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Free Leonard Peltier

"Das einzige Verbrechen, dessen ich mich schuldig gemacht habe und für das ich verurteilt werde,
ist meine Zugehörigkeit zum Volk der Chippewa und Sioux
- und mein Glaube an unsere heilige Religion..."
Leonard Peltier
 

12 September 1944

Leonard Peltier wird als Sohn von Leo und Alvina Peltier in Grand Forks, North Dakota, geboren.

1948-1953

Er wächst hauptsächlich bei den Großeltern Alex und Mary Dubois-Peltier im Turtle Mountain Chippewa Reservat in North Dakota auf.

1953-1956

Besuch der Indianischen BIA Schule inWahpeton, North Dakota.

1957

Hauptschulabschluss an der Indianischen Schule in Flandreau, South Dakota, Rückkehr ins Turtle Mountain-Reservat.

1958

Die Konflikte mit dem Gesetz beginnen: Leonard nimmt auf dem Turtle Mountain als Zuschauer  an seinem ersten Sonnentanz teil und wird auf dem Weg nach draußen -Ungerechtfertigterweise- wegen Trunkenheit von der BIA- Polizei festgenommen. Im gleichen Jahr wird er nochmals festgenommen, weil er versucht, von einem Vorratstruck der Army Dieselöl abzuzapfen, um das Haus seiner Großeltern zu heizen. Er verbringt zwei Wochen im Gefängnis.

Er nimmt in Turtle Mountain an enem politischen Treffen teil, in dem der Regierungsbeschluss, das Reservat >>aufzulösen<<, diskutiert wird. Er beschließt, ein krieger für die Sache seines Volkes zu werden.

Sein Antrag auf ein Stipendium der Kunsthochschule Santa Fe wird abgelehnt. Er verläßt die Schule.

1959

Er zieht nach Seattle und wohnt bei der Familie seines Cousins Bob Robideau.

1961

Wegen wiederkehrender Kieferprobleme wird Peltier von der Marine für untauglich erklärt

1965

Peltier und sein Cousin Bob Robideau eröffnen gemeinsam eine Autokarosseriewerkstatt in Seattle.

1968

Das American Indian Movement ( AIM ) entsteht in Minneapolis

1969

Die Insel Alcatraz wird von Indianischen Aktivisten besetzt. Peltier ist daran nicht beteiligt, aber diese Besetzung ist der Beginn seiner Politisierung und das Vorbild für seine späteren Bemühungen als indianischer Aktivist.

8 März 1970

Er besetzt gemeinsam mit anderen Aktivisten das leerstehende Fort Lawton bei Seattle, mit dieser Aktion berufen sie sich auf ein Bundesgesetz, das Indianern das Vorrecht auf von der Regierung nicht mehr genutztes Land zugesteht. Die Aktion endet damit, das die Aktivisten vorrübergehend ins Gefängnis gesteckt werden.. but last but not least

Fort Lawton wurde doch noch ein kulturelles Zentrum der Native Americans.

1972

Leonard schließt sich dem AIM an, geht ins Pine Ridge Reservat in South Dakota und arbeitet mit dem AIM Direktor Dennis Banks zusammen. Er zieht nach Milwaukee, um im dortigen Büro zu arbeiten.

1973

Am 9. Mai endet nach vorausgegangenen Verhandlungen die 71tägige Belagerung von Wounded Knee mit der Aufgabe der Besetzer. Die sogenannten GOON's üben immer noch ihre berüchtigte " Schreckensherrschaft" über die Traditionalisten in Pine Ridge und ihre Unterstützer bim AIM aus.

1973-1975

Der flüchtige Peltier nimmt am Kampf der Puyallup und Nisqually um die Fischerrechte in Washington State teil und ist bei AIM Protestaktionen in Arizona und Wisconsin dabei.

26.Juni 1975

Die situation im Pine Ridge Reservat hätte man wohl als Kriegszustand bezeichnen können. Die Bewohner im Rez. lebten täglich mit der Angst vor übergriffen der FBI Agenten und vor den GOON's. Die Bewohner des Reservats holten sich die AIM zu Hilfe< American Indian Movement >Sie bauten eine Zeltstadt auf dem Jumping Bull Gelände auf. Eine spirituelle Zeltstadt, darunter auch Leonard Peltier der 1972 dieser Bewegung beitrat.

An jenem Tag rasten die beiden FBI Agenten Coler und Williams auf das Grundstück der Jumping Bulls. Wohl gemerkt, waren die Autos der Agenten nicht gekennzeichnet. Als Grund wurde angegeben, einen roten Truck zu verfolgen, angeblich soll ein junger Native, einpaar gebrauchte Cowboystiefel gestohlen haben. Alles nur ein Vorwand. Bis heute hält das FBI an dieser Aussage fest. Warum verfolgten die beiden FBI Agenten den jungen Indianer? Wegen einpaar gebrauchte Cowboystiefel? Die mehrfachen Morde an  AIM Mitglieder jedoch wurden nicht untersucht. Seltsam !!!!!!

Zwischen den FBI Agenten und des AIM kommt es an diesem Tag zu einem Feuergefecht. Coler und Williams kommen dabei ums Leben, auch ein Indianer stirbt bei dieser Schießerei. Das Feuergefecht dauert an. Am Nachmittag gelingt einigen Indianern, darunter auch Leonard Peltier, wie durch ein Wunder die Flucht.

Eine der größten Menschenjagd dieser Zeit beginnt. Leonard ist auf der Flucht. Im August nimmt Leonard heimlich an einem Sonnentanz teil. Flüchten dann nach Kanada  und findet Unterschlupf bei weit ab der Zivilisation lebende Gruppe von Indianern.

Im September werden einige Indianer festgenommen, darunter auch Dino Butler und Anna Mae Aquash. Ihr wurde mit dem Tode gedroht, würde Sie nicht gegen Leonard Peltier und anderen AIM Mitglieder Falsch aussagen.....Sie tat es nicht....< im Februar 1976 wurde ihr verwester Köper gefunden>

Am 10.September 1975 explodiert da Auto von Bob Robideau <ein Cousin Leonards>. Das Fbi Findet in dem  Autowrack ein verkohltes AR-15 Gewehr, das mit den Morden an Coler und Williams in Verbindung gebracht wird. Ohne jegliche Beweise wird die Mordwaffe Leonard Peltier zugewiesen. erst Jahre später stellt sich heraus, das die AR-15 keinesfalls die Mordwaffe sein kann, da die FBI Agenten durch eine kleinkalibrige Waffe zu Tode kamen. ( da hat sich wohl das FBI verkalkuliert )

 

Das FBI hat sich sehr bemüht, Beweise zu finden, um Lenard anzuklagen, mit Erfolg. Die FBI Agenten zeigen einer verwirrten sehr ängstlichen Indianischen Frau, Myrtle Poor Bear, die Fotos der ermordeten Anna Mae Aquash, auf den Fotos sieht man die abgehackten Händer der indianischen Aktivistin, Die Beamten drohen Myrtle Poor Bear damit, dass ihre Tochter das gleiche Schicksal erwarten würde, würde Sie nicht falsch gegen Leonard aussagen. Sie unterschreibt eine Eidesstattliche Erklärung, in der Sie behauptet Leonards Freundin zu sein ( Sie ist ihm in Wahrheit nie begegnet )

16. März 1977

Verhandlungsbeginn:

Erste Aktion: Verhandlung wird von Cedar Rapids  ( Iowa ) nach Fargo ( North Dakota ) verlegt. Diese Gegend gilt als sehr Indianerfeindlich. Der zuständige Richter läßt nur Beweise zu, die ausschließlich die Schießerei am 26. Juni 1975 betreffen. Damit werden alle Beweise, die zum Freispruch Butlers und Robideaus führten, vom Verfahren ausgeschlossen. Leonards Verurteilung war schon vor der Verhandlung, beschlossene Sache.

18. April 1977

Die eingeschüchterte Jury, spricht nach 8 stündiger Beratung, Leonard für schuldig des Mordes an den beiden FBI Agenten......

2. Juni 1977

LEONARD PELTIER wird zu zweimal Lebenslänglich verurteilt.

Sämtliche Berufungs und Begnadigungs Anträge wurde bis heute alle Abgelehnt.

Diese Schweinerei schreit zum Himmel, ich persönlich werde alles daran setzen um die Wahrheit ans Tageslicht zu bringen.

Die Regierung Bush, macht es da einem nicht einfacher.. aber ich mache weiter...

Das indianische Volk hat soviel erleiden müssen und muss noch heute soviel erdulden und Demütigungen über sich ergehen lassen, wie weit wollen die US Behörden noch treiben. Der Fall Leonard Peltier sagt alles über die Machenshaften des FBI aus. Korruptionen, Erpressungen, Beweise fälschen, Menschen unter Druck setzen.

In den 70igern war es ein Spass für die  FBI Agents indianische Kinder mit dem Auto zu verfolgen und einfach mal so in die Häuser zu schießen. Indianische Frauen vergewaltigen. Alte Männer die betrunken auf der Strasse torkeln, einfach zu Tode zutreten und ab in die Mülltonne. Kein Hahn kräht danach.

Robert Standing Deer, wurde am 21. Januar erstochen in seinem Heim auf gefunden. Zwei mini Artikel hat man im Houston Chronicle finden können, mehr nicht. Es ist nur seltsam, das Robert eine Rede über seine Erlebnisse im Knast halten wollte. Wusste er vielleicht zuviel? Dies alles beschreibt die Situation im Rez. Diese Menschen brauchen unsere Hilfe.

 
Eine Botschaft von Leonard Peltier
Vielen Dank dafür, dass ich mich Euch an diesem Tag des Friedens mitteilen kann.
Es ist wichtig, dass Ihr Euch diese Zeit an diesem Tag Eures Lebens genommen habt, um Euren Wunsch nach Frieden und nach einer Vision der Veränderung mit der Welt zu teilen. Möglicherweise wird dies das Wichtigste in Eurem Leben sein, das Ihr je tun werden könnt.
Dieser Tag unterscheidet sich in keinster Weise von jenem Tag im Jahr 1975, als ich gegen die vom FBI unterstützte Gewalt auf der Pine Ridge Reservation aufstand. Was heute auf dem Spiel steht, ist das gleiche wie damals. Die amerikanische Regierung wendete Gewalt auch gegenüber den Menschen in Pine Ridge an. Die Regierung war nicht daran interessiert, die in Not und Armut lebenden Indianer zu schützen, die auch heute noch unter Armut und Not leiden, sondern ihr Interesse lag in der Unterstützung multinationaler Konzerne, die auch jetzt noch nach den natürlichen Ressorucen eines an Uranium reichen Landes streben. Dies ist die Mentalität des "Macht hat Recht". Das ist nichts neues. Die Regierung hat die Uhren zurückgedreht und spielt "Cowboys und Indianer".
Lasst uns ehrlich sein. Viel ist zu gewinnen durch eine kriegerische Eroberung des Iraks - für die USA, für die multinationalen Konzerne - und nur in geringem Maße, wenn überhaupt, geht es bei den Aktivitäten der Regierung um die Befreiung des irakischen Volkes vom Regime eines Tyrannen. Das Schlüsselwort lautet irakisches Öl. Dies ist das Schlüssel zu diesem ganzen sogenannten "Krieg gegen den Terror". Aber die Gier findet hier noch kein Ende. Berichte der letzten Wochen zeigen, dass private amerikanische Konzerne - profithungrige Leute wie der ehemalige Angestellte von Vizepräsident Dick Cheney - bereits vor Ort sind, bereit für den Abschluss von Staatsverträgen zum Aufbau eines kriegsgeschüttelten, von amerikanischen Bomben zerstörten Landes und zur Bereitstellung von militärischem Personal, dass diese Regierung dort stationieren will. Eine Besatzungsmacht also. Krieg ist gut für das Geschäft. Und alles das wird von Euch bezahlt werden, den amerikanischen Steuerzahlern.
Die Welt ruft nach Einigkeit und einem besseren Verständnis unserer arabischen Brüder und Schwestern. Wenn nicht im Dialog, wie dann werden wir je die Konflikte im Nahen Osten verstehen lernen?
Die Franzosen, die umfassende Erfahrungen im Nahen Osten haben, bekräftigen, dass wir nie eine Unterwerfung des irakischen Volkes unter die amerikanische Demokratie erleben werden. Darin unterscheiden sie sich in keinster Weise von den indigenen Völkern überall auf dieser Welt. Und so wie bei den Ureinwohnern unseres Landes ist auch ein Verständnis der Stammeszusammenhänge in der arabischen Welt notwendig. Nötig ist Achtung vor ihrer Kultur und vor ihrem spirituellen Glauben. Grundlegend ist die Anerkennung ihrer Souveränität.
Wenn Amerika es auch heute vorzieht, unseren Kampf zu ignorieren, wir - die Menschen unserer Völker - werden die Wunden in uns tragen, die der Tod Unschuldiger im Namen der Macht Amerikas geschlagen hat.
Mein eigener Fall endete in einer gewaltvollen Aktion der US-Regierung und des FBI. In wessen Interessen geschah dies? Für die Menschen in Pine Ridge? Für die amerikanischen Ureinwohner dieses Landes? Für die Ureinwohner der Welt? Im Interesse der amerikanischen Öffentlichkeit? Diese Art der Aggression hat mein Volk fast völlig zerstört.
Lasst mein Leben Euch allen ein Hinweiszeichen an diesem heutigen Tag sein. Ich fordere Euch auf, das Wissen zu nutzen, dass die Indianer im Angesicht des Terrors gewonnen haben. Wenn wir uns frühzeitig zusammengefunden hätten und in Gemeinsamkeit statt als separate Nationen gekämpft hätten, hätten wir vielleicht gewonnen. Wir müssen unsere Verbündeten, die Nationen der Welt, die gegen die Anwendung militärischer Gewalt sind, ermutigen, sich zusammenzuschließen.
Dies sind unsere Brüder und Schwestern, unsere Tanten und Onkel, auf die wir Bomben werfen werden. Sie sind wir, und wir sind sie, zusammen in diesem großen Kreis des Lebens. Ich bitte Euch: geht gemeinsam weiter, vereint. Sprecht mit einer Stimme. Sagt NEIN zum Krieg!
Zum Abschluss ein Zitat eines Häuptlings der Irokesen, von Leon Shenandoah: "Ich wirke für die Schöpfung. Ich weigere mich, an der Zerstörung teilzunehmen."
Aho. Megwetch.
Nachricht von Leonard Peltier zu seinem Geburtstag am 12. September 2004
Meine Schwestern, Brüder, Freunde und Unterstützer, 
Eure Sorge um mich und Eure Gedanken zu meinem Geburtstag haben mich mehr bewegt, als Ihr Euch vorstellen könnt. Ich weiß, dass viele von Euch wahrscheinlich noch gar nicht geboren waren oder aber noch kleine Kinder waren, als dieser Kampf begann. Umso mehr bin ich von Eurem Gedenken beeindruckt. 
Ich möchte Euch einige Dinge sagen, aber vor allem dies - es wäre so wunderbar, einfach Eure Hände zu schütteln und Euer Lächeln zu sehen. Oft erwarten die Menschen von mir, dass ich etwas Wichtiges oder Grundsätzliches sage, aber ich bin nur ein gewöhnlicher Mensch in einem außergewöhnlichen Kampf, der versucht, sein Bestes zu geben.
Zu oft geraten Menschen in Situationen, von denen sie hoffen, dass diese schnell wie Fernsehserien vorübergehen, aber der Kampf gegen die Mächte der Sklaverei kann ein lebenslanger Kampf sein. 
Da gibt es wichtige Bücher, die uns sagen, was sein soll. Ich denke da an religiöse Bücher, die ich neulich gesehen habe. Da gibt es jene, die im Namen des Schöpfers gegeneinander kämpfen, aber dies sind nur Erfindungen des Menschen. Wenn wir um uns schauen, sehen wir die Dinge, die uns der Schöpfer gegeben hat. Ich bin kein religiöser Mensch, sondern ein spiritueller. Religiös gesehen - ziehe ich jeden Tag meine Schuhe an. (nicht, dass Ihr denkt, ich will Euch hier bekehren :-)...) 
Wir sehen den Missbrauch, den die Weltmächte mit den einfachen Menschen und mit unserer Mutter Erde treiben. Wir müssen immer aufmerksam sein und dürfen uns nicht täuschen lassen von denen, die die Erde und uns ausbeuten, auch wenn sie im Besitz der Medien sind. Wenn Ihr etwas hört oder lest, überprüft es, ob es zum Leben oder zum Tod beiträgt, so wie es der Schöpfer uns gegeben hat. 
Viele Menschen nennen uns Revolutionäre. Mir gefällt das, auch wenn dies - von den Täuschern - oft in einem negativen Sinn gemeint ist. Revolution bedeutet - sich in einem Kreis bewegen. Alle Arbeit des Schöpfers durchläuft einen Kreis - die Erde, der Mond, der Jahresablauf oder auch ein Menschenleben. 
Als eingeborene Menschen diese Landes waren wir frei und freundlich zu denen, die hierher kamen, um ihre Freiheit zu suchen. Dieser Teil der Erde war sauber und im Gleichgewicht. Ich wünsche mir, die Dinge würden sich wieder in ein solches Stadium entwickeln. Wenn ich, mit meinem Leben, Teil eines solchen Prozesses bin... wenn meine Gefangenschaft in irgendeiner Weise der Öffentlichkeit klarmacht, wie wir zusammenstehen müssen, wie wir unsere Freiheit schützen müssen und wie wir das zurückerobern müssen, was wir verloren haben... dann empfinde ich dies als Ehre. Es gibt keinen Grund, warum Technologie nicht letztendlich dazu genutzt werden kann, um unsere Mutter Erde zu schützen. 
Lasst uns Revolutionäre sein in einer Weise, in der wir den Kreislauf des Lebens vorantreiben. Lasst uns Revolutionäre sein mit dem Ziel, dass unsere Kinder, Generation für Generation, sich der Freiheit und einer gesunden und sauberen Mutter Erde erfreuen können. Lasst unser Leben in einem Kreis laufen und nicht in einer geraden Linie, die irgendwo in einer Sackgasse endet. 
Es gibt Sprecher und Macher. Wenn jemand sprechen kann, soll er dies tun. Wenn jemand die Arbeit ausführen kann, soll er dies tun. Wenn jemand beides kann, ist es umso besser.  
Ich möchte nochmals sagen, dass ich mich hoch geehrt fühle, im Geiste unter Euch zu sein, auch wenn ich dies nicht körperlich sein kann. Die Jahre vergehen schneller, als man es wahrhaben möchte. Das Leben ist nicht allzu lang, also seid gut zueinander, seid ehrlich zu Euch selbst, sucht den Einklang mit dem Schöpfer und wisst, dass ich Euch schätze. 
Weitere Worte fehlen mir, daher werde ich hier schließen. 
Bleibt stark. 
Ich danke Euch vielmals für Eure Aufmerksamkeit. 
Mitakuye Oyasin.  
In the Spirit of Crazy Horse, a famous Native doer...  
Your friend always,  
Leonard Peltier
Leonard Peltier News:
Nächster Träger des Friedensnobelpreises - Leonard Peltier???
Leonard Peltier ist beim Norwegischen Nobelpreis-Komitee
für den Friedensnobelpreis 2004 nominiert worden.
Die Nobelpreisverleihung wird Mitte Oktober,
also einen Monat vor der US-Präsidentschafts-wahl stattfinden.
Auch in diesem Kontext sollten wir den Namen Leonard Peltiers
so oft als möglich in das Bewusstsein der Öffentlichkeit bringen

Peltier’s Leben: ein Sonnentanz

Schon bei der einfachen Erwähnung der Pine Ridge Reservation kommt einem sofort ein anderer Namen in den Kopf: Leonard Peltier. Bekannt in seinem Stamm als „Gwarth­ee­lass“ (Er führt das Volk), ist er und sein Fall zu internationalen Symbolen der zügellosen Ungerechtigkeit geworden, mit der die Indianer in den Vereinigten Staaten konfrontiert sind.

Seit über einem Vierteljahrhundert wird Peltier in U.S.­Kerkern eingesperrt, geschlagen, reingelegt und misshandelt; dennoch bleibt er ungebrochen. Nun, nach vielen lang andauernden Jahren in der Hölle, hat Peltier ein bewegendes, herzzerreißendes Buch über sein Leben geschrieben, das von seinem Anfang und seiner Entwicklung als politischer Aktivist, seiner ungebrochenen Überzeugung von der Gerechtigkeit seiner Sache und der der Indianer berichtet.

Dieses neu erschienene Buch heißt „Gefängnisschriften: Mein Leben ist mein Sonnentanz“ [Prison Writings: My Life Is My Sun Dance] (N.Y. : St. Martin’s Press, 1999). Für diejenigen von Euch, die vielleicht seinen Namen kennen, aber wenig über die Geschehnisse vor seiner politischen Einkerkerung wissen – seine Einführung, als Jugendlicher, in die weiße Gesellschaft war ein praktischer Garant seines zukünftigen politischen Widerstands:

„Nachdem Opa an einer Lungenentzündung starb, als ich acht Jahre alt war, wurde das Leben für uns sehr hart. Oma war alleine, sprach kaum Englisch, hatte kaum Einkommen und musste drei kleine Kinder – mich, meine Schwester und unsere Cousine Pauline – alleine erziehen. Ich versuchte mit meiner Zwille den Kochtopf aufzufüllen, erwischte mal ab und zu ein Einhörnchen oder auch mal einen kleinen Vogel. Meistens benutzte Oma sie, um die übliche Gemüsesuppe aufzubessern. Mit der Zwille ist es mir nie gelungen, ein Kaninchen zu erwischen, wie die großen fetten, die Opa für Omas geliebten Kaninchengulasch mit seinem Einzelschuss Kaliber .22 dann und wann schoß.

Bei dem kalten Winter in Nord Dakota war der Hunger ein großes Problem für uns. Wir hatten kein Brot, keine Milch, fast gar nichts. Ich dachte, dass die nagenden Schmerzen im Bauch normal wären, ich sollte mich so fühlen.

Eines Tages im Herbst 1953 kam ein großes schwarzes Auto der Regierung und brachte uns Kinder in ein Internat des Büros für Indianerangelegenheiten in Wahpetan, Nord Dakota. Ich erinnere mich, wie Oma vor der Tür stand und weinte, als sie uns wegführten. Wir hatten keine Koffer, nur Bündel. Sobald wir ankamen, schnitten sie uns zu erste unsere langen Haare ab, zogen uns aus und dann besprühten sie uns mit DDT­Puder. Ich dachte, ich würde sterben. Dieser Ort, kann ich Euch sagen, war sehr, sehr strikt, er war eher eine Besserungsanstalt als eine Schule. Man wurde wegen des kleinsten Verstoßes mit einem Lineal auf den Hintern geschlagen, auch wenn man es nur wagte, jemandem ins Auge zu schauen.“[ff. 77­78.]

Das, was eigentlich eine Schule sein sollte, war für den jungen Leonard „meine erste Gefangenschaft“. Seine Straftat? Indianer zu sein. Dies war die Einführung eines kleinen Jungen in den American Way, wo er und sein Volk geschlagen wurden, weil sie die Sprache ihrer Mütter und Väter sprachen, wo sie bestraft wurden, weil sie sich nicht weiß genug verhielten. Ist es denn verwunderlich, dass er später in dem Indian Way eine bessere Lebensart finden wurde?

Dies ist eine außergewöhnliche Schilderung indigen­amerikanischer Geschichte und zeigt die Gründe, warum es immer noch so viel böses Blut zwischen den Ureinwohnern dieses Landes und den Amerikanern gibt. Peltiers Leben ist ein gequältes Leben, und die Taktiken der US­Regierung sind in ihrer Rohheit und Grausamkeit kaum zu fassen. Informiert Euch über eine der brutalsten Tragödien dieses Landes und über den Geist, der im Namen Crazy Horse voller Hoffnung bleibt. Ohne Zweifel, indianische Geschichte, geschrieben von einem außergewöhnlichen Mann, ist in diesem Buch. Es ist auch amerikanische Geschichte, nicht die, die in amerikanischen Geschichtsbücher gelehrt wird, trotzdem aber von Millionen gelebt wird. Jedes Schulkind sollte dieses Buch lesen. Auf dieser Art, werden sie endlich anfangen, die Wahrheit über die letzten 500 Jahren in diesem Ort, den wir Amerika nennen, zu erfahren.

Vielleicht könnten sie ihre Stimmen im wachsenden, schwellenden Chor der vielen Stimmen erheben, die die Freilassung dieses leidenden geistigen Kriegers fordern, dessen einziger Fehler es ist zu wagen, Indianer in einem Land zu sein, in dem rote Menschen eigentlich nicht überleben sollten.

 
     
 

 



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