Die Braugerste
| Für die Bierherstellung wird spezielle Braugerste benutzt. Es handelt sich um eine zweizeilige, nickende, bespelzte und begrannte Sommergerste, die gemässigtes Klima und gleichmässig verteilte Niederschläge bevorzugt. Daneben spielt teilweise aber auch die sechszeilige Wintergerste eine zunehmend wichtige Rolle. Die Gerste gedeiht auf milden, lehmigen und sandigen, kalkhaltigen Böden und braucht von der Aussaat bis zur Ernte etwa 120 Tage. Das Gerstenkorn besteht zu 12-20 % aus Wasser und zu 80-88 % aus Trockensubstanz, die etwa folgende Zusammensetzung hat: |
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| Stärke |
63 % |
Zellulose |
5 % |
| Zucker |
2 % |
Fett |
2.5 % |
| Eiweisse |
11 % |
Asche |
2.6 % |
| Pentosane (Zucker) |
10 % |
Sonstige (Enzyme) |
3.9 % | |
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| Einwandfreie Gerste sollte einen hohen Extraktgehalt (damit sind lösliche Inhaltsstoffe gemeint) von 79-82 % aufweisen (für eine gute Malzausbeute), eine Keimfähigkeit von mindestens 95 % haben (nur keimfähige Körner bilden stärkeabbauende Enxyme) und hinsichtlich der Vermahlung im Sudhaus (Schrotung) möglichst gleichmässige, volle Körner besitzen. |
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Braugerste wird in der Schweiz nur in begrenztem Ausmass angebaut, geerntet und gemälzt, weil der Brauer zugunsten der Stärke einen relativ tiefen Eiweissgehalt verlangt. Dieser wird nur erreicht, wenn nicht gedüngt wird. Dadurch werden natürlich die Hektarerträge geringer, was wiederum den Braugerstenanbau relativ teuer macht. Der Anbau ist in der Schweiz deshalb im Vergleich zum Ausland unrentabel.

Schema eines Gerstenkornes im Längsschnitt
Zu den bekanntesten Produktionsländern gehören Frankreich, Deutschland, England, Dänemark, die Tschechei und Slowakei sowie und auch die USA.
Vor der Verarbeitung zu Bier muss die Gerste natürlich noch zu Malz verarbeitet werden. Dazu finden Sie hier weitere Informationen. |