unterschiede zwischen diesen drei Hirscharten gibt, sind sie in der Regel alle zwischen 70 Zentimeter und 1 Meter hoch (bis zur Schulter gemessen) und bis zu 400 Pfund schwer. Der Weißwedelhirsch ist der kleinste unter ihnen und der Maultier-Hirsch der größte Vertreter. Der Weißwedel-Hirsch hat seinen Namen aufgrund der weißen Unterseite seines Schwanzes erhalten, den er dazu benutzt, anderen Hirschen Zeichen zu geben. Der Schwarzwedel-Hirsch hat einen schwarzen Schwanz und der Maultier-Hirsch ungewöhnlich große Ohren, die an die Ohren eines Maulesels erinnern. Hirsche haben eine blökende Stimme, die manchmal der eines Schafes ähnelt. Sie schnaufen, wenn sie aufgebracht sind, stoßen quiekende Laute aus, wenn sie angegriffen werden oder Schmerzen erdulden müssen, und haben manchmal ein ganz besonderes Blöken, wenn sie ihre Kitze rufen.

Weißwedel— und Schwarzwedel-Hirsche bewegen sich in einer Reihe von langen anmutigen Sprüngen vorwärts, während der Maultier-Hirsch sich mit steifbeinigen, kurzen Sätzen fortbewegt. Die Grundfarbe des Weißwedel-Hirsches ist das Rotbraun des Sommers, das im Laufe des Winters ergraut. Schwarzwedel-Hirsche sind hingegen dunkelbraun und im Winter dunkelgrau mit weißen Bauchpartien. Die Kitze aller drei Hirscharten sind bei der Geburt gefleckt, was für sie während der ersten 6—8 Wochen, in denen sie versteckt bleiben, einen natürlichen Schutz darstellt, bis sie in der Lage sind, mit ihren Müttern mitzulaufen. Kitze werden als zusätzlicher Schutz der Natur ohne Fährte geboren.
Die Böcke stoßen jedes Jahr ihr Geweih ab, das anschließend wieder nachwächst. Es heißt, dass sie dieses verlieren, um sich selbst zu schwächen und die neugeborenen Kitze und Hirschkühe in dieser Zeit nicht belästigen zu können. Das Geweih wird im Januar oder Februar abgeworfen, und es ist erst bis zur Paarungszeit — im Spätherbst — wieder vollständig nachgewachsen. Während das Geweih nachwächst und sich in jenem weichen, samtenen Stadium befindet, müssen sich die Böcke sehr in acht nehmen, da das Geweih in dieser Zeit ungewöhnlich stark durchblutet und daher sehr empfindlich ist. Dieser Wachstumsprozess entzieht ihnen einen Großteil ihrer körperlichen Kraft.

Hirsche leben mit Ausnahme der Paarungszeit in Rudeln oder kleinen Gruppen mit anderen Angehörigen ihres eigenen Geschlechts zusammen. Während der Paarungszeit sind die Böcke sehr eigenbrötlerisch. Im Gegensatz zu anderen Mitgliedern der Hirschfamilie versuchen sie nicht, sich einen Harem zuzulegen, sondern springen vielmehr von Kuh zu Kuh und berücksichtigen dabei ganz das Interesse des Weibchens. Während dieser Zeit begeben sich die Böcke, die im ersten Teil des Jahres noch enge Freunde gewesen sind, mit ihrem voll-ausgebildeten Geweih oftmals gegeneinander auf den Kampfplatz. Gewöhnlich gehen diese Kämpfe nicht tödlich aus, es sei denn, ihr Geweih verhakt sich ineinander und sie müssen elendig verhungern. Nach der Paarung werden die Hirschrudel gewöhnlich von einer älteren Kuh bis zum Ende des Winters geführt. Im Frühjahr gebären die Kühe ihren Nachwuchs, der oft aus Zwillingen, ja sogar Drillingen bestehen kann. Diese Neigung zur Mehrfachgeburt ist oft die Ursache für eine Überbevölkerung unter den Hirschen, was wiederum zur Folge hat, dass viele Hirsche in kargen Wintern, in denen Blätter, Triebe, Knospen, Wurzeln und Gras nur sehr spärlich sind, verhungern müssen. Die Feinde der Hirsche sind Kojoten, Hunde, Bären und Wildkatzen sowie Waldbrände, Menschen und Autos. Man schätzt, dass jährlich über 400000 Hirsche auf den Straßen überfahren werden.

Hirsch-Menschen sind wie ihr Totem empfindsame, anmutige, bewegliche und wachsame Wesen. Sie sind von Natur aus intuitiv veranlagt, was ihnen ermöglicht, zumindest die Gefühle, die sich an der Oberfläche ihrer Mitmenschen abspielen, leicht zu erraten. Da ihre eigene Gefühlswelt so wechselhaft ist, haben sie in der Regel die meisten Stimmungen und Launen, in denen sich andere Menschen befinden, schon längst durchlebt. Dies verleiht ihnen die Fähigkeit, anderen zuzuhören und — sei es nur mit einem Ohr — die Gefühle und Probleme ihrer Freunde und Bekannten zu verstehen. Sie haben große Schwierigkeiten, anderen ihre ungeteilte Aufmerksamkeit zu widmen, da ihre eigenen Gedanken und Gefühle von dem, was man ihnen erzählt, zu neuen Sprüngen angeregt werden und es sie drängt, diese sogleich mitzuteilen. Hirsch-Menschen vermögen es jedoch, ihre eigenen Gefühle so geschickt und anmutig in das Gespräch einzubringen, dass der Gesprächspartner kaum zur Kenntnis nimmt, dass er unterbrochen worden ist. Aufgrund ihrer erhöhten Wachsamkeit entgeht es ihnen jedoch nicht, wenn sie ein Gespräch zu häufig unterbrechen, und sie bemühen sich dann um so mehr zuzuhören, so dass man niemals mit einem Gefühl von ihnen weggehen wird, nicht ihre volle Aufmerksamkeit erhalten zu haben.

Das Verlangen nach Schönheit in ihrer Umgebung ist ein tiefgreifender Wunsch in jedem Hirsch-Menschen. Sie umgeben sich gerne mit schönen Landschaften oder einem reizvollen Zuhause und mit Menschen, die ihnen zumindest auf einigen Ebenen schön erscheinen. Dies heißt jedoch nicht, dass sie nur Kontakt mit physisch schönen Menschen suchen. Hirschmenschen sind intuitiv und einfühlsam genug, um zu wissen, dass Schönheit nicht nur eine Sache der äußeren Hülle, sondern auch des inneren Kerns ist. Diese Menschen bereiten wie der Hirsch jenen Mitmenschen, die sie kennen und schätzen, oftmals Freude. Es ist dies ein tiefes Verlangen, das im Innersten ihres Herzens wohnt, da sie wohl wissen, dass Freude eine notwendige Voraussetzung ist, um die Schönheit der Welt schätzen zu können.

Angehörige des Hirsch-Totems sind kluge, findige und schöpferische Menschen. Sie haben sowohl auf der physischen wie auf der emotionalen Ebene die Begabung, aus den einfachsten Dingen etwas von großer Schönheit zu schaffen. Sie sind oftmals in vielerlei Hinsicht Künstler oder Musikanten, was ihrer innersten Seele die wahre Erfüllung bringt. Dies drückt sich manchmal auf ungewöhnlichste Art und Weise aus. Es mag sein, dass sie kulinarische Kunstwerke, besonders wirksame Kräutertinkturen oder genial erdachte Theorien hervorbringen anstelle von Ölgemälden oder Aquarellen. Es ist ihnen gleich, in welchem Bereich sie sich ausdrücken, wenn sie nur schöpferisch arbeiten können und das Ergebnis schön ist. Emotional gesehen können Hirsch-Menschen durch ihr aufrichtiges Interesse, ihr Einfühlungsvermögen und ihre Klugheit die Schönheit in den Menschen, die sie umgeben, förmlich zum Leben anregen. Sie haben einen unfehlbaren Blick für die Schönheit in allen Menschen und suchen diese stets auch anderen zu offenbaren.

Diese Menschen haben wie der Hirsch ein großes Spektrum von Geräuschen, mit Hilfe derer sie sich gewöhnlich sehr enthusiastisch ausdrücken, und dieser Enthusiasmus ist ansteckend! Wenn ein Hirsch-Mensch in Gelächter ausbricht, wird er im Nu jeden im Raum damit anstecken.

Manchmal teilen jedoch Hirsch-Menschen auch eine andere Eigenschaft mit ihrem Totem, die sich weniger positiv auswirkt. Da sie sich zur gleichen Zeit zu so vielen verschiedenen Menschen gleich stark hingezogen fühlen, haben sie Schwierigkeiten, sich auf eine Beziehung zu beschränken. Es gibt so viele Menschen, die sie aufrichtig anziehend finden, dass es ihnen manchmal nahezu unmöglich ist, sich für einen einzigen zu entscheiden. Dies trifft sowohl auf die Männer dieses Totems wie auch auf die Frauen zu, obgleich es oftmals im männlichen Vertreter stärker auftritt. Diese Menschen genießen es, wie der Hirsch, auch mit Vertretern des eigenen Geschlechts zusammenzusein und mit ihnen die besonderen Qualitäten, die sie gemein haben, zu teilen.

Es ist dringend vonnöten, dass Hirsch-Menschen es lernen, eine Beziehung zu finden, in der sie sich so wohl fühlen, dass sie die Bereiche ihres Seins, die sie für gewöhnlich zu verbergen suchen, offenbaren können. Ebenso müssen sie lernen, den Wert von Beständigkeit in ihrem Leben anzuerkennen, da sie ansonsten ihr ganzes Leben damit verbringen werden, von einer Idee zur anderen zu springen, ohne jemals das zu finden, was sie wirklich suchen. Sie haben immense Schwierigkeiten, ihre Zeit und Energie einzuteilen und ihr Leben in einer effektiven Weise einzurichten. Wenn sie dies nicht lernen, können sie leicht anfällig werden für Krankheiten, die sie zwangsweise bremsen werden, oder für Zustände, in denen ihr Körper ebenso sprunghaft und nervös sein wird, wie ihre Gedanken es ohnehin schon sind. Wenn sie es nicht schaffen, Menschen zu finden, denen sie sich öffnen können, werden sie auch anfällig für Blockierungen ihres Organismus werden.

Hirsch-Menschen sind liebevolle Eltern, obgleich es manchmal einer ungeheuren Umstellung bedarf, bis sie sich dem Rhythmus eines Kindes anpassen können. Sie ziehen es wie die Hirschkuh häufig vor, ihre Kleinsten in einem sicheren Versteck zu belassen, während sie selbst ihren Geschäften nachgehen und erst dann zurückkommen, wenn es an der Zeit ist, ihnen Nahrung und Liebe zukommen zu lassen. Hirsch-Männern fällt die Rolle des fürsorglichen Vaters wesentlich schwerer als den Frauen. Es scheint ihnen etwas völlig Neues und Fremdes zu sein, und sie müssen sich einen gewaltigen Ruck geben, um sich mit der Entwicklung eines Kleinkindes auseinandersetzen zu können. Sobald das Kind älter geworden ist und mit den Eltern mitlaufen kann, fühlen sich beide Teile wohler.

Hirsch-Kinder sind dank ihrer Einfühlsamkeit, ihrer Intuition und Kreativität durchaus in der Lage, sich selbständig zu beschäftigen. Sie freuen sich daran, andere zu unterhalten und zu erfreuen. Worin sie wiederum den erwachsenen Hirsch-Menschen gleichen. Sie können sich wie Kitze mit Leichtigkeit und ohne aufzufallen, ihrer Umgebung anpassen, womit sie Bedrohungen aus allen Bereichen entgehen. Da sie in der Regel ruhige, leicht zu beschäftigende und unterhaltsame Kinder sind, verkörpern sie häufig das Idealbild eines Kindes, wonach sich alle Eltern sehnen.

Während Menschen dieses Totems fast mit allen anderen Menschen gut zurechtkommen, tun sie sich besonders leicht mit Raben- und Otter-Menschen, die ebenso wie sie dem Schmetterlingsklan angehören, sowie mit den Vertretern des Donnervogelklans — den Roten-Habicht-Menschen und den Stör-Menschen. Ihre Ergänzung finden sie im dritten Vertreter des Donnervogelklans, dem Wapiti-Menschen.
Wenn Menschen anderer Monde sich in dieser Position auf dem Medizinrad einfinden, werden sie etwas von ihren eigenen Fähigkeiten entdecken, einfühlsamer, beweglicher zu sein und die Schönheit des Lebens in all seinen Ausdrucksformen schätzen zu lernen. Ebenso werden sie jedoch auch die Kräfte und Schwächen kennenlernen, die ein schnelles dahinfließen der Lebensenergie mit sich bringt.

Specht

Buntspecht ♂ (Dendrocopos major)

Zeit der langen Tage

Mond der Kraftvollen Sonne

(Specht*) 21. Juni — 22. Juli
*Flicker — eine ausschließlich in Amerika vorkommende Spechtart, die sich

im äußeren Erscheinungsbild und Verhaltensweise von den europäischen Spechtarten unterscheidet.

Jene Menschen, die im Mond der Kraftvollen Sonne, zwischen dem 21. Juni und dem 22. Juli, geboren sind, haben den Karneol als Totem im Reich der Mineralien, die Heckenrose als Totem im Pflanzenreich und den Specht als Totem im Tierreich. Ihre Farbe ist das Rosa der Rose und des Spechts, und sie gehören dem Elementenklan der Frösche an.

Der Stein dieser Menschen ist wie der Moosachat ein Chalzedon, eine kryptonkristalline Form des Quarzsteines. Karneol ist ein klares Chalzedon, dessen Farbe von Rosa über Rot bis hin zu Gelb variieren kann. Die gelbe Art wird gewöhnlich als Sardion bezeichnet, die Bezeichnung »Karneol« wird genaugenommen nur auf den durchsichtigen Vertreter dieses Minerals angewandt. Die milchige Form dieser Steine ist Jaspis.

Der Karneol wurde schon in frühester Zeit in allen Teilen der Welt zu Schmuck und anderen Ornamenten verarbeitet. Es war wohl der erste harte Stein, in den man in alten Zeiten Gravierungen schnitt. Der Karneol wurde aufgrund seiner Farbe oft mit dem Blut in Verbindung gebracht, und man benutzte ihn in Notfällen häufig, um Verletzungen zu behandeln, da es hieß, dass er den Blutfluss einer Wunde zum Stillstand bringen könne. In solchen Notfällen ließ man ihn wie ein Pendel an einer Schnur oder einem Lederriemen über der Wunde baumeln, da man glaubte, dass die kreisförmigen Bewegungen des Steines den Blutfluss eindämmen und den Heilungsprozess einleiten würden.

Der Karneol wird aufgrund seiner Farbe und seiner Eigenschaften auch mit dem menschlichen Herzen in Verbindung gebracht. Ein Karneol galt als Geschenk des Herzens und wurde oft als Symbol einer Liebesbezeugung weitergegeben. In alten Zeiten glaubte man, dass das Tragen eines Karneols dazu beitragen würde, das Herz bei guter Gesundheit und für alle Gefühle offenzuhalten, die sich in ihm ansammeln. Mütter trugen häufig einen Karneol, um ihre Herzen für die Bedürfnisse und Nöte ihrer Kinder aufnahmebereit zu halten.

Specht-Menschen werden wie ihr Stein oft mit der Vorstellung verbunden, ihre Umgebung und besonders ihr Zuhause auszuschmücken, da es ihnen äußerst wichtig ist, ein bequemes und schönes Heim zu haben. Specht-Menschen sind sehr häuslich und fühlen sich am ausgeglichensten, wenn ihre häusliche Umgebung, sei es nun physisch, geistig oder emotional, in Ordnung und schön anzusehen ist. Sie werden wie ihr Stein schnell von neuen Gedanken und Gefühlen in Beschlag genommen und sind hat dieser Wechsel einmal stattgefunden — in ihrem Festhalten an jenem Konzept, für das sie sich entschieden haben, unerschütterlich. Bevor sie jedoch irgendwelchen Neuerungen Einlass in ihr Leben gewähren, werden sie einige Zeit damit verbringen, abzuwägen und zu analysieren, wie sich diese Neuerungen zusammensetzen und wie sie mit den anderen Konzepten, die ihr Leben bestimmen, zusammenpassen.

Specht-Menschen werden wie ihr Stein sowohl wörtlich wie bildlich mit dem Blut in Verbindung gebracht. Menschen dieses Totems haben eine besondere Verbindung mit der Milz, dem Blutkreislauf sowie mit Brust und Bauch. Sie haben die Fähigkeit, offen und ungehemmt mit dem Leben zu fließen, so wie auch das Blut frei und ungehemmt durch einen gesunden Körper fließt. Es ist gut, Specht-Menschen in Notfällen zur Stelle zu wissen, da ihre intuitiven Kräfte helfen können, den wahren Auslöser des Notfalles zu erkennen, und ihr besorgtes Eingreifen der verletzten Person das Gefühl geben kann, auf die bestmögliche Art versorgt zu werden.

Specht-Menschen sind äußerst einfühlsam für die Zeichen und Botschaften ihres eigenen Herzens. Wenn sich ein Specht-Mensch verliebt, dann ist das eine Liebe, auf die man bauen kann und die, mit Ausnahme der Untreue von der anderen Seite, allem standhält. Wenn sie sich in ihrem inneren Gleichgewicht befinden, sind Menschen dieses Totems offen und voller Liebe für ihre Mitmenschen. Ihre Herzen können alles, was sie umgibt, seien es nun Pflanzen, Mineralien, Tiere oder Menschen, förmlich mit ihrer Liebe überfluten. Specht-Menschen sind gewöhnlich sehr liebevolle Eltern, die bereit sind, für das Glück ihrer Kinder große Opfer zu bringen. Sie sind die Menschen, deren Haus oftmals mit Kindern überquillt, seien es nun die eigenen oder Kinder aus der Nachbarschaft, die eine Sonderportion Liebe oder Zuwendung brauchen — und diese werden Specht-Menschen in Fülle vergeben.

Die Pflanze dieser Menschen ist die Heckenrose, jener wunderbare Busch, der zu unzähligen Gedichten und ungezählten Liedversen inspiriert hat. Die Heckenrose ist eine aufrecht wachsende Staude mit stacheligen Zweigen und zusammengesetzten Blättern, die aus 5 bis 7 scharf gesägten Blättchen bestehen. Diese gleichen den Blättern der Edelrose, sind jedoch etwas kleiner. Die Blüte hat 5 Blütenblätter, die von dem fleischig gelben Rand des Blütenbodens ausstrahlen. Farblich können sie von Hell bis Leuchtendrosa variieren. Wenn die Blüte abgefallen ist, bildet sich die als Hagebutte bekannte Frucht heran, eine orangefarbene Beere. Viele Hagebutten haben eine fleischige Schale, die mit kleinen weißen Samen gefüllt ist, manche sind jedoch kernlos.

Während viele Kräuterführer den Geschmack der Schale als angenehm und mild bezeichnen, weisen andere darauf hin, dass er durchdringend würzig und äußerst ausgeprägt sei. Hagebutten sind eine der vitaminhaltigsten Pflanzen, die es gibt. Die Rosen blühen von Mai bis Juli und bereichern in dieser Zeit ihre gesamte Umgebung mit ihrem herrlichen Duft. Die Hagebutten können im Herbst geerntet werden.

Man kann die Hagebutte den gesamten Herbst und Winter über roh verzehren, was bei vielen indianischen Stämmen üblich war. Man kann sie jedoch auch trocknen, als Tee trinken, zu Mehl vermahlen oder in Marmeladen oder Suppen verwenden. Es heißt, dass etwa 40 % des Vitamin-C-Gehalts durch Kochen entzogen wird und durch Trocknen etwa 65%. In alten Kochbüchern kann man noch gute Rezepte zur Verarbeitung der Hagebutte entdecken, während die modernen Bücher es häufig versäumen, darauf hinzuweisen.

Hagebutten sind aufgrund ihres hohen Vitamin-C-Gehaltes ausgezeichnete Heilmittel für Erkältungen, Halsschmerzen und Grippeerkrankungen. Lässt man die Blütenblätter der Heckenrose in kochendem Wasser ziehen, ergibt sich ein köstlicher Tee, der eine leicht adstringierende und beruhigende Wirkung auf den menschlichen Organismus haben soll. Auch die Zweige und Wurzeln der Pflanzen können geschält und als Tee aufgekocht werden, was wirksam gegen Erkältungskrankheiten sein soll. Früher benutzte man Hagebutten-Tee dazu, um Gallensteine und Nierensteine aufzulösen und zu entfernen sowie um das Blut von Menschen zu reinigen, die an Blut- und Leberleiden erkrankt waren. In jenen Tagen wurde das destillierte Wasser der Blätter und Blüten dazu benutzt,, das Herz zu kräftigen, die Lebensgeister anzuregen und körperliche Gebrechen aller Art zu bekämpfen, die den sanft kühlenden Effekt der Pflanze benötigten.

Eingeborene Völker benutzen die Hagebutte zusammen mit der Minze und der Himbeere als Tee, der sowohl Erwachsenen wie Kindern zu körperlichem und seelischem Wohlbefinden verhalf. Nach den Berichten eines Kräutermannes der Mohawk gibt es eine indianische Prophezeiung, dass nach dem Eindringen der Europäer auf dem amerikanischen Kontinent ein Heilmittel für bösartige Erkrankungen benötigt werden würde, die den Niedergang dieser Zivilisation zur Folge haben könnten. Dieses Heilmittel gegen Krebserkrankungen würde — so heißt es weiter in der Prophezeiung — einer Rosenkreuzung entstammen, die ein Mensch indianischer Herkunft entwickeln würde.

Rosenwasser, das aus den Blüten der Pflanze hergestellt wurde, verwendete man in alten Zeiten häufig in Augen-Tinkturen, um die Augen von den unangenehmen Nebenwirkungen des Heuschnupfens zu befreien. Die Heckenrose, auch Hundsrose genannt, wurde ebenfalls von Kräuterkennern dazu benutzt, um den Geruch weniger wohlriechender Pflanzen zu überdecken, die zu medizinischen Zwecken eingenommen werden mussten. Rosenblätter werden heute noch zu einem Öl verarbeitet, das in der Herstellung von Parfums oder Haarwassern Verwendung findet, und die getrockneten Blütenblätter sind einer der Hauptbestandteile von Duftkissen, die man zwischen Kleider sowie in Schränke und Schubladen legt. Specht-Menschen können von ihrer Pflanze die große Auswahl von Möglichkeiten kennenlernen, die ihnen zur Verfügung stehen, wenn sie sich im richtigen Fluss ihrer Lebensenergie befinden. Sie können wie die Rose wahrhaft schöne Menschen sein, die in der Lage sind, andere sowohl mit ihrer Schönheit wie ihrer Nützlichkeit zu inspirieren.

Specht-Menschen haben wie ihre Pflanzen etwas Wildes an sich und eine besondere Anziehungskraft, sofern sie sich in einer natürlichen Umgebung befinden. Wenn ihr Leben in voller Blüte steht, können sie jeden, der sie betrachtet, aufrichtig beglücken, und wenn die ersten Blüten anfangen welk zu werden, werden diese von den Früchten der Weisheit ersetzt, die jene Phase hervorbringt. Specht-Menschen werden wie die Hagebutte häufig ihrer äußeren Schale wegen, jener sichtbaren Attribute, mit denen sie sowohl im physischen wie im emotionalen Bereich reich beschenkt sind, auserwählt. Und doch schlummert im Inneren dieser Menschen ein tiefes Wissen, das ebenso nutzbringend ist wie ihre sichtbaren Kenntnisse, wenn man sich nur die Mühe macht, sich durch diese hindurchzuarbeiten.

Specht-Menschen, die nicht im Einklang mit sich selbst stehen, können ebenso hohl erscheinen, wie manche Menschen es dem Geschmack der Hagebutte nachsagen. In dieser Verfassung können sie sogar träge und faule Menschen werden, die sich weit häufiger in unausgegorenen Emotionen verlieren, als sich in einer realistischeren und anhaltenderen Sache zu engagieren. Wenn sich Specht-Menschen in einem Zustand der inneren Disharmonie befinden, scheinen sie zu keinem selbständigen Gedanken und zu keiner stabilen emotionalen Beziehung imstande zu sein. Wenn sie sich jedoch in Einklang mit ihrem Inneren befinden, sind sie äußerst empfindsam und in der Lage, die Dinge um sich herum aufzunehmen und auch widerzuspiegeln. Dann sind sie auch befähigt, selbständige Entscheidungen zu fällen, ob es nun geistiger oder emotionaler Art sei, und auch zu diesen zu stehen.

Hagebutten- oder Rosenblättertee kann Menschen dieses Totems helfen, ihr Blut zu reinigen und Erkältungs- und Grippeerkrankungen abzuwehren, damit diese sich nicht ausbreiten und Magen, Leber oder andere empfindliche innere Organe angreifen. Diese Tees können ebenso das Herz der Specht-Menschen stärken, da ihr manchmal wahlloses Verteilen von Liebe sie, völlig geschwächt zurücklässt. Der ausgeglichene Specht-Mensch befindet sich in der Regel bei guter Gesundheit und wird die Blüten und Früchte seiner Pflanze als ein schmackhaftes und wohlriechendes Getränk genießen, das ihm zu körperlichem und seelischem Wohlbefinden verhilft.

Die Farbe der Specht-Menschen ist Rosa, welches entweder das Rosa der noch nicht erreichten Reife oder aber der universellen, allheilenden Liebe sein kann — je nachdem in welchem Stadium des Wachstums sich der betreffende Mensch befindet. Specht-Menschen, die noch nicht zu ihrer Mitte vorgedrungen sind, werden oft von einem tosenden Meer von Emotionen überspült, das sie davon abhalten wird, einen Ort der Harmonie und inneren Ruhe zu erlangen. Jene Menschen, die jedoch ihre Richtung im Leben gefunden haben, werden in der Lage sein, ihre eigenen Emotionen und Empfindsamkeiten in solche Pfade zu lenken, die allen Menschen, die damit in Berührung kommen, helfen werden.

Die sprunghafte Emotionalität der Specht-Menschen wird natürlich durch ihre Zugehörigkeit zum Froschklan noch intensiviert. Angehörige dieses Klans finden sich oft im kraftvollen, jedoch auch ziellosen Fluss ihrer eigenen Gefühlsintensität wieder.
Als erste der Menschen, die von Shawnodese, dem Hüter des Geistes aus dem Süden, gelenkt werden, wird ihre natürliche Wesensveranlagung noch verstärkt, da Shawnodese die Zeit des schnellen Wachstums und die Eigenschaft des Vertrauens symbolisiert.
Dies drängt Specht-Menschen dazu, ihre Gefühle intensiver zu erleben, damit sie die Fähigkeit erlangen, im Leben soviel wie möglich und vor allen Dingen mit Vertrauen zu wachsen.

Ihr Mond, der Mond der Kraftvollen Sonne, verhilft ihnen jedoch auch zu Stabilität, während er ihren Drang nach vorne etwas abbremst, da die Zeit der Kraftvollen Sonne die Jahreszeit ist, in der wir zwar schnell, jedoch nur in der richtigen Richtung wachsen sollten. Die Sonne hilft uns dabei, indem sie unsere Kraft für oberflächliche Aktivitäten anzapft und uns gleichzeitig auf unsere rechten Pfade lenkt. Dies ist der Mond der Sommersonnenwende, die Zeit des Jahres, wenn alle Dinge der Erde danach trachten müssen, Blüten zu entfalten und Früchte zu tragen.

Das Tier-Totem jener Menschen, die während des Mondes der Kraftvollen Sonne geboren sind, ist der häufig vorkommende und geheimnisvolle Specht. Die amerikanische Bezeichnung für den Specht wurde abgeleitet von der lateinischen Gottheit Picus, in den sich Circe verliebt hatte. Als diese ihn bat, die Sonne als Schwiegervater anzunehmen, weigerte er sich und wurde in einen Specht verwandelt. Es gibt in den USA zwei Spechtarten: der Gelbschaftspecht, der seinen Namen aufgrund der gelben Unterseite seiner Flügel hat, lebt gewöhnlich östlich der großen Ebenen, während der Rotschaftspecht, der seinen Namen aufgrund der fast koralleroten Unterseite seiner Flügel hat, westlich der großen Ebenen lebt. Beide Spechtarten sind graubraun mit einem weißen Rumpf, einem roten Halbmond um den Hals, einem schwarzen Halbmond auf der Brust und etwas unterhalb davon schwarzen Tupfen. Beide Spechtarten kann man an einer Vielzahl von verschiedenen Plätzen antreffen: im Wald, im Umkreis von ländlichen Anwesen, ja selbst in Vororten. Im Gegensatz zu anderen Spechten halten sie sich viel auf dem Boden auf und können wie Singvögel auch aufrecht auf Asten sitzen. Sie sind Trommler, die ihre Lieder auf abgestorbenen Ästen, Blechdächern und Holzhäusern schlagen. Dies geschieht manchmal, um Insekten anzuziehen, manchmal jedoch aus purer Freude am Spielen. Während der Paarungszeit geben sie besonders hervorragende Vorstellungen ihrer musikalischen Talente.

Spechte ernähren sich von Insekten, wilden Samen und Beeren, mit einer gelegentlichen Beigabe von Getreide oder Mais. Sie besitzen ein reichhaltiges Spektrum von Geräuschen, das von »yuk-yuk-yuk« über »wicker-wicker-wicker« und »wake up — wake up« (wach auf — wach auf), was manchmal als »cheer up — cheer up« (fasse Mut — fasse Mut) interpretiert wird, bis zu »cook — cook — cook — cook« reicht. Der Flug des Spechts ist kraftvoll und zielstrebig, wenn er sich einmal mit einer Reihe von wellenartigen Sprüngen nach oben und unten in die Luft geschwungen hat. Wie alle Vertreter seiner Familie hat er einen kräftigen Schnabel, eine lange Zunge und jeweils zwei Vorder- und Rückzehen mit scharfen gekrümmten Krallen, die es ihm ermöglichen, sich am Baum festzuhalten, während er nach Larven gräbt.
Der Specht schlägt ein kürbisförmiges Loch in einen Baumstamm, in das er sein Nest einrichtet und das später häufig von anderen Vogelarten weiterbewohnt wird. Diese Nester sind gewöhnlich 2 bis 7 Meter hoch, während ihre Öffnungen nur etwa 5 Zentimeter im Durchmesser sind. Spechte können 6 bis 25 Eier legen, wobei 8 jedoch der Durchschnitt ist. Wie die meisten Vögel sind auch Spechte gute und fürsorgliche Eltern, die ihren Nachwuchs bestens versorgen, bis es Zeit ist, ihn aus dem Nest zu werfen und auf seine eigenen Pfade zu entlassen.

Der Specht ist für viele indianischen Stämme der USA ein Vogel besonderer Bedeutung. Er gilt als überaus mutiges Wesen, und die Legende erzählt, dass er rote Flügel hat, weil er sich einem Feuer, das der Erdbebengeist entfacht hatte, in der Absicht, es zu löschen, zu sehr genähert hatte und Flügel und Schwanz von den lodernden Flammen rot gefärbt wurden. Spechte werden jedoch auch besonders wegen ihres Trommelns geschätzt — ihr Trommelschlag repräsentiert wie der Schlag einer jeden Trommel den Puls des Herzens und der Erde. Auch aufgrund ihrer Lieder werden Spechte als besondere Vögel betrachtet, und ihre Federn werden in religiösen Gegenständen und Zeremonien benutzt. Da diese rot sind, werden sie mit Blut in Verbindung gebracht und häufig den Kriegsgeistern dargeboten. Rote Specht-Federn, die auf Gebetsstöcken befestigt sind, werden als Kriegsopfergaben gegen menschliche oder geistige Feinde betrachtet. Spechtfedern im Haar kennzeichnen den Träger als Mitglied einer Medizin-Gesellschaft.

Menschen dieses Mondes können von dem Specht über ihre latent vorhandenen mystischen Begabungen erfahren, die nur dann in ihnen zutage treten, wenn sie im Gleichgewicht einer äußerst ausgeglichenen Umgebung aufgefangen werden. Specht-Menschen haben die Fähigkeit, die reale Ebene zu durchdringen und die Dinge mit anderen Augen wahrzunehmen. Sie sind aufgrund dieser Fähigkeit sehr intuitiv veranlagt, und die Wahrnehmung, die sie auf diese Weise erreichen, ist es, die ihnen am meisten dazu verhelfen kann, den richtigen Pfad im Leben zu finden. Viele Specht-Menschen erkennen nicht, welcher Kraft sie durch das Leben folgen, und finden es schwer, anderen Menschen zu erläutern, wie sie ihre Entscheidungen treffen. Menschen, die logischer veranlagt sind, empfinden Specht-Menschen oft als nachlässige, irrationale Denker, da sie sehr stark auf ihre Intuition vertrauen, ohne jedoch zu begreifen, was es ist, das sie so unsichtbar lenkt.

Menschen dieses Mondes müssen wie ihr Totem ihren Gesang im Leben singen und trommeln dürfen, egal was sie im Moment als Gesang begreifen. Bevor sie jedoch das innere Gleichgewicht erlangt haben, um diesen Gesang auch vortragen zu können, brauchen sie ein geschütztes Nest. Specht-Menschen sind sehr häuslich und hegen stärker als andere Menschen den tiefen Wunsch nach einem richtigen Zuhause. Sie sind nicht eher glücklich, als bis sie sich ein bequemes und harmonisches Nest eingerichtet haben, in das sie nach ihren Flügen immer wieder zurückkehren können. Ein Teil dieses harmonischen Nestes müssen jedoch Menschen sein, mit denen sie sich tief verbunden fühlen. Specht-Menschen können wie ihr Totem hervorragende Nester bauen, die von ihnen selbst und von anderen nach ihnen ausgezeichnet bewohnt werden können. Egal wie schön ihr Zuhause sein mag, sie empfinden es nicht als vollständig, wenn es nicht mit anderen, die sie aufrecht lieben, geteilt werden kann. Zwischenmenschliche Beziehungen spielen im Leben dieser Menschen eine sehr wichtige Rolle, und sie verwenden einen Großteil ihrer Energie darauf, gute Beziehungen mit anderen aufzubauen und zu festigen.

Menschen dieses Totems sind wie der Specht gute Eltern, die ihre Kinder in Liebe und Geborgenheit betten. Im Gegensatz zum Specht haben sie jedoch große Schwierigkeiten, ihre Kinder ziehen zu lassen, wenn die Zeit gekommen ist, das elterliche Nest zu verlassen. Ein solcher Beweis seiner Liebe ist eine der härtesten Prüfungen, denen sich ein Specht in seinem Leben unterziehen muss.

Specht-Kinder sind bisweilen sehr fordernd. Sie müssen während ihrer Kindheit schon so viel Liebe bekommen, wie sie später im Zuge ihres Erwachsenwerdens weitergeben können. Man muss ihnen häufig seine Liebe förmlich beteuern, und sie haben ein starkes Verlangen nach einem sicheren Familienleben. Als Gegenleistung für die Liebe und Geborgenheit, die sie während der Kindheit fordern, werden sie ihren Mitmenschen später all die Liebe und Aufmerksamkeit geben, die sie aufzubringen vermögen. Wenn sie in ihrer Kindheit all das bekommen, was sie von ihren Eltern brauchen, wird es für sie leichter sein, als Erwachsene ein gutes inneres Gleichgewicht zu erlangen.

Haben sich Specht-Menschen aller Altersstufen einmal ein glückliches und behütetes Zuhause gesichert, werden sie sich mit ihren mütterlichen Instinkten anderen, größeren Zielen zuwenden. Specht-Menschen werden ihre Liebe erst einmal ihrer erweiterten Familie zukommen lassen, dann jedermann in der Nachbarschaft und schließlich ihrem ganzen Land. Aber mit dieser liebenden Verbrüderung ist ihnen nicht Genüge getan, denn sie sind intuitiv genug, um zu wissen, dass ihre Liebe nicht von großen und beliebigen Gruppen aufgefangen werden kann. An diesem Punkt der Erkenntnis angelangt, ist es wichtig für sie, in sich zu gehen, um die Stimmen ihrer eigenen Herzen zu hören und zu erlernen, wer die richtigen Zielscheiben ihrer überschwänglichen Liebe und Hingabe sein sollten.
In der Regel stoßen sie auf Gruppen, mit denen sie harmonieren können und lernen damit, in den Chor einzustimmen, der ihnen als richtig erscheint. Dabei kann es sich um eine karitative oder brüderlich/schwesterliche Organisation handeln, häufiger jedoch wird es eine religiöse oder mystische Gemeinschaft sein, zumal die mystische Wesenheit der Specht-Menschen nach Erfüllung verlangt, sobald sie sich eine gesicherte materielle Basis verschafft haben.
Haben Specht-Menschen einmal eine Gruppe gefunden, die die gleichen Pfade eingeschlagen hat wie sie, werden sie sich ihr mit größter Hingabe widmen und sich glücklich schätzen, den Strom ihrer Liebe, der sie so kräftig zu durchfließen vermag, in die richtigen Bahnen leiten zu können.

Specht-Menschen müssen etwas oder jemandem dienen können, das größer ist als sie selbst oder ihre Familie.
Wenn sie sich nicht den materiellen Frieden verschaffen können, der ihnen erlaubt, ihre Suche auf anderen Ebenen fortzusetzen, werden sie oft sehr unglückliche Menschen sein, die ihre meiste Energie und Zeit damit verbringen, sich in den negativen Emotionen zu suhlen, die bisweilen von ihnen Besitz ergreifen können. In solchen Phasen sind sie anfällig für eine ganze Reihe von inneren Strömungen, die daher rühren, dass ihre Energie und ihr Blut nicht durch die richtigen Kanäle fließen. In solch schwierigen Zeiten brauchen Specht-Menschen Sicherheit sowohl auf der materiellen wie auf der spirituellen Ebene, um einen ganzheitlichen Heilungserfolg erzielen zu können.

Wenn Menschen anderer Totems sich in diese Position auf dem Medizinrad begeben, werden sie die Möglichkeit haben, von ihren eigenen Bedürfnissen Liebe zu geben und zu empfangen, zu erfahren sowie zu lernen, ihrer eigenen Wahrnehmung und Intuition vertrauensvoll zu folgen. Ebenso werden sie Kenntnis erlangen von ihrem eigenen Verlangen nach Sicherheit und ihrem persönlichen Bedürfnis nach einer geistigen Richtung im Leben, die ihnen dazu verhilft, die Lebenskraft, die uns alte stets durchfließt, in die richtigen Bahnen zu lenken.

Specht-Menschen vertragen sich mit Puma- und Schlangen-Menschen, die ebenfalls wie sie dem Froschklan angehören, sowie mit den Vertretern des Schildkrötenklans, Braunbär-, Biber- und Schneegans-Menschen, mit denen sie sich besonders ergänzen.

Lachs/Stör

Atlantischer Lachs

Zeit des Reifens

Mond der Reifenden Beeren

(Stör) 23. Juli — 22. August

Menschen, die zwischen dem 23. Juli und dem 22. August geboren sind, stehen im Zeichen des Mondes der Reifenden Beeren. Ihr Totem im Reich der Mineralien ist der Granat und das Eisen, im Reich der Pflanzen die Himbeere und im Reich der Tiere der Stör. Ihre Farbe ist rot, und sie gehören dem Elementenklan der Donnervögel an.

Ihr Edelstein, der Granat, ist ein kristallines Silikat, das relativ hart ist und einen harzigen Glanz hat. Es gibt 6 verschiedene Spielarten des Granats, die farblich von Rot bis Braun, Grün, Gelb, Schwarz und Weiß variieren. Die 4 Aluminium-Silikate, die Granate bilden, sind Almandin, welches tiefrot und violett ist, Grossular, welches goldgelb oder rötlichgelb ist, Pyrop, welches von Tiefrot bis hin zu Schwarz variiert, und Spassarit, welches rot oder häufiger braun ist. Der Eisen-Granat ist Andradit, welches weinrot, gelb, grün oder schwarz sein kann, und der Chrom-Granat ist Uwarowit, der smaragdgrün mit einem Glasglanz ist.
Der Granat hat entweder 12 diamantförmige oder 24 trapezförmige Kristallflächen. Er kommt gewöhnlich als Kristall in Verbindung mit Glimmer, Kalkstein, Serpentin, Peridot und Granit vor. Man kann den Granat im Umfeld dieser Mineralien entweder im Erdboden selbst oder in nahe gelegenen Flüssen entdecken. Ebenso häufig findet man ihn in der Nähe von Ameisenhügeln, da Ameisen einen starken Widerwillen gegen diesen Stein zu haben scheinen und ihn aus diesem Grunde an die Erdoberfläche befördern. Man kann die verschiedensten Granatarten in den meisten Gebieten der USA sowie in vielen anderen Ländern der Welt finden.

Da Rot die Farbe des Stör-Menschen ist, ist es die rote Spielart des Granats, die am häufigsten mit diesem Mond in Verbindung gebracht wird. Der rote Granat wird wie der Karneol aufgrund seiner Farbe mit Herz und Blut assoziiert. Früher glaubte man, dass eine Packung aus zerstoßenen Granat-Steinen anregend auf ein geschwächtes Herz wirke; ebenso, dass der Granat seinen Besitzer vor Gefahren warnen und ihm ein gutes und ehrenhaftes Leben sichern würde, wenn das Bild eines Löwen in ihm eingraviert wurde. Andere Völker glaubten wiederum, dass eine Kugel aus Granat stets in das Herz eines Feindes eindringen würde, und man schrieb ihm zugleich die Kraft zu, die sexuellen Energien eines Menschen im Gleichgewicht zu halten.

Die Römer pflegten die Porträts von berühmten Persönlichkeiten in Granatsteine einzugravieren. Die Perser betrachteten den Granat als einen königlichen Stein und verewigten das Bildnis ihres jeweiligen Schahs in ihm. Auch verschiedene Stämme des nordamerikanischen Kontinents benutzten den Granat zu zeremoniellen Zwecken und als Schmuckstein.
In unserer heutigen Zeit wird der Granat nebst seiner Verarbeitung zu Schmuckstücken für eine Vielzahl von industriellen und kommerziellen Zwecken benutzt. Der Granat findet häufig in der Herstellung von Uhren Verwendung, und pulverisiert benutzt man ihn zur Herstellung von Schleifpapier sowie zum Guss von Mühlrädern.

Der 2. Stein der Stör-Menschen ist das Eisen, eines der härtesten Mineralien der Welt. Es ist das Mineral, das ganze Kulturen an die Schwelle des technologischen Zeitalters herangeführt und ihnen die Werkzeuge zugänglich gemacht hat, die ihre Tradition und alte Kultur oftmals zerstört haben. Die Kelten glaubten, dass das Zeitalter des Eisens der Auslöser dafür war, dass Feen und andere magische Wesen den Menschen den Rücken gekehrt haben. Eisen lässt sich gut mit anderen Mineralien vermischen und ist oft das, was Edelsteinen ihre rote Färbung verleiht. Eisen stellt auch das mittlere Ion des Hämoglobin-Moleküls dar, von dem das Überleben des menschlichen Körpers abhängt.

Stör-Menschen findet man wie ihre Mineralien in einer großen Vielfalt von Formen und äußeren Rahmen wieder, aber sie besitzen dennoch einige allgemeine Wesensmerkmale, an denen man sie stets leicht erkennen kann. Stör-Menschen werden wie der Granat häufig als großmütige und zärtliche Wesen hervorgehoben. Sie sind am ausgeglichensten, wenn sie den Gefühlen, die in ihrem Herzen wohnen und gewöhnlich von freundschaftlicher und wohlwollender Art für ihre Mitmenschen sind, folgen. Da sie sich von ihrem Herzen lenken lassen, sind sie in der Regel intuitive und scharfsichtige Menschen, die entweder aktiv oder latent hellseherische Fähigkeiten besitzen. Diese Talente lassen Stör-Menschen oft vorzeitig Gefahren erkennen, die sie oder ihre Nächsten bedrohen - eine Fähigkeit, die auch dem Granat zugeschrieben wird.

Diese Menschen haben aufgrund ihrer Scharfsichtigkeit und ihres Einfühlungsvermögens die Fähigkeit, Dinge zu tun und zu sagen, die tief in die Herzen ihrer Freunde und Feinde eindringen können. Stör-Menschen geben sowohl gute Freunde wie beängstigende Feinde ab. Wenn sie sich von jemandem betrogen fühlen, können sie sich kraft ihres Herzens gegen diese wenden und wahrhaftig Verheerendes ausrichten. Wenn sie sich nicht in ihrem inneren Gleichgewicht befinden, müssen sie sich vor ihrer eigenen Kraft in acht nehmen, da diese sehr impulsiv und unberechenbar werden kann und sie zu regelrechten Ausbrüchen verleitet, die sich äußerst schädlich auf Herz und Kreislauf auswirken können. Wenn dies eintrifft, können sie einer Vielzahl von Erkrankungen zum Opfer fallen, die ihren Hang zur Unberechenbarkeit noch verstärken.

Stör-Menschen haben wie der Granat gewöhnlich eine königliche Haltung in ihrem Benehmen und Ansichten und stechen aufgrund dieser Eigenschaft in jeder Menschenansammlung hervor Stör-Menschen werden aufgrund ihres Charmes und ihrer Zärtlichkeit, die oftmals sexuelle Empfindungen in ihnen und ihrer nächsten Umgebung wecken, mit sexueller Energie in Verbindung gebracht. Es ist notwendig, dass sie vom Granat lernen, diese Energie im Gleichgewicht und unter Kontrolle zu halten, damit sie nicht von ihr geradezu verzehrt werden.

Menschen dieses Mondes sind wie ihr Mineral-Totem in vieler Hinsicht nützlich. Sie sind draufgängerische Wesen, die sich auf Pfade wagen, vor denen selbst Engel ängstlich zurückweichen würden. Wenn man eine schwierige Aufgabe, eine unmögliche Arbeit oder eine wahrhaft furchteinflößende Verantwortung zu vergeben hat, die niemand übernehmen will, ist es ratsam, sich nach einem Stör-Menschen umzusehen. Sie sind mutig und stets bereit, diese Eigenschaft unter Beweis zu stellen, und sie sind zudem äußerst vielseitig und können sich in vielen Bereichen der Arbeitswelt, Kultur oder Lebensphilosophie einfinden. Es ist nur notwendig, sich davon zu überzeugen, dass sie von dem, was sie tun, überzeugt sind, und schon kann man sicher sein, dass sie ihre Sache auch gut machen werden.

Diese Menschen haben vom Eisen eine gewisse Härte und zusätzlich die Fähigkeit, sich durch ihre Erfahrungen im Leben abzuhärten. Ihre Beziehung zu diesem Mineral verstärkt noch ihre Verbindung mit Blut und Herz und ist ebenso die Ursache für die bisweilen sprunghaften Veränderungen, die sie anderen Menschen und Projekten, mit denen sie zu tun haben, bescheren können.

Die Pflanze der Menschen, die im Mond der Reifenden Beere geboren sind, ist die rote Himbeere, jene auserlesene und beliebte Vertreterin der Beerenfamilie. Die Himbeere ist im eigentlichen Sinn keine Beere, sondern eine Anhäufung von etwa 20 saftigen kleinen Steinfrüchten. Die Aste, an denen sie wachsen, sind gewöhnlich aufrecht, verzweigt und mit feinen Stacheln bedeckt. Sie werden 1 bis 1,20 Meter lang und sind mehrjährig. Die Oberseite der Blätter ist blassgrün, während die Unterseite weißfilzig ist. Die Blätter sind unpaarig gefiedert, mit einem abgerundeten Blattansatz, und für gewöhnlich 6 Zentimeter lang und 4 Zentimeter breit.
Die Pflanze hat weiße Blüten, die im Mai blühen und im Juni oder Juli, je nach Art, Früchte tragen.

Den Blättern, Wurzeln und Beeren der Himbeere werden heilende Eigenschaften zugeschrieben. Die Beere wirken sich reinigend auf den Organismus aus, und früher glaubte man, dass sie dabei behilflich seien, Gallen- und Nierensteine aufzulösen und auszuscheiden. Ebenso hieß es, dass sie anregend auf die Tätigkeit der Harnwege wirken.

Die Wurzel der Himbeere hat adstringierende Eigenschaften sowie antibiotische und heilende Kräfte, da sie ein Konzentrat von Gerb und Gallensäure enthält. Eine Abkochung aus der Wurzel kann als Spülwasser gegen Halsentzündungen oder als Kompresse auf blutende Wunden und Schrammen benutzt werden.

Ein aus den Blättern zubereiteter Tee erfüllt vielerlei Zwecke. Er soll besonders bei Kleinkindern heilsam gegen Durchfallerkrankungen sein und ist zudem leicht zu verabreichen, da er einen milden und angenehmen Geschmack hat. Es heißt, dass er Krebsgeschwüre an den Schleimhäuten beseitigt und zugleich das beanspruchte Gewebe stärkt.
Er wirkt wohltuend auf die Gebärmutter und wird häufig von schwangeren Frauen getrunken, um den Uterus zu kräftigen, einer Fehlgeburt vorzubeugen und die bevorstehende Entbindung zu erleichtern. Ebenso wirkt er krampflösend während der Menstruation der Frau. Ein Tee aus den Zweigen der Himbeere ist heilsam gegen Erkältungen, Grippeerkrankungen und Atembeschwerden und ist zudem ein hilfreiches Mittel, um den Blutzuckerspiegel zu regulieren.

Der Status der Stör-Menschen als sowohl hervorstechende wie beliebte Mitglieder der menschlichen Familie wird durch ihre Pflanze nur bekräftigt. Andere Menschen werden sich ihnen aufgrund der Freude und des Genusses, den sie bereiten können, zuwenden, auch wenn sie letztendlich nicht das sind, als was sie zunächst erscheinen. Stör-Menschen strahlen wie ihre Beere oftmals nach außen hin etwas aus, was sich unter der Oberfläche als etwas völlig anderes erweist. Dies trifft gewöhnlich in einem von zwei Fällen zu. Manche Stör-Menschen scheinen ein ungeheures Maß von angestauten Aggressionen in sich zu tragen und äußerst kratzbürstig zu sein, wenn man ihnen zum ersten Mal gegenübersteht. Dieser stachelige Panzer ist jedoch lediglich ihre Art, das weiche Herz zu schützen, das sich darunter verbirgt. Andere wiederum scheinen der Inbegriff von Wärme und Zärtlichkeit zu sein, wahrend man darunter auf etliche Stacheln stoßen wird. Dieses Paradoxon weist auf ein weiteres typisches Merkmal für diese Menschen hin: Während sie in der Regel an der Oberfläche freundlich und mitteilsam sind, haben sie einen ausgesprochenen Hang, ihre Gefühle vor anderen zu verbergen, und darin liegt genau der Grund, warum sie auf der einen oder anderen Ebene ihre Stacheln von sich spreizen. Diese Stacheln helfen ihnen, sich vor jenen Menschen abzuschirmen, die unter ihre Oberfläche vorzudringen versuchen, um ihr wahres Ich zu ergründen.

Unter der Oberfläche sind Stör-Menschen sehr empfindsame Wesen, die aufgrund ihres Einfühlungsvermögens mit Leichtigkeit die Gefühle anderer nachempfinden können, die sie in der Regel stark berühren. Sie sind leicht verletzlich und versuchen, dies gewöhnlich zu verbergen, da es mit dem königlichen, unabhängigen und kraftvollen Image, das sie gerne von sich pflegen, nicht zusammenpasst. Ebenso verbergen sie ihren Schmerz oder ihre Sorge hinter ihrer freundlichen und warmherzigen Erscheinung, werden jedoch nur schwerlich einen Schmerz vergessen, den ihnen andere zugefügt haben, und sich in Phasen der inneren Unausgeglichenheit manchmal mit sorgfältig durchdachten Plänen dafür rächen.

Stör-Menschen haben wie die Himbeere eine reinigende und adstringierende Wirkung auf ihre Umwelt. Sie werden in ihrer freundlichen und doch spöttischen Art andere häufig aus ihrer vorgefassten Meinung über sich und die Welt herauslocken und somit eine sanfte und doch adstringierende Reinigung von deren Gefühlswelt bewirken. Indem sie anderen dabei behilflich sind, sich ihrer falschen Anschauungen zu entledigen, helfen sie ihnen, die Bewältigung ihrer emotionalen Probleme anzugehen.

Es ist äußerst vorteilhaft, Stör-Menschen in physischen oder psychischen Notzeiten um sich zu wissen, da ihr Mut ansteckend wirkt und schon vielen geholfen hat, ernsthafte Schwierigkeiten zu überstehen, die sie hätten mit Leichtigkeit vernichten können. In dieser Hinsicht gleichen diese Menschen ihrer Pflanze, die helfen kann, Blutungen zum Stillstand zu bringen.
Stör-Menschen sollten stets, wenn sie an Erkältungen, Halsschmerzen oder Verdauungsstörungen leiden, einen Himbeertee zu sich nehmen, da sie anfällig sind für Herz- und Kreislauf-Beschwerden. Sie können bei dieser Prädisposition einer ernsthafteren Erkrankung vorbeugen, indem sie kleinere Beschwerden auskurieren, bevor sie zu etwas Ernsthafterem anschwellen können. Eine geringfügige physische Verstimmung dient Stör-Menschen oftmals als eine Warnung dafür, dass ihre Gefühlswelt aus dem Gleichgewicht geraten ist und sie sich schleunigst darum bemühen sollten, diese wieder in Ordnung zu bringen, bevor eine größere Warnung notwendig wird.

Die Tatsache, dass Stör-Menschen im Mond der Reifenden Beere, dem zweiten Mond von Shawnodese, geboren sind, verstärkt die warme Ausstrahlung des Wesens. Shawnodeses Geschenk des Vertrauens hilft ihnen, gerade diese Qualität in sich stärker zu spüren. Sie müssen lernen, größeres Vertrauen auf einer tieferen Ebene aufzubringen, bevor sie sein anderes Geschenk, die Gabe des Wachstums, annehmen können. Der Mond der Reifenden Beere ist ein Mond der Offenheit, wenn alle Kinder dieser Erde sich Vater Sonne völlig öffnen und die Frucht hervorbringen, die sie zu tragen bestimmt sind. Es ist auch der Monat, in dem die Wärme der Sonne stets spürbar zu sein scheint.
Ihre Zugehörigkeit zum Klan der Donnervögel erhöht die wärmende Ausstrahlung dieser Menschen und die Stabilität, die sie so häufig vor der Welt zur Schau stellen. Diese Klan-Zugehörigkeit steigert ihre Energie und Fähigkeit, zur gleichen Zeit eine Vielfalt von verschiedenen Dingen erfolgreich durchzuführen. Ebenso verstärkt sie jedoch auch die Notwendigkeit für diese Menschen, sich nicht zu verausgaben und ihre Gesundheit und Energie in Gefahr zu bringen.

Die Farbe des Stör-Menschen ist das Rot der reifen Himbeere oder des hochgeschätzten Granatsteines. Diese Farbe zeigt die hohe physische Energie, die natürliche Kraft, das Ausmaß an Lebensenergie und den stark ausgeprägten Willen an, den Stör-Menschen in der Regel besitzen. Ebenso ist es die Farbe des Herzens und des Blutes, was wiederum auf die Verbindung der Stör-Menschen zu ebendiesen hinweist. Dieses Rot kann aber auch Unberechenbarkeit, Sinnlichkeit, Stolz, Habsucht und Selbstsucht anzeigen, wenn die Menschen, die sie tragen, die Farbe von den noch unterentwickelten Bereichen ihres Seins heranfließen lassen. Sie dient sowohl als Bestätigung wie auch als Warnung für Stör-Menschen. Menschen dieser Farbe neigen zu nervlicher Überanspannung, die sich zu ernsthafteren Problemen des Organismus ausweiten kann, wenn sie sich nicht die Zeit und Ruhe nehmen, sich mit den Dingen außerhalb des normalen Bereichs ihrer Aktivitäten zu befassen. Manche Stör-Menschen empfinden es als wohltuend, eine tägliche Ruhepause mit Lesen oder Meditieren einzulegen, die sich positiv auf ihre gesundheitliche Verfassung auswirkt. Ruhe ist etwas, was ihnen jedoch von Natur aus weniger entspricht und sie häufig regelrecht kultivieren müssen.

Das Tier-Totem derer, die während des Mondes der Reifenden Beere geboren sind, ist der Stör, der König der Fischwelt. Der Stör ist ein urzeitlicher Fisch, der wahrscheinlich schon seit dem Verschwinden der Dinosaurier auf Erden existiert. Der Stör kommt je nach Standort und Art in einer Vielzahl von verschiedenen Größen vor, kann jedoch eine maximale Länge von 4 Meter und ein Gewicht von etwa 300 Pfund erreichen. Der Körper des Störs ist zum Teil mit reihenförmig angeordneten, knochigen Platten überzogen, was ihm das Aussehen eines mittelalterlichen Ritters verleiht, der nicht genug Zeit hatte, seine Rüstung vollständig anzulegen. Unter Fischern wird behauptet, dass es notwendig wäre, einen Stör mit der Axt zu häuten, wenn diese Platten seinen Körper völlig bedecken würden — was eine Vorstellung von der Zähigkeit seiner Haut gibt. Störe haben eine lange rüsselartige Schnauze mit der Mundöffnung und vier Hartfäden als Sinnesorgane an deren Unterseite. Ihre Schwanzflosse besteht aus zwei ungleich großen Lappen, von denen der obere größer ist. Ihr Skelett setzt sich gewöhnlich gänzlich aus Knorpelteilen zusammen. Störe leben in den Schlammgründen der Meeres-Küsten und erreichen die Geschlechtsreife erst im Alter von etwa 20 Jahren. Die Weibchen laichen im Frühjahr oder Früh-Sommer, nachdem sie sich flussabwärts oder in seichtes Gewässer zurückgezogen haben.
Sie legen bis zu 20 Millionen Eier ab, aber es wird vermutet, dass sie nicht jedes Jahr laichen.

Störe wurden früher von den Indianern, die das Gebiet um die Großen Seen bewohnten, als die Könige unter den Fischen betrachtet. Es war ein Stör, der Hiawatha einen Kampf auf Leben und Tod lieferte und in Longfellow‘s »Gesang des Hiawatha« für seine Taten, seinen Mut und sein kraftvolles Herz verewigt wurde. Alle eingeborenen Völker zollten diesem Fisch ihren ungeteilten Respekt. Innerhalb der Ojibwa-Nation existierte ein Störklan, der als einer der lehrenden Klans der Nation gilt.

Für das Volk der Ojibwa repräsentierte der Stör geistige Tiefe und Kraft.

Unglücklicherweise brachten Europäer diesem Fisch nicht die gleiche Achtung entgegen wie die eingeborenen Völker, sondern betrachteten ihn zunächst einmal als eine Plage, da er sich häufig in ihren Netzen verfing, um ihn später, nachdem sie den Wert seines Fleisches und Rogens, der als Kaviar bekannt ist, erkannt hatten, nahezu auszurotten. Heute ist der Stör sehr selten geworden.

Wie ihr Tier-Totem neigen Menschen, die unter dem Mond der Reifenden Beeren geboren sind, dazu, sich die Herrschaft über jegliches Gewässer, das sie bewohnen, anzueignen. Diese Stellung erlangen sie aufgrund der Urkräfte, die ihr Wesen auf völlig natürliche Weise bestimmen, ohne dass sie selbst viel dazu tun müssten. Sie scheinen für die Rolle des Anführers regelrecht geboren zu sein und sind gewöhnlich gerechte und wohlwollende Führer, solange ihre Energien ungestört fließen können. Ihre innere Stärke und hellseherischen Fähigkeiten helfen ihnen, die Nöte anderer frühzeitig zu erkennen, und ihnen, soweit es in ihren Möglichkeiten liegt, das zukommen zu lassen, was sie brauchen. Die Kräfte, die in ihnen schlummern, verleihen ihnen die notwendige Energie, um stets aktiv zu bleiben und, wenn erforderlich, dominant zu sein. In ihnen ruht eine unerschöpfliche Quelle innerer Kraft und emotionaler Tiefe, solange sie sich im Einklang mit dem Leben befinden. Sie sollten sich jedoch stets davor hüten, allzu arrogant und dominant aufzutreten, da etwas in ihnen schlummert, das es geradezu genießt, über andere Macht auszuüben. Gewöhnlich können sie sich vor solchen Machtgelüsten schützen, indem sie darauf achten, dass sich ihre Psyche gesund entwickelt.

Wie der Stör besitzen diese Menschen einen zähen Schutz-Panzer, der nur schwer zu durchbrechen ist. Sie brauchen ihn zwar, wenn sie sich in einer Führungsposition befinden, aber es ist ebenso wichtig für sie, ihn innerhalb menschlicher Beziehungen, in denen keiner benötigt wird, ablegen zu können.

Wenn sie dies nicht lernen, werden sie allzu arrogant und sind nicht mehr in der Lage, die Zärtlichkeit einer echten menschlichen Beziehung zu erfahren, die die empfindsameren Bereiche ihres Seins durchaus benötigen, um wachsen zu können. Sie müssen lernen, diesen Schutzpanzer selbst abzulegen, da dieser so dicht ist, dass ihn andere nicht einmal mit einer emotionalen Axt durchbrechen könnten.

Es dauert Jahre, bis diese Menschen — ebenfalls wie der Stör — einen Grad der Reife erlangen, an dem angelangt sie mit ihren sexuellen Energien vernünftig umgehen können. Bevor dieser Punkt erreicht ist, neigen sie dazu, ihre Lebenskräfte durch den falschen Gebrauch ihrer Sexualität zu vergeuden. Dies ist eine entscheidende Aufgabe, die es zu bewältigen gilt, da Stör-Menschen häufig dazu neigen, ihre Lebenskraft und Sexualkraft durcheinander zuwerfen, was zu einem Missbrauch beider Energien führt und oft in Phasen der unberechenbaren Destruktivität ausartet.

Stör-Kindern muss man bereits im frühen Alter Grenzen setzen, damit sie sich nicht verausgaben, bevor sie gelernt haben, mit ihren Energien richtig umzugehen. Diese Grenzen müssen jedoch dann wiederaufgehoben werden, sobald sie die Fähigkeit beweisen, ihre Kräfte vernünftig handhaben zu können, um zu verhindern, dass sie auf sehr übertriebene und schmerzliche Weise für sich und ihre Eltern aufbegehren. Sie sind intelligente und aktive Kinder und versuchen, ähnlich den Habicht-Kindern, schon in frühester Kindheit ihr Elternhaus zu beherrschen. Man muss ihnen so bald wie möglich vermitteln, dass es diese Form der Machtbegierde ist, die ihnen nur Schmerzen und Verwirrung bereiten kann.

Stör-Menschen sind warmherzige und liebevolle Eltern, die jedoch dazu neigen, ihre Kinder so stark zu beherrschen, dass diesen kein Raum für eine freie Entfaltung bleibt. In solchen Fällen müssen Eltern dasselbe lernen, wie es die Kinder dieses Zeichens tun müssen. Stör-Menschen ermüden leicht an den Grenzen, die ihnen ihre Elternschaft immer wieder setzt, und lassen in ihrem Bemühen, ihr eigenes Leben auf anderen Bereichen wiederaufzunehmen, ihren Kindern schließlich die Freiheit, so ungehindert wachsen zu können, wie es für jedes Kind notwendig ist. Stör-Menschen sind wahre Künstler in der Verteidigung der Rechte ihrer Kinder und werden diese hingebungsvoll vor allen Gefahren schützen, die sich drohend am Horizont zeigen. Diese Kraft kann jedoch auch verhindern, dass die Kinder ihren eigenen Mut und ihr eigenes Selbstvertrauen entwickeln können.
Wenn Menschen anderer Totems diese Position auf dem Medizinrad durchwandern, können sie vieles über die lebens-wichtigen Kräfte lernen, die oftmals unbemerkt in ihnen fließen. Sie können die Tiefen ihres eigenen Mutes und ihrer eigenen Kraft erfassen und sich in der Rolle eines Führers von gleicher Sache, in die sie gerade verwickelt sind, üben. Ebenso können sie diese Zeit nützen, um ihre eigene Sexualität und die Urkraft, die in ihnen hervortreten kann, zu erfahren und auszugleichen.

Stör-Menschen ergänzen sich mit Otter-Menschen und kommen am besten mit Habicht- und Wapiti-Menschen, die demselben Klan angehören wie sie, sowie mit den anderen Vertretern des Schmetterlingsklans, Rabe- und Hirsch-Menschen, aus.

Braunbär

Die Zeit des Erntens

Mond der Ernte

(Braunbär) 23. August - 22. September

Menschen, die unter dem Mond der Ernte, zwischen dem 23. August und dem 22. September, geboren sind, haben den Amethyst als Totem im Reich der Mineralien, das Veilchen als Totem im Reich der Pflanzen und den Braunbär als Totem im Tierreich. Ihre Farbe ist Purpur, und sie gehören dem Elementenklan der Schildkröten an.

Der Amethyst ist eine kristalline Form von Quarz, der lila, Purpur oder violett gefärbt sein kann und durchscheinend ist. Er kann in alten Teilen der USA sowie in vielen anderen Ländern der Welt gefunden werden. Die königlichen, purpurfarbenen Amethyste sind allerdings sehr selten und daher überaus wertvoll. Der Amethyst ist seit alters her in allen Teilen der Welt bekannt. So hat man häufig in den Gräbern ägyptischer Pharaonen sowie der Herrscher der alten Maya- und Azteken-Reiche Amethyst-Ringe gefunden. Kleopatra trug einen Siegelring aus Amethyst, in den das Ebenbild Mithras, einer alten persischen Gottheit, eingraviert wurde. Eduard, der Bekenner, ließ einen Amethyst in die Krone Englands einarbeiten.

Der Amethyst wird als Symbol des gesunden Menschenverstandes, der Gerechtigkeit und des Mutes betrachtet. Man ordnet ihm die Kraft zu, seinen Träger sowohl vor Schwarzer Magie wie auch vor Blitzschlag und Hagel zu schützen. Ebenso glaubt man, dass der Amethyst die Kraft besäße, seinen Träger vor Vergiftungsgefahren zu schützen. In manchen Ländern der Erde stellte man aus Amethyst-Kristallen Weinbecher her, in dem Glauben, dass sie vor Trunkenheit schützten.
Andere Völker benutzten den Amethyst, um einen spirituellen Einklang zwischen den Kräften der physischen und geistigen Ebene herzustellen.

Wie passend ist doch dieser Edelstein gerade für Menschen des Braunbärklans, die gewöhnlich über einen gesunden Menschenverstand, einen Sinn für Gerechtigkeit und großen Mut in der Auseinandersetzung mit der Welt verfügen! Diese Menschen weisen einen noch höheren Grad an Scharfsinn auf als Menschen, die im Zeichen anderer Monde geboren sind. Sie benutzen ihn, um die täglichen Entscheidungen, die sie treffen, zu durchdenken — und diese Entscheidungen sind in der Regel gerecht und für andere einsichtig.

Diese Menschen sind aufgrund ihrer Fähigkeit, gerecht und analytisch zu denken und zu handeln, wertvolle Freunde und Mitarbeiter, die sich in der Regel einer allgemeinen Beliebtheit erfreuen. Sie haben wie der Amethyst die Kraft, sich selbst und ihre Freunde vor Extremen wie Alkoholismus oder Negativismus zu schützen. Ihr Schutz ist größtenteils ein Ergebnis ihres gesunden Menschenverstandes und der Einsicht, dass Negativismus eine selbstverschuldete Sache ist und aus diesem Grund unter Kontrolle gehalten werden kann, wenn man dazu gewillt ist, Braunbär-Menschen können wie der Amethyst sich selbst und andere vor Blitz- und Hagelschlag bewahren — dies aus dem einfachen Grund, weil sie Kenntnisse besitzen, um sich aus dem Regen herauszumanövrieren.

Wenn sie im Einklang mit sich selbst sind, haben Braunbär-Menschen wie ihr Stein die Begabung, anderen bei der Erlangung ihres spirituellen Gleichgewichts beizustehen, in dessen Rahmen die inneren und äußeren Kräfte in Einklang gebracht werden. Braunbär-Menschen sind in der Regel geschickte Redner, die vielen Menschen zu einer Einsicht über die Notwendigkeit nach Harmonie im persönlichen Leben verhelfen können. Ebenso gut bekleiden sie die Rolle einer Leitperson oder eines Lehrers, da sie gewöhnlich kühle Rationalisten sind, die ihre Gedanken und Aussagen präzise darstellen und ausführen können. Wenn ein Braunbär-Mensch etwas von sich gibt, kann man sicher sein, dass er auch weiß, wovon er redet.

Die Farbe der Menschen dieses Totems ist Purpur, die Farbe der Inspiration, der spirituellen Einsicht und des Leidens, was zu einer ganzheitlichen Erkenntnis um die lebenswichtigen, schöpferischen Kräfte des Universums führen kann. Es ist sowohl die Farbe eines praxisbezogenen Idealismus wie auch der Spiritualität. In ihren reineren Schattierungen kann sie aber auch die Liebe zur Menschheit und einer Erkenntnis über die Notwendigkeit von Ritualen, um die Menschen zur spirituellen Einsicht aller Dinge heranzuführen, anzeigen. Purpur kann jedoch auch eine trügerische Farbe sein, denn ihre negativen Nuancen kennzeichnen jemanden, der spirituelle Kraft zum persönlichen Gewinn missbraucht.

Braunbär-Menschen können von ihrer Farbe die höchsten Gipfel der Erleuchtung, die sie erlangen können, sowie die Abgründe, die sich auf dem Weg dorthin vor ihnen auftun, ablesen. Während Braunbär-Menschen sehr praktisch veranlagt und realitätsbezogen sind — eine Eigenschaft, die durch ihre Zugehörigkeit zum Schildkrötenklan noch verstärkt wird, haben sie ebenso die Fähigkeit, nach den spirituellen Dingen im Leben zu greifen, wenn sie sich diese Möglichkeit nicht selbst verbauen. Manchmal setzen sich diese Menschen im Bereich dieser Fähigkeiten selbst Grenzen, da ihr Realitätssinn ihnen einen Zug von Zynismus hinsichtlich allem, was man mit den bloßen Augen nicht wahrnehmen kann, mitgegeben hat. Ihr Realitätssinn ist es auch, der sie nach praktischen Möglichkeiten suchen lässt, ihre mystischen Fähigkeiten nutzbringend umzusetzen. Oftmals bedeutet dies jedoch, dass es ihnen zu persönlichem Gewinn verhilft, und sie laufen dabei Gefahr, die Kräfte, die ihnen verliehen worden sind, zu missbrauchen, was ihnen und anderen Menschen häufig nur Schaden bringt.

Braunbär-Menschen sind unter dem letzten Mond von Shawnodese, dem Hüter des Geistes aus dem Süden, geboren, der die Eigenschaften von Wachstum und Vertrauen repräsentiert. Dies ist eine Position, die sich für Menschen dieses Totems äußerst günstig auswirkt, da Shawnodeses Geschenk des Wachstums sie davon abhält, sich allzu sehr auf ihre praktischen Anlagen zu versteifen, während seine Gabe des Vertrauens sie daran hindert, ihrer Umwelt gegenüber eine allzu zynische Haltung einzunehmen. Braunbär-Menschen müssen sich vor einem zu stark ausgeprägten Zynismus hüten, da dieser sie dazu verleiten kann, allen Dingen und Menschen gegenüber eine übertrieben kritische Haltung einzunehmen. Wenn sie sich in einer solchen Phase befinden, ist es überaus schwierig, mit ihnen zu Rande zu kommen, da ihnen förmlich nichts recht gemacht werden kann. In solchen Zeiten legen sie einen merklichen Zug der Verbitterung an den Tag, der in keinem Verhältnis steht zum tatsächlichen Anlass, oder graben in ihrer Vergangenheit nach unglücklichen Ereignissen, um ihren Negativismus zu rechtfertigen.

Wenn Braunbär-Menschen es zulassen, dass sie völlig aus ihrem Gleichgewicht geraten, werden sie anfällig für Krankheiten, die Magen, Darm und Herz in Mitleidenschaft ziehen und deren Ursache oftmals in der Blockierung des Energie-Flusses zu suchen ist, die der unausgeglichene Braunbär-Mensch in sich auslöst. Findet ein Braunbär-Mensch jedoch einen Weg, diesen Energieblock wieder aufzubrechen, so wird es relativ leicht für ihn sein, seine körperliche Gesundheit wiederherzustellen.
Die Tatsache, dass Braunbär-Menschen unter dem Mond der Ernte, dem Mond der herbstlichen Tagundnachtgleiche, geboren sind, kommt den Braunbär-Menschen insofern zugute, als dass es jener Mond ist, in dessen Zeichen alle Kinder der Erde das ernten können, was sie gesät haben. Das Wissen um eine bestimmte Affinität, all das zurückzubekommen, was sie investiert haben, schützt Braunbär-Menschen davor, allzu häufig ihr inneres Gleichgewicht zu verlieren.

Ihre Zugehörigkeit zum Schildkrötenklan erhöht die Fähigkeit der Braunbär-Menschen, mit der Erde verwurzelt zu bleiben, während sie die Vielzahl von Projekten, in die sie gewöhnlich verwickelt sind, erfolgreich zu Ende führen. Da sie es vorziehen, sich gleichzeitig mit einer Vielfalt von verschiedenen Gedankengängen auseinander zusetzen, entgehen sie der Versuchung, sich auf eine Sache so zu versteifen, dass ihre Lebenskraft zum Stillstand gebracht wird — eine Neigung, die stärker bei den beiden anderen Angehörigen dieses Elementeklans in Erscheinung tritt. Ihre Zugehörigkeit zum Klan der Schildkröten erhöhte diese Kräfte und Talente der Braunbär-Menschen.

Das Pflanzen-Totem derer, die im Zeichen des Mondes der Ernte geboren sind, ist das Veilchen, jene kühle Waldblume, die so häufig mit den zärtlichen Regungen des menschlichen Herzens in Verbindung gebracht wird. Es gibt 400 Veilchen-Arten auf der Welt, von denen die meisten mehrjährig blühen, einige jedoch auch einjährig sind. Man findet sie in der Regel in feuchten Wäldern und an anderen schattenreichen Plätzen. Die meisten Veilchen wachsen nahe am Boden und haben abgerundete, dunkelgrüne Blätter. Die allerorts beliebten Blüten setzen sich aus mehreren zarten Blütenblättern zusammen, die in einer hübsch anzusehenden Anordnung von der mittleren Scheidewand ausstrahlen. Sowohl Blätter wie Blüten des Veilchens wurden medizinisch als Antiseptikum und schleimlösendes Mittel benutzt. Sie wurden aufgrund ihrer schleimlösenden Eigenschaft oftmals dazu genommen, um Suppen und Eintöpfe einzudicken. Dies trifft insbesondere auf die Veilchenart zu, die als wilde Okra bekannt ist und die man als Würzmittel für obenerwähnte Speisen sowie für Salate und zur Herstellung von Marmeladen und Suppen verwendet hat.

Medizinisch gesehen scheint das Veilchen eine Eigenschaft zu besitzen, die es ihm ermöglicht, in Bereiche des Körpers vorzudringen, die in der Regel nur von Blut oder Lymphflüssigkeit erreicht werden können, und hier angelangt, Giftstoffe, die sich angesammelt haben, aufzulösen. Das Veilchen ist eines der wichtigsten Kräuter, die von den indianischen Heilkundigen im Kampf gegen Krebserkrankungen eingesetzt werden. Der Tee wird gegen Atembeschwerden als Folge von Magen- oder Darmvergiftungen benutzt sowie zur Behandlung von Halsschmerzen und Halstumoren. Innerlich wie äußerlich angewandt, hilft er, jeglichen krankhaften Temperaturanstieg im menschlichen Körper zu senken. Ebenso nützlich ist er für Kopfschmerzen und Erkrankungen der Ohren und hat, ähnlich der Schafgarbe, eine allgemein anregende Wirkung auf die Schleimhäute. Als Kompresse bewirkt er wahre Wunder bei der Beseitigung von Kopf- und Halsschmerzen sowie Hautproblemen und Zahnschmerzen. In manchen Ländern werden die Blüten unter einem Abszess verbrannt, in dem Glauben, dass der aufsteigende Rauch solcherlei Hauterkrankungen heilen könne.

Braunbär-Menschen haben wie das Veilchen eine kühle Ausstrahlung, die oft nur die Tiefen ihrer Gefühlswelt verdeckt, welche soviel Zärtlichkeit in sich bergen kann wie jene, die man mit Hilfe von Veilchen zum Ausdruck bringt. Menschen dieses Totems können intensiv empfinden, ziehen es jedoch in der Regel vor, ihre Empfindsamkeit dadurch zum Ausdruck zu bringen, dass sie sich bemühen, das Leben derer, die sie lieben, positiver zu gestalten, anstatt über das, was sie bewegt, nur zu reden.

Braunbär-Menschen haben wie ihre Pflanze antiseptische und lösende Eigenschaften, die sie auch in die Praxis umsetzen können. Sie sind Anhänger einer festen Arbeitsmoral und der strengen Pflichterfüllung und scheuen sich nicht davor, die jeweilige Organisation, in der sie engagiert sind, von jenen zu befreien, die nicht in der Lage sind, diesem Konzept wenigstens theoretisch zu dienen. Wenn sie jedoch zu der Erkenntnis gelangt sind, dass es sich ausschließlich auf Lippenbekenntnisse beschränkt, werden sie ebenso schnell dazu bereit sein, auch jene auszuschließen, die in ihren Augen das Wachsen des Projektes verhindern. Braunbär-Menschen verlangen, dass sich Konzepte und Ideen stark und beständig vorwärts entwickeln, und sie werden niemanden dulden, der diesen Fortschritt behindert oder gar untergräbt. Sie erwarten, dass eine Sache sauber und straff durchgezogen wird und dass sich alle daran Beteiligten ehrlich und aufrichtig verhalten.

Wie ihre Pflanze haben auch sie die Fähigkeit, in die geheimen Bereiche der Gedanken und Körper ihrer Mitmenschen einzutauchen. Es gibt nichts, was man einem befreundeten Braunbär-Menschen verheimlichen könnte. Sie durchschauen alle Lügen und werden dir niemals ihren Respekt entgegenbringen können, wenn sie das Gefühl haben, allzu oft belogen worden zu sein. In einem solchen Fall läuft man sogar Gefahr, die volle Wucht ihres Zorns zu spüren zu bekommen, der zwar äußerst heftig sein kann, sich jedoch gewöhnlich auf einer Ebene abspielt, die sehr kühl, ja sogar berechnend wirken mag.

Veilchentee kann auf Braunbär-Menschen eine äußerst heilsame Wirkung haben, wenn sie an Erkrankungen des Magens oder des Darms leiden. Ebenso wirksam ist eine Kompresse aus der Abkochung für Hauterkrankungen, die manchmal als Folge eines nervösen Magens oder Darms auftreten. Braunbär-Menschen könnten den Tee gut gebrauchen, um ihren überbeanspruchten Hals zu lindern, wenn sie wieder einmal gut, aber zuviel geredet haben.

Das Tier-Totem derer, die im Zeichen des Mondes der Ernte geboren sind, ist der Braunbär, der identisch ist mit dem Schwarzbär. Manche Weibchen gebären sogar in ein und demselben Wurf ein schwarzes und ein braunes Junges. Den Schwarzbär trifft man häufiger im Osten an, während der Braunbär in der Regel im Westen der USA vorkommt. Der Braunbär, oft auch »Zimtbär« genannt, wird gewöhnlich 1,20 bis 1,50 Meter groß, erreicht eine Schulterbreite von 60 bis 90 Zentimeter und wiegt 400 Pfund. Sie variieren farblich von Blond bis hin zu allen Schattierungen von Braun und Schwarz, wobei die schwarzen Bären häufig eine weiße oder hellbraune Schnauze haben. Sie kommen am häufigsten im Westen des Kontinents sowie in Alaska und Kanada vor
Gewöhnlich richten sich Braunbären in Löchern, Höhlen, unter umgestürzten Bäumen, in verlassenen Gebäuden oder hinter Wasserfällen ein. Die Weibchen polstern ihren Bau häufig mit Blättern oder Gras aus, während die Männchen dies in der Regel nicht tun. Braunbären sind in der Regel vorsichtige und zurückhaltende Geschöpfe. Wenn sie jedoch erregt werden, schnappen sie kurz nach Luft, bellen, knurren und winseln. Braunbären sind Allesfresser, die sich über alles hermachen, was ihnen zwischen die Pfoten kommt: Gras, Samen, Pflanzen, Gemüse, Nüsse, Fisch, Erdhörnchen und Abfall. Ihre Lieblingsspeisen sind Honig und Beeren. Ihre einzigen Feinde sind der Mensch und die Waldbrände.

Bären sind neugierige Tiere — neugieriger vielleicht als alle anderen Tierarten, mit Ausnahme des Waschbären. Sie führen ein gemächliches, bedächtiges und genussreiches Leben, innerhalb dessen sie sich die Zeit nehmen, ihre Umwelt genauestens zu betrachten und von dieser zu lernen. Allein im Herbst erfasst sie eine Geschäftigkeit, deren Sinn und Zweck es ist, soviel Nahrung wie möglich für ihren bevorstehenden Winterschlaf herbeizuschaffen. Der Winterschlaf des Bären ist keineswegs durchgängig, und manchmal unterbricht er sogar ihn, um an einem warmen Wintertag aufzustehen und sich ins Freie zu begeben, häufig sogar noch im Halbschlaf. Während der letzten Tage ihres Winterschlafes, der von November bis März andauert, gebären die Weibchen ihre Jungen. Dies bedeutet, dass sie während der letzten Phase ihres Schlafes so wach sein müssen, dass sie ihren Nachwuchs saugen können. Bären haben in der Regel zwei Junge, die etwa acht Unzen wiegen — nackt und so hilflos wie junge Mäuse. Ein Bär erreicht erst mit sieben Jahren die Geschlechtsreife. Die Mütter gehen äußerst liebevoll mit ihrem Nachwuchs um, scheuen sich jedoch nicht davor, sie im wahrsten Sinne des Wortes zu verprügeln, wenn sie unfolgsam sind. Die Männchen nehmen an der Aufzucht der Jungen keinerlei Anteil.

Bären haben eine fröhliche und gutmütige Natur und belästigen nur selten Menschen. Wenn sie diesen begegnen, ist es die Regel, dass sie auf der Stelle die Flucht ergreifen, außer wenn es sich um ein Weibchen mit seinem Nachwuchs handelt. Und selbst dann wird sie erst ihre Jungen zur Flucht zwingen und anschließend selbst losstürmen. Problematisch und gefährlich wird es allein, wenn sich Bären in die Enge getrieben fühlen oder in Gebieten leben, in denen die Menschen sie füttern und zu Haustieren umzufunktionieren suchen. In einem solchen Fall werden sie zur regelrechten Plage. Bären sind Liebhaber der menschlichen Küche, da sie sich leichter daraus bedienen können als aus der freien Wildbahn. Wenn sie sich diese Unsitte jedoch einmal angewöhnt haben, dürfte es nur allzu schwierig, wenn nicht gar unmöglich sein, sie wieder davon abzubringen.

Bären sind in vielen Dingen ebenso geschickt wie Menschen. Sie können auf den Hinterbeinen aufrecht stehen und kurze Strecken hinter sich bringen — und sie sind in der Regel bessere Kletterer als die Menschen. Mit unglaublicher Geschicklichkeit holen sie sich Honig aus einem Bienenstock und fangen Fische, indem sie ihre Krallen als Speere benutzen. Der Bär war für die Indianer Amerikas ein ganz besonderes Geschöpf. In den meisten Legenden aus der Tierwelt wird dem Bären aufgrund seiner Fairness, Strenge und seines Mutes die Rolle des Vorsitzenden der Tierversammlungen zugeschrieben. In den meisten Stämmen ist der Bärenklan Medizin-, Führungs- und Verteidigungsklan.

Die Menschen dieses Totems sind wie der Bär nicht sonderlich auf ein festes Zuhause fixiert. Sie sind fähig, sich in jedem Bau, den sie ausfindig machen können, äußerst wohl zu fühlen. Sie verlangen jedoch — egal, was ihnen als Unterkunft zur Verfügung steht, dass dieses einigermaßen ordentlich und gut durchorganisiert ist.

Braunbär-Menschen können über einen längeren Zeitraum hin schweigen, ohne auch nur im geringsten darunter zu leiden. Wenn sich jedoch etwas auftut, was ihnen wichtig oder aufregend erscheint, werden sie erstaunlich beredsam darüber berichten. Braunbär-Menschen sind gewöhnlich wie ihr Tier-Totem begeisterte Esser und fähig, eine Vielfalt von Speisen zu genießen, wenn sie sich nicht gerade einer besonderen Diät verschrieben haben. Ist dies jedoch der Fall, werden sie diese eifrig befolgen, da Ausdauer eine der weiteren Qualitäten ist, die sie auszeichnen.

Braunbär-Menschen stehen der Welt mit Neugierde gegenüber Es ist ihnen ein großes Bedürfnis zu erfahren, wie sich die Dinge sowohl im menschlichen wie auch in außermenschlichen Bereichen verhalten, um mit Hilfe dieses Wissens das wieder ins Lot zu bringen, was einmal in Unordnung geraten ist. Sie bemühen sich, die Fehler, die sie erkennen, Wiedergutzumachen und alles in ein besseres Gleichgewicht zu bringen. Diese Menschen sind langsam und bedächtig und brauchen lange, bis sie sich auf etwas Neues einlassen können. Sie bemühen sich, das Leben zu genießen und es gemütlich einzurichten. Diese Haltung geben sie auch an jene weiter, die ihnen nahe stehen.

Braunbär-Menschen legen sich im Winter ebenso wie ihr Totem einen langsameren Rhythmus zu. Sie bemühen sich, diese Jahreszeit so bedächtig wie möglich zu gestalten, damit sie über das vergangene und das kommende Jahr nachsinnen können. Das ganze Jahr hindurch sind diese Menschen in der Regel gutmütige, frohe und zuversichtliche Wesen — solange sie sich in einem Zustand der inneren Ausgewogenheit befinden. Wenn sie sich jedoch durch die Lebensumstände, andere Menschen oder eine Idee in die Enge getrieben fühlen, verwandeln sie sich unerwartet in furchterregende Widersacher In einem solchen Fall werden sie bedenkenlos auf jemanden losgehen und mit ihren scharfen Krallen jeden schwachen Punkt, den sie nur ausmachen können, durchwühlen. Da Braunbär-Menschen ein so starker Bestandteil der physischen Realität zu sein scheinen, vergessen andere bisweilen, dass sie sich ebenso vertraut in den geistigen Bereichen bewegen können und ihr Wissen sowohl von dieser wie von der irdischen Welt beziehen. Dieses Wissen erlaubt ihnen zu erkennen, wo sich die Stärken und Schwächen anderer Menschen befinden.

Diese Menschen sind wie der Bär intelligent und können alles, was sie sich in den Kopf gesetzt haben, erreichen — ob es sich nun um etwas handelt, was einem Menschen grundsätzlich leicht gelingt oder nicht. Braunbär-Menschen nehmen aufgrund von Fairness, Kraft, Mut und Beharrlichkeit oft die Führungsposition der Bereiche ein, in denen sie sich bewegen. Sie setzen sich so lange mit einer Sache auseinander, bis sich die Dinge so entwickeln, wie sie es sich vorstellen. Sie werden auch wie der Bär jene, für die sie sich verantwortlich fühlen, erbittert verteidigen, wenn sie nicht davon überzeugt sind, dass es für jene lehrreicher wäre, sich diesem Angriff auszusetzen.

Als Mütter sind Braunbär-Frauen liebevoll, jedoch streng. Sie setzen ihrem Nachwuchs genaue Grenzen und erwarten, dass diese auch eingehalten werden. Wie der Bär lassen sie ihre Kinder, sobald es Zeit für sie wird, ihre eigenen Wege gehen. Braunbär-Männer haben wie ihr Totem große Schwierigkeiten, sich auf die Rolle eines Vaters einzustellen, sind jedoch sehr liebevoll, wenn sie sich einmal an den Gedanken gewöhnt haben. Sie schwanken zwischen Strenge und übertriebener Nachsicht. Beide Elternteile verlangen von ihren Kindern Sauberkeit, Ordnung und Genauigkeit, da sie damit verhindern wollen, dass die strenge Ordnung, die sie so sehr lieben, allzu sehr gestört wird.

Braunbär-Kinder sind gewöhnlich umgänglich und neugierig, steigern sich jedoch in ihre Wut förmlich hinein, wenn sie das Gefühl haben, hintergangen worden zu sein. Sie sind intelligente Kinder, die häufig dazu neigen, sich von ihrer Umwelt zurückzuziehen, da sie sich leicht und gerne allein beschäftigen und zudem etwas überaus Scheues in ihrem Wesen haben. Es tut ihnen gut, so früh wie möglich zu lernen, für andere Menschen Sympathie und Mitgefühl aufzubringen und auch zum Ausdruck zu bringen.

Wenn Menschen, die das Rad durchwandern, sich in dieser Position einfinden, werden sie von ihrer eigenen Einsicht, ihrem Scharfsinn sowie analytischen und vernunftbegabten Fähigkeiten erfahren. Sie werden lernen, ihre eigenen physischen und geistigen Energien in Einklang zu halten, während sie sich gleichzeitig darum bemühen, in der Erde verwurzelt zu bleiben.
Braunbär-Menschen verstehen sich mit Schneegans- und Biber-Menschen, die ebenso wie sie zum Klan der Schildkröten gehören, sowie mit den Vertretern des Froschklans, den Specht-, Schlange- und Puma-Menschen. Sie ergänzen sich mit Puma-Menschen.

Rabe

Rabe

Die Zeit der fallenden Blätter

Mond der Fliegenden Enten

(Rabe) 23. September — 23. Oktober

Jene Menschen, die zwischen dem 23. September und dem 23. Oktober geboren sind, stehen im Zeichen des Mondes der Fliegenden Enten. Ihr Totem im Reich der Mineralien ist der Jaspis, ihr Pflanzen-Totem die Königskerze und ihr Totem im Tierreich der Rabe. Ihre Farbe ist das Braun der herbstlichen Erde, und sie gehören dem Elementenklan der Schmetterlinge an.

Der Jaspis ist ein kryptokristalliner Quarz, der jedoch nicht zu der Familie des Chalzedons gehört, da er unter dem Elektronen-Mikroskop eine eher körnige als faserige Struktur aufweist. Der Jaspis kommt in vielen Farbschattierungen vor:
Braun, Rotbraun, Schwarz, Blau, Gelb, Grün und Farbkombinationen, die als »Bild-Jaspis« bekannt sind. Die Erscheinungsform des Jaspis, die jedoch am stärksten mit Menschen dieses Totems in Verbindung gebracht wird, ist der Blutstein, welcher grün mit roten Flecken ist und auch als Heliotrop bekannt ist.

Der Blutstein Jaspis war den Urbewohnern des amerikanischen Kontinents, Ägyptens, Babyloniens, Chinas und anderer Länder wohlbekannt. Sie alle schätzten den Stein als Amulett, besonders den Jaspis, der herzförmig war. In jenen Zeiten glaubte man, dass gerade diese Erscheinungsform des Jaspis die Kraft besäße, die Sonnenwärme weiterzuleiten, was die Bezeichnung »heliotrop« erklärt und »sonnen-reflektierend« bedeutet. Ebenso herrscht der Glaube, dass der Blutstein Jaspis Wasser zum Kochen bringen könnte, wenn man ihn hineinlegte.

Dem Jaspis werden vielerlei magische Kräfte zugeschrieben — so wird gesagt, dass er die Fähigkeit besäße, Blutungen zu stillen, seinem Besitzer Unsichtbarkeit sowie ein sicheres und langes Leben zu verleihen, das Gift aus einem Schlangenbiss zu ziehen, das verlorene Augenlicht wiederherzustellen und —in Wasser gelegt — Regen heraufzubeschwören. Ärzte haben bis in die Neuzeit hinein den Blutstein dazu benutzt, um Blutungen zu stillen. Ebenso wurde er in pulverisierter Form in Verbindung mit Eiweiß und Honig dazu verabreicht, um Hämorrhoiden zu beseitigen. Dieser Jaspis sollte seinem Träger ebenso wie andere Jaspisarten Macht über die bösen Geister verleihen und ihm die Fähigkeit geben, andere zu verzaubern.

Alle Formen des Jaspis werden als Steine betrachtet, die ihrem Besitzer Segen spenden und in denen Erdenergie sowohl wohnt wie angezogen wird. Jaspis, der in Wasser gelegt und der morgendlichen Sonnenstrahlung ausgesetzt wird, soll besonders wohltuende Effekte haben.

Raben-Menschen können wie ihr Stein in einer Vielzahl von verschiedenen Erscheinungsformen auftreten — was sich nach Stimmung oder Zustand des inneren Gleichgewichts zur fraglichen Zeit richtet. Wenn sie im Einklang mit sich selbst sind, gleichen sie dem Blutstein mit seiner breiten Auswahl von mystischen Eigenschaften. Raben-Menschen können, wenn sie ihr inneres Gleichgewicht erlangt haben, dem Jaspis ähneln. Sie sind gütig, liebevoll, rücksichtsvoll und aufrichtig besorgt um das Wohlergehen ihrer Mitmenschen. Wenn sie diesen Zustand des inneren Gleichklangs erreicht haben, haben sie die Kraft, die Wärme der Sonne in sich aufzunehmen und auf alle jene widerzuspiegeln, mit denen sie in Berührung kommen. Wenn sie dieses Gleichgewicht jedoch verfehlt oder verspielt haben, ist ihnen die Kraft zu eigen, die Abgründe von Depression und Verwirrung erzeugen kann und deren Intensität Wasser zum Kochen bringen könnte.

Raben-Menschen haben die Tendenz, unverhofft von einer Laune oder Stimmung in die nächste zu verfallen. Ein jeder von diesen verschiedenartigen Zuständen erscheint ihnen jedoch zu dem speziellen Zeitpunkt, in dem sie in ihn verfallen, optimal zu sein. Selbst wenn sie sich schon einen Atemzug später am genau entgegengesetzten Pol befinden, fühlen sie sich darin wohl und können die Verwirrung anderer ob ihrer raschen Veränderungen kaum begreifen.

Raben-Menschen besitzen ähnlich dem Blutstein psychische Kräfte, die ihnen stets anhaften, ob sie sich nun an einem Punkt befinden, an dem sie diese brauchen können, oder nicht. Manchmal gelangen sie zu solchen Kräften, bevor sie einen Zustand der inneren Harmonie erreicht haben, an dem angelangt sie diese erst richtig nützen können. Wenn dies eintrifft, entdecken Raben-Menschen oft, dass sie die Kraft besitzen, das Leben anderer zu beeinflussen, und sind versucht, diese Fähigkeit zum persönlichen Gewinn zu missbrauchen. Da Raben-Menschen wie ihr Mineral dazu neigen, eine starke physische Anziehungskraft auf ihre Mitmenschen auszuüben, können sie diese auch dazu missbrauchen, um andere zu manipulieren und zu beeinflussen. Wenn sich Raben-Menschen auf solch zweifelhafte Unterfangen einlassen, bereiten sie sich und anderen in der Regel nichts als Schmerz, Verwirrung und Leid.

Raben-Menschen, die jedoch den Zustand eines inneren Gleichgewichts, das in einem jeden von ihnen schlummert, erlangt haben, benutzen ihre besonderen Kräfte zum Wohle ihrer Mitmenschen und sind oftmals überaus begabte Heuer oder Medien für die positiven Kräfte des Universums.

Der Jaspis ist ein wertvoller Stein für Menschen dieses Totems, da er die Fähigkeit besitzt, Segen und die Erdenergie anzuziehen und an seinen Träger weiterzuleiten. Raben-Menschen müssen aufgrund ihrer persönlichen Wesensveranlagung und ihrer Angehörigkeit zum Schmetterlingsklan danach trachten, die Erdenergie anzuziehen, um sich mit der Erde besser verwurzeln zu können und in den für ihr Leben wichtigen Aufgabenbereichen voranzukommen. Wenn sie dies versäumen, laufen sie Gefahr, noch sprunghafter als andere Vertreter dieses Klans von einem Projekt zum anderen zu wechseln, ohne ihre ursprünglich angestrebten Ziele jemals verwirklichen zu können.

Die Farbe der Raben-Menschen ist das Braun der herbstlichen Erde, die während der sommerlichen Wachstumsperioden allen Wesen und Dingen so viel Kraft gespendet hat und sich nun auf den langsameren Rhythmus der kommenden Jahreszeit, der Zeit von Rast und Erneuerung, vorbereitet. Die Farbe Braun besitzt die Fähigkeit, den Menschen zu helfen, die Kraft der Erde und die Kraft des Geistes durch ihr eigenes Sein zu vereinigen. Es ist die Farbe der Verwurzelung und der Standhaftigkeit auf der diesseitigen Ebene, während man bereit ist, in die höheren Ebenen vorzudringen. Raben-Menschen streben danach, diesen Seinszustand zu erreichen, und sind äußerst hilfsbereit, wenn sie dieses Ziel erlangt haben.

Die Tatsache, dass sie unter dem 1. Mond von Mudjekeewis, dem Hüter des Geistes des Westens, geboren sind, verhilft Raben-Menschen dazu, ihr inneres Gleichgewicht zu erlangen, da die Gaben von Mudjekeewis Kraft und Selbstbetrachtung sind. Wenn Raben-Menschen diese Gaben nützen, um in ihr Innerstes zu blicken, werden sie diesen angestrebten Zustand des inneren Gleichklangs viel schneller erreichen und somit in der Lage sein, nach außen zu treten und anderen ihren Beistand zukommen zu lassen — ein Wunsch, der stets tief im Inneren ihres Herzens wohnt. Ihr Mond, der Mond der Fliegenden Enten, ist der Mond, der der herbstlichen Sonnenwende folgt und jene Jahreszeit einleitet, in der alles nach den vergangenen Monaten des schnellen Wachstums einen langsameren Rhythmus einlegt. Wenn Raben-Menschen daraus erlernen können, selbst ein etwas gemäßigteres Tempo einzulegen, werden sie der Erlangung ihres inneren Gleichgewichts einen wesentlichen Schritt näher gekommen sein.

Die Königskerze, das Pflanzen-Totem derer, die im Zeichen des Mondes der Fliegenden Enten geboren sind, ist eine außergewöhnlich hilfreiche und vielseitige Pflanze. Sie wird auch Wollblume, Fackelblume oder Kerzenkraut genannt. Diese weiteren Bezeichnungen verraten viel über das Aussehen dieser Pflanze, die große, hellgrüne, samtene Blätter hat, welche säulenartig von einem kräftigen, aufrechtwachsenden und behaarten Stiel ausstrahlen. Von diesem 1 bis 2 Meter hoch werdenden Stängel gehen behaarte, hellgelbe, rote, purpurfarbene oder rötlich-braune, kleine Blüten hervor. Die Frucht der Königskerze ist eine Kapsel. Die Königskerze wachst im gesamten Gebiet der USA sowie in vielen anderen Ländern der Welt und kann sowohl in städtischer wie in ländlicher Umgebung gefunden werden.

Die Königskerze wurde über viele Jahre hinweg in allen Ländern, in denen sie vorkam, zu Heilzwecken benutzt. Aus den Blättern der Pflanze kann man einen Tee zubereiten, der eine beruhigende Wirkung auf die Schleimhäute hat, Blasen-, Nieren- und Lebererkrankungen wirksam bekämpft, Nervosität behebt sowie eine allgemein adstringierende Wirkung besitzt.

Die Königskerze ist generell als Heilmittel gegen Lungen- und Herzbeschwerden verwendbar, lindert jedoch durch ihre beruhigende Wirkung auf diese Organe auch Erkrankungen der Nieren und Blase und stärkt das Nervensystem. Die eingeborenen Bewohner vieler Gebiete des nord-amerikanischen Kontinents rauchen die Blätter der Königskerze an Stelle von Tabak.
Sie bewirken, geraucht oder als Weihrauch verbrannt, eine Linderung von Lungenstauungen und deren Folgeerscheinungen — Asthma und Bronchitis.

Das aus den Blüten der Königskerze gewonnene Öl wurde lange Zeit zur Behandlung von Ohrenschmerzen, Warzen, Prellungen, Verstauchungen und Abschürfungen benutzt. Äußerlich angewandt wird der Tee erfolgreich gegen Hämorrhoiden, Geschwüre, Tumore, Halsschwellungen und Muskelschwäche eingesetzt. In alten Zeiten schrieb man der Königskerze auch antibiotische Wirkung zu.

Auch ihre Totem-Pflanze vermag Raben-Menschen an ihre vielseitigen und hilfreichen Begabungen sowie an ihre Fähigkeit, beweglich zu bleiben und sich zu verändern, erinnern. Manche Beinamen der Königskerze beschreiben diese Menschen sehr treffend in ihren verschiedenen Seinsstufen, - denn sie können an einem Tag so kratzbürstig wie Wolle sein und bereits am nächsten so weich und anschmiegsam wie Samt. Wenn sie sich in ihrem »wollenen« Zustand befinden, sind sie oftmals schwer zu ertragen, da sie sich und anderen Schmerzen zufügen und gleichzeitig große Aufmerksamkeit verlangen, um über ihre emotionalen Wunden hinwegzukommen. Wenn sie sich jedoch in ihrem »samtenen« Zustand befinden, wirken sie in ihrer Sanftheit auf ihre Umwelt geradezu beruhigend und sind überall gerne gesehen.

Wenn Raben-Menschen in der Lage sind, sich so zu akzeptieren wie sie sind, können sie auch anderen Menschen helfen, einen Zustand des Wohlbefindens zu erreichen. Sie werden sich die größte Mühe machen, den Menschen, die ihnen nahe stehen, zu zeigen, wie einzigartig und liebenswert sie sind. Der Kontakt mit einem solchen Raben-Menschen wird dir das Gefühl vermitteln, der netteste und wichtigste Mensch auf Erden zu sein — und für diese Erhöhung deines Selbstwertgefühls wirst du ihm überaus dankbar sein und ihn lieben.

Raben-Menschen können wie die Königskerze auf vielerlei Erkrankungen, die ihre Mitmenschen befallen, überaus heilsam und lindernd wirken, ganz gleich, was die Grundursache der Krankheit ist. Ihr aufrichtiges Interesse und die Besorgnis um den Erkrankten werden diesem oftmals genau den richtigen Auftrieb geben, um wieder auf den Weg der Besserung gelangen zu können. Wenn Raben-Menschen in einem Zustand des inneren Wohlbefindens sind, werden sie großherzig all deine Probleme anhören und sich aufrichtig darum bemühen, um diese zu lösen oder dir zu einer positiven Einschätzung der Problematik zu verhelfen. Ihre Offenherzigkeit wird dir manchmal das Gefühl vermitteln, als gäbe es in Wirklichkeit keinerlei Probleme auf der Welt. Sie können dich wie ihre Pflanze oftmals auf eine rein physische Art und Weise beruhigen — indem sie dich beispielsweise einfach in den Arm nehmen oder streicheln — da Raben-Menschen körperliche Zuneigung bereitwillig verteilen und empfangen können.

Menschen dieses Totems würden gut daran tun, stets einige Blätter der Königskerze zum eigenen Gebrauch bei der Hand zu haben, da sie anfällig sind für Erkrankungen der Blase, der Nieren und des Nervensystems. Diese Krankheiten scheinen ihnen jedoch nur dann etwas Ernsthaftes anhaben zu können, wenn sich ihre inneren Kräfte nicht im Gleichgewicht befinden. In solchen Phasen sind sie überreizt, leicht erregbar und paranoid, und wenn es ihnen nicht gelingt, ihr verlorengegangenes Gleichgewicht wiederherzustellen, werden physische Schwierigkeiten, wie oben erwähnt, in Kürze folgen.

Das Tier-Totem derer, die während des Mondes der Fliegenden Enten geboren sind, ist der Rabe. Der Rabe ist in der Regel ein pechschwarzer Vogel mit einem keilförmigen Schwanz. Er wird etwa so groß wie ein Roter Habicht —60 Zentimeter, mit einer Flügelspanne bis zu 1,30 Meter Die Flügel sind lang und an ihren Enden zugespitzt, der Schnabel ist groß und stark ausgeprägt, und die Nasenöffnungen sind von borstenartigen Federn bedeckt. Raben haben gewöhnlich ein Federbüschel am Hals, welches bei den Arten, die als Weißhals-Raben bekannt sind, weiß ist, was man wiederum nur dann erkennen kann, wenn der Wind durch die Federn fährt oder die Raben werben. Es gibt Raben in allen Ländern der Welt, am häufigsten findet man sie jedoch in den Weststaaten der USA. Sie verständigen sich mit einem lauten Krächzen und sind Allesfresser, die sich von Gemüse, Kleinsäugetieren, jungen Vögeln, Abfällen und Aas ernähren. Sie bewegen sich abwechselnd flügelschlagend und segelnd durch die Luft und reiten mit ebenso großem Vergnügen mit dem Wind wie ihre Habicht-Brüder Ihre Luftakrobatik ist besonders dramatisch während der Paarungszeit.

Raben sind manchmal sehr angriffslustig, in der Regel jedoch vorsichtig und eher zurückhaltend. Sie haben einen so hohen Intelligenzgrad, dass sie sogar Muscheln aus der Luft auf die Erde fallen lassen, um die Schalen aufzubrechen und das Fleisch herauspicken zu können. Raben sind gruppenorientiert und äußerst darauf bedacht, ihr Revier zu verteidigen. Sie scheuen sich nicht davor, Habichte, Eulen, ja sogar Adler anzugreifen, die in ihr Revier eindringen. Die Zigeuner bewundern Krähen und Raben für ihre Loyalität zum Stamm. Es heißt, dass diese Vögel Stammesratssitzungen abhalten, und wenn man jemals einen Schwarm eifrig schwatzender Raben auf einem Zaun hat sitzen sehen, wird man dem bereitwillig Glauben schenken. Ebenso heißt es, dass Raben, die gegen die Gesetze des Stammes verstoßen haben, Selbstmord begehen, indem sie sich aus einer großen Höhe zur Erde stürzen.

Manche Raben paaren sich für die Dauer eines ganzen Lebens, andere wiederum nur für kurze Zeit. Sie bauen aus Zweigen große Nester auf Felsvorsprüngen oder in Baumwipfeln. Das Weibchen legt 5 bis 7 Eier, die hellgrün und braun gesprenkelt sind. Raben fliegen bei heißer Witterung mit offenem Schnabel.

Den eingeborenen Völkern war der Rabe ein Symbol des Gleichgewichts zwischen Mensch und Natur. Fast alle Stämme haben ihre Raben-Legenden, in denen berichtet wird, warum der Rabe schwarz ist. In all diesen Legenden ist der Rabe zunächst einmal ein weißer Vogel, dessen Farbveränderung entweder die Folge einer Bestrafung für ein Vergehen oder seines Bemühens, den Menschen zu helfen ist, letzteres gewöhnlich in dem Versuch, ein Feuer zu löschen, welches das Volk bedroht hat. Diese Dualität, die in den Legenden vorherrscht, verbildlicht die Dualität der Gefühle, die die indianischen Stämme diesem Vogel entgegenbrachten. Für manche ist der Rabe ein schlechtes Omen, für andere ein gutes. Die Pueblo-Stämme stellen eine Verbindung zwischen dem Raben und den Kachinas her, jenen Geistern, die das Dorf schützen und Regen herbeiführen. Man hat dem Raben nachgesagt, dass er Regenwolken sowohl herbeilocken wie vertreiben kann. Dies gilt ebenso für seinen Einfluss auf das Wild. Egal welche Stellung man ihm auch in welchem Stamm einräumte, der Rabe wurde immer als Vogel betrachtet, der eng in Verbindung mit dem Menschen und der Natur stand.

Wie der Rabe sind auch die Menschen dieses Totems in der Lage, durch die Lüfte zu segeln und sich an einem Platz niederzulassen, an dem sie die positiven Energieströme der Erde in sich aufnehmen können. Sie sind Menschen, die sich sowohl in den irdischen wie in den himmlischen Bereichen des Universums wohl fühlen. Ihre Fähigkeit, weit und anmutig zu segeln, hängt von dem Zustand innerer Harmonie ab, den sie erreicht haben. Dieses Gleichgewicht ist für den Raben-Menschen von größerer Wichtigkeit als für alle anderen Totems des Medizinrades, da sie wie ihr Vogel befähigt sind, mit unglaublicher Behändigkeit von einer Position zur anderen zu segeln. Wenn es ihnen nicht gelungen ist, zu ihrer Mitte vorzudringen, kann gerade dieses Umhersegeln für sie und ihre Umwelt große Verwirrung hervorrufen. Wenn sie jedoch ihr inneres Gleichgewicht erlangt haben, sind sie durchaus in der Lage, von einem Bereich zum anderen zu wechseln, ohne ihre Mitte jemals aus dem Auge zu verlieren. Bei einem solchen Zustand des inneren Einklangs angelangt, erweisen sie sich als die hilfsbereitesten Menschen, die man sich nur vorstellen kann. Da sie selbst leiden mussten, um diesen Zustand der Harmonie zu erreichen, sind sie fähig und bereit, auch andere zu unterstützen.

Das Raben-Totem ist ein Zeichen des Widersinns, da Raben-Menschen in ihrer Gefühlswelt beispielhaft sind für das Widersinnige im Leben. Da sie in der Lage sind, in ungeahnte Höhen aufzusteigen, können sie sowohl das Gute wie das Schlechte in jeder Position erkennen, was es ihnen wiederum erschwert, einen Standort dem anderen vorzuziehen. Sie tun sich schwer, rasche Entscheidungen zu treffen, solange sie nicht im Einklang mit sich selbst sind. Die Entscheidung, die sie an einem Tag fällen, kann am nächsten Tag schon längst wieder hinfällig sein, was ihnen oft den Anschein der Unentschlossenheit, manchmal auch der Verantwortungslosigkeit gibt.

Raben-Menschen sind wie ihr Vogel äußerst vorsichtig - und das mit gutem Grund, denn sie sind als Folge ihrer Leichtgläubigkeit in der Vergangenheit sicher oft verletzt worden. Sie neigen dazu, sich bei der leisesten Andeutung von Gefahr sofort aus dieser Situation zurückzuziehen. Sie sind intelligente Menschen, die in der Lage sind, von allen Ansichten und Ideen, die sie imstande sind wahrzunehmen, etwas zu lernen. Und sie sind aufgrund ihrer Wesensart äußerst anpassungsfähig. Da sie es gewohnt sind, in einer emotionalen Welt der Veränderung zu leben, lassen sie sich durch Veränderungen in der physischen Welt kaum aus der Ruhe bringen.

Raben-Menschen sind in der Regel gruppenorientiert und fühlen sich am wohlsten in der Sicherheit einer Gruppe von annähernd gleichgesinnten Menschen. Haben sie einmal eine solche Gruppe gefunden, sind sie zu jeder Zusammenarbeit bereit, äußerst zuverlässig und treu. Sie entwickeln auch ähnlich ihrem Vogel einen Geist der Verteidigung, den sie um diese Gruppe aufbauen, sei es nun rein philosophischer Art oder im wörtlichen Sinn zu verstehen. Wenn sie das Gefühl bekommen, dass jene, die sie lieben, bedroht sind, werden sie diese ungeachtet der Größe und Stärke des vermeintlichen Angreifers mit Hingabe verteidigen. Sie sind aufgrund ihrer Gruppenloyalität zutiefst betrübt, wenn irgend etwas geschieht, das sie dazu zwingt, sich gegen eine Gruppe, der sie sich angeschlossen haben, zu wenden. Eine solche Situation wird sie, ganz gleich, wie stark sie im Einklang mit ihrem Inneren sind, für den Moment völlig aus dem Gleichgewicht werfen.

Wie ihr Totem schließen manche Raben-Menschen Ehebündnisse für das Leben, während andere dies eher vermeiden. Wenn sie einen Partner wählen, bevor sie ihr inneres Gleichgewicht erlangt haben, werden sie sich manchmal äußerst schwer tun, diese Beziehung aufrechtzuerhalten, da sie allzu häufig darüber unschlüssig sind, ob sie den richtigen Partner gewählt haben oder nicht. Ihre anhaltende Ambivalenz genügt, um selbst den entschlossensten Partner zu vertreiben.
Ein schönes Zuhause ist diesen Menschen von außerordentlicher Wichtigkeit. Sie besitzen einen sicheren Blick für einen anziehenden Rahmen und bemühen sich auch, sich in einem solchen niederzulassen. Haben Raben-Menschen einen Zustand des inneren Gleichgewichts erlangt, so spiegelt sich dieser auch mit Sicherheit in ihrem Heim wider Ebenso wichtig ist es für sie, Tiere in ihrem Haushalt zu halten, da diese ihnen die konkrete Möglichkeit bieten, ihre bestehende Verbindung zur Natur zu erfahren.

Menschen dieses Totems sind warmherzige und liebevolle Eltern, die einen beruhigenden Einfluss auf ihre Kinder ausüben. Sie haben jedoch Schwierigkeiten, ihren Kindern gegenüber beständig zu sein, da ihre Einstellung zur Disziplin sich ebenso schnell verändern kann wie ihre Einstellung zu anderen Dingen. Der ausgeglichene Raben-Mensch stellt in diesem Punkt eine Ausnahme dar und ist beispielhaft für eine ausgewogene elterliche Mischung aus Liebe, Disziplin und Unabhängigkeit.

Raben-Kinder haben in der Regel, wenn sie nicht gerade ausgesprochen aus der Art schlagen, große Schwierigkeiten, zu sich selbst zu finden, da sie erst alle Möglichkeiten des Wohlseins erproben müssen, bevor sie sich entscheiden können, wie und was sie sein möchten. Man sollte ihnen aus diesem Grund genügend Spielraum geben, um diesem Drang nachgeben zu können, da dies es ihnen erleichtern wird, ihr Gleichgewicht im späteren Leben zu finden. Gleichzeitig brauchen sie jedoch auch ein gewisses Maß an Beständigkeit in ihrer Umwelt, um den inneren Frieden erfahren zu können, den sie bereit sind, auch an andere weiterzugeben. Sie sind stets sehr liebevolle Kinder, physisch oftmals ungewöhnlich anziehend und allzu bereit für eine Umarmung oder einen Kuss.

Wenn Raben-Menschen ihr persönliches Gleichgewicht gefunden haben, sind sie in der Lage, vielerlei verborgene Dinge sowohl auf der irdischen wie auf anderen Ebenen zu erforschen. An diesem Punkt angelangt, sind Raben-Menschen befähigt, die Widersprüchlichkeiten des Lebens zu personifizieren, ohne sich davon aus dem Gleichgewicht werfen zu lassen. Sie sind in der Lage, andere darin anzuleiten, die Energie der Erde und des Himmels in sich zu sammeln, und tragen damit ihren Teil zur Herstellung eines Gleichgewichts zwischen Mensch und Natur bei. Dies ist eine Eigenschaft, die schon die eingeborenen Stämme des amerikanischen Kontinents dem Raben zugeschrieben haben.

Menschen, die das Rad beschreiten und sich in dieser Position wiederfinden, werden entdecken, dass sie die Widersprüchlichkeiten ihres Lebens in einer viel direkteren und intensiveren Weise erfahren können, als sie es bislang getan haben. Dies wird ihnen wiederum auch helfen, diese leichter und schneller wieder auflösen zu können. Sie haben die Möglichkeit herauszufinden, wie sie einen Zustand der Harmonie zwischen sich und der Natur herstellen können. Ebenso können sie ihrem Bedürfnis nachgehen, sich an eine Gruppe anzuschließen, sich mit dieser auseinander zusetzen und deren Vertrauen zu erwerben.
Raben-Menschen verstehen sich mit ihren Verwandten des Schmetterlingsklans, den Otter- und Hirsch-Menschen, sowie mit den Angehörigen des Donnervogelklans, den Habicht-, Stör- und Wapiti-Menschen am besten. Sie ergänzen sich mit dem geflügelten Vertreter des Donnervogelklans, dem Roten Habicht-Menschen.

Schlange

Die Zeit des Frostes

Mond der Ersten Fröste

(Schlange) 24. Oktober — 21. November

Jene Menschen, die während des Mondes der Ersten Fröste, zwischen dem 24. Oktober und dem 21. November, geboren sind, haben Kupfer und Malachit als Totem im mineralischen Reich, die Distel als Totem im pflanzlichen Reich und die Schlange als Totem im Reich der Tiere. Ihre Farbe ist orange, und sie gehören dem Elementenklan der Frösche an.

Ihr Mineral, das Kupfer, kommt in allen Ländern der Welt vor und wurde seit alters her, nachdem der Mensch gelernt hatte, es zu bearbeiten, für die Herstellung von Werkzeugen und Schmuck verwendet. In den Frühphasen seiner Verarbeitung wurde das Kupfer gewöhnlich in die gewünschte Form getrieben. Später erhitzte man es fast bis zum Schmelzpunkt, um es leichter formen zu können. Dem Kupfer wird eine Vielzahl von besonderen Kräften zugeschrieben, so auch, dass es helfen könne, den Geist und das Blut des Menschen zu reinigen. Über unzählige Jahre hinweg haben Menschen, die für Arthritis, Rheuma und andere Krankheiten, die eine Versteifung der Gliedmaßen verursachten, anfällig waren, Armbänder oder Fußbänder aus Kupfer getragen, um sich Linderung zu verschaffen.
Auch Künstler tragen häufig Kupferarmbänder, um einer Versteifung ihrer Arme vorzubeugen, während Krieger sie benutzten, um ihre Arme zu kräftigen.

Kupfer ist ein besserer Stromleiter als die meisten anderen Mineralien und wird aus diesem Grunde fast immer für elektrische Verdrahtungen benutzt. Ebenso hat es die Eigenschaft, aufgenommene Wärme gleichmäßig über seine ganze Fläche zu verteilen. Aus diesem Grund wurden früher Pfannen gänzlich aus Kupfer hergestellt oder zumindest mit Kupfer beschichtet. In frühesten Zeiten wurde Kupfer auch als Leiter für andere Energieformen betrachtet, und es war häufig jenes Metall, das in Verbindung mit Kristallen die Fähigkeit besaß, andere Energieformen, die unsere Wissenschaften erst noch entdecken müssen, zu bündeln.

Malachit, der Edelstein der Schlangen-Menschen, ist ein Kupfer-Karbonat, das im Kupferabbau gewonnen wird. Er hat eine leuchtendgrüne Farbe und einen Glanz, der von glasig bis matt oder seidig reichen kann. Durchscheinende Exemplare von Malachit wurden als Edelsteine verwendet und zu Vasen, Ornamenten und Statuen weiterverarbeitet. Der Malachit kommt wie das Kupfer in den meisten Teilen der USA vor. Auch diesem Stein werden besondere Kräfte zugeschrieben — am bedeutsamsten sei seine Fähigkeit, die Empfindsamkeit eines Menschen für die Stimme des Geistes zu erhöhen. Der Malachit wird als Stein betrachtet, der die menschliche Empfänglichkeit für alle subtilen Energieformen - so auch für die psychischen Kräfte - erhöht.

Schlangen-Menschen können durch ihre Mineralien von ihren eigenen Fähigkeiten erfahren, die Dinge, mit denen sie in Kontakt kommen, umzuwandeln. Schlangen-Menschen besitzen ähnlich dem Kupfer die Fähigkeit, in allen Bereichen, in denen sie sich bewegen, Veränderungen herbeizuführen. Während sie selbst nicht besonders anpassungsfähig sind, können sie Situationen, mit denen sie zu tun haben, beeinflussen. Schlangen-Menschen besitzen in der Regel einen hohen Energiefluss und unzählige neue Ideen, wie man eine Situation verbessern kann. Wenn sie im Einklang mit sich selbst sind, haben ihre meisten Einfälle auch durchaus Hand und Fuß und können ohne weiteres in die Wirklichkeit umgesetzt werden.

Da Schlangen-Menschen generell auf die höheren Energien in ihrem Umfeld eingestimmt sind, können sie, wenn sie sich selbst einer geistigen Reinigung unterzogen haben, anderen bei der Bewältigung ihrer Probleme und Aufgaben beistehen. Da viele von ihnen Menschen mit natürlichen Heilkräften sind, können sie anderen helfen, ihren Körper und ihr Blut zu reinigen. Sie können jenen, mit denen sie in Kontakt stehen, aufgrund ihres wissbegierigen Wesens die Kenntnisse, zu denen sie über diese Bereiche vordringen, in eine Form umsetzen, die auch von anderen Menschen leicht erfasst werden kann. Wie das Kupfer haben auch Schlangen-Menschen die Fähigkeit, Hitze gleichmäßig weiterzugeben — sei es nun die Hitze ihrer neuesten Einfälle oder die Hitzigkeit ihres Zorns - wenn sich nicht alles so abspielt, wie sie es sich wünschen.

Schlangen-Menschen besitzen wie der Malachit besondere spirituelle Kräfte. Wenn sie im Gleichgewicht mit ihren Kräften sind, sind sie sehr empfindsam für die Stimme des Geistes und in der Lage, viele subtile Energieformen zu empfangen. Schlangen-Menschen sind, egal wie ihre allgemeine persönliche Entwicklung verläuft, reich gesegnet mit Fähigkeiten im psychischen Bereich. Diese Gaben können sich jedoch sowohl als positiv wie auch als äußerst nachteilig auswirken, wenn sie versäumt haben, zu begreifen, dass solche Gaben allein zum Wohle der Menschen und nicht zum persönlichen Gewinn eingesetzt werden dürfen. Schlangen-Menschen, die diese Kräfte zur Verwirklichung ihrer eigenen Interessen benutzen, können zwar äußerst erfolgreich sein und viele Menschen auf ihre Denkweise umstimmen, aber sie werden letztendlich umkehren, sobald sie ihre Handlungsweise einmal einer kritischen Betrachtung unterzogen haben. Und da sie in starker Verbindung zu den geistigen Bereichen stehen, wird diese kritisch-objektive Überprüfung nicht ausbleiben.

Das Pflanzen-Totem der Schlangen-Menschen ist die Distel, jene stachelige Pflanze, die sowohl in der Stadt wie auf dem Land anzutreffen ist. Eine Distel kann zwischen 90 Zentimeter und 3 Meter hoch werden. Sie hat eine dicke Pfahlwurzel, die einer Karotte ähnelt. Im 1. Jahr ihres Wachstums wachsen ihre Blätter in einer Rosette aus dem Erdboden, im 2. Jahr bildet sich erst der Blütenstil, der dickfleischig ist und manchmal etliche Blätter und Verzweigungen hat. Die Blütenköpfe sind lose Trauben und können rot, Purpur oder weiß sein. Die Blätter und Blüten sind alle mit scharfen, stacheligen Härchen bedeckt, und ein stacheliger Flaum überzieht auch alle anderen Teile der Pflanze. Wenn man eine Distel versehentlich streift, wird dies einem nicht entgehen können.

Sowohl der Spross wie die Wurzel können geschält und roh oder auch gekocht verspeist werden. Die jungen Blätter können als Tee aufgekocht und die fruchtähnlichen Samen roh oder geröstet verzehrt werden. Alle Teile der Pflanze sind reich an mineralischen Aufbaustoffen. Ursprünglich benutzten indianische Heiler die Distel gegen Magenbeschwerden und Verdauungsstörungen, um Fieber zu senken, sowie als Wurmmittel und Milchbildungstee für stillende Mütter In alten Zeiten betrachtete man die Distel als Allheilmittel, das so gut wie alle Krankheiten kurieren konnte, besonders aber Erkrankungen des Gehirns. Man schrieb der Distel die besondere Fähigkeit zu, die inneren Organe des Körpers zu kräftigen und alle Arten von Beschwerden und Schmerzen lindern zu können. Manche Distelarten werden heilige Distel oder »geweihte« Distel genannt, aufgrund der heilenden Fähigkeiten, die man ihnen zuschreibt.

Schlangen-Menschen können wie ihre Pflanze geistig und emotional in ungeahnte Höhen oder Tiefen vordringen, je nachdem, wie bereit sie sind, die Talente und Fähigkeiten, die in ihnen schlummern, auszubilden und zu benutzen. Von der Distel können Schlangen-Menschen lernen, wie wichtig es ist, sich kräftig und tief mit der Erde zu verwurzeln, da sie die Hilfe der Erde brauchen, um all die Energieströmungen, die sie durchfließen, in die richtigen Bahnen lenken zu können. Während alle Schlangen-Menschen die Fähigkeit besitzen, sich ihrer Umwelt gegenüber äußerst hilfsbereit zu verhalten, verspielen manche von ihnen diese Möglichkeit, da sie sich wie ihre Pflanze hinter einer Mauer von spitzen Stacheln verbergen, was verhindert, dass man ihnen nahe genug kommen könnte, um die Seiten zu erkennen, die unter diesem Panzer verborgen liegen. Selbst ausgeglichene Schlangen-Menschen haben in der Regel einen dünnen stacheligen Flaum um sich, mit dem sie sich gegen jedermann zur Wehr setzen, der sie oder die Menschen, die ihnen nahe stehen, ihrem Empfinden nach verletzt hat.

Wenn es einem gelingt, diesen äußeren Schutzpanzer der Schlangen-Menschen zu überwinden, wird man auf Dinge stoßen, die ebenso vielseitig wie wertvoll sind — und die auch der Distel zugeschrieben werden. Schlangen-Menschen können dazu beitragen, ihren eigenen Körper und den anderer durch ihre Fähigkeit, den wirklichen Krankheitsherd zu erkennen, zu reinigen und zu heilen. Wenn sie die Ursache entdeckt haben, können sie ihre heilenden Fähigkeiten, die entweder wissenschaftlicher oder anderer Art sind, auf die Krankheit richten.

Schlangen-Menschen können ihre Pflanze dazu benutzen, um ihre inneren Organe in Ordnung zu halten, da sie anfällig sind für Erkrankungen des Blutkreislaufs und aller damit verbundenen Organe, wenn ihr inneres Gleichgewicht gestört ist. Während solcher Phasen der Disharmonie sind sie ebenso für die verschiedensten Arten von Nervenerkrankungen, angefangen von Geschwüren bis hin zu krankhafter Depressivität, gefährdet. Wenn sich Schlangen-Menschen in einem Zustand der physischen und psychischen Schwäche und Verwirrung befinden, müssen sie als erstes ihren eigenen gestörten Energiefluss in Ordnung bringen, bevor irgendeine andere Behandlungsmethode erfolgreich anschlagen kann. Da sie regenerierende Eigenschaften haben, sind sie durchaus in der Lage, dies ohne größere Schwierigkeiten zu bewerkstelligen, vorausgesetzt, sie haben sich fest dazu entschlossen. Wenn sie eine solche Entscheidung jedoch nicht treffen, werden sich auch andere äußerst schwer tun, ihnen zu helfen.

Schlangen-Menschen, die sich im Zustand innerer Verwirrung befinden, sind die stacheligsten und dornenreichsten Vertreter ihres Totems. Sie sind durchaus in der Lage, sich als sture, überkritische, eifersüchtige, hinterlistige und jähzornige Zeitgenossen zu erweisen, was sich oftmals am stärksten gegen jene richtet, die ihnen am nächsten stehen. Es ist wichtig, dass Schlangen-Menschen, die sich in einem solchen Zustand befinden, sich daran erinnern, dass sie alle notwendigen Kräfte in sich tragen, uni ihre Energien in hilfreichere, angenehmere, klarere und nützlichere Kanäle zu leiten.

Die Farbe der Schlangen-Menschen ist orange, jenes besonders klare Orange, das uns gewöhnlich in der untergehenden Sonne entgegenleuchtet. Diese Farbe symbolisiert den vitalen und intellektuellen Menschen, der in der Lage ist, jegliches Wissen, das er dem Leben oder Studium abgewinnen kann, auch anzuwenden. Es ist eine Farbe, die anzeigt, dass der betreffende Mensch Geist, Körper und Seele erfassen und seinen höheren Verstand dazu benutzen kann, um seinen niedrigen zu lenken. Ebenso ist es eine Farbe, die einen ehrgeizigen Menschen und jemanden, der stolz auf seine geleistete Arbeit ist, anzeigt. All diese Qualitäten werden im Schlangen-Menschen deutlich widergespiegelt. Diese Menschen sind intellektuell veranlagt und haben die Fähigkeit, das Leben und die Lehren, die dieses beinhaltet, scharf zu beobachten und auf ihr eigenes Leben und das anderer zu übertragen. Sie können ein großes Maß an Selbstkontrolle aufbringen, wenn die Situation es erfordert, und sind ehrgeizig und stolz auf alles, was sie zu leisten vermögen.

Schlangen-Menschen sind während des Mondes der Ersten Fröste geboren, dem 2. Mond, der sich im Zeichen von Mudjekeewis aus dem Osten befindet. Da sie auch dem Froschklan angehören, dem Klan des Wassers, warnt sie dieser Mond vor den Dingen, die ihnen zustoßen können, wenn sie es zulassen, dass ihre Energien ohne Richtung und Ziel durch sie hindurchfließen. In einem solchen Fall würden Schlangen-Menschen förmlich zufrieren und nicht mehr in der Lage sein, weitere Energien in sich aufzunehmen. Dieser Mond weist sie darauf hin, dass es manchmal notwendig ist, ihre Energie absichtlich über einen bestimmten Zeitraum einzufrieren, bis sie die innere Klarheit gewonnen haben, um richtig damit umgehen zu können.

Mudjekeewis, der die Gaben an Selbstbetrachtung und Kraft bringt, ist ein sehr passender Hüter des Geistes für diese Menschen, da er die Fähigkeit besitzt, ihnen zu helfen, die Kraft und Selbstsuche, die ohnehin schon ein Teil ihres Wesens ist, zu erweitern. Ihre Angehörigkeit zum Froschklan hat die Tendenz, Schlangen-Menschen zu besänftigen und ihnen zu ermöglichen, die Gefühle zu erfahren, die ihnen ihre Intellektualität oftmals versperrt. Wenn auch das Wasser ihr Element ist, sind sie eher von klaren, tiefen Seen durchspült denn von wilden, rauschenden Flüssen oder Bächen. Sie sind weniger unbeständig als andere Vertreter dieses Klans.

 
Das Tier-Totem der Menschen, die während des Mondes der Ersten Fröste geboren sind, ist die Schlange, jenes alte, geheimnisvolle und vielfach verleumdete und missverstandene Mitglied der Wirbeltier-Familie. Die Schlange ist ein Reptil ohne Gliedmaßen, mit ausdehnbaren Kieferklappen und ohne Ohröffnungen oder bewegliche Augenlider Das Rückgrat der Schlange besteht aus bis zu 300 Wirbelknochen. Die Rippen sind lose am Rückgrat befestigt, um die windende Fortbewegungsart der Schlange zu ermöglichen.
Über ihren Bauch zieht sich eine lange Reihe von einander überlappenden Schuppen, die wiederum das Gleiten der Schlange möglich machen, indem sie jede einzelne Schuppe nach vorne schiebt und anschließend nach hinten drückt.

Die gespaltene Zunge der Schlange ist ein sehr empfindliches Instrument, das ihr sowohl Geschmacks- wie auch Geruchssinn verleiht. Was die Zunge aufnimmt, wird von einem besonderen Organ am oberen Gaumen analysiert. Schlangen haben einen guten Geruchssinn und können ausgezeichnet sehen. Eine Ausnahme bildet darin die Zeit, in der sie sich häuten und die Augen stumpf und verschwommen wirken, da die Haut über ihnen ebenfalls abgestreift wird. Schlangen häuten sich etwa dreimal im Jahr. Sie beißen sich dabei etwa auf Kinnhöhe an einem Gegenstand fest und schlüpfen einfach aus ihrer alten Haut heraus. In dieser Zeit fügt die Klapperschlange, die bekannteste der Erdschlangen, ihrem Schwanz eine neue Rassel hinzu.
Es gibt auf der Welt etwa 2500 verschiedene Schlangenarten, allein in den USA schon 114.
Damit haben sie als Tier, das immerhin schon seit der Kreidezeit, als die Dinosaurier kurz vor dem Aussterben standen, auf der Erde lebt, geradezu einen Rekord aufgestellt. Während eines Großteils dieser Zeit wurde die Schlange aufgrund von Missverständnissen und unnötiger Angst grundlos verfolgt.

Schlangen sind Fleischfresser, die sich hauptsächlich von Kleingetier wie Ratten und Fröschen ernähren sowie auch von Insekten wie Fliegen und Moskitos. Sie sind aufgrund ihrer Ernährungsweise ein wesentlicher Bestandteil des natürlichen Gleichgewichts, und wo der Mensch Schlangen umbringt, wird er nachfolgend von Ratten und Mäusen überrannt. Schlangen wurden im alten Griechenland und Rom als Mausefallen benutzt. Sie haben eine ungewöhnlich langsame Verdauung und liegen oftmals eine ganze Woche nach einer eingenommenen Mahlzeit völlig träge da. Ihre Mahlzeiten können bis zu 50 % ihr Körpergewicht übersteigen.

Schlangen passen sich sehr gut an ihre Umwelt an und besitzen ein ungewöhnlich feines Aufnahmevermögen für Berührungen und Vibrationen, was zum Teil auf ihre Kaltblütigkeit und die damit in Zusammenhang stehende Abhängigkeit von ihrer Umwelt für Wärme zurückzuführen ist. Schlangen verändern ihre Farbe, um sich ihrer spezifischen Umwelt anpassen zu können. Schlangen haben keine Stimme, manche Arten machen sich jedoch durch ein Zischen bemerkbar, und die Klapperschlange benutzt zur Geräuscherzeugung erfolgreich eine Klappen Die Werbung der Schlange ist trotz ihres Rufes der Kaltblütigkeit eine äußerst gefühlvolle Angelegenheit. Das Weibchen scheidet einen besonderen moschusartigen Duft aus, der das Männchen anlockt. Dieses nähert sich äußerst langsam und tastet mit seiner Nase den ganzen Körper des Weibchens ab. Geht das Weibchen auf diese Form der Annäherung ein, winden sie sich lose ineinander und paaren sich dann. Wenn sie so ineinander verschlungen sind, kann man sie kaum noch auseinanderhalten.

Manche Schlangenarten bringen ihre Jungen lebend zur Welt, andere legen Eier. Die meisten jungen Schlangen kommen während der warmen Sommermonate auf die Welt. Manche haben von Anfang an keinerlei Kontakt mit ihren Eltern. Schlangen halten einen Winterschlaf. Die gefürchtetsten Schlangen der Welt sind die Erdvipern, die eine Vertiefung zwischen den Nasenlöchern haben, die es ihnen ermöglicht, die Wärmeausstrahlung einer jeden potentiellen Beute aufzunehmen. Sie besitzen eine besondere Drüse an beiden Augen-Zähnen, durch die sie ein Gift verspritzen und ihre Beute töten. Die meisten Schlangen — und dies trifft auch auf die giftigen Arten zu — vermeiden den direkten Kontakt mit Menschen und greifen nur dann an, wenn sie sich bedroht fühlen. Wenn man sich in einem Schlangengebiet befindet, sollte man sich am besten langsam und mit viel Ruhe daraus entfernen.

Während viele europäische Mythen die Schlange in einem etwas fragwürdigen Licht darstellen, wird sie in den meisten Kulturkreisen hochgeachtet. Die gefiederte Schlange war das führende Symbol der Maya- und Aztekenreiche, da sie die transformierenden Kräfte repräsentierte, die ihnen durch die Religion verliehen wurden. Das Hopi-Volk sieht in der Schlange einen Botschafter anderer Reiche, der die Fähigkeit besitzt, den lebensspendenden Regen auf die Erde herabzuziehen. Für die Ojibwa versinnbildlichte die Schlange Geduld, da es äußerst lange dauert, bis sie sich ärgern lässt und darauf reagiert. Der Schlangenklan war einer ihrer wichtigsten Medizinklans. Die meisten anderen Stämme schreiben der Schlange besondere Kräfte zu, und viele haben Schlangenklans, die besondere Aufgaben erfüllen.

Menschen, die im Zeichen des Mondes der Ersten Fröste geboren sind, neigen wie ihr Totem dazu, sich mit einer geheimnisvollen Aura zu umgeben. Sie brauchen lange, um sich anderen zu öffnen, und selbst dann widerstrebt es ihnen noch häufig, ihre tiefsten seelischen Geheimnisse preiszugeben. Diese Menschen werden aufgrund ihrer Geheimniskrämerei und ihres schwierigen, stacheligen Schutzpanzers oft missverstanden und sogar verleumdet. Es fließt ein so ungeheuer starker Strom von Lebenskraft durch ihre Adern, dass andere Menschen die Tiefen ihres Seins oft nicht erkennen können. Wie die Schlange haben Menschen dieses Totems empfindsame Instrumente, mit deren Hilfe sie die Wahrheit um Menschen und Situationen, mit denen sie konfrontiert werden, förmlich herausfühlen, -schmecken und -riechen können.
Sie haben scharfsichtige Augen, mit denen sie in die Tiefen der Seele hineinblicken können — ob es sich nun um ihre eigene handelt oder um die anderer Menschen. Eine Ausnahme bildet darin die Zeit, in der Schlangen-Menschen sich in einem Zustand der inneren Verwirrung befinden und der Fluss ihrer Energien empfindlich gestört ist.

Schlangen-Menschen können erheblich dazu beitragen, das Gleichgewicht der Natur oder das Gleichgewicht jeglicher Situation, in der sie sich befinden, aufrechtzuerhalten, wenn sie sich selbst in einem Zustand der inneren Harmonie befinden. Sie sind anpassungsfähige Menschen und besitzen wie ihr Tier-Totem die Fähigkeit, sich ihrer alten Ideen, Umwelt oder Gefühle wie einer altgewordenen Haut zu entledigen, wenn die Zeit reif ist, sich in eine neue Phase des Seins hineinzuwagen. Diese Menschen brauchen sehr lange, bis sie eine Veränderung in ihrem Leben zulassen können, aber wenn sie es einmal geschafft haben, dann ist diese auch unabänderlich, bis es wieder einmal soweit ist, sich in etwas Neues hineinzubegeben.

Menschen dieses Totems sind, was Beziehungen anbelangt, das ganze Gegenteil von kaltblütig. Sie sind aufgrund ihrer erhöhten Lebenskraft häufig Wesen mit einer starken sexuellen Ausstrahlung. Wenn sie im Einklang mit sich selbst sind, können sie ihre sexuelle Energie auf positive und liebende Weise benutzen, wenn sie jedoch ihr inneres Gleichgewicht verloren haben, scheint diese Energie ihr Leben manchmal geradezu zu beherrschen, und sie tun sich dann äußerst schwer, diese wieder in die richtigen Bahnen zu lenken. Schlangen-Menschen stehen — ganz gleich, in welchem Zustand sie sich befinden - in dem Ruf, leidenschaftliche und aufregende Liebhaber/innen zu sein.

Als Eltern sind Schlangen-Menschen ihren Kindern gegenüber allzu kaltblütig. So überlassen sie manchmal ihren Kindern die Entscheidungsgewalt über ihr Leben, bevor diese das nötige Wissen und die Erfahrung dazu haben. Sie sind so stark mit ihrem eigenen Leben beschäftigt, dass sie ihre persönliche Entwicklung nicht anhalten wollen, um ihren Kindern die nötige emotionale Stütze zu geben. Zu anderen Zeiten sind Schlangen-Menschen äußerst warmherzig und widmen ihren Kindern so viel von ihrer Zeit und Energie, wie ihnen eben zur Verfügung steht. Dieser nahtlose Übergang von einer Position zur anderen ist für ihren Nachwuchs äußerst verwirrend. Manche Schlangen-Menschen spielen sich jedoch auf eine Position ein, von der sie nicht mehr abweichen.

Schlangen-Kinder sind interessante und intelligente Wesen, aber bei weitem nicht unproblematisch, da sie ein Wissen in sich zu bergen scheinen, das ihr Alter weit übersteigt. Sie neigen ebenso wie die Erwachsenen dieses Zeichens zur Geheimniskrämerei und manchmal auch zur Kaltschnäuzigkeit und bringen oftmals nicht die Zuneigung zum Ausdruck, die Eltern in der Regel von ihren Kindern erhoffen. Wenn man ihnen nicht zeigt, wie sie ihre Energie in die richtigen Bahnen lenken können, werden sie ihre Mitmenschen mit einer unangenehmen Launenhaftigkeit konfrontieren, mit der nur sehr schwer umzugehen ist.

Die indianische Sicht und Deutung der Schlange trifft viel eher auf die Menschen dieses Totems zu als die europäische, mit der viele von uns aufgewachsen sind. Schlangen-Menschen verdienen unsere besondere Achtung aufgrund der transformierenden Kraft, die sie ohne Zweifel in sich tragen. Sie können Botschafter sein, die uns das überbringen, nach dem wir so lange zu hören verlangten, vorausgesetzt, wir lernen, uns ihnen so zu nähern, dass wir ihre Botschaften auch vernehmen können. Diese Menschen können auch eine bemerkenswerte Geduld an den Tag legen, wenn es darum geht, ihr Wissen an andere zu vermitteln.

Wenn Menschen anderer Totems diese Position auf dem Medizinrad einnehmen, können sie von ihrer eigenen Kraft, ihr Innerstes umzuwandeln, lernen und damit alles, was sie in anderen Positionen gelernt haben, in Einklang miteinander bringen. Ebenso können sie viel über ihre eigene Anpassungsfähigkeit, Geduld und Ausdauer, Ehrgeiz und Stärke erfahren. Angehörige des Schlangen-Totems, oder auch Menschen, die dieses Zeichen durchwandern, sind oft in der Lage, heroische Taten zu vollbringen, um ihren Mitmenschen auf Erden zu helfen.
Schlangen-Menschen verstehen sich mit Puma und Specht, die wie sie zum Klan der Frösche gehören, sowie mit den Vertretern des Schildkrötenklans, Schneegans-, Biber- und Braunbär-Menschen. Sie ergänzen sich mit den Biber-Menschen.

Eule/Wapiti

Raufußkauz (Aegolius funereus)

Die Zeit der langen Nächte

Mond des Langen Schnees

(Wapiti) 22. November — 21. Dezember

Menschen, die während des Mondes des Langen Schnees, zwischen dem 22. November und dem 21. Dezember, geboren sind, haben den Obsidian als Totem im Reich der Mineralien, die Schwarzfichte als Totem im Pflanzenreich und den Wapiti als Totem im Tierreich. Ihre Farbe ist schwarz, und sie gehören dem Elementenklan der Donnervögel an.

Obsidian, das Mineral der Wapiti-Menschen, ist auch als Vulkanglas bekannt. Chemisch gesehen ist es identisch mit Granit, da es Feldspat, Quarz und Eisenmagnesium enthält.
Wenn Granit-Magma unter der Erdoberfläche erstarrt, bildet sich Granit.
Wenn es sich in einer hohen Geschwindigkeit auf die Erde ergießt und rasch abkühlt, entsteht Obsidian. Bisweilen kann man auf regelrechte Berge dieses Minerals stoßen.
Wenn das Magma rasch abkühlt, jedoch nicht schnell genug, um seinen Glanz zu bekommen, bildet sich ein Mineral, das Pechstein heißt und einen matten Glanz hat.
Kleine Kiesel aus Obsidian, die aus größeren Massen herausgewittert sind, heißen Apachen-Tränen. Obsidian ist in der Regel schwarz, glänzend und durchscheinend, obgleich er auch in anderen Farben vorkommt und eine besondere Obsidianart so viele verschiedene Farbschattierungen in sich vereinigt, dass er als Regenbogen-Obsidian bezeichnet wird.

Obsidian ist ungewöhnlich hart und besitzt rasiermesserscharfe Kanten und sollte somit stets mit größter Vorsicht behandelt werden. Man findet ihn in den meisten Weststaaten der USA.
Der Obsidian wurde seit alters her von den amerikanischen Eingeborenen viel benutzt. Die Mayas stellten Spiegel und außergewöhnlich komplizierte Schmuckstücke aus Obsidian her — so z. B. zylindrische Ohrstecker, die so dünn waren, daß man durch sie hindurchschauen konnte. Ebenso stellten sie wie die alten Ägypter Standbilder und andere Zierstücke aus diesem vielseitigen Stein her Und dies war eine beträchtliche Leistung in Anbetracht der Tatsache, daß Obsidian eines der am schwierigsten zu bearbeitenden Mineralien ist, da er aufgrund seiner ungewöhnlichen Härte und Sprödheit leicht zerspringen kann.

Die Eingeborenen Nordamerikas verarbeiteten Obsidian zu Pfeilspitzen, Speerspitzen, Schabmessern und auch Schmuckstücken.

Da der Ursprung des Obsidians tief in der Brust von Mutter Erde zu suchen ist, ordnet man ihm die Kraft zu, Menschen mit der Erdenergie zu verwurzeln und sie somit gleichzeitig zu lehren, diese zu achten und zu nutzen. Es wird behauptet, dass der Obsidian die Kraft in sich trägt, die Gedanken eines anderen Menschen auf seinen Träger zu spiegeln und diesem somit eine Art hellseherischen Einblick in die Seele seiner Mitmenschen zu verleihen. Der Obsidian wurde aufgrund dieser ihm zugeschriebenen Fähigkeit oft als Stein benutzt, von dem man seine Zukunft ablesen konnte.
Ein solcher Stein wurde hergestellt, indem man einen Obsidian zersprengte und eine glatte, glänzende Fläche herstellte, in die man hineinschauen konnte. Dem Obsidian wird auch die Kraft zugeschrieben, seinen Träger oder Besitzer vor bösen Geistern zu schützen.

Wapiti-Menschen können wie ihr Mineral sowohl glänzend wie durchscheinend sein. Wenn sich ihre Grundwesenszüge gut ausgebildet haben, besitzen sie einen inneren Glanz, der ihr gesamtes Sein erhellt. Ebenso besitzen sie die Fähigkeit, Außenstehenden Einblick in ihr Innerstes zu gewähren, jedoch nur so tief, wie sie es sich wünschen.

Wapiti-Menschen können sich wie ihr Stein nur mit Mühe auf einen neuen Aspekt oder eine neue Situation einstellen, aber wenn sie einmal Neuland erreicht haben, erweisen sie sich als äußerst standfest. Sie wandeln auf Messers Schneide durch das Leben, da ihre Wesenheit von Dualität bestimmt ist.

Menschen dieses Totems sind, wenn sie selbst zu einer inneren Klarheit vorgedrungen sind, wie ihr Stein ein guter Spiegel für ihre Umwelt. An diesem Punkt in ihrer Entwicklung angelangt, können Wapiti-Menschen sich gegenseitig seinen oder ihren wahren inneren Seelenzustand zuspiegeln. Wapiti - Menschen besitzen die Fähigkeit, durch eine dichte Hülle von äußeren Eindrücken zum wahren Kern einer Sache vorzudringen — ganz wie es die Pfeilspitzen, die aus diesem Stein gefertigt werden, zu tun vermögen. Wapiti-Menschen kann es zugute kommen, ihr Mineral bei sich zu tragen, da es ihnen ein umfassendes Wissen über die Energieströme der Erde vermitteln kann.

Gut entwickelte Wapiti-Menschen besitzen wie ihr Stein die Fähigkeit, in die Zukunft zu sehen und Gedanken zu übertragen. Ebenso werden sie sich bemühen, die Menschen, die ihnen nahe stehen, vor jeglicher Gefahr zu schützen, die sie wahrnehmen — ob nun auf der materiellen oder auf anderen Ebenen.

Die Schwarzfichte, das Pflanzen-Totem der Wapiti-Menschen, ist ein majestätisches Mitglied der Nadelbäume, die in vielen Regionen der USA wächst. Sie kann bis zu 12 Meter hoch werden und läuft nach oben spitz zu. Ihre Rinde ist eine Mischung aus schwarzen und dunkelbraunen Farbschattierungen, während die Nadeln dunkelgrün sind und in dichten Spiralen um die Zweige angeordnet sind. Jede Nadel hat vier Kanten und wirkt im Querschnitt fast viereckig. Die Zapfen der Schwarzfichte, die gerade nach unten hängen, reifen im Laufe eines Jahres heran, und die Äste sind horizontal und hängen oftmals tief nach unten. Das Holz der Schwarzfichte ist weich, kräftig und hat keinerlei Äste.

Die noch jungen Spitzen der Bäume sind sehr aromatisch und können zerkaut oder als Tee aufgekocht werden. Sie haben einen hohen Vitamin-E-Gehalt.

Die immergrünen Bäume waren sozusagen die Orangen der Eingeborenen. Das Harz der Schwarzfichte ist der medizinisch wertvolle Teil der Pflanze, das seit Hunderten von Jahren von den eingeborenen Völkern des amerikanischen Kontinents als antiseptisches Mittel für Hals und Brust benutzt wird. Ebenso kann es auf Schnittwunden aufgetragen werden, um diese zu reinigen, und man kann eine Art Gips daraus herstellen, um gebrochene Knochen wieder einzurichten, der jedoch auch als Gesichtsmaske zum Schutz vor starker Sonneneinwirkung verwendet werden kann. Ein Sud aus den Zweigen des Baumes ergibt ein gutes und heilsames Bad, das ausgezeichnet vor Erkältungen schützt. Die Dämpfe des Harzes können sowohl außerhalb wie innerhalb der Schwitzhütte inhaliert werden.

Manche Stämme pflegen die Kambrium-Schicht zwischen der Rinde und dem Holz im Frühjahr zu essen oder für den Winter als eine Art Kuchen zu trocknen. Viele Stämme benutzten ihn auch als Abführmittel, während andere das Pech der Schwarzfichte in kaltem Wasser erstarren ließen und wie Kaugummi kauten.

Wapiti-Menschen können wie ihr Pflanzen-Totem eine majestätische Ausstrahlung haben, wenn sie lernen, alle Möglichkeiten und Gaben, die ihnen die Schöpfung verliehen hat, miteinander ins Gleichgewicht zu bringen. Wapiti-Menschen können wie das Holz ihres Baumes weich und zugleich kräftig sein. Dies ist eine innere Stärke, die es ihnen ermöglicht, stets in die ihnen gemäße Richtung zu streben und andere auf Pfade zu lenken, die ihnen am meisten zusagen. Es handelt sich dabei jedoch nicht um eine Stärke, die eine innere Härte erfordert — eine Eigenschaft, die zu dem warmherzigen, zuvorkommenden und manchmal recht konventionellen Charakter dieser Menschen ganz und gar nicht passen würde.

Wapiti-Menschen können wie die Schwarzfichte eine sowohl antiseptische wie lösende Wirkung auf ihre Umwelt haben. Sie besitzen einen angeborenen Gerechtigkeitssinn und versuchen, aus jeder Situation das herauszulösen, was ihnen als ungerecht erscheint. Ihre stark ausgeprägte Intuition erlaubt es ihnen auch, in die Herzen anderer zu sehen und diesen zu helfen, die seelischen Knoten zu lösen, die sich in ihrem Inneren herangebildet haben.

Die Schwarzfichte mag für Menschen dieses Totems gerade in Zeiten, in denen sie dazu neigen, sich im Bereich der Knie und Schenkel leichtere oder schwerere Verletzungen zuzuziehen, von großem Nutzen sein. In solchen Phasen kann ihnen die gipsartige Beschaffenheit des Harzes sehr zugute kommen, während es in Zeiten, in denen sie weniger verwundbar sind, ratsam ist, das Harz des Baumes entweder zu kauen oder dessen Dämpfe zu inhalieren, was sich sehr positiv auf den Hals und die Atemwege auswirken wird. Da Wapiti-Menschen andere gern belehren, kann diese Pflanze oft sehr heilsam für ihre überbeanspruchten Stimmbänder sein.

Wapiti-Menschen sind unter dem Mond des Langen Schnees geboren, dem 3. Mond von Mudjekeewis aus dem Westen. Sie können wie die anderen Vertreter dieser Richtung von den Gaben der Selbstprüfung und Stärke profitieren, die ihnen Mudjekeewis verleiht. Da sie von Natur aus gedankenvolle Menschen sind, verhilft ihnen die zusätzliche Kraft der Innenschau, die ihnen Mudjekeewis gibt, zu größerer Fähigkeit, in sich selbst und andere hineinzusehen. Die Tatsache, dass sie unter dem Mond des Langen Schnees geboren sind, dem Beginn der Phase, in der sich alle Kinder der Erde auf die Zeit der Erneuerung vorbereiten, verleiht den Wapiti-Menschen eine noch größere Fähigkeit, die Gedanken, die durch sie hindurchfließen, zu erforschen und zu nützen. Ihre Verbindung mit dieser Jahreszeit hilft ihnen, die Energie auszugleichen, die sie als Angehörige des Donnervogelklans durchfließt. Sie sind durch ihre Geburtszeit Angehörige des Klans, dessen Feuer am schwächsten lodert, denn die kalte Jahreszeit mäßigt ihre Flammen, ohne sie jedoch ganz auszulöschen.

Die Farbe, die mit Wapiti-Menschen in Verbindung gebracht wird, ist die Schwärze der Nacht, die über die Erde hereinbricht. Dieses dämmerige Schwarz ist eine Zeit, in der sich alle Dinge in einem Zustand der Gestaltlosigkeit befinden und die Aktivitäten des Tages sich der abendlichen Besinnlichkeit unterordnen. Es ist die Gestaltlosigkeit, aus der alles neu erwachsen kann; der Raum, der alles und nichts in sich birgt. Dieses Schwarz verleiht Wapiti-Menschen die Kraft der Hingabe, die ihrer Intuition, ihrem inneren Wissen erlaubt, aus den Tiefen ihres Daseins hervorzubrechen und die Führung über ihr Leben zu übernehmen. Es ist das schwarze Geheimnis, das der Zeit vorausgeht, in der sich alle Dinge offenbaren können.
Es ist die Zeit, in der man in sich selbst und nicht nach außen blicken sollte, auf der Suche nach Antworten auf die Fragen, die das Leben einem stellt. Für amerikanische Indianer ist Schwarz eine der heiligen Farben, die die Stärke und Selbstprüfung Mudjekeewis‘ symbolisiert. Es ist die Farbe des Lernens und nicht, wie fälschlicherweise oft angenommen, eine Farbe der dunklen und negativen Eigenschaften.

Das Tier-Totem derer, die unter dem Mond des Langen Schnees geboren sind, ist der Wapiti-Hirsch, der König der Hirsch-Familie.

Der Wapiti ist der größte Vertreter der Hirsch-Familie und für viele Menschen auch der schönste. Der Wapiti wirft sein Geweih, das dem weitausladenden Geäst eines Baumes gleicht, einmal im Jahr ab. Der männliche Wapiti, den man als Bullen bezeichnet, kann bis zu 2 Meter 70 lang
und 1 Meter 60 hoch werden und ein Körpergewicht von bis zu 750 Pfund erreichen. Im Sommer haben die Wapiti ein hellbraunes Fell, das an Kopf und Beinen etwas dunkler und am Rumpf sandfarben ist. Das Fell ist kurzhaarig und die Mähne sehr dünn. Im Winter verändert sich die Farbe des Fells zu einem Graubraun mit dunklem Kopf und Beinpartien. In dieser Zeit wird auch die Mähne etwas länger, dunkler und voller. Die Kälber sind bis in den frühen Herbst hinein braungefärbt mit hellen Tupfen
.

Wapiti leben in Wäldern, wobei sie im Sommer ins Hochland ziehen und im Herbst und Winter, wenn die Nahrungssuche beschwerlicher wird, in die tiefer gelegenen Gebiete zurückkehren. Der Wapiti ernährt sich wie der Hirsch von Gras, Blättern, Zweigen und Rinden. In manchen Gegenden stößt man an den Bäumen auf sogenannte »Wapiti-Linien«, die darauf hinweisen, dass der Wapiti, so hoch wie er mit seinem Kopf reichte, Rinde und Zweige des Baumes abgefressen hat. In den Zeiten der schweren Schneefälle, wenn es für sie schwierig ist, Nahrung zu finden, machen sie sich bisweilen über die Heuhaufen der Farmer her, und es ist geradezu unmöglich, diese vor einem Wapiti zu schützen, wenn man sie nicht hochlagert. Holz- und Stacheldrahtzäune können da nur wenig gegen einen hungrigen und entschlossenen Wapiti ausrichten.
Was die Farmer jedoch am meisten irritiert, ist die Angewohnheit dieser Tiere, einen Heuhaufen von oben nach unten zu durchwühlen, als befänden sich die wirklichen Leckerbissen erst am untersten Boden des Haufens
.

Wapiti leben wie der Hirsch den größten Teil des Jahres in Rudeln, die sich aus Vertretern ihres eigenen Geschlechts zusammensetzen. Sie scheinen ein ausgeprägtes Verantwortungsgefühl für einander zu besitzen — jedes Tier bahnt abwechselnd für das gesamte Rudel einen Weg durch den hohen Schnee, und wenn man der Spur eines Rudels folgt, so macht diese ganz den Eindruck, als handle es sich nur um einen einzigen Wapiti, denn die nachfolgenden Tiere treten genau in die Spuren des Wegbahners. Wapiti scheinen auch manchmal einen regelrechten Tanz miteinander aufzuführen, indem sie einen großen Kreis bilden, innerhalb dessen sie spielerisch umhertänzeln und manchmal sogar in einen übermütigen Galopp ausbrechen.
Wapiti sind schnelle Läufer, die über kurze Strecken bis zu dreißig Meilen in der Stunde zurücklegen können. Ebenso sind sie mit Leichtigkeit in der Lage, Zäune bis zu drei Metern hoch zu überspringen
.

Wapiti haben nur wenige natürliche Feinde. Pumas, Bären und Wölfen gelingt es bisweilen, ein Kalb, ein schwaches oder krankes Tier zur Strecke zu bringen, aber in der Regel kann keiner von ihnen es mit einem gesunden Bullen aufnehmen. Die meisten Wapiti der USA wurden jedoch vor der Jahrhundertwende von Jägern abgeschlachtet, die oftmals lediglich an zwei Zähnen interessiert waren, die zu Schmuck verarbeitet wurden. Andere wiederum waren nur auf Kopf und Geweih für ihre persönliche Trophäen-Sammlung aus. Als der Wapiti in den USA langsam ausgerottet war, wurden strenge Gesetze zu seinem Schutz erlassen, und man importierte viele Tiere aus Kanada, um den Bestand wieder aufzustocken.

Der Wapiti-Bulle erreicht kurz vor der Paarungszeit im Oktober sein stattliches Aussehen. In dieser Phase ist sein Geweih voll ausgebildet, seine Schultern schwellen merklich an, Fell und Mähne nehmen an Fülle zu — jetzt sieht er wahrhaftig wie der König der Hirsche aus. Mit lautem Geröhre fordert er jeden anderen Bullen des Reviers zum Kampfe auf. Während dieser Zeit können die Wapiti-Bullen sowohl trompeten- wie pfeifenartige Geräusche von sich geben. Auf die Herausforderung des trompetenden Rufes hin treten 2 Wapiti-Bullen aus dem Dickicht des Waldes heraus und jagen aufeinander los mit dem ganzen Zorn, den sie nur aufzubringen vermögen. Sie prallen mit großer Wucht aufeinander und kämpfen so lange, bis es einem von ihnen gelingt, den anderen umzustoßen und ihn anschließend zu durchbohren. Diese Kämpfe sind weitaus heftiger als die der männlichen Hirsche, gehen jedoch in der Regel für keinen der Beteiligten tödlich aus. Dem Sieger steht der Gewinn zu — in diesem Falle die abseits stehende und neugierig beobachtende Kuh. Im Gegensatz zu den Hirschen versucht der Wapiti so viele Kühe wie möglich für seinen Harem zu gewinnen, und er verteidigt diesen unerbittlich gegen jegliche Annäherungsversuche von Seiten anderer Bullen.

Wenn im Frühjahr die Zeit zum Kalben angebrochen ist, ziehen die Kühe in die Täler, während sich die Bullen in höher gelegenes Gebiet zurückziehen, um ihr Geweih zu schützen, das sich jetzt in seinem empfindlichsten Stadium befindet. Die neugeborenen Kälber bleiben während der 1. Phase ihres Daseins in einem sicheren Versteck. Wie Kitze werden auch sie ohne Fährte geboren, was für sie ein weiterer wichtiger Schutzfaktor ist. Mit 6 Wochen sind sie in der Lage, mit der Kuh mitzuziehen, säugen bis in den Herbst hinein und bleiben manchmal auch noch ein halbes Jahr danach bei der Mutter. Die meisten Wapiti-Kühe haben nur ein Kalb im Jahr.

Wapiti-Menschen wirken wie ihr Tier-Totem wie Angehörige einer geradezu königlichen Familie. Sie haben ein stolzes und aufrechtes Auftreten und werden, wenn sie sich im inneren Gleichgewicht befinden, von einem Hauch von Würde und Anmut umgeben.
Da sie einsichtig, nach innen gerichtet und fähig sind, vieles von dem, was sie lesen, hören, sehen oder erleben, in sich aufzunehmen, findet man sie oft in der Position eines Lehrmeisters wieder, dessen königliches Äußeres Schüler anzieht. Wapiti-Menschen können mit dieser Anziehungskraft gut umgehen, indem sie in der Regel ihre Schüler erst einmal damit anlocken, um anschließend ihr Wissen großzügig an diese weiterzugeben. Ob sie sich nun für die Position eines Lehrers entscheiden oder nicht, Wapiti-Menschen sind stets aufmerksame Beobachter und aufrichtig besorgt um das Wohlergehen ihrer Umwelt.

Wapiti-Menschen besitzen sowohl in der Theorie wie in der Praxis einen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit und sind äußerst ungeduldig gegenüber Verhaltensweisen, die sie als ungerecht empfinden.

Und wenn sie einmal auf etwas stoßen, was in letztere Kategorie fallen könnte, werden sie diese Entdeckung lauthals heraustrompeten, bis alle daran Beteiligten davon Kenntnis genommen haben und sich darum bemühen, diese augenscheinliche Ungerechtigkeit zu beheben. Wenn dies jedoch nicht geschieht, wird der Wapiti-Mensch seine Stimme noch stärker erheben und nicht eher nachlassen, bis etwas unternommen wird, um die unbefriedigende Situation zu verändern. Wenn diese Trompetenstöße aus dem Mund eines ausgeglichenen Wapiti-Menschen ertönen, werden sie in der Regel für alle Beteiligten nur von Vorteil sein. Wenn es sich jedoch um einen Wapiti-Menschen handelt, der noch nicht zur inneren Klarheit und Intuition vorgedrungen ist, können sie verheerende Folgen haben.

Wie ihr Totem dringen auch Wapiti-Menschen mit Vorliebe in die höheren Zonen vor, ob physisch oder auf andere Weise. ihr tieferes Einfühlungsvermögen öffnet ihnen Türen, durch die sie in Bereiche aufsteigen können, die andere eher meiden. Ihre erhöhte Intuition sagt ihnen, wann für sie die Zeit reif ist, solcherlei Flüge zu unternehmen, und wann es notwendig ist, zu ihrem Standort auf der irdischen Ebene zurückzukehren.

Wie für die Wapiti ist es auch für die Menschen dieses Totems von großer Wichtigkeit, bisweilen in die Tiefebenen und Täler herabzusteigen, um den Einklang mit ihrer Umwelt aufrechtzuerhalten. Während Wapiti-Menschen von Natur aus spirituelle Gaben und die Fähigkeit besitzen, diese auch an andere weiterzureichen, ist es doch notwendig, dass sie auch einen Unterbau besitzen, um diese Gaben auf bestmögliche Weise nützen zu können. Wapiti-Menschen haben einen ausgeprägten Drang zur Unabhängigkeit, obgleich sie sich durchaus auch der Führung anderer unterordnen können, wenn dies notwendig zu sein scheint.

Manchmal ziehen sich Wapiti-Menschen auch allzu häufig in die Hochebene ihrer Gedanken zurück, um einem wirklichen Kontakt mit ihrer Umwelt ausweichen zu können. Wapiti-Menschen verschließen die Tiefen ihres Seins nur allzu gerne gegen ihre Mitmenschen und fürchten manchmal Beziehungen, die sie dazu zwingen könnten, sich wirklich zu öffnen. An einem solchen Punkt angelangt, werden sie sich, wenn nicht körperlich so doch gedanklich von einer Beziehung zurückziehen.

Während sie dazu neigen, ihre tiefsten Empfindungen zu verbergen, machen sie doch nach außen hin einen warmen und offenherzigen Eindruck, aber gerade diese Dualität kann ihnen selbst und jenen, die sie lieben, bisweilen große Schmerzen bereiten. An einem Tag erwecken sie den Eindruck eines warmherzigen, liebevollen und fürsorglichen Menschen für alles, was sich ihnen stellt, um bereits am nächsten Tag die ganze Angelegenheit wieder sich selbst zu überlassen. Wapiti-Menschen neigen jedoch nicht zu Gefühlsumschwüngen, es fehlt ihnen lediglich die Fähigkeit, ihre entstandene Unzufriedenheit sofort zum Ausdruck zu bringen. Sie zögern damit so lange, bis sie an einen Punkt gelangen, an dem diese in einer plötzlichen Wallung aus ihnen herausbricht.

Hat sich ein Wapiti-Mensch einmal etwas in den Kopf gesetzt, ist es äußerst schwierig, ihn wieder davon abzubringen. Sie sind entschlossene Persönlichkeiten und geradezu furchtlos, wenn sie von den Richtigkeit ihrer Entscheidung überzeugt sind. Wie der männliche Vertreten ihres Tier-Totems, sind auch sie in den Lage, auf eine übertriebene Weise rechthaberisch zu sein, und es ist, wenn sie sich in einem solchen Zustand befinden, unmöglich, in einem Streitgespräch mit ihnen das letzte Wort zu haben.
Wenn Wapiti-Menschen zulassen, dass ihre Streitsucht oder Verschlossenheit die Oberhand gewinnen, werden sie anfällig für Krankheiten, die eine Verhärtung mancher Körperteile nach sich ziehen. Um daran zu genesen, müssen sie aufhören, die gebende, verstehende und liebende Energie, die sie so reich durchfließen kann, zu blockieren. Wie den Wapiti haben auch diese Menschen einen spielerischen Wesenszug, den sie gerne tanzen, singen und sich vergnügen lässt. Wenn es ihnen gelingt, diesen Teil ihres Ichs zu entwickeln, werden sie jegliche Verhärtung, die ihnen Körper oder Geist ergreifen kann, überwinden können
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Männer dieses Totems neigen wie der Wapiti-Bulle zu Rivalitätsverhalten, wenn es um die Frauen in ihrem Leben geht. Sie ziehen ungern unter eine Beziehung den endgültigen Schlussstrich, sondern versuchen, ihre vergangenen Lieben als »gute Freundinnen« in einem Harem um sich zu versammeln. Auch die Wapiti-Frauen rivalisieren gerne untereinander, obgleich sie sich darin weniger hervortun als die Männer dieses Totems, und wissen ihre alten Freunde gerne in ihrer Nähe, auch wenn sie keinen aktiven Kontakt mit ihnen unterhalten. Während Wapiti-Menschen in der Regel versuchen, auf diesem Gebiet so rational wie möglich vorzugehen, ist es doch gerade einer den Bereiche, in denen sie dazu neigen, ihre wahren Gefühle zu verbergen, was manchmal zu unerwarteten Ausbrüchen von Wut und Eifersucht führen kann.

Wapiti-Frauen sind gute Mütter, die sich genügend Zeit für ihre Kinder nehmen, solange sich diese noch im Säuglingsalter befinden und einer festen Grundlage von Liebe und Anerkennung bedürfen. Während die Kinder heranwachsen, lockern sie jedoch diese Bande merklich und lassen sie vollständig fallen, sobald das Kind alt genug ist, eigene Entscheidungen zu treffen. Wapiti-Männer sind gewöhnlich nicht sonderlich enthusiastisch, wenn es um eine bevorstehende Vaterschaft geht, zeigen aber mit dem Heranwachsen des Kindes eine zunehmende Begeisterung, ihm all das beizubringen, was sie selbst im Leben gelernt haben.

Wapiti-Kinder sind während ihrer frühen Lebensphasen sehr zurückhaltend und entwickeln sich späten zu frühreifen Schülern des Lebens, die in der Lage sind, alles in sich aufzunehmen, was sie sehen oder hören. Sie sind gedanken- und rücksichtsvolle Kinder, können aber auch in regelrechte Wutausbrüche verfallen, die jedermann, den ihr sonst so friedliches Wesen kennt, in Erstaunen versetzen wird.

Wenn Menschen anderer Totems dieses Zeichen auf dem Rad durchwandern, werden sie mehr über ihre eigenen hellseherischen Talente und Fähigkeiten zur Selbstschau erfahren sowie von dem königlichen Zug ihres Wesens und ihren Fähigkeit, mit weiser Einsicht alles, was sie auf ihrer Reise um das Medizinrad lernen durften, mit anderen zu teilen.
Wapiti-Menschen verstehen sich mit den anderen Vertretern des DonnervogelklansRoterHabicht- und Stör-Menschen sowie mit den Mitgliedern des Schmetterlingsklans  Otter-, Hirsch- und Rabe-Menschen. Sie ergänzen sich besonders mit Hirsch-Menschen.

 
Gans

Die Zeit der Erneuerung

Mond der Erderneuerung

(Schneegans) 22. Dezember — 19. Januar

Menschen, die unter dem Mond der Erderneuerung, dem ersten Mond des Jahres, geboren werden, haben die Schneegans als Totem im Tierreich, die Birke als Totem im Pflanzenreich und den Quarzstein als Totem im Reich der Mineralien. Ihre Farbe ist weiß, und sie gehören dem Elementenklan der Schildkröten an. Sie werden zwischen dem 22. Dezember und dem 19. Januar geboren.

Um die Menschen im Zeichen der Schneegans besser verstehen zu können, wollen wir einen Blick auf ihre Totems in den anderen Bereichen der irdischen Schöpfung werfen. Der Quarz, ihr Totem im Reich der Mineralien, ist einer der verbreitetsten und häufigsten natürlichen Grundstoffe der Erde. Er setzt sich aus Silizium-Dioxyd zusammen und ist ein relativ harter Stein mit einem gläsernen Glanz. Quarz kommt in fast jeder erdenklichen Farbschattierung vor, tritt jedoch am häufigsten weiß oder farblos auf. Und diese Schattierung ist es, die mit den Schneegans-Menschen in Verbindung gebracht wird. In alten Zeiten glaubte man, dass der Quarz aus ewigem Eis bestand, da er sich stets kühl anfühlt. Diese Theorie wurde durch die Tatsache bestärkt, dass man oftmals einen Tropfen gefrorenen Wassers im Quarz entdecken kann, der während der Entstehung des Steins in ihm eingeschlossen wurde und erst dann verdunsten kann, wenn der Stein zerbricht. Kristall ist das griechische Wort für Eis. Aufgrund seiner Ähnlichkeit mit dem Eis sprach man dem Quarz die Fähigkeit zu, vor Durst zu schützen. Noch in unserem heutigen Jahrhundert wurde in Pfadfinder-Handbüchern darauf hingewiesen, ein Stück Quarz in den Mund zu nehmen, wenn man Durst verspüre.

Quarz ist ein Stein der Kraft. Er wird heutzutage als über 30 setzende Kraft in Radios, Radaranlagen, in Fernsehapparaten, in Ultraschallgeräten und in anderen technischen Bereichen genutzt. Es heißt, dass Quarz in kristalliner Form noch andere, ähnlich geartete Kräfte in sich birgt, von denen wir heute noch kaum etwas ahnen. Oftmals wurden in der Vergangenheit in die Zepter der Könige und Edelmänner Quarz-Steine eingearbeitet. Manche behaupten, dass der Untergang von Atlantis auf den Missbrauch von Quarzsteinen zurückzuführen ist, welche von den Bewohnern von Atlantis als Energiequelle benutzt worden waren. Die Kristallkugeln, mit deren Hilfe Wahrsagerinnen die Zukunft voraussagten, waren aus Quarz. Die mit Wasser gefüllten Kristallschüsseln, die dazu benutzt wurden, um Regen heraufzubeschwören oder in die Zukunft zu blicken, sind ein weiteres Beispiel für die magische Verwendung dieses Steines. Australische Eingeborene benutzten ihn in ihren Regen-Zeremonien. Indianische Stämme in den USA benutzten den Quarzstein vielfach für die gleichen Zwecke wie die alten Völker in allen Ländern der Welt.

Schneegans-Menschen können von dem Quarzkristall ihre eigenen Fähigkeiten ablesen, die Dinge des Lebens deutlich und klar zu erkennen und die Energien des Universums ungehindert durch sich fließen zu lassen. Wenn Schneegans-Menschen diesen Zustand beibehalten können, sind sie in der Lage, die unerschöpflichen Kräfte des Universums auffangen und weiterleiten zu können, so wie es auch ihr mineralisches Totem tut. Schneegans-Menschen besitzen das kühle Äußere des Quarzes, was sie anderen gegenüber oft reserviert und gefühlskalt erscheinen lässt. Sie werden jedoch ebenso wie ihr Stein Wärme ausstrahlen können, wenn Menschen, die ihnen nahe stehen, in der Lage sind, ihre eigene ‘Wärme und Energie auf sie abstrahlen zu lassen.

Schneegans-Menschen werden sich niemals zu übersprudelnden oder übersentimentalen Gefühlsausbrüchen hinreißen lassen, aber sie können dennoch lernen, eine beständige Wärme- und Lichtquelle für ihre Mitmenschen zu sein. Die Stärke dieser Menschen rührt, wie die Stärke ihres Steines, von ihrer Fähigkeit, Dinge auf das genaueste aufzufangen und weiterzuleiten. Da diese Kraft von ungeheurem Ausmaß sein kann, trägt sie in sich zugleich den potentiellen Samen für die eigene Zerstörung und kann, wenn sie missbraucht wird, Schneegans-Menschen und ihren Mitmenschen ernsthafteren Schaden zufügen. In diesem Sinne wurde auch den Kristallen nachgesagt, dass sie zum Untergang von Atlantis geführt hätten. Schneegans-Menschen können im Quarzstein sowohl ihre Fähigkeiten wie auch die Vorsichtsmaßnahmen erkennen, die sie einhalten müssen, wenn sie diese Fähigkeiten ausüben. Sie können durch ihn lernen, sich niemals auf Anschauungen oder Philosophien irgendwelcher Art zu versteifen, wenn sie nicht wie er in ungleichmäßige Stücke zerspringen wollen. Durch das Bei-sich-Tragen und die Auseinandersetzung mit Quarzsteinen können sie Geheimnisse erfahren, die ihnen auf keinem anderen Weg offenbart werden.

Das Pflanzen-Totem der Schneegans-Menschen ist die Birke, einer der ältesten und weitverbreitetsten Bäume der Welt. Die Birke ist ein stattlicher und schön anzusehender Baum, der manchmal bis zu 15 Meter hoch werden kann. Die Rinde der Birke kann weiß, gelb, braun oder fast schwarz sein. Wenn die Bäume jung sind, ist der Stamm noch glatt, seine charakteristischen Querstreifen nimmt er erst während des späteren Wachstums an. Die Blätter des Baumes sind hell-grün und einfach gezackt. Die Blüten der Birke hängen lange nach unten und sind manchmal ungewöhnlich groß.

Birken findet man in allen Teilen des nordamerikanischen Kontinents, von der Arktis bis hin zu Florida und Texas. Die eingeborenen Völker der USA benutzten in den alten Tagen alle Teile des Baumes. Man benutzte die Rinden der Birke zum Schreiben, manche der wichtigsten Botschaften der traditionellen Bewohner des Landes sind auf Schriftrollen aus Birkenrinde erhalten. Der Saft des Baumes fand als Getränk und Sirup Verwendung. Man stellte aus gelbem Birkensaft und Sassafras ein Getränk her, das dem heutigen Root Beer* sehr ähnlich war aus der Rinde und den Blättern wurde ein Tee gemacht, der sich heilsam auf Verdauungsschwierigkeiten und Erkrankungen der Nieren und der Blase auswirkte. Aus dem Inneren der Rinde gewann man Salizylsäure, die Vorgängerin des Aspirins. Äußerlich angewandt galt Birkenrinden oder Birkenblättertee als ausgezeichnetes Heilmittel gegen Hautprobleme und Schwellungen.
In waldreichen Gegenden legte man bei Schwitzritualen manchmal die Blätter der Birke auf die heißen Steine, um den Körper mit Hilfe ihres Dampfes zu reinigen und sich überflüssiger statischer Spannungen zu entledigen. Birkenzweige wurden auch häufig zu Ruten zusammengebunden, mit denen man sich während der Schwitzhütten-Zeremonien gegenseitig schlug, um den Kreislauf anzuregen und Giftstoffe aus dem Körper zu vertreiben.

Die Angehörigen mancher indianischer Stämme pflegten nach der Aussaat einen Birkenast hinter sich herzuziehen, um die Mikroorganismen im Boden zu aktivieren. Die Wurzeln der Birke regen auch die Tätigkeit eines Komposthaufens an, und so ist es ratsam, diesen am Fuß einer Birke anzusetzen, wenn eine zur Verfügung steht.

Schneegans-Menschen haben die stattliche Ausstrahlung der Birke, welche ein Wissen um alte Traditionen und längst verlorene Weisheiten andeutet. Wenn Schneegans-Menschen ihre Energien ungehindert fließen lassen, werden sie von den universellen Quellen des Lebens, mit denen sie in Verbindung stehen können, oftmals Informationen über solche Traditionen und Weisheiten zugespielt bekommen. Schneegans-Menschen fühlen sich aufgrund dieser natürlichen Veranlagung stark zu Traditionen hingezogen. Obgleich sie wissen, dass Veränderungen notwendig sind, verlangen sie doch, dass diese in ordnungsgemäßer Reihenfolge stattfinden und somit den Traditionen und Weisen vergangener Tage gerecht werden.
Hat sich eine Tradition, ob nun ein religiöses Ritual oder ein Familienbrauch, einmal als fester Bestandteil ihres Lebens eingespielt, so tun sie sich erheblich schwer, wieder davon loszukommen. Sie fühlen sich mehr als Menschen anderer Zeichen den Traditionen und Ritualen verbunden und haben einen ausgeprägten Sinn für die Bereicherung, die diese dem Gefüge menschlichen Lebens bescheren können. Schneegans-Menschen sind oft, ähnlich den Schriftrollen aus Birkenrinde, menschliche Werkzeuge, um wichtige Botschaften aus der Vergangenheit in unsere heutige Zeit hinüberzuretten.

Schneegans-Menschen können die Birke im eigentlichen und übertragenen Sinn für sich benützen, um sich von Giftstoffen zu befreien, die ihren natürlichen Energiefluss blockieren. Da Schneegans-Menschen die Fähigkeit besitzen, die Dinge klar zu erkennen, befinden sie sich oft in Positionen, in denen sie anderen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Wenn sie dies tun, müssen sie sich jedoch erst einmal versichern, dass sie selbst in einer so klaren Verfassung sind, dass sie die Dinge, die sie sehen, ohne ihre eigenen Vorurteile und Vorbehalte an sich herankommen lassen können. Diese Menschen besitzen die gleiche Fähigkeit wie die Birke, die Atmosphäre von unnötigen statischen Schwingungen zu befreien — Voraussetzung dafür ist es jedoch, dass sie selbst nach einer inneren Klarheit trachten, in der ihre Energien frei und unbelastet durch sie hindurchfließen können.

Ein Tee aus Birkenrinde oder -blättern kann für Menschen dieses Totems sehr heilsam sein, da sie zu Erkrankungen des Verdauungsapparates neigen. Birkenblätter oder -zweige können Schneegans-Menschen behilflich sein, in der Erlernung des Schwitzhütten-Rituals bei guter körperlicher Verfassung zu bleiben, besonders wenn sie unter Gliederschmerzen oder Schwellungen leiden — was wiederum besonders für die Knie gilt, da Schneegans-Menschen dazu neigen, Kniebeschwerden zu haben, wenn sie sich über einen zu langen Zeitraum hinweg in einer inneren Disharmonie befinden.

Die Menschen, die diesem Totem angehören, können von der Schneegans vieles über ihr eigenes Wesen erfahren, da die Angehörigen des Tierreiches den Menschen sehr nahe stehen. Die Schneegans ist ein wundervoll anzusehender weißer Vogel mit schwarzen Flügelspitzen. Die alte wissenschaftliche Bezeichnung für die Schneegans war »Ghen Hyperborea«, was soviel heißt wie »Gans, die von jenseits des Nordwindes kommt«. Man gab der Schneegans diesen Namen, da man nicht wusste, wohin die Gänse ziehen, wenn sie uns im Frühjahr verlassen. Der Schnee regelt zu einem Großteil das Leben dieser Tiere. Sie ziehen zu ihren Nistplätzen weiter, sobald die Schneeschmelze im Frühjahr einsetzt, und kehren erst dann wieder zurück, wenn im Herbst der erste Schnee fällt.

Manche Arten ziehen jährlich 5000 Meilen von ihren Nistplätzen in der kanadischen Subarktis zum Golf von Mexiko und wieder zurück. Der Zug findet sich in einer losen V-Formation zusammen, der gewöhnlich ein ausgewachsenes weibliches Tier voranfliegt. Auf diese Weise schneidet jede Gans für die nachfolgende eine Luftschneise und fliegt ihr etwas seitlich voraus, wodurch die Sicht eines jeden Tieres gesichert wird. Schneegänse sind sehr gesellige Vögel. Wenn sie sich auf ihren Zuglinien befinden, kann man häufig erleben, wie 20- bis 3o- tausend Tiere sich am gleichen Platz niederlassen, um eine gemeinsame Mahlzeit einzunehmen. An ihren Nistplätzen angelangt, beweisen sie ihren ausgeprägten Sinn für Tradition, indem sie den erfahreneren, älteren Vögeln die erste Platzwahl überlassen und darauf achten, dass zwischen den Nestern ein Abstand von etwa 6 Metern eingehalten wird. Sie sind ausgesprochen fürsorgliche Eltern, die ihre Eier stets mit Moos und Gras vor Kälte schützen. Sowohl Gans wie Ganter bleiben während der Brutzeit bei den Eiern. Die jungen Gänse besitzen einen sogenannten Eierzahn, mit dem sie das Ei durchstoßen, um ausschlüpfen zu können — ein Vorgang, der etwa 24 Stunden beansprucht. Als erstes sprengen sie das Ei, um durch den so entstandenen Sprung in der Schale atmen zu können. Am darauffolgenden Tag schlüpfen sie dann mit viel Energie und Kraftaufwand schließlich aus. Die Eltern bleiben während der Hauptwachstumsperiode der jungen Gänse mit ihrem Nachwuchs zusammen. Nachdem die Jungbrut ausgeschlüpft ist, wechseln die Eltern ihr altes Federkleid, was zur Folge hat, dass sie drei bis vier Wochen nicht in der Lage sind auszufliegen. Die jungen Gänse können, sobald ihre sich relativ langsam entwickelnden Flügel mit etwa sechs Wochen die richtige Größe erreicht haben, fliegen.

Wer jemals mit Hausgänsen zu tun gehabt hat, weiß auch schon eine ganze Menge über die Gewohnheiten von Schneegänsen. Diese Vögel verbringen oft Stunden damit, sich gegenseitig Mücken und anderes Ungeziefer aus dem Gefieder zu picken. Sie besitzen einen Zupfinstinkt, der dann zutage tritt, wenn sie Nahrung, Fleisch oder sonstiges zu fassen bekommen. Dieser Instinkt ist es, der für jenes Kneifen verantwortlich ist, das man einmal von einer Gans erhalten haben mag. Gänse können weitaus besser sehen als Menschen, was natürlich ein Vorteil ist für das Suchen von Insekteneiern sowie auf ihrer jährlichen Wanderschaft. Die Schneegans macht sich gewöhnlich mit einem Schrei bemerkbar, der an eine Hupe erinnert, wenn jedoch einige tausend hupender Gänse im Anzug sind, könnte man sie ebenso gut mit einem Rudel wilder Hunde oder bellender Kojoten verwechseln.

Schneegänse hinterlassen aufgrund ihrer Schönheit, ihrer Präzision und ihrer Geräusche einen tiefen Eindruck auf Menschen, wenn sie am Himmel vorbeiziehen. Was uns jedoch wohl am meisten beschäftigen mag, ist die Frage nach dem Ziel ihrer Reise und ihrer Fähigkeit, unfehlbar dort anzukommen. So mancher rastlose Landbewohner kann seinen Zustand innerer Unruhe darauf zurückführen, dass er seine Phantasie allzu oft mit dem Zug jener herrlichen Vögel mitfliegen ließ.
Schneegans-Menschen besitzen wie ihr Totem die geistige Fähigkeit, zu schweben und weite Strecken hinter sich zu bringen. Das ist mit ein Grund, warum sie in der Lage sind, so viel Kraft in sich anzusammeln, wie es für gewöhnlich der Fall ist. Da sie dem Klan der Schildkröten angehören, sind sie stets mit der materiellen Welt verwachsen, bleiben jedoch geistig in der Lage, in ferne Bereiche, jenseits von Waboose, der Hüterin des Nordwindes, vorzudringen.

Schneegans-Menschen werden unter dem 1. Mond von Waboose, dem Mond der Erderneuerung, geboren, und so kommt es, dass ihr Leben wie das der Gänse vom Schnee bestimmt wird. Die Zeit, die im Zeichen von Waboose steht, befähigt sie, sich selbst zu erneuern, indem sie ihren Geist fliegen und ihren Körper gleichzeitig in Ruhe verharren lassen können.

Diese Menschen haben ebenso wie die Gans Achtung vor Traditionen und erkennen bereitwillig jegliche Autorität an. Sie werden, selbst wenn sie in geistiges Neuland vorzudringen versuchen, stets darauf bedacht sein, ein tadelloses Benehmen an den Tag zu legen, das in Traditionen eingebettet ist und jeder sich über ihm befindenden Autorität Achtung erweist.

Schneegans-Menschen sind wie ihr Totem überaus gesellige Wesen, die die Gesellschaft anderer aufrichtig schätzen. Aufgrund ihres zurückhaltenden Wesens verhalten sie sich jedoch auch in Gesellschaft anderer so unauffällig, dass man ihre Anwesenheit oft übersieht. In Gesellschaft tendieren sie zu angenehmer, jedoch nichtssagender Plauderei und sagen stets genau das Richtige, ohne jemals Einblick in ihr Innerstes zu gewähren. Es ist äußerst schwierig, ihren Panzer von Zurückhaltung zu durchbrechen, um in die Bereiche ihres wirklichen Ichs vorzudringen. Da sie von Grund auf sehr anspruchsvoll sind, wählen sie sorgfältig aus, wem sie Einlass gewähren und wem nicht.

Schneegans-Menschen sind umsichtige Eltern, die stets um die Sicherheit, das Wohlergehen und die Anpassungsfähigkeit ihrer Kinder an die momentanen Gepflogenheiten und die von den Eltern vertretenen Anschauungen besorgt sind. Schneegans-Menschen sehen es gerne, wenn ihr Zuhause und ihre Kinder gut durchorganisiert sind und der Alltag so perfekt und problemlos wie möglich abläuft. Als Eltern erwarten sie von ihren Kindern wortlosen Gehorsam und die absolute Anerkennung ihrer Autorität und neigen zur Anwendung strenger Strafmaßnahmen, wenn sie erzürnt worden sind. Sie sind aufgrund ihrer äußeren Reserviertheit ihren Kindern gegenüber nicht sehr überschwänglich und erwarten statt dessen, dass diese ihre Liebe durch den reibungslosen Ablauf ihres täglichen Lebens, den sie bemüht sind, ihnen zu gewähren, spüren. Oftmals verlangen sie aufgrund ihres ausgeprägten Sinnes für Traditionen und Pflichtbewusstsein von ihren Kindern mehr, als diese zu erfüllen vermögen.

Schneegans-Kinder sind manchmal im Verlauf ihrer ersten Lebensspanne äußerst ruhig und zurückhaltend. Sie scheinen gerade das notwendigste, was das Leben ihnen abverlangt, erfüllen zu können, jedoch nichts, was darüber hinausgeht. An irgendeinem Punkt ihres Lebens — und dies erinnert an das Verhalten des jungen Gänschens entscheiden sie sich jedoch dazu, die selbstauferlegte Schale zu durchstoßen, und brechen schließlich mit unerwarteter Energie ins Freie, um von nun an stets einen Platz in der vordersten Reihe für sich zu beanspruchen. Der Zeitpunkt, zu dem dieser Durchbruch stattfindet, ist natürlich von Kind zu Kind verschieden.

Der Drang, im Mittelpunkt zu stehen, begleitet Schneegans-Menschen von nun an durch ihr ganzes Leben, obgleich sie sich nach wie vor so häufig hinter jenem Vorhang von Reserviertheit verstecken, dass sie oftmals geradezu übersehen werden. Sobald Schneegans-Menschen jedoch das Gefühl bekommen, dass sie die ihnen innewohnende Kraft handhaben und selbstbewusst auftreten können, werden sie sich oft im Mittelpunkt des Geschehens wiederfinden, wo sie ihre innere Klarheit mit jenen teilen, die ein offenes Ohr dafür zeigen. Wenn Schneegans-Menschen zu ihrem inneren Gleichgewicht vorgedrungen sind, besitzen sie vieles, was sie mit anderen teilen können, und sind in der Lage, eine Vielzahl von verschiedenen Arbeiten und Aufgaben gründlich und gut zu erledigen.

Menschen dieses Totems sind wie die Schneegänse, die jede winzige Insektenlarve entdecken, geradezu pedantisch veranlagt. Da sie sich nach einer allzu vollkommenen Ordnung sehnen, empfinden sie schon die geringste Kleinigkeit in ihrer Umgebung oder an ihren Mitmenschen, die dieser Ordnung nicht entspricht, als äußerst störend. Sie können Stunden damit verbringen, ihren Freunden einzureden, wie sie sich charakterlich zum Besseren hin verändern und beständiger werden können. Sie entsprechen genau jenem Typ Mensch, der zu Besuch kommt, mit prüfendem Finger über die Kommode fährt, die vollen Aschenbecher ausleert und welke Topfpflanzen gießt. Damit beabsichtigen sie natürlich nicht im geringsten, den Haushalt zu beanstanden, sie können es nur nicht ertragen, von Dingen umgeben zu sein, die ihren Maßstäben von Ordnung nicht entsprechen.

Wenn sich Schneegans-Menschen In einer inneren Disharmonie befinden, zeigt sich auch bei ihnen jener Zupfinstinkt, der für die Gänse so typisch ist. Sie springen auf die leiseste Andeutung von Provokation schnellstens an und versuchen, ihren Mitmenschen häufig den Teppich unter den Füßen wegzuziehen. Wenn sie schlecht gelaunt sind, neigen sie zu Eifersucht, übertriebener Skepsis, Überheblichkeit, Arroganz und Manipulation. Sie verfangen sich leicht in ihrer eigenen Traurigkeit und versuchen, jeden, den sie kennen, mit hineinzuziehen. Da sie zu geistigen Höhenflügen befähigt sind und ungeahnte Kräfte in ihnen aufsteigen können, sind sie Meister der Manipulation, wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt haben.
Die Ausdauer des Schildkrötenklans ermöglicht es ihnen, langwierige Rachefeldzüge gegen jene, von denen sie sich missachtet fühlen, zu führen. Sie sind ohne Zweifel in der Lage, jenen, von denen sie sich beleidigt oder anderweitig verletzt fühlen, übel mitzuspielen. Diese Taktik können sie unerwartet lange aufrechterhalten und dabei jenen, die ihnen nahe stehen oder auch nur versehentlich ihren Weg kreuzen, große Schmerzen zufügen. Manche Schneegans-Menschen sind darin so ausdauernd, dass ihre eigene Kraft sich im Versuch, sie auf den rechten Pfad wieder zurückzuführen, gegen sie wendet. In solchen Momenten sind sie sehr anfällig für Störungen des Verdauungsapparates sowie für Arthritis und Rheuma, besonders im Bereich der Knie.

Aufgrund der Wesenszüge, die ihre Zugehörigkeit zum Schildkrötenklan bedingen — Ausdauer, die an Sturheit grenzt, und eine Angst vor allem Neuen, was sich nicht in einem langsamen Veränderungsprozess ankündigt —, und der Hartnäckigkeit, die ihrem Wesen anhaftet, fällt es Schneegansmenschen äußerst schwer, umzukehren, wenn sie einmal auf einen Kurs der inneren Disharmonie geraten sind. Für gewöhnlich bedarf es der Herausforderung ihrer eigenen Kraft oder der Hilfe von jemandem, der ebenso kraftvoll ist wie sie, um aus diesem Teufelskreis herauszukommen. Wenn sie jedoch lernen können, sich zu öffnen, nach außen zu treten, ja leichtsinnig zu sein, haben sie oftmals schon den ersten Schritt zur Wiedererlangung ihres seelischen Gleichgewichts getan.

Die Farbe der Schneegans-Menschen ist das Weiß des Schnees, jener magischen Erscheinungsform, in der das Wasser auf die Erde niederschwebt. Keine Flocke gleicht der anderen, und zusammen lassen sie alles frisch, glänzend, sauber und neu erscheinen. Weiß ist die Summe aller Farben, was soviel heißt, dass es in sich alle anderen Farben des Spektrums birgt. Weiß wird als die Farbe der Reinheit, der Harmonie aller Farben betrachtet. Ebenso heißt es, dass Weiß die Farbe der Vollkommenheit, der Erleuchtung und der Evolution ist. Viele Menschen benutzen Weiß, um sich vor unreinen und negativen Schwingungen zu schützen.

Die Farbe Weiß symbolisiert die höchste Entwicklungsstufe, nach der Menschen dieses Totems streben können. Sie können mit ihrer Kraft und ihrem angeborenen Drang nach Vollkommenheit in hohe geistige Sphären aufsteigen, wenn sie lernen, die Energien, die ihnen zu eigen sind, im Gleichgewicht zu halten. Ebenso können sie geistige Reinheit erlangen.
Dies ist auch eines der wichtigsten Dinge, die Menschen auf ihrer Wanderung um das Medizinrad in diesem Zeichen erlernen können. Hier angelangt können sie alle Energien, die sie auf ihrer Reise angesammelt haben, in Einklang miteinander bringen, um sich somit selbst zu erneuern. Hier können sie die geistige Reinheit erlangen, die ihnen ermöglicht, so große Schritte wie möglich auf dem Pfad ihrer menschlichen Entwicklung zu machen.

Der Mond, der das Wesen und Leben dieser Menschen beeinflusst, ist der Mond der Erderneuerung, der Mond der Wintersonnenwende und der 1. Mond des Jahres. Es ist der Mond, der die Menschen — wie auch alle anderen Kinder der Erdmutter — in die Zeit der Rast und Erneuerung einführt. Als solcher verursacht er natürlich nicht so große emotionale Aktivitäten wie andere Monde des Jahres, was sich wiederum in der Reserviertheit dieser Menschen ausdrückt. Der Mond, der in diesem Zeichen der Rast und Erneuerung steht, lässt aufgrund seiner Wesenheit wenige sichtbare Emotionen aufkommen. Es ist vielmehr ein Mond, der den Menschen bedeutet, sich in die Ruhe ihrer innersten Seele zurückzuziehen, die Geschehnisse des vergangenen Jahres noch einmal rückblickend zu überdenken und sich innerlich wie äußerlich auf das kommende Jahr vorzubereiten.
Schneegans-Menschen ergänzen sich mit Specht-Menschen und kommen am besten mit jenen Menschen aus, die ebenso wie sie dem Schildkrötenklan angehören — dies sind Biber und Braunbär-Menschen — sowie mit den Angehörigen des Froschklans, Puma- und Schlangen-Menschen. Wenn sie sich jedoch in einem Zustand innerer Ausgewogenheit befinden, sind sie durchaus in der Lage, mit Menschen aller Zeichen zu harmonieren.

 
Otter

Zwergotter

Die Zeit der Reinigung

Mond der Rast und Reinigung

(Otter) 20. Januar — 18. Februar

Jene Menschen, die während des 2. Mondes des Jahres, des Mondes der Rast und Reinigung geboren sind, haben den Otter als Totem im Tierreich, die Zitterpappel als Totem im Pflanzenreich und das Silber als Totem im Reich der Mineralien. Ihre Farbe ist Silber, und sie gehören dem Elementenklan der Schmetterlinge an. Das Geburtsdatum dieser Menschen befindet sich nach dem Medizinrad zwischen dem 20. Januar und dem 18. Februar.

Menschen dieses Totems werden wie ihr Mineral, das Silber, von allen, die sie kennen, hochgeschätzt. Silber scheint seit jeher eines der zwei begehrtesten Metalle zu sein, die man auf der Welt kennt. Silber wurde aufgrund seiner Geschmeidigkeit, seiner Schönheit und seines Glanzes seit frühester Zeit als eines der wertvollsten Mineralien betrachtet. Es gibt Berichte, aus denen zu ersehen ist, dass es schon in der frühen Inka-Periode wie auch in den Frühzeiten anderer Kulturen Silberminen gegeben hat. Dem Silber wurde jedoch vor Ankunft der Spanier auf dem amerikanischen Kontinent kein besonderer Wert zugeschrieben.
Silber wurde über Jahrhunderte hinweg als Maßstab materiellen Reichtums gewertet. Es ist einer der gebräuchlichsten Grundstoffe für Münzen, Schmuck und das Tafelgeschirr der Haushaltungen, die sich ein solches leisten konnten. Die alten Adelsgeschlechter ließen ihren Schmuck und Kronen aus Silber anfertigen. In der Kirche wurden die Kelche, die im Heiligen Abendmahl Verwendung fanden, aus diesem edlen Material geschmiedet, während die Reichen ihre Spiegel damit hinterlegen ließen.

Otter-Menschen sind wie ihr Mineral geschätzte und begehrte Zeitgenossen und geben gute Freunde und interessante Weggefährten ab. Sie sind wie das Silber sehr geschmeidig und können sich mit Leichtigkeit allen Situationen anpassen. Sie scheinen aufgrund ihrer Menschenliebe einen gewissen Glanz zu haben, der ihnen ungeachtet ihrer physischen Merkmale äußerliche Schönheit verleiht.
Der Farbe Silber werden vielerlei magische Eigenschaften zugeschrieben. Es heißt, dass es eine Silberkordel ist, die Seele und Körper zusammenhält. Manche Religionen glauben, dass sich über einem Firmament aus Gold eines aus Silber erstreckt und dass letzteres die höchsten Schwingungen der Liebe symbolisiert. Silber ist die Farbe, die mit Großmutter Mond in Verbindung gebracht wird, da uns der Mond vom nächtlichen Himmel silbern entgegenstrahlt. Aufgrund dieser Assoziation glaubt man, dass Silber in der Lage ist, die Kräfte des Mondes, die Kräfte der Wahrnehmung, der Intuition und des richtigen Gefühlsflusses zu verstärken.

Otter-Menschen sagt man nach, dass sie Anlagen zu bestimmten magischen Fähigkeiten in sich tragen. Sie sind für gewöhnlich sehr intuitive Menschen, die stets bemüht sind, hinter dem Augenscheinlichen das zu sehen, was sein könnte, wenn andere sich ihrem eigenen, höheren Wesen öffnen könnten. Wenn sie gelernt haben, ihre eigenen Energien richtig zu gebrauchen, sind sie in der Lage, reine spirituelle Kräfte durch sich fließen zu lassen.

Durch ihre Verbindung mit dem Mond besitzen Otter-Menschen die Fähigkeit zur tiefen Emotionalität, obgleich sie dies manchmal zu verbergen wissen. Sie empfinden tief und sind doch manchmal nicht in der Lage, anderen Menschen ihre innersten Gefühle zu offenbaren. Nicht, dass sie reserviert wären, sie ziehen es vielmehr vor, den Dingen an sich eine leichtere Note zu geben und andere nicht mit den Tiefen ihrer Emotionalität zu behelligen. Manche Otter-Menschen versuchen diesen emotionalen Tiefgang durch intellektuelle Diskussionen aufzufangen. Solche Menschen lieben es, sich in tiefen, eindringlichen, ja sogar hitzigen Diskussionen über jegliche Lebensanschauung zu verspinnen, die gerade im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht. in solchen Diskussionen setzen sie den ganzen Umfang ihrer erhöhten Wahrnehmung und Intuition ein, den ihnen ihre Verbindung zum Mond gewährt, um andere von ihrer Denkweise zu überzeugen. Es ist äußerst schwierig, einem Otter-Menschen in einer solchen Diskussion zu widerstehen.

Otter-Menschen benutzen ihre emotionalen Tiefen, um eine große Vielzahl von Liebesbeziehungen anzustreben, was ihnen auch aufgrund der Intensität ihrer Gefühle und ihres anziehendes Wesens mit Leichtigkeit gelingt. So schwierig es ist, sich in einer Diskussion gegen einen Otter-Menschen zu behaupten, so schwierig ist es auch, ihm auf romantischer Ebene zu widerstehen.

Der Mond dieses Totems ist der Mond der Rast und Reinigung. Es ist der mittlere Mond von Waboose, der Zeit der Rast und Erneuerung. Dieser Mond folgt dem Mond der Erneuerung, wenn die Sonne wieder nach Norden wandert und der Erde und ihren Kindern noch eine weitere Phase der Ruhe gewährt, bevor die Jahreszeiten einsetzen, die alle Dinge wieder zum Wachstum anregen. Dieser Mond führt einen Zeitabschnitt herbei, in dem Menschen, die sich selbst beobachtet und erneuert haben, sich physisch, geistig und emotional reinigen können, um sich auf die kommenden Tage vorzubereiten, in denen der Rhythmus der entsprechenden Jahreszeit wenig Raum für Ruhe und Muße lässt.

Das Pflanzen-Totem der Otter-Menschen ist die Zitterpappel, die auch als Weißpappel oder amerikanische Espe bezeichnet wird. Zitterpappeln wachsen im gesamten Gebiet der USA und Kanada von Meereshöhe bis hin zur Baumgrenze. Ihre Rinde ist silbrigbraun, während ihre Blätter dunkelgrün mit einem silbernen Schimmer sind. Wenn eine sanfte Sommerbrise durch die Blätter der Pappel fährt, erinnert dies an das Klingeln winziger Glocken. Dieses leise Erzittern der Blätter ist es, was dieser Pappelart ihren Namen gegeben hat. Die Blüten der Pappel sind kleine Kätzchen, einzellige Kapseln, die eine Vielzahl von kleinen Samen haben, denen ein langes Büschel seidiger Härchen anhängt, was ihre Verteilung durch den Wind begünstigt. Die Blüten eines einzelnen Baumes sind eingeschlechtlich. Die Knospe des Baumes wird »Balsam des Gilead« genannt.

Nach Auskünften von indianischen Kräuterkundigen besaßen Blätter, Rinde und Knospen des Baumes ursprünglich medizinische Eigenschaften als anregendes und harntreibendes Mittel. Ein Tee aus Blättern und Rinde wird oft als bitteres Tonikum gegen Störungen der Leberfunktion und des Verdauungsapparates benutzt. Auch findet er häufig als Beruhigungsmittel für hysterische Erregungszustände und Schwächeanfälle Verwendung und wurde zur Bekämpfung von Heufieber eingesetzt. Amerikanische Indianer reinigten mit Hilfe der Zitterpappel ihren Körper während der Frühjahrs-Fast von den Giften, die sich im Laufe des Winters darin angesammelt hatten.

Äußerlich angewandt wird der Tee als Tonikum und Stärkungsmittel betrachtet, wenn er wöchentlich benutzt wird, und bei täglicher Benutzung zur Heilung von ernsthafteren Hauterkrankungen wie Ekzemen und Geschwüren sowie von Verbrennungen. Manche Stämme benutzten das Pulver, das sie von der Rinde kratzten, als Körperpuder und das, was sie aus dem Inneren der Rinde schürften, zur Behandlung von Grauem Star.

Ihr Pflanzen-Totem kann den Otter-Menschen helfen, die Botschaften, die ihnen auf eine sanfte und harmonische Weise zukommen, weiterzugeben, so wie es auch die Blätter des Baumes tun, wenn sie ihr Lied leise erklingen lassen. Es kann ihnen ebenso helfen zu erkennen, dass sie die Fähigkeit besitzen, sich mit allen Winden zu neigen, sie durch sich hindurch oder über sich hinweg sausen zu lassen, ohne jemals daran zu zerbrechen. Otter-Menschen sind von Natur aus biegsam und können von ihrem Baum lernen, wie wichtig es ist, diese Eigenschaft beizubehalten, wenn ihre eigenen Energien weiterhin gut und offen fließen sollen.
Ein Tee aus Blättern und Rinde der Zitterpappel kann

Otter-Menschen helfen, von der Intensität, die ihren Körper so manches Mal beherrscht, zu entspannen und ihre inneren Organe bei guter Gesundheit zu halten, damit diese nicht jenen Vergiftungserscheinungen zum Opfer fallen, die sich für gewöhnlich in den Füßen und Knöcheln dieser Menschen festsetzen. Wenn ihre Energien ungehindert fließen können, sind Otter-Menschen in der Regel von guter gesundheitlicher Verfassung, wenn sie diesen Energiefluss jedoch blockieren — besonders den Fluss der Emotionen —, können sie an einer Vielzahl von körperlichen Verstimmungen erkranken: Heufieber, Asthma
und Bronchitis. Die Zitterpappel kann jedoch dazu beitragen,

diese Vielfalt von Unannehmlichkeiten zu verhindern.

Der Otter selbst wird von vielen Naturkundigen als eines der liebenswürdigsten und verspieltesten Tiere der Wildnis betrachtet. Es gibt in den USA zwei Otterarten — den Fluss- und den Seeotter Der Seeotter war zu Beginn dieses Jahrhunderts fast ausgestorben, da sein schönes und strapazierbares Fell so begehrt war, dass es Preise bis zu $2000 pro Fell erzielte, und er von Jägern aufgrund dessen fast ausgerottet wurde. Vor dieser Zeit war der Seeotter ein äußerst zutrauliches Tier, das gerne und ausgiebig am Meeresstrand umhertollte. Auf diese Weise boten sie den Jägern natürlich eine leichte Beute, die diese einfach mit Knüppeln totschlugen. Inzwischen verbringt der Seeotter, der in den USA nur noch vereinzelt an der Nordküste Kaliforniens zu finden ist, die meiste Zeit seines Lebens im Meer Er isst, schläft, sonnt sich, spielt, gebärt und zieht seinen Nachwuchs fast ausschließlich im Wasser auf. Diese Otterart hat ein glänzendes, dunkel-braunes Fell, das mit einzelnen silbernen Haaren durchwirkt und äußerst dicht und fein ist. Die ausgewachsenen Tiere haben ein hellbraunes Gesicht mit weißen Schnurrhaaren. Wie alle Otterarten haben auch sie Schwimmhäute zwischen den Zehen. Wie die Robbe fühlt sich auch der Seeotter im Wasser so gut wie zu Hause und hält sich gewöhnlich an felsigen Küstenstreifen auf, wo er in deren reichhaltig angeschwemmten Betten aus Seetang ruht, spielt und die Jungen gebären kann.

Otter werden zwischen 1 und 1,5 Meter lang und zwischen 35 bis 70 Pfund schwer, wobei Seeotter etwas größer werden als Flussotter. Die Otter gehören zur Familie der Marder, obgleich sie so rücksichtsvolle Tiere sind, dass manche Menschen diese Zuordnung als ungerechtfertigt empfinden. Der Flussotter hat ein schokoladenbraunes Fell mit hellgrauen Bauch- und Halspartien. Der Flussotter braucht ebenso wie sein Bruder der Meere das Wasser zum Leben. Man findet ihn in den meisten größeren Seen, Sümpfen und Flüssen der westlichen USA und in vielen anderen Ländern der Welt. Sie nisten sich meistens in den vergrößerten Schlupflöchern von Wasserratten oder anderen Löchern, die sich ihnen am Flussufer anbieten, ein. Zu ihrem Bau führen sowohl Gänge, die unter der Wasseroberfläche liegen, wie auch solche vom Land her. Manche Otter bauen sich Unterschlüpfe aus Rohr oder Binsen, die indianischen Wigwams gleichen.
Alle Otter besitzen aufgrund ihres schnellen Stoffwechsels einen geradezu unersättlichen Appetit. Sie ernähren sich von Fischen, Schalentieren, Insekten, Enten und Nagetieren. Sie sind in der Lage, den Panzer von Schalentieren mit Hilfe von Steinen zu öffnen, was sie als eine der wenigen Tierarten auszeichnet, die sich den Umgang mit Werkzeugen angeeignet haben. Otter besitzen ein reichhaltiges Vokabular, welches sich aus Schnattern, Schreien, Quietschen, einem schluckaufartigen Geräusch, Kichern und Zischen zusammensetzt. Manche ihrer Laute können über eine Entfernung von über eine Meile noch gehört werden.

Der Otter wird als einer der würdevollsten, neugierigsten und verspieltesten Vertreter der Wildtiere betrachtet. Wenn er nicht gerade mit Essen, Jagen oder Sonnenbaden beschäftigt ist, spielt er Otter bauen sich am Flussufer Rutschbahnen, auf denen sie wie Kinder ins Wasser rutschen. Diese werden im Sommer aus Schlamm und im Winter aus Schnee gebaut. Im Wasser schwimmen die Otter in Gruppen und bewegen sie wie Delphine. Sie spielen »follow the leader<*, wobei sie immer wieder aus dem Wasser auftauchen, um sofort wieder unterzutauchen, und es ist durchaus denkbar, dass spielende Otter der Ursprung vieler Legenden um Seeschlangen im Meer wie auch in Seen sind.

Indianische Völker haben die Kraft dieser Tiere erkannt und geachtet. In der Midewiwin oder großen Medizingesellschaft der Ojibwa werden die meisten Medizinbeutel aus der Haut eines Otters angefertigt. Diesen Beuteln wurden große Kräfte zugeschrieben.
Manche Naturwissenschaftler haben die Frage nach dem Grund der Andersartigkeit der Otter innerhalb der Marder-Familie mit der Vermutung beantwortet, dass die Ottern sich vielleicht verpflichtet gefühlt haben, das Ansehen der Marder durch ihr gutes Beispiel wiederherzustellen. Und in den Augen mancher Menschen haben sie dies sicherlich getan.

Otter führen ein gemütliches und aktives Familienleben, innerhalb dessen beide Elternteile an der Erziehung der Kinder beteiligt sind. Der Otter-Nachwuchs bleibt länger im Schoße der Familie, als dies bei den meisten anderen wildlebenden Tieren der Fall ist. Otter sind spielerische und stets um den anderen bemühte Partner Wenn ein Otter stirbt, wird dessen Partner seinen Tod über Monate hinweg betrauern.

Da der Otter das Tier-Totem der Menschen ist, die im Zeichen des Mondes der Rast und Reinigung geboren sind, ist es leicht einsehbar, dass sie so begehrte Lebensgefährten sind. Sie sind wie ihr Totem klug, mutig, verspielt, hilfsbereit und sanftmütig. Sie besitzen einen großen Sprachschatz und können mit Worten und Philosophien so spielerisch umgehen wie mit anderen Dingen auch.

Menschen dieses Totems haben auch in einer anderen wesentlichen Hinsicht Ähnlichkeiten mit dem Otter: Sie scheinen es als ihre Aufgabe zu betrachten, anderen Menschen in den Augen der Welt zu einem guten Ansehen zu verhelfen. Sie sind visionär und humanitär veranlagt und verbringen häufig einen Großteil ihrer Zeit damit, ihren Mitmenschen hilfreich beizustehen. Sie genießen es sogar, anderen Menschen dienen zu können und von neuen Wegen zu träumen, auf denen sie ihre Hilfe anbieten können. Sie haben aufgrund ihres scharfsichtigen und intuitiven Wesens eine glückliche Hand bei der Suche nach Möglichkeiten, anderen Menschen zu helfen.

Wirft man einen näheren Blick auf karitative oder alternative Einrichtungen, so wird man feststellen, dass sie häufig gerade von Otter-Menschen ins Leben gerufen worden sind. Das Bedürfnis, anderen zu dienen und sich nützlich zu erweisen, ist einer der überragenden Wesenszüge der Otter-Menschen, und wenn sie keine Möglichkeit gefunden haben, dieses Bedürfnis auf größerer Ebene auszuleben, so doch zumindest im persönlichen Bereich.

Wenn man mit einem Otter-Menschen befreundet ist und einmal eines einfühlsamen Zuhörers, einer helfenden Hand, ja selbst einer finanziellen Leihgabe bedarf, wird dieser stets zur Stelle sein, um so viel zu geben, wie er nur zu geben vermag. Gleichzeitig sind sie jedoch auch praktisch veranlagte Menschen, die, wenn ihnen das erbetene Darlehen wenig sinnvoll erscheint, zunächst versuchen werden, dies deutlich zu machen. Gelingt ihnen dies jedoch nicht, werden sie selbstverständlich bereit sein, das Geld dennoch zur Verfügung zu stellen, obgleich sie von dem Erfolg der Sache nicht überzeugt sind. Sie werden geduldig darauf warten, bis man schließlich das höhere Wissen ihrer Intuition erkennt. Diese Menschen sind dank ihrer erhöhten Wahrnehmungsfähigkeit häufig in der Lage, sich geistig an die Stelle anderer zu versetzen und zu jeder Zeit aufrichtig deren tiefste Gefühle nachzuempfinden.

Während Otter-Menschen für gewöhnlich weichherzige, liebevolle und sanftmütige Wesen sind, sind sie doch durchaus fähig, erstaunlich heftig zu reagieren, wenn sie das Gefühl haben, dass man einen Tritt braucht, um wieder auf den rechten Pfad zurückzufinden. Wenn ihre Energie nicht völlig blockiert ist, werden sie jedoch niemals aus purer Bosheit oder Schadenfreude um sich schlagen. Es kommt äußerst selten vor, dass man auf einen rachsüchtigen Otter-Menschen trifft. Sie sind jedoch furchtlos und sehr mutig und scheuen sich nicht davor, eine unliebsame Stellung vor ihren Freunden oder Arbeitskollegen einzunehmen, wenn sie der Überzeugung sind, dass diese Position richtig ist.

Sie besitzen verborgene, oft auch offen an den Tag tretende physische Fähigkeiten, die von ihren intuitiven Anlagen herrühren. Viele Otter-Menschen treffen mit Hilfe dieser Fähigkeiten ihre alltäglichen Entscheidungen und staunen anschließend selbst über ihre Fähigkeit, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Wenn sie sich nicht selbst die Zeit genommen haben, diese Fähigkeiten zu untersuchen und zu entwickeln, wissen sie oft nicht einmal, wo diese Kräfte herrühren. Auch die hellseherischen Fähigkeiten, die die meisten Otter-Menschen bis zu einem bestimmten Grad besitzen, auch wenn sie sich nur in der Tatsache ausdrücken, dass sie häufig kraftvolle und prophetische Träume haben, haben ihren Ursprung in diesen Kräften.

Die Hauptursache dafür, dass Otter-Menschen auf einen falschen Pfad geraten, liegt meistens darin, dass sie sich vor jenen Kräften, die in ihrem Innersten schlummern, ängstigen und versuchen, diese zu blockieren. Dies mag dann der Fall sein, wenn sie ihre intellektuellen Anlagen so stark entwickeln, dass sie den Zugang zu ihrer eigenen Intuition verlieren. Wenn dies geschieht, werden sie sehr unglückliche Menschen und fangen an, viele der positiven Eigenschaften, die sie für gewöhnlich besitzen, zu verlieren. Gleichzeitig werden sie anfällig für Verdauungsstörungen. Wenn sie sich in einer Phase der inneren Blockierung befinden, müssen sie zumindest darauf achten, ihre Anpassungsfähigkeit nicht zu verlieren, da sie sonst Gefahr laufen, sich in ebenjenem Zustand zu verfangen, was den Fluss ihrer Kräfte zum Stillstand bringen würde. In einem solchen Fall fangen sie an, in den meisten Bereichen ihres Lebens falsche Entscheidungen zu treffen, und ihre Freunde und Familienangehörigen werden sich äußerst schwer tun, ihnen aus diesem Teufelskreis zu helfen, da Otter-Menschen aufgrund ihres für sie typischen Verlangens, alle Dinge problemlos zu gestalten, niemals die Wurzel ihrer eigenen Probleme eingestehen werden.

Ihre Zugehörigkeit zum Klan der Schmetterlinge erhöht die meisten positiven Eigenschaften der Otter-Menschen. Da ihr eigenes verträumtes Wesen manchmal ohnehin schon von den umherschwirrenden Geistern der Lüfte beeinflusst wird, müssen Otter-Menschen darauf achten, dass sie ihren Sinn für Realität entwickeln, um sich nicht mit zu vielen Träumen herumschlagen zu müssen, von denen keiner Wirklichkeit wird.

Diese Menschen geben wie ihr Totem gute, warmherzige, sanfte und fürsorgliche Eltern ab. Sie widmen ihren Kindern gerade so viel Aufmerksamkeit, wie diese brauchen, um sich sicher und geborgen zu fühlen, und achten gleichzeitig darauf, genügend eigenen Freiraum zu bewahren. Sie besitzen das Einfühlungs- und Wahrnehmungsvermögen, um stets zu erkennen, was ihre Kinder brauchen und wann diese Bedürfnisse echt sind. In der Regel sind sie auch in der Lage, loszulassen, wenn ihre Kinder älter werden, und ihnen den nötigen Freiraum zu gewähren, den sie brauchen, um selbständige Menschen zu werden. Sie müssen jedoch darauf achten, ihren Kindern nicht die eigenen Träume aufzubürden, wozu sie besonders dann neigen, wenn sie sich in einer Phase der emotionalen Blockierung befinden.

Als Kinder scheinen Otter-Menschen oftmals in Gedanken an fernen Orten zu verweilen, was vielleicht darauf zurückzuführen ist, dass ihre intuitive Kraft ihnen erlaubt, sich an Plätze zu erinnern, an denen sie sich in einem anderen Leben aufgehalten haben. Es bedarf manchmal jahrelanger Erfahrungen, bis Otter-Menschen jene praktische Veranlagung und Anpassungsfähigkeit gewinnen, die ihr späteres Leben bestimmen. Während dieser Entwicklungsphase ist es notwendig, sie gegen jedmöglichen Schaden zu schützen, da sie manchmal so geistesabwesend sind, dass sie mögliche Gefahren nicht wahrnehmen. Es vergehen viele Jahre, bis Otter-Menschen beherzt und angstfrei ihren Weg gehen können. In dieser Beziehung gleichen sie wiederum den kleinen Fluss-Ottern, die sich so lange vor dem Schwimmen ängstigen, bis ihre Eltern sie durch einen kühnen Stoß dazu überlisten. Haben sich Otter-Menschen einmal in den Fluss des Lebens eingefunden, verschwinden all jene Probleme, mit denen sie sich in ihrer Kindheit herumgeschlagen haben, wie von selbst.

Wenn der Mensch das Medizinrad umwandert und an dieser Position anlangt, wird er die Möglichkeit haben, jene erhöhte Wahrnehmungsfähigkeit und Intuition in seiner eigenen Wesenheit zu entdecken und zu entwickeln. Oftmals wird er dabei bislang unberührte Quellen der Sanftmut und der aufrichtigen Anteilnahme für seine Mitmenschen stoßen. In Zeiträumen, in denen der Mensch im Zeichen des Otter-Menschen steht, ist er in der Lage, Pläne zu schmieden, wie man der Erdmutter und ihren Kindern besser dienen kann.

Während Otter-Menschen mit nahezu jedermann harmonieren können, ergänzen sie sich besonders mit Angehörigen des Stör-Totems. Am leichtesten werden sie Freundschaft mit Hirsch- und Raben-Menschen schließen, da diese ebenfalls wie sie dem Klan der Schmetterlinge angehören, sowie mit den Vertretern des Donnervogelklans, den Habicht- und Wapiti-Menschen.

 
Wolf/ Puma

Die Zeit der stürmischen Winde

Mond der Großen Winde

(Puma) 19. Februar — 20. März

Menschen, die während des Mondes der Großen Winde, zwischen dem 19. Februar und dem 20. März, geboren sind, haben den Puma als Totem im Tierreich, den Wegerich als Totem im Pflanzenreich und den Türkis als Totem im Reich der Mineralien. Ihre Farbe ist das Blaugrün des Türkis, und sie gehören dem Elementenklan der Frösche an.

Der Türkis ist einer der ältesten Kult- und Schatzsteine, die man kennt. Er wird in Ägypten seit mindestens 6000 Jahren vor Christus und auf dem amerikanischen Kontinent seit etwa 1000 Jahren abgebaut. Der Türkis ist eine Verbindung von wasserhaltigem Aluminiumphosphat mit Kupfer und Eisen. Seine Farbe kann von Himmelblau über Bläulichgrün bis zu einem Tiefgrün reichen. Er besitzt einen Wachsglanz und ist einer der wenigen Edelsteine, die nicht funkeln und dennoch so hoch geschätzt werden. Der Türkis wird häufig in nierenförmigen Klümpchen in Adern fast gleichartigen Gesteines gefunden, vor altem jedoch in Verbindung mit Kupfer, Eisen oder Silben Viele Türkise sind von Äderchen oder Gesteins-Hüllen dieser anderen Erze durchsetzt.

Das indianische Volk bezeichnet den Türkis als »Himmels-Stern«. In einer alten indianischen Legende heißt es, dass der Himmel blau sei, weil ein goldener Geister-Adler auf der Spitze eines Berges aus Türkis säße und die Farbe dessen auf dem Himmel reflektiere. Man schreibt dem Türkis eine Vielzahl von Kräften zu. Früher herrschte vielerorts der Glaube, dass Menschen, die einen Türkis trugen, sich niemals einen Knochenbruch zuziehen könnten, da der Türkis, um seinen Träger zu schützen, zuerst zerbrechen würde. Aufgrund dieses Glaubens wurden das Geschirr und der Schweif von Pferden mit Türkisen geschmückt, um sie vor einem Sturz zu bewahren.

In manchen Ländern wurde der Türkis in Verlobungsringe eingearbeitet da man glaubte, dass der Stein so lange seine blaue Farbe behalten würde, wie sich das Paar die Treue hielte, jedoch in Grün umschlagen würde, wenn einer von beiden untreu würde. Das scheint jedoch eine äußerst harte Prüfung für denjenigen gewesen zu sein, der eine etwas fettige Haut hatte, da der Türkis ein sehr poröser Stein ist, der seine Farbe bei jeder geringsten Berührung mit Hautölen oder nahezu jeder Flüssigkeit verändert.

Viele indianische Völker der USA glaubten, dass der Türkis seinen Besitzer vor Schaden oder Gefahren beschützen könne, und arbeiteten ihn aus diesem Grund in ihre Schilder ein, um feindliche Waffen abzuwehren. Der Türkis wurde sowohl in den USA wie auch in Zentral- und Südamerika vielfach in Zeremonien benutzt und zu Fetischgegenständen oder anderen Schmuck- und Nutzgegenständen verarbeitet. Die Navajo pflegten früher Türkise unter Einhaltung bestimmter Gebete als Teil ihrer Regen-Zeremonien in den Fluss zu werfen. Die Apachen glaubten, dass man Türkise am Ende eines Regenbogens finden könne. Andere Stämme befestigten einen Türkis-Kiesel an Bogen oder Pfeil, da sie glaubten, dass der Pfeil dadurch sein Ziel nicht verfehlen könne.

Puma-Menschen haben wie ihr Stein die Anlage zu vielen außergewöhnlichen Kräften. Sie besitzen eine reichhaltige natürliche Medizin, die ihnen viele Geheimnisse des Lebens und des Universums erschließen kann.

Sie können, wie der Türkis, Menschen des Himmels sein die Einblick in viele Lebensbereiche haben, welche anderen verschlossen bleiben. Aber sie müssen auch wie ihr Stein gut geschliffen werden, um ihre richtige Farbe zeigen zu können. Die natürlichen Kräfte dieser Menschen können sich ohne die richtige Lebenserfahrung und ohne den festen Willen, an sich zu arbeiten, nicht entwickeln, sondern werden sich vielmehr gegen sie richten und sie in launische, ja melancholische Menschen verwandeln. Dies mag gerade jenen widerfahren, die die Geheimnisse des Himmels zwar vernehmen können, nicht aber erkennen, wie man eine Brücke von der Erde zum Himmel baut und sich dennoch auf der irdischen Ebene gut zurechtfindet.

Puma-Menschen besitzen oft heilende Kräfte und sind wie ihr Stein häufig Anhänger der verschiedensten Religionen und religiösen Zeremonien. Da sie dem Froschklan angehören, besitzen sie die geistige Fähigkeit, in eine Vielzahl von andersartigen Sphären abzuheben, und die meisten Puma-Menschen benutzen diese Fähigkeit, um sich die besten Dinge des Lebens zu sichern. Diese Menschen fühlen sich häufig im mystisch—magischen Bereich wohler als im diesseitigen. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass sie darauf achten, in der Erde verwurzelt zu bleiben oder sich zumindest mit erdverbundenen Menschen zu umgeben, da sie sonst Gefahr laufen, in jene anderen Bereiche zu entschwinden, ohne in der Lage zu sein, von selbst wieder zurückzufinden.

Das Pflanzen-Totem der Puma-Menschen ist der Wegerich, eine weitverbreitete Heilpflanze. Es gibt allein 200 verschiedene Wegerich-Gewächse auf der Welt. Die Blätter aller Wegerich-Pflanzen wachsen in einer Rosette vom Fuß der Pflanze aus, sind jedoch bei manchen Arten breiter und bei manchen Arten spitz zulaufend. Sie sind dunkelgrün und haben deutlich sichtbare Längsrippen. Der Blütenschaft des Wegerich ist mattweiß und wird zwischen 15 und 20 Zentimeter groß.

Die ganze Pflanze wird als Heilkraut benutzt. Indianische Völker setzten sie sowohl äußerlich wie innerlich zu kühlenden, schmerzlindernden wie auch heilenden Zwecken ein. Der Wegerich wirkt blutreinigend, schmerzstillend und entgiftend. Als Tee oder Kompresse kann er wahre Wunder bewirken, wenn es darum geht, alte oder neue Wunden zu heilen oder Stiche und Bisse zu behandeln. Er hat, sowohl innerlich wie äußerlich angewandt, dieselben heilenden Kräfte und wurde aus diesem Grund auch dazu benutzt, um Magen- oder Darmgeschwüre, Entzündungen in diesem Bereich sowie Nieren- oder Blasenbeschwerden zu behandeln. Als Bad oder Kompresse ist er in der Lage, die meisten Formen von Schmerzen wirksam zu lindern.

Es ist ratsam, die Blätter des Wegerich in Essig zu tauchen, über Nacht trocknen zu lassen und sie auf die Füße aufzulegen, bevor man Schuhe anzieht, da Puma-Menschen äußerst anfällig sind für Bein- und Fußbeschwerden und der Wegerich, so angewandt, schmerzstillend wirkt. Die lindernde innerliche Wirkung des Wegerich kann Puma-Menschen helfen, ihre inneren Organe bei guter Gesundheit zu erhalten, wenn sie sich in einer melancholischen Gemütsverfassung befinden. In solchen Momenten sind sie anfällig für Entzündungen im Magen- und Darmbereich, was eine Folge davon ist, dass sich Puma-Menschen um allzu viele Dinge allzu große Sorgen machen. Äußerlich angewandt hilft der Wegerich, alle Formen von Hauterkrankungen, die als Folge von Stress und Kummer auftreten, zu bekämpfen.

Da der Wegerich so weit verbreitet und so stark in der Erde verwurzelt ist, kann er Puma-Menschen vieles über die eigene Notwendigkeit, seine Wurzeln in die Erde zu treiben, bevor sie hoch nach den Sternen greifen, erzählen.

Die Farbe der Puma-Menschen ist türkis. Das Blau symbolisiert sowohl den Himmel wie auch das geistige Verlangen. Es weist auf einen sich auf der Suche befindenden, spirituell veranlagten Menschen hin, der zu selbstauferlegtem Ringen und Melancholie neigt. In seiner Reinstform symbolisiert es das idealistische, selbstlose, künstlerische und spirituelle Gefühl. Es heißt, dass die Farbe eines Menschen, der sich auf der Suche nach dem rechten Pfad befindet, blau ist.

Die Vermischung von Grün und Blau ist dem Puma-Menschen insofern behilflich, als es ihm ein Gleichgewicht zwischen Geist und Persönlichkeit, zwischen Himmel und Erde bietet. Wenn sie stets daran denken, sich sowohl mit Grün wie auch mit Blau zu umgeben, wird ihnen dies helfen, ihren Frohsinn zu behalten und ihr physisches wie psychisches Wohlergehen wiederherzustellen, wenn dieses einmal aus dem notwendigen Gleichgewicht geraten ist. Da Puma-Menschen von Grund auf spirituell veranlagte Wesen sind, bevorzugen sie in der Regel ein reines Blau, aber sie sollten dennoch die Vorteile nicht vergessen, die ihnen eine Beimischung von Grün oder das Blaugrün an sich bietet. Es ist für sie besonders dann von Vorteil, diese Farbe zu tragen oder um sich zu wissen, wenn sie heilende Arbeit leisten.

Das Tier-Totem der Menschen, die im Mond der Großen Winde geboren sind, ist der Puma — der Löwe des amerikanischen Kontinents. Unglücklicherweise wird dem amerikanischen Löwen nicht der gleiche Respekt gezollt wie seinem afrikanischen Gegenstück.

Der Puma wurde in der Vergangenheit häufig verkannt und fälschlicherweise gefürchtet, was oftmals zu seiner rücksichtslosen Vernichtung führte. Der Puma ist auch als Kuguar, Silberlöwe, Panther, Schreier und Geister-Katze bekannt. Er ist der größte Vertreter der Katzen-Familie auf dem amerikanischen Kontinent und wird für gewöhnlich zwischen 2 und 2 1/2 Meter groß und zwischen 150 und 300 Pfund schwer. Er verliert mit dem Erwachsenwerden sein geflecktes Fell und bekommt einen gelbbraunen bis grauen Mantel mit hellen Bauchpartien. Sein Schwanz und seine buschigen Ohren sind braun oder schwarz und scheinen niemals stillzustehen. Der Puma hat ein schönes Gesicht und einen runden Kopf mit weit vorspringenden Schnurrhaaren.

Den Puma findet man heute noch in den westlichen Teilen der USA sowie in Florida, Mexiko und Kanada. Bevor sich die westliche Zivilisation auf dem nordamerikanischen Kontinent ausbreitete, konnte man ihn in allen Winkeln und Ecken der Vereinigten Staaten antreffen. Als Folge der rücksichtslosen Verfolgung durch den weißen Mann hat sich der Puma heute weitgehendst in steiles Canyon-Gebiet oder Gebirgsterrain zurückgezogen. Pumas richten ihren Bau in felsigen Höhlen, ausgewaschenen Löchern oder dichtem Gebüsch ein. Der Puma gilt als der beste Kletterer unter den Katzen. Wenn er verfolgt oder gejagt wird, kann er sich mit Leichtigkeit auf Bäume flüchten, obgleich er es grundsätzlich vorzieht, auf dem Boden zu bleiben. Pumas sind schnelle Läufer, jedoch für längere Strecken nicht ausdauernd genug. Ihr Revier erstreckt sich über weitflächiges, individuell abgestecktes Gebiet, und ihre sozialen Strukturen erlauben nicht, dass sich diese Gebiete überschneiden. Sie achten sorgfältig darauf, ihre Bereiche zu markieren, um fremde Pumas fernzuhalten. Der Puma hat einen heiseren, hohen Schrei, der zwar äußerst selten zu hören ist, aber sehr furchteinflößend sein kann. Für gewöhnlich sind Pumas eher lautlose Katzen, die nur dann knurren, Zähne fletschen und spucken, wenn sie in die Enge getrieben werden.

Pumas ernähren sich hauptsächlich von Rotwild, nehmen manchmal jedoch auch mit kleineren Tieren vorlieb. Sie sind leidenschaftliche Jäger, die sich oft mit ihrem Partner zusammentun, um bessere Beute zu machen. In solchen Fällen jagt ein Puma hinter der Beute her, während der andere im Gebüsch auf der Lauer sitzt. Sie erlegen nicht mehr, als sie verzehren können, und greifen nur dann Haustiere an, wenn ihre natürlichen Ernährungsquellen versiegt sind und ihnen keine andere Wahl bleibt. Der Puma ist aufgrund seiner Geschwindigkeit, Kraft und Ausdauer einer der geschicktesten Jäger der Wildnis. Geschmeidig und anmutig, wie er ist, bewegt sich der Puma in Kreisen so lautlos und geschwind durch sein Revier, dass er manchmal auch »die schleichende Katze« genannt wird. Er ist ein äußerst geduldiger Jäger, der sich häufig mehrmals anschleicht, bis er die erwünschte Position gefunden hat. Pumas harren manchmal einen ganzen Tag und eine ganze Nacht auf einem Felsen oder Ast aus, bis sie ihre Beute erfolgreich erlegt haben. Weibliche Pumas sind in der Regel geschickter als die männlichen Tiere.

Ein hässliches Gerücht, das über Pumas verbreitet wird, besagt, dass sie Jagd auf Menschen machen. Es konnte jedoch bislang kein einziger Fall nachgewiesen werden, in dem ein gesunder Puma einen Menschen angefallen hätte. Sie lieben es zwar, einem Menschen zu folgen, aber dies geschieht lediglich aufgrund der für Katzen so typischen Neugierde und nicht aus Jagdlust. Wenn sich Pumas paaren, dann ist in den meisten Fällen das weibliche Tier der aktive Teil. Sie verfolgt das Männchen ihrer Wahl und versetzt ihm etliche Prankenhiebe, um seine Aufmerksamkeit zu gewinnen. Wenn er das ihm entgegengebrachte Interesse erwidert, fechten sie einen kurzen Kampf miteinander aus, um schließlich ihre Partnerschaft zu besiegeln. Die männlichen Tiere kümmern sich in der Regel kaum um die Aufzucht der Jungen, die meistens im Frühjahr geboren werden. Ein Puma-Wurf besteht gewöhnlich aus zwei Jungen. Das Muttertier ist sehr liebevoll und bekümmert um ihren Nachwuchs und beschützt ihn gegen jeden Angreifer, sei es nun Raubtier, Jäger oder Hunde. Ein Puma könnte auf dem Boden ein ganzes Rudel Hunde erfolgreich abwehren, aber diese jagen ihn gewöhnlich auf einen Baum, wo ihn der Jäger problemlos erlegen kann.

Menschen, die den Puma als Tier-Totem haben, haben vieles mit dieser königlichen Katze gemein. Sie ziehen sich gern in die höheren Bereiche ihrer eigenen Gedanken und Seele zurück, da sie oft das Gefühl haben, von ihren Mitmenschen missachtet zu werden. Sie sind äußerst empfindsame Menschen, die selbst durch eine zufällige und völlig harmlose Bemerkung leicht verletzt sind. Sie brauchen wie der Puma eine eigene Höhle, in die sie sich zurückziehen können, um über sich und die Welt nachzudenken. Wie ihr Totem sind auch sie gute Bergsteiger, obgleich die meisten ihrer Besteigungen eher in die Höhen des menschlichen Geistes führen denn auf Gebirgsgipfel.
Im geistigen Bereich sind sie schnelle Läufer, die in der Lage sind, ferne Reiche zu bereisen, die anderen oft verschlossen sind. Puma-Menschen brauchen ein eigenes Revier als wesentliche Voraussetzung für ihr persönliches Wohlergehen und Inneres Gleichgewicht. Wenn es ihnen versperrt ist, in die richtigen spirituellen Bereiche auszuweichen, werden sie launisch und unzufrieden. Mit der richtigen Anleitung können sie jedoch hochproduktive Menschen sein.

Wie ihr Totem haben auch Puma-Menschen die Angewohnheit, ihr Revier abzustecken, ob es sich nun um den Bereich ihrer persönlichen Lebensauffassung handelt oder um Geschäfte und Beziehungen. Ist dies einmal geschehen, sehen sie es ungern, wenn andere ohne ihre ausdrückliche Aufforderung eindringen, und sind in einem solchen Fall sogar verletzt. Sie scheinen dabei besonders das Eindringen von Menschen ihres eigenen Totems zu fürchten, da ihnen wohl die potentielle Kraft, die sie mit anderen teilen, sehr bewusst ist.

Puma-Menschen sind oft sehr schweigsam, besonders wenn es sich um Dinge ihres persönlichen Gefühlslebens handelt. Sie tun sich zwar, wenn es ihnen gut geht, leicht, die Art von Unterhaltung in Gang zu bringen, die anderen Menschen angenehm ist, aber sie werden dabei niemals etwas von ihrem wahren Ich preisgeben, bis sie absolutes Vertrauen zu ihrer Umgebung gefasst haben. Aufgrund ihrer guten Intuition, die von ihrer Fähigkeit herrührt, in andere geistige Bereiche vorzudringen, können sie mit Leichtigkeit herausspüren, welche Art von Unterhaltung gewünscht wird, und werden sich auch für gewöhnlich die Mühe machen, diese herzustellen, da sie sanftmütige Seelen sind, die anderen Menschen ihre aufrichtige Wertschätzung entgegenbringen können.

Da Puma-Menschen dazu neigen, ihre tiefsten Gefühle zu verschweigen, fühlen sie sich oft von ihrer Umwelt abgeschnitten und als Außenseiter, die von niemandem verstanden werden. Diese Gefühle unterdrücken sie sehr lange, manchmal sogar ein Leben lang. Wenn sie von Menschen umgeben sind, denen sie genügend Vertrauen entgegenbringen können, und diese Gefühle an die Oberfläche gelangen, können sie in einem einzigen Aufschrei aus ihnen herausbrechen, der sowohl für sie wie für ihre Freunde erschreckend sein kann. Puma-Menschen müssen lernen, anderen so viel Vertrauen entgegenzubringen, dass sie ihre Gefühle offenbaren können, selbst wenn es sie zunächst beängstigen mag, denn sie werden niemals ihr wahres geistiges Ich finden, wenn eine ein Leben lang unterdrückte Gefühlswelt auf ihnen lastet. Dieser blockierte Energiefluss ist es, der sie oftmals in die endlosen Tiefen der Depression und Melancholie stürzt und sie daran hindert, Boden unter den Füßen zu gewinnen, was sie jedoch wiederum befähigt, erfolgreich nach den Sternen zu greifen. Die Angst vor ihren unterdrückten Emotionen kann sie auch daran hindern, klare Entscheidungen zu treffen — ein Wesenszug, der sie manchmal recht unentschlossen erscheinen lässt.

Puma-Menschen sind wie ihr Totem Jäger, die jedoch meistens ihrer spirituellen Entwicklung nachjagen und außer acht lassen, was sich auf der materiellen Ebene befindet. Sie genießen diese Jagd als solche und auch, sie mit anderen Menschen zu teilen, die sich als wahre Freunde oder aufrichtige Suchende erwiesen haben. Ein ausgeglichener Puma-Mensch ist geistig und körperlich so geschmeidig und anmutig wie sein Totem. Puma-Menschen sind auch intelligent genug, um zu wissen, dass sie sich in Geduld üben müssen, wenn sie die Dinge, nach denen sie streben, erfolgreich verfolgen wollen. Sie werden in ihrer Suche gewöhnlich eine Vielzahl von Annäherungspraktiken durchprobieren, bevor sie sich auf die Position, die sie schließlich einnehmen, festlegen. Auch dieser Wesenszug bringt ihnen den Ruf der »Unentschlossenheit« ein.

In Beziehungen zwischen zwei Puma-Menschen wird die Frau ähnlich ihrem Totem der aktive Teil der Partnerschaft sein -.- sie muss es sein, wenn die Beziehung jemals zustande kommen soll. In Beziehungen mit anderen Menschen wird jedoch der weibliche Puma-Mensch passiv darauf warten, dass der Mann die Führung übernimmt. Dies trifft auch auf den Puma-Mann in Beziehung zu Frauen anderer Totems zu. Puma-Menschen muss man förmlich dazu überlisten, mit jemandem eine Beziehung einzugehen, und anschließend unentwegt versichern, dass man die Beziehung mit ihnen auch fortsetzen will. Während Puma-Menschen lernen können, sich sicher im spirituellen Bereich zu bewegen, brauchen sie stets die Versicherung, dass sie das Richtige im materiellen Bereich tun.

Die Unsicherheit und Launenhaftigkeit, denen Puma-Menschen oftmals unterworfen sind, werden intensiviert durch ihre Zugehörigkeit zum Froschklan. Froschklan-Menschen sind empfänglich für den wechselhaften Fluss menschlicher Emotionen, und diese zusätzliche Empfindsamkeit ist es, die bewirkt, dass Puma-Menschen noch stärker ihre Aufmerksamkeit auf die potentielle Fallgrube menschlicher Beziehungen richten. Der positive Gesichtspunkt dieser Zugehörigkeit zum Froschklan ist ihre Fähigkeit, um die schöpferischen und einigenden Kräfte des Universums zu wissen und mit ihnen fließen zu können.

Puma-Männer haben keine leichte Stellung in ihrer Elternschaft. Sie haben Schwierigkeiten, den starken physischen Anforderungen eines Kindes an seine Eltern gerecht zu werden. Während sie ihnen von ganzem Herzen zugetan sind, fällt es ihnen schwer, diese Liebe und Zuneigung auch zu zeigen. Puma-Frauen tun sich in dieser Beziehung etwas leichter, da sie ähnlich ihrem Tier-Totem eine beschützende und hingebungsvolle Einstellung zu ihren Kindern haben, solange diese noch jung sind und diesen Schutz brauchen. Sobald die Kinder jedoch älter werden, fängt dieser starke Mutterinstinkt an nachzulassen, und die Mutter wird wieder verstärkt ihren eigenen Interessen nachgehen, vornehmlich in den spirituellen Bereichen, in denen sie sich so wohl fühlt.

Puma-Kinder brauchen ein großes Maß an Liebe und Schutz, da sie sehr verträumt sind und immer noch stark in jenen Bereichen verhangen sind, aus denen sie gerade entlassen worden sind. Es ist infolgedessen ratsam, sie so schnell wie möglich an die Erde zu binden, damit gewährleistet wird, dass sie ihre Kindheit glücklich und unbeschadet überstehen. Man sollte sie auch schon im Kindesalter dazu anhalten, so viele Gefühle wie möglich zum Ausdruck zu bringen, um ihnen dieses für spätere Jahre zu erleichtern. Sie sind heitere, intuitive und sanftmütige Kinder, man kann jedoch nie mit Sicherheit wissen, ob sie das, was man ihnen sagt, auch hören — und dieser Verdacht besteht in den meisten Fällen wahrscheinlich zu Recht. Puma-Kinder sind überaus kreativ, und es ist unnötig, ihnen eine Unmenge von Spielzeug zur Verfügung zu stellen, da sie aus fast allem, was ihnen gefällt, etwas bauen können. Diese Kreativität setzt sich auch in den heranwachsenden Puma—Menschen fort und lässt sie, soweit sie es schaffen, mit der Erde verwurzelt zu bleiben, zu hervorragenden Künstlern auf allen Ebenen werden. Ihre Kreativität tritt häufig sowohl in ihrer spirituellen Suche wie auch in künstlerischer Form zutage. Wenn Puma-Menschen ihr inneres Gleichgewicht verloren haben, können sie mit unerwarteter Heftigkeit auf jeden reagieren, der sie ihrem Empfinden nach verletzt hat.

Wenn sie sich in die Ecke getrieben fühlen, fahren sie ihre Krallen aus und liefern einen bemerkenswerten Kampf. Manchmal erfüllt dieses Kämpfen für sie einen konstruktiven Zweck, da es zumindest eine Möglichkeit bietet, einige der Gefühle, die sie so gerne unterdrücken, auszuleben. Häufig dient es auch als Ventil, um sie aus ihren melancholischen Phasen herauszureißen. Der Puma-Mensch kann jedoch in diesem Kampf auch andere ernsthaft verletzen, was ihm oftmals nicht bewusst wird.

Der Mond des Puma-Totems ist der Mond der Großen Winde ein Mond der Geheimnisse, wenn der Wechsel der Jahreszeit bevorsteht und die Winde ungehindert aus allen Himmelsrichtungen über uns hereinbrausen können. Es ist eine Zeit der rasch wechselnden Energien, wenn alle Kinder der Erde sich auf die Zeit des neuen Wachstums vorbereiten, die der Zeit der inneren und äußeren Ruhe folgt. Die Tatsache, dass sie unter diesem Mond geboren sind, intensiviert die geheimnisvolle und rastlose Seite der Puma-Menschen und verstärkt ihre Fähigkeit, mit den Energien, die sie durchfließen, umzugehen.
Dies ist der 3. Mond der Waboose, der Hüterin aus dem Norden. Ihr Geschenk der Reinheit hilft Puma-Menschen, ihre spirituelle Reinheit trotz der Schwierigkeiten, die sie auf der materiellen Ebene begleiten, zu erlangen. Ihr Geschenk der Erneuerung hilft ihnen, selbst aus den tiefsten Zuständen von Melancholie wieder ans Licht zurückzufinden.

Puma-Menschen ergänzen sich mit Braunbär-Menschen und kommen am besten mit den anderen Angehörigen des Froschklans — Specht- und Schlange-Menschen — aus, sowie mit den Vertretern des Schildkrötenklans — Biber- und Schneegans-Menschen. Wenn sie sich jedoch in einem Zustand des inneren Gleichgewichts befinden, können sie zumindest auf einer oberflächlichen Ebene mit fast allen Menschen zurechtkommen. Sie sollten jedoch darauf achten, wie sie sich Hirsch-Menschen gegenüber verhalten, da sie diesen manchmal — ähnlich wie der Puma dem Maultierhirsch — unbewusst sehr bösartig begegnen können.
Wenn sich Menschen anderer Zeichen in dieser Position auf dem Medizinrad befinden, werden sie so viel Energie erfahren, wie sie gerade in der Lage sind zu verarbeiten, manchmal sogar mehr. Auf diese Weise werden sie auch mit dem Gefühl des drohenden Chaos konfrontiert, das Puma-Menschen häufig beschleicht und ihnen erschwert, die Aufrechterhaltung ihres inneren Gleichgewichts zu erlernen.

Menschen, die diese Position durchwandern, werden ebenso die Möglichkeit haben, in Bereiche vorzudringen, die ihnen zu anderen Zeiten verschlossen bleiben.

Quelle:
Aus dem Buch:

Das Medizinrad

von Sun Bear & Wabun

erschienen in der Esoterik-Reihe

bei der EBG Verlags GmbH, Kornwestheim

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